Ghost Towns – Geisterstädte in den USA

Als Ghosttowns (Geisterstädte) bezeichnet man in den USA die heute noch bestehenden Reste von verlassenen Siedlungen. Hier: Bodie in Kalifornien.

Als Ghosttowns (Geisterstädte) bezeichnet man in den USA die heute noch bestehenden Reste von verlassenen Siedlungen. Teils sind sie dem Zerfall Preis gegeben, teils werden sie in ihrem ruinösen Zustand erhalten und dienen touristischen Zwecken – mit und ohne Komparsen, mit und ohne Eintritt. Es ist nahezu alles zu finden.

Die zerfallenen Städte und Siedlungen machen einen gruseligen Eindruck und sind daher sehr beliebt und sagenumwoben. Eine sehr gute Übersicht der Ghosttowns in den USA bietet die Internetseite ghosttowns.com. Man gibt den Bundesstaat ein und und alle dort belegenen Ghosttowns werden angezeigt und bebildert beschrieben. Die bekanntesten Geisterstädte haben wir hier aufgelistet. Darunter Bodie in Kalifornien, Calico, ebenfalls in Kalifornien und Jerome in Arizona. Eine weitere Übersicht sortiert nach Bundesstaaten und insbesondere mit Fotos zu Ghosttowns bietet ghosttowngallery.com.

Bodie Ghost Town and State Park, Kalifornien

Bodie bezeichnet sich selbst als die beste und abgeschiedenste Geisterstadt der USA.

Bodie bezeichnet sich selbst als die beste und abgeschiedenste Geisterstadt der USA.

Nordöstlich des Yosemite Nationalparks, 13 Meilen östlich auf dem Highway 395 der Bodie Road, 7 Meilen südlich von Bridgeport.

Bodie bezeichnet sich selbst als die beste und abgeschiedenste Geisterstadt der USA. Um 1879 lebten hier 10.000 Menschen, es gab 60 Saloons und Tanzhallen sowie drei Brauereien. Täglich eine Schießerei auf der Main Street verschaffte Bodie den zweifelhaften Ruf der gesetzeslosesten Stadt im Wilden Westen. Die Glocke der Feuerwehr soll fast ununterbrochen ertönt sein, denn beim Begräbnis eines ermordeten Mannes wurde für jedes Lebensjahr einmal die Glocke geschlagen. Die Minen in der Umgebung der Stadt waren ergiebig, in 20 Jahren wurde Gold im Wert von rd. 100 Millionen Dollar gefördert.

Als die Gold- und Silberminen erschöpft waren (etwa um 1885) wanderte die Bevölkerung ab. 1942 wurde der Ort nach mehreren Großbränden offiziell geschlossen. Das trockene Wüstenklima und die kalten Winter haben viele Gebäude konserviert. 150 Holzhäuser, etwa ein Zehntel der alten Stadt, sind heute noch zu besichtigen. Dazu gehören die Standard Stamp Mill und das Gebäude der Bergarbeitergewerkschaft, die zu den ältesten kalifornischen Gewerkschaften gehört.

Das Ortsbild soll in dem Zustand wie vor 50 Jahren erhalten bleiben. Daher gibt es hier keine kommerziellen Angebote. Der Hauch des Wilden Westens ist spürbar. Weitere Einzelheiten auf der Internetseite bodie.com.

Landkarte

Calico, Kalifornien

Auch in der Geisterstadt Calico stehen verlassene Häuser.

Auch in der Geisterstadt Calico stehen verlassene Häuser.

17 km östlich von Barstow, nahe der US 15, gut ausgeschildert. Täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt: 8 Dollar Erwachsene, 5 Dollar Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren.

Von 1881 bis 1896 brachen Tausende von Männern hierher auf, um in den umliegenden Bergen nach Silber zu suchen. Mit dem Sinken des Silberpreises wurden die Silberminen geschlossen und Calico wurde zu einer Geisterstadt. Ein Drittel der heutigen Anlage ist noch original, der Rest wurde restauriert. Hier herrscht aktiver Touristen-Trubel mit Shops, Saloons und in Western-Kostümen gekleideten „Einwohnern“. Weitere Einzelheiten unter cms.sbcounty.gov/parks/Parks/CalicoGhostTown.aspx.

Jerome, Arizona

Über die „Geisterstadt“ Jerome in Arizona berichtet Helmut Werb in dem Stern-Artikel „Geisternde Nutten, spukende Helden“: www.stern.de/reise/fernreisen/jerome-arizona-geisternde-nutten-spukende-helden-587635.html.

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