Tennessee River – Angeln ist hier ausdrücklich erwünscht

Der Tennessee River, hier bei Chattanooga (Tennessee), dient vielen Fischarten als Lebensraum, ist aber auch Überlebensgarant für viele andere Tierarten.

Alle Flüsse, so sagt man, fließen ins Meer. Letztendlich stimmt das wohl, aber die meisten Flüsse fließen vorher tatsächlich erst einmal in einen anderen Fluss. So auch der Tennessee River, der ein wirklich stolzer Fluss ist.

Mit seiner Länge von 1049 Kilometern kann er sich wahrlich sehen lassen und die Tatsache, dass er auf seiner Reise gleich durch vier US-Bundesstaaten fließt, ist auch nicht zu verachten. Der Anfang des Flusses liegt im Tal der Appalachen in Tennessee, dort wo der 376 Kilometer lange French Broad River und der 225b. Auf dem Weg zur Mündung geht es später durch Kentucky, Alabama und schließlich nach Mississippi. Dort entpuppt sich der Tennessee River dann „nur“ als Nebenfluss und mündet in den großen Ohio. Doch was bedeutet das schon? Denn auch der Ohio River findet seinen Weg zum Meer nicht von selbst. Er transportiert die Wasser des Tennessee Rivers und vieler anderer Flüsse in den noch viel größeren Mississippi River. Erst dann vollendet dieser den Kreislauf und mündet schließlich südlich von New Orleans in den Golf von Mexiko.

Barsch und Wels müssen sich vorsehen

Doch zurück zum Tennessee River. Auf seinen ureigenen 1049 Kilometern ist der nämlich ein Paradebeispiel dafür, wie reich an Leben ein gesunder Fluss sein kann. Der Tennessee River gehört zu den fischreichsten Gewässern der Vereinigten Staaten – vor allem dort, wo man ihn gestaut hat. Die künstlich geschaffenen Stauseen, auf Englisch „Lake“ genannt, sind am Wochenende ein beliebtes Ziel für ganze Heerscharen von Angern. Da die sich aber auf vier Bundesstaaten verteilen, braucht man kein Gedränge zu fürchten. Besonders beliebt ist „Lake Guntersville“ in Alabama. Dort kann man leckeren Barsch und Wels an den Haken bekommen. Die Angler bewegen sich in kleinen Booten über die Stauseen, um ihre Fangmöglichkeiten zu optimieren. Etwas wagemutigere Naturen fischen auch direkt im Fluss. Das ist zwar nicht ganz so ruhig und gemütlich, hat aber natürlich auch seinen Reiz.

Landkarte

Schwierige Balance zwischen Natur und Mensch

Der mit 1049 Kilometern Länge längste Nebenfluss des Ohio Rivers, der Tennessee River, macht auch bei Nashville eine gute Figur.

Der mit 1049 Kilometern Länge längste Nebenfluss des Ohio Rivers, der Tennessee River, macht auch bei Nashville eine gute Figur.

Der Tennessee River hat diverse Aufgaben zu erfüllen. Er dient vielen Fischarten als Lebensraum, ist aber auch Überlebensgarant für viele andere Tierarten, nicht zuletzt für einige bedrohte Vogelarten. Deshalb ist auch „Bird Watching“, also das Beobachten von Vögeln, hier eine populäre Freizeitbeschäftigung. Doch wo der Mensch schwimmt und schnorchelt, wo er Wasserski und Boot fährt, da fällt auch Abfall und Schmutz an. Der Tennessee River unterliegt deshalb der Obhut der Tennessy Valley Authority. Ihr Anliegen ist es, die Interessen aller Nutznießer des Flusses auszubalancieren und zudem für ein gutes ökologisches Gleichgewicht zu sorgen. Die Organisation unterhält zudem Forschungsprojekte rund um das Ökosystem Tennessee River; sie nutzt ihn aber auch kommerziell zur Energiegewinnung. Vor allem die Stauseen dienen als Quelle für die so genannte Hydro Power.

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