Arkansas River - Nebenfluss mit 2.333 Kilometern Länge

Der Arkansas River, der bei einem kleinen Ort in den Rocky Mountains entspringt, mündet nach sage und schreibe 2.333 Kilometern in den Mississippi und zählt somit selbst zu den größten Flüssen der Erde.

Inhaltsverzeichnis
Die Quelle liegt in den legendären Rocky Mountains | Die Mündung ist der legendäre Mississippi | …und der legendäre Christo will den Fluss kunstvoll überspannen

Durch Deutschland fließen viele große Flüsse. Doch ob Weichsel oder Elbe, Rhein oder Donau, die mächtigen Ströme können es von ihrer Länge her auch nicht im Ansatz mit einem Nebenfluss in den USA aufnehmen. Mit 2.333 Kilometern Länge ist der Arkansas River einer der größten Flüsse der Welt. Auf knapp der Hälfte seiner Länge ist der in den Mississippi River mündende Arkansas River schiffbar.

Die Quelle liegt in den legendären Rocky Mountains

Die Royal Gorge Bridge gehört zu den höchsten Brücken der Welt. Die Hängebrücke überquert den Arkansas River in einer Höhe von fast 321 Metern.
Die Royal Gorge Bridge gehört zu den höchsten Brücken der Welt. Die Hängebrücke überquert den Arkansas River in einer Höhe von fast 321 Metern.

Es sind imponierende Zahlen, die die Statistik des Arkansas Rivers ausmachen. Die Quelle des Stroms entspringt in rund 4.260 Metern Höhe nahe der kleinen Stadt Leadville. Die befindet sich im US-Bundesstaat Colorado, mitten in den Rocky Mountains, etwa 130 Kilometer von Denver entfernt. Man muss schon ein geübter Bergsteiger sein, um das kleine Rinnsal, das schnell zu einem großen Fluss anschwellen soll, in den „Rockies“ zu finden. Garantiert darf man keine Höhenangst haben, wenn man anschließend dem Fluss folgen will. Da er in so großer Höhe entspringt, muss er ein starkes Gefälle überwinden und stürzt sich in viele tiefe Schluchten. Eine davon trägt den Namen „Royal Gorge“ („Königliche Schlucht“) und wird in 300 Metern Höhe von der höchsten Hängebrücke der Welt überspannt. So lange der Arkansas River durch Colorado fließt, so lange gebärdet er sich wild und ungezähmt. Er fließt durch die Hochebene de Great Plains und wird im Osten des Landes mit seiner bedeutendsten Talsperre, dem „John Martin Reservoir“ gestaut.

Die Mündung ist der legendäre Mississippi

Erst mit dem Grenzübertritt in den Bundesstaat Kansas wird der Arkansas River schließlich in gewisser Weise „erwachsen“. Nach und nach entwickelt er sich zu einem mächtigen, aber gemächlichen Strom, der in Richtung der Stadt Tulsa fließt. Dort bekommt er noch Gesellschaft vom Canadian River, den er als Zufluss aufnimmt. Durch zwei malerische Gebirgsketten, den Boston Mountains und den Ouachita Mountains, geht es dann schließlich Richtung Mississippi, in den der Arkansas River schließlich mündet. Bis dahin hat er ein Einzugsgebiet von gut 435.000 Quadratkilometern durchflossen und ist auf 1046 Kilometern schiffbar gewesen. Damit bedient er nicht zuletzt Catoosa; jenen US-amerikanischen Binnenhafen also, der die größte Entfernung zu einem Ozean aufweist.

…und der legendäre Christo will den Fluss kunstvoll überspannen

So stellt sich Künstler Christo sein Projekt vor, den Arkansas River mit Stoff zu überspannen.
So stellt sich Künstler Christo sein Projekt vor, den Arkansas River mit Stoff zu überspannen.

Im Sommer 2018 könnte der Arkansas River Schauplatz einer einmaligen Installation werden. Der berühmte Künstler Christo (der unter anderem einst den Berliner Reichstag „verpackte“) plant bereits seit weit über 20 Jahren, einen großen Fluss mit Stoff zu überspannen. Das Projekt hat der Künstler noch mit seiner Frau Jeanne-Claude geplant, die inzwischen verstorben ist. 87 Flüsse weltweit hatten die beiden in der Vorbereitungsphase besucht und sich dann für den Arkansas River entschieden. Dort hätte die Installation auf dem Abschnitt zwischen Salida und Canon City eigentlich längst verwirklicht werden sollen. Umwelt- und Naturschützer haben das Projekt allerdings immer gestoppt. Nach neuerlichen Änderungen sieht es aber jetzt so aus, als hätte Christo Oberwasser. Anfang 2015 verkündete er, dass er im August 2018 mit der Realisierung seiner Ideen rechne. Zwei Wochen lang könnte dann der Arkansas River nicht nur Anziehungspunkt für Naturfreunde sein, sondern auch für Kunstenthusiasten aus aller Welt.