One World Trade Center – Teuerster Wolkenkratzer der Welt

Das neue 'One World Trade Center' überragt die Skyline von New York. Es ist der teuerste Wolkenkratzer der Welt.

Anfang November, über 13 Jahre nach den Terroranschlägen am 11. September 2001, eröffnete das One World Trade Center in New York. Es ist der teuerste Wolkenkratzer der Welt.

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 sind nun schon über 13 Jahre her. An der Stelle des einstigen „World Trade Centers“ wurde Anfang November ein neues Gebäude fertiggestellt. Das „One World Trade Center“ ist mit 541 Metern Höhe hinter dem Burj Khalifa, dem Shanghai Tower und dem Mecca Royal Clock Tower Hotel das viertgrößte Gebäude der Welt. Am 3. November 2014 wurde das neue Aushängeschild der Stadt von den ersten Mietern bezogen. Der Bau des gigantischen Wolkenkratzers kostete 3,9 Milliarden US-Dollar (circa 3,1 Milliarden Euro).

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Wo mehr als 2.700 Menschen starben, herrscht nun das Arbeitsleben

An den Stellen der zerstörten Zwillingstürme befinden sich zwei große Becken, in deren Kupferumrandung die Namen der 2.983 Menschen gefräst sind, die bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und vom 26. Februar 1993 ums Leben kamen. Foto: onewtc.com

An den Stellen der zerstörten Zwillingstürme befinden sich zwei große Becken, in deren Kupferumrandung die Namen der 2.983 Menschen gefräst sind, die bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und vom 26. Februar 1993 ums Leben kamen. Foto: onewtc.com

104 Etagen zählt das „One World Trade Center“, welches die Skyline der amerikanischen Weltstadt New York City ziert. Der höchste Turm der westlichen Hemisphäre ist 541 Meter hoch, was umgerechnet 1776 Fuß entspricht. 1776 ist das Gründungsjahr der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Idee der „patriotischen“ Höhe des Wolkenkratzers ist eine der wenigen Vorschläge, die aus der Ursprungsplanung des Architekten Daniel Libeskind übriggeblieben ist. Das „One World Trade Center“ sollte fünf Hochhäuser umfassen, das höchste den Namen „Freedom Tower“ tragen. Zusätzlich sollte die oberste Etage mit Bäumen bepflanzt werden. Doch je mehr Zeit verging, desto mehr veränderte sich auch. Da dem Gebäude weder Flugzeuge noch mit Sprengstoff beladene Lastwagen gefährlich werden sollen, mischte sich die Polizei ein: Der Turm musste einen verstärkten Betonkern und einen 57 Meter hohen, fensterlosen Betonsockel bekommen. Und auch die Kosten wichen vom Plan ab: Anstatt 1,5 sind es nun 3,9 Milliarden US-Dollar geworden. Doch dafür ist das „One World Trade Center“ nun das vermutlich sicherste Gebäude der Welt.

Wo vor 13 Jahren mehr als 2.700 Menschen ihr Leben ließen, tobt inzwischen wieder das Arbeitsleben. Das glasige, kantige, sehr steril und nüchtern gehaltene Gebäude feierte im Mai 2013 sein Richtfest, nachdem seit April 2006 gebaut wurde. Das Gebäude der Superlative fasst 104 Stockwerke. In 381 Metern Höhe soll die Aussichtsplattform „One World Observatory“ für die Amortisation des Gebäudes sorgen. Sie eröffnet, genauso wie das Restaurant oberhalb der 100. Etage, im kommenden Frühjahr. Dann sollen auch die Innenarbeiten beendet sein. Und auch die Vermietung der insgesamt 280.000 Quadratmetern Bürofläche soll weiter voranschreiten. 150.000 Quadratmeter sind bereits vergeben. Der US-Zeitschriftenverlag Condé Nast (Vogue, Vanity Fair, Wired) hat 25 Etagen angemietet. Die Bundesbehörde US General Service Administration bezieht sechs Stockwerke, der chinesische Immobilienkonzern Vantone Industrial belegt fünfeinhalb. Für 130.000 Quadratmeter muss die New Yorker Immobilienfirma Durst Organisation noch Pächter finden.

3,9 Milliarden Dollar für das sicherste Gebäude der Welt

An der als Ground Zero bekannten Stelle erstrahlt nun das neue 'One World Trade Center' mit seinen 541,3 Metern Höhe. Auf dem Dach befindet sich eine 125 Meter hohe Spitze.

An der als Ground Zero bekannten Stelle erstrahlt nun das neue ‚One World Trade Center‘ mit seinen 541,3 Metern Höhe. Auf dem Dach befindet sich eine 125 Meter hohe Spitze.

Aufgrund der schrecklichen Erfahrungen, die das Land im Jahre 2001 durch die Terroranschläge machte, genießt das Themengebiet Sicherheit seitdem eine besonders hohe Priorität. Das 60 Meter tiefe Betonfundament ist robust wie ein Luftschutzbunker. Die 20 Meter hohe Eingangshalle ist von Betonwänden umrahmt, so dass sogar eine Bombe der Lobby nichts anhaben könnte. In den Stockwerken oberhalb der Eingangshalle sind die Außenfassaden aus dickem Panzerglas. Alle Stahlträger wurden von einer Betonschicht umhüllt, da Beton im Gegensatz zu Stahl hitzeresistent ist. Der Stahl des „World Trade Centers“ war am 11. September 2001 unter der Hitze des brennenden Kerosins zerschmolzen. Auch Aufzüge und Treppen wurden zweifach mit Betonmänteln geschützt. Zusätzlich gibt es ein Treppenhaus, welches für Notfälle gedacht ist und über einen wasserfesten Lift verfügt. Dieser soll auch noch dann funktionieren, wenn die Sprinkleranlagen aktiv sind. Im gesamten Gebäude herrscht außerdem zu jeder Zeit ein leichter Überdruck, der die Rauchentwicklung bei einem Feuer minimieren soll.

Logischerweise ist auch die Sicherheit ein Thema, mit dem die zuständige Immobilienfirma „Durst Organisation“ bei der Mietersuche hausieren geht. Doch die Aussicht, welche das Gebäude bietet, ist das beste Verkaufsargument. Denn diese ist sonst nirgendwo in der Stadt auffindbar. Der Luxus des „One World Trade Centers“ kostet den Mieter zwischen 700 und 800 Dollar pro Quadratmeter im Monat. Als zusätzlichen Anreiz bietet die Stadt den Mietern eine Steuerersparnis von rund 70 Dollar pro Quadratmeter. Das am 11. September ins Leben gerufene Subventionsmodell soll dafür sorgen, dass der New Yorker Süden lebendig bleibt.

Umwerfende 360-Grad-Aussicht soll Geld in die Kassen spülen

Im Frühling öffnet in den Stockwerken 100 bis 102 die Aussichtsplattform 'One World Observatory', die eine fantastische 360-Grad-Sicht bietet. Foto: oneworldobservatory.com

Im Frühling öffnet in den Stockwerken 100 bis 102 die Aussichtsplattform ‚One World Observatory‘, die eine fantastische 360-Grad-Sicht bietet. Foto: oneworldobservatory.com

Die vielversprechende Aussichtsplattform des neuen Gebäudes orientiert sich an der des Empire State Buildings. Jährlich besuchen vier Millionen Menschen das 98 Meter niedrigere Gebäude und spülen damit insgesamt 60 Millionen US-Dollar (44 Millionen Euro) Eintrittsgelder in die Kassen. Ein Erwachsener zahlt umgerechnet 23 Euro, um auf die Aussichtsplattform des „Empire State Buildings“ zu kommen. Die Besitzer des „One World Trade Centers“ versprechen sich allerdings mehr. Denn die 360-Grad-Aussicht ist umwerfender als alles, was die Stadt bis jetzt zu bieten hatte. Die Aufzuganlagen, Treppenhäuser und Toiletten sind in der Mitte des Gebäudes versteckt. Außerhalb dieses Kerns bietet das „One World Trade Center“ die Möglichkeit, 360 Grad entlang der Fensterfront zu flanieren. Auf allen Etagen reichen die Fenster vom Boden bis zur Decke, das gibt maximale Sicht und Tageslicht in 90 Prozent des Gebäudes. 3,5 Millionen jährliche Besucher werden erwartet.

Bis zum Frühjahr möchte das Immobilienunternehmen mindestens 70 Prozent der Flächen vermietet haben. Spätestens 2019 soll die Auslastung bei mindestens 95 Prozent liegen. Dann würde das Gebäude für jährliche 144 Millionen US-Dollar Einnahmen sorgen. 2015 soll der Betriebsgewinn bereits bei 55 Millionen Dollar liegen. Wir wollen eine faire Rendite erzielen“, so Patrick Foye, Geschäftsführer der zuständigen Verkehrsbehörde Port Authority. Doch schon jetzt feiern die Amerikaner ihr Gebäude, das mehr ein amerikanisches Zeichen der Stärke als eine Einnahmequelle zu werden scheint: „Die Wiedergeburt von Lower Manhattan“, „Ein Zeichen der Amerikanischen Widerstandsfähigkeit“, „Emotionaler Meilenstein“ – in New York spart man nicht an Pathos.

Das Video präsentiert die Aussichtsplatform „One World Observatory“, welche im Frühjahr 2015 eröffnet werden soll:

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