Yukon River – Der Goldrausch ist vorbei, jetzt kommen die Touristen

Es gibt Namen, die haben irgendwie einen ganz besonderen Klang. Bei den geografischen Bezeichnungen gehört der Name 'Yukon River' ganz sicher zu dieser fast magischen Gruppe.

Es gibt Namen, die haben irgendwie einen ganz besonderen Klang. Bei den geografischen Bezeichnungen gehört der Name „Yukon River“ ganz sicher zu dieser fast magischen Gruppe.

Selbst wenn man sich nicht ganz sicher ist warum das so ist, hört sich der Name nach Abenteuer, nach Sehnsucht, nach Größe und auch nach Leid an. Tatsächlich verkörpert der Yukon River all diese Elemente. Mit über 3000 Kilometer Länge ist der Yukon der fünftgrößte Fluss auf dem nordamerikanischen Kontinent. Während des Goldrausches hatte der Fluss eine wichtige Funktion, um die Schürfer mit Nachschub an lebenswichtigen Gütern zu versorgen. Sein Weg von der Quelle in Kanada bis zur Mündung in die Beringsee führt durch großartige Landschaften, in denen die Natur zum Teil noch unberührt zu sein scheint.

Trotz alledem hat der Fluss inzwischen viel von seiner wirtschaftlichen und lebenserhaltenden Bedeutung verloren. Auf einer anderen Ebene ist er dagegen stärker als je zuvor. Der Yukon River wird von den Touristen und vom Tourismus entdeckt – Tendenz stetig steigend.

Der große Fluss birgt große Herausforderungen

Der Yukon River entspringt im kanadischen Territorium Yukon, durchquert den US-Bundesstaat Alaska und mündet in das Beringmeer.

Der Yukon River entspringt im kanadischen Territorium Yukon, durchquert den US-Bundesstaat Alaska und mündet in das Beringmeer.

Seine Quelle liegt in einem See in Kanada, im Yukon Territorium nicht weit von der Grenze zur Provinz Britisch Kolumbien. Seit Urzeiten nannten ihn die Menschen, die dort lebten, „Großer Fluss“. Lautmalerisch ins Englische umgesetzt hat das „Yukon“ ergeben und so ist der Strom inzwischen auch international berühmt geworden. Auf seinem langen Weg, der ihn durch Alaska in die Beringsee führt, sind es vor allem die knapp 750 Kilometer zwischen Whitehorse und Dawson, die heute die touristische Bedeutung des Yukon Rivers ausmachen. Diese Strecke ist nämlich nicht nur landschaftlich besonders malerisch, sie ist auch besonders schnell. Wer hier mit dem Kanu unterwegs ist, der kann die Etappe in gut zwei Wochen schaffen. Für immer mehr Menschen aus den Zivilisationsländern ist das eine Herausforderung, die sie gern annehmen. Man muss sich dabei auf sich selbst und auf die Mitfahrer verlassen können, man trainiert die Fitness und das Durchhaltevermögen, man ist mit der Natur auf Du und Du und bewegt sich ganz nebenbei auch noch in einer unverbrauchten Landschaft. Diese Kombination hat offenbar eine enorme Anziehungskraft.

Die Vergangenheit wirft lange Schatten

So wichtig der Yukon River heute für den aufstrebenden Tourismus der Region ist, so wichtig war er einst als Handels- und Transportweg. Diese Bedeutung hat der Fluss allerdings seit dem Bau des Klondike Highway in den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts eingebüßt. Nicht nur, weil der Verkehr auf die Straße verlegt wurde, sondern auch, weil die Heckraddampfer, die hier einst verkehrten, nicht mehr unter die Brücken passen. Apropos Klondike. Das war einer der Schauplätze für den großen Goldrausch im 19. Jahrhundert. Die Schürfer hielten sich damals überwiegend in Dawson auf, das zu jener Zeit ein armes kleines Nest war. Die Lebensmittel und andere Güter des täglichen Gebrauchs wurden per Schiff über den Yukon herbeigeschafft. Heute ist das alles Vergangenheit. Die legendären Goldfunde und die ebenso legendären Enttäuschungen und Entbehrungen sind nur noch Stoff für Legenden. Vielleicht ist auch das eine Erklärung für die Magie, die den Yukon umgibt.

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