Immobilien in den USA – Großer Hypothekenmarkt

Der Hypothekenmarkt der USA ist mit 6,2 Billionen Dollar der größte aller Industrieländer.

Der Hypothekenmarkt der USA ist mit 6,2 Billionen Dollar der größte aller Industrieländer. Etwa 70 % der US-Amerikaner leben heute in den eigenen – hypothekenfinanzierten – vier Wänden, in Deutschland sind es gerade einmal 45 %.

    Den größten Teil der Hypotheken gewähren zwei landesweit operierende Unternehmen:
  • Fannie Mae: Federal National Mortgage Association; 1968 privatisiert
  • Freddie Mac: Federal Home Mortgage Corporation; 1970 gegründet

Beide haben als Government Sponsored Enterprises die Aufgabe, Amerikas Mittelschicht beim Hauskauf mit zinsgünstigen Hypotheken zu finanzieren. Dazu erwerben sie von Sparkassen und Banken vergebene Darlehen. Als Kreditvermittler refinanzieren sie sich, indem sie die erworbenen Hypotheken verbriefen und die so gepoolten Kredite als „Mortgage Backed Securities“ (MBS) an professionelle Investoren, wie Pensionsfonds und Versicherungen, verkaufen. Der MBS-Markt ist heute größer als der für US-Staatsanleihen.

Grundsätzlich sind die Risiken der beiden Finanzierer aus dem Kerngeschäft überschaubar: sie tragen fast nur das Kreditausfallrisiko. Gleichwohl werden am Finanzmarkt zunehmend Risiken gesehen. Beide Unternehmen haben eine relativ geringe Eigenkapitaldecke und sind für plötzliche Zinsschwankungen besonders anfällig. Müßte eines der Unternehmen höhere Zinsen für seine Verbindlichkeiten zahlen, wären steigende Hypothekenzinsen die Folge mit unübersehbaren Folgen für den US-Immobilienmarkt.

In den USA geht die Angst vor steigenden Zinsen um. Hierüber berichtete der Stern bereits am 01.11.05 in dem Artikel „Platzt die Spekulationsblase?.“

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