Channel-Islands-Nationalpark – Ein kalifornischer Traum

Fünf der sieben im Pazifik vor Kalifornien gelegenen „Channel-Islands“ bilden den Channel-Islands-Nationalpark. Hier: Die Santa Cruz Island.

Es sind nur acht relativ kleine Inseln, die sich da im Süden Kaliforniens im Ozean tummeln. Doch gleich fünf dieser acht „Channel-Islands“, wie die Gruppe im Pazifik heißt, bilden den Channel-Islands-Nationalpark.

Der Channel-Islands-Nationalpark ist gut 1000 Quadratkilometer groß, bekam im März 1980 seinen Status als Nationalpark verliehen und zählt pro Jahr über eine halbe Million Besucher. Die sollten auf keinen Fall wasserscheu sein. Über die Hälfte des Parkareals liegt nämlich unter der Wasseroberfläche und entführt in eine faszinierende marine Welt.

Eine gute Vorbereitung ist zwingend notwendig

Um den Nationalpark der Channel-Islands entdecken zu können, ist eine gute Vorbereitung nötig. Auf den Inseln selbst gibt es keinerlei Transportmöglichkeiten, selbst Fahrräder sind nicht erlaubt. Auch die Anreise ist streng reglementiert. Man erreicht die Inseln ausschließlich entweder mit privaten Booten, dem Flugzeug oder mit öffentlichen Booten, die eine spezielle Lizenz haben. Auf den Inseln selbst muss man sich dann zu Fuß oder mit dem Kajak weiterbewegen. Wer bereits in Kalifornien ist und sich erst dort spontan zu einem Besuch des Parks entschließt, kann sich auf dem Festland über die Verbindungen zu den Inseln informieren und dort auch buchen. Die Besucherzentren des Parks befinden sich in Ventura (1901 Spinnaker Drive) und in Santa Barabara (113 Harbor Way 4th Floor). Dort werden die nötigen Genehmigungen erteilt, mit denen die Ranger den Zustrom an Besuchern regulieren. Flüge werden von der „Channel-Islands Aviation” durchgeführt, die in Camarillo, 305 Durley Avenue, sitzt. Sie ist unter der Telefonnummer (805) 987-1301 (Stand: Oktober 2015) oder unter www.flycia.com erreichbar.

Falls mehr als nur ein Tagesausflug geplant ist, ist allerdings die Anreise per Boot ratsam. Auf den Inseln gibt es nämlich keine Hotels oder andere feste Unterkünfte. Dafür bieten jedoch alle fünf zum Park gehörigen Inseln einen Campingplatz. Aber Achtung, man muss auch alle Lebensmittel mitbringen. Die letzte, eingeschränkte Möglichkeit zum Einkauf bietet sich ansonsten auf den Transportbooten. Auf den Inseln selbst gibt es keinerlei Geschäfte, Trinkwasser steht nur auf den Campingplätzen von Santa Cruz Island und Santa Rosa Island zur Verfügung.

Landkarte

Fünf Inseln, die ein verschwunden geglaubtes Kalifornien zurückbringen

Anacapa Island

Anacapa Island ist eine Vulkaninsel, die circa 23 Kilometer vor der Westküste Kaliforniens liegt.

Anacapa Island ist eine Vulkaninsel, die circa 23 Kilometer vor der Westküste Kaliforniens liegt.

Nach nur wenigen Seemeilen Bootsfahrt tauchen die ersten Inseln des Channel-Islands-Nationalpark. Anacapa Island besteht aus drei kleinen Teilinseln, die alle vulkanischen Ursprungs sind. Die Insel ist übrigens die einzige der fünf, die keinen Namen spanischer Herkunft trägt. Hier finden Pelikane und Seevögel ideale Brutbedingungen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen Ratten auf die Insel, eingeschleppt von Besuchern, die dort mit Hausbooten unterwegs waren. Sie bedrohten die Gelege in einem solchen Ausmaß, dass das Leben der brütenden Tiere auf der Insel bedroht war. 2003 gelang es, die Ratten auszurotten. Flugzeuge hatten dafür Giftköder abgeworfen. Heute hat sich die Vogelpopulation auf Anacapa Island fast vollständig erholt.

Santa Barbara Island

Die kleinste Insel des Parks ist Santa Barbara Island. Während es auf Anacapa Island immerhin drei offiziell registrierte Bewohner gibt, ist Santa Barbara Island komplett unbewohnt. Die Insel beeindruckt mit den Kliffs in ihrer Küstenlinie und mit ihrer Vegetation. Vor allem im Frühling ist das kleine Eiland in ein Meer von leuchtenden gelben Blüten getaucht. Einige stammen von einheimischen Pflanzenarten, die es ausschließlich auf Santa Barbara Island gibt.

Santa Cruz Island

Santa Cruz Island ist mit circa 245 Quadratkilometern die größte Insel der „Channel-Islands“.

Santa Cruz Island ist mit circa 245 Quadratkilometern die größte Insel der „Channel-Islands“.

Das Gegenstück zu Santa Barbara Island ist Santa Cruz Island. Sie ist mit einer Fläche von rund 245 Quadratkilometern die größte Insel des Parks und befindet sich in Privatbesitz. Zwei Bewohner sind hier offiziell registriert. Die Insel ist auch wegen ihrer Geschichte einen Besuch wert. Hier haben bis in die Pionierzeit hinein Indianer gelebt – und das seit mehr als 9000 Jahren. Den ersten Kontakt mit Europäern soll es im späten 18. Jahrhundert gegeben haben. Ansonsten gilt Santa Cruz Island als Kalifornien in Miniaturformat. Hier spiegeln sich fast alle Landschaftsformen des US-Bundesstaates wider.

Sana Rosa Island

Mit Geschichte kann allerdings auch Santa Rosa Island aufwarten. Auf der zweitgrößte Insel des Parks wurden immerhin die Knochen des „Arlington Spring Man“ gefunden. Sie sollen mehr als 13000 Jahre alt sein und sind somit die ältesten Knochen eines Menschen, die jemals auf dem amerikanischen Kontinent ausgegraben worden sind. Auch Santa Rosa Island ist so gut wie unbewohnt, sieht man einmal von de zwei offiziell registrierten Bewohnern ab.

San Miguel Island

Diese Insel hat von allen fünf Inseln des Nationalparks die wechselhaftesten und härtesten Wetterbedingungen. Für einen Kurztrip eignet sie sich deshalb nicht. Wer aber die herbe Schönheit des Nordpazifiks erleben möchte, der ist hier genau richtig.

Alle Highlights auf einen Blick. Was man nicht verpassen sollte:

  • Anacapa Island ist das ideale Ziel, wenn die Zeit nur für einen Kurztrip reicht und bietet mit dem „Inspiration Point“ einen der besten Aussichtspunkte des gesamten Nationalparks.
  • Kajaktouren und Tauchausflüge unternimmt man am besten in den ruhigen Gewässern von Scorpion Anchorage auf Santa Cruz Island.
  • Auf Santa Rosa Island stehen einige der seltensten Baumarten der Erde.
  • Point Bennett auf San Miguel Island ist ein Paradies für Seehunde und Seelöwen – und alle, die diese Tiere mögen.

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