Trunkenheit am Steuer (driving udter the influence = DUI) ist ein ernstes Delikt und kann schnell zu einem Gefängnisaufenthalt führen. Es gilt die 0,8-Promille-Grenze in den meisten Bundesstaaten (es gibt allerdings auch mehrere Staaten mit einer 1,0-Promille-Grenze), für bestimmte Situationen und für Fahrer unter 21 Jahren gelten Grenzen von 0,4 bis 0,1 Promille ( blood alcohol concentration = BAC)!

Die Regelungen variieren von Bundesstaat zu Bundesstaat, sind jedoch generell nicht gelockert sondern verschärft worden. Von 1980 bis 2003 sind etwa 1.600 Gesetze mit Regelungen zur Trunkenheit am Steuer in den gesamten USA verabschiedet worden. Dies ist ein Ergebnis der Aktivitäten vieler Anti-Alkohol-Gruppen, insbesondere der Mothers Against Drunk Drivers – MADD:

http://www.madd.org

In etwa zwei Drittel der Staaten kann der Polizist den Führerschein bei einer Verkehrskontrolle sofort einbehalten, wenn der „Blas-Test“ den Alkoholverdacht begründet oder der Fahrer einen Alkoholtest ablehnt.

Auch die Promille-Grenzen-Festlegungen tendieren abwärts. Etwa ein Dutzend Bundesstaaten verlangen von Fahrern unter 21 Jahren Null Promille (Zero-Tolerance Laws) !

Bedenken Sie: stärker als bei uns kann in den USA Trunkenheit am Steuer auch bei Unterschreiten der Promille-Grenzen angenommen werden. Ihr Verhalten bei Polizeikontrollen wird bei Verdacht genauestens protokolliert und hinsichtlich des Grades der Trunkenheit bewertet werden.

Hinsichtlich des „Grades des Verschuldens“ unterscheidet man in den USA zwischen

DUI “einfacher” Trunkenheit (unterhalb der gesetzlichen Promillegrenze = legal limit
DUI with BAC of 0,8 ‰ or more Trunkenheit mit Verstoß gegen die gesetzliche Promillegrenze
Extreme DUI „absolute“ Trunkenheit (i.d.R. bei 1,5 Promille oder mehr)

Kommen Sie in eine Verkehrskontrolle, ist Ihr Verhalten gegenüber den Polizeibeamten besonders wichtig. Rechtsanwältin Susan Kayler gibt für den Bereich Arizona umfängliche Verhaltenstipps auf der Internetseite

http://phoenix.about.com/library/weekly/uc022503a.htm Wir fassen diese Verhaltensregeln wie folgt zusammen:

    1. Bleiben Sie zunächst im Wagen sitzen, so lange, bis Sie zum Aussteigen aufgefordert werden. 

    2. Zeigen Sie Ihre Ausweispapiere: Führerschein (driver`s license ) und Fahrzeugpapiere (registration).

    3. Lehnen Sie freundlich, aber bestimmt alle Verhaltenstests (field tests) ab, um die Sie der Polizist ggf. ersucht. Einerlei ob Sie auf einer Linie gerade gehen, mit den Fingern die Nase berühren, auf einem Bein stehend das ABC aufsagen oder etwas Anderes tun sollen: Sie sind hierzu gesetzlich nicht verpflichtet. Sollte Ihnen bei Verweigerung Gefängnis angedroht werden, bleiben Sie trotzdem unberührt, denn ins Gefängnis können Sie auch unabhängig von diesen Tests gebracht werden. 4. Lehnen Sie freundlich, aber bestimmt eine Durchsuchung Ihres Wages ab und geben Sie hierfür keine Begründung. Sagen Sie nur „no“. Wenn der Polizist wirklich gesicherte Verdachtsmomente hat, wird er den Wagen auch ohne Ihr Einverständnis untersuchen.

    5. Beantworten Sie keine Fragen, insbesondere nicht, wenn danach gefragt wird, was und wie viel Sie getrunken haben. Die empfohlene Standardantwort lautet: „I can only answer your question on the advice of my attorney“.

    6. Lehnen Sie einen Atem-, Blut- oder Urin-Alkoholtest nicht ab, sondern lassen Sie ihn vor Ort oder an anderer offizieller Stelle durchführen. Lehnen Sie einen solchen Test ab, kann dies mit Entzug des Führerscheins bis zu einem Jahr bestraft werden, auch wenn tatsächlich kein Trunkenheitsdelikt vorliegt. Ergibt der Test einen Blutalkoholgehalt von mehr als 0,8 Promille, wird der Führerschein für 30 bis 90 Tage eingezogen. 7. Ergibt sich bei der offiziellen Probe ein Blutalkoholgehalt, stimmen Sie auf Befragen nicht zu, dass die Unterlagen des Tests vernichtet werden dürfen, sondern verlangen Sie deren Aufbewahrung für den Fall eines Prozesses: NEVER WAIVE !

    8. Lassen Sie umgehend einen eigenen Blutalkoholtest durchführen, in einem Krankenhaus, Labor oder von einem Arzt. Sind diese Werte niedriger, kann dies in einem Prozess hilfreich sein. 9. Nehmen Sie sich einen Anwalt mit Erfahrung in Trunkenheits-Verkehrsdelikten (experience with DUI cases). Bei Verhaftungen haben Sie das Recht zu verlangen, dass die für Sie zuständige Auslandsvertretung hierüber informiert wird. Sie werden dann konsularisch betreut. Vgl. hierzu weiter unter dem Stichwort „Konsularische Betreuung

    HREF=”http://www.usatipps.de\Tips_1\A_-_E\Amercan_Way_of_Life\Amerikanisches_Recht\amerikanisches_recht.html”> http://www.usatipps.deTips_1A_-_EAmercan_Way_of_LifeAmerika nisches_Rechtamerikanisches_recht.html Deutschsprachige Anwälte in den USA finden Sie im Internet auf der Homepage des Vereins Internationales Verzeichnis Deutsch sprechender Anwälte:

    http://www.anwaltsverzeichnis.com/

Die Strafen für Alkohol-Verstöße sind meist gesetzlich klar festgelegt, der Ermessensspielraum mithin sehr eingeengt. Bei wiederholten Verstößen ist in vielen Bundesstaaten eine Gefängnisstrafe obligatorisch. die Geldstrafen sind empfindlich.

Für den Bundesstaat Arizona nennt Rechtsanwältin Susan Kayler folgende Strafandrohungen:

 

Delikt Untergrenze Obergrenze
DUI oder DUI with BAC of 0,08 ‰ or more 10 Tage Gefängnis, davon bis zu 9 Tage ersetzt durch Alkohol-Erziehungen; Geldstrafe von 250 $ plus 80%igem Aufschlag und Gebühren (meist um die 600 $ insgesamt) 6 Monate Gefängnis; Geldstrafe von 2.500 $ plus 80 %igem Aufschlag und Gebühren; 3 Jahre Bewährung
Extreme DUI 30 Tage Gefängnis, davon bis zu 20 Tage ersetzt durch Alkohol-Erziehungen; Geldstrafe von 250 $ plus 80 %igem Aufschlag und weiteren Gebühren (meist um die 750 $); Ausstattung des eigenen Wagens mit einer Zündverriegelungsautomatik (Ignition Interlock Device) 6 Monate Gefängnis; Geldstrafe von 2.500 $ plus 80 %igem Aufschlag und Gebühren; 3 Jahre Bewährung

In der Rechtsprechung trifft den betrunkenen Fahrer gegenüber Verkehrsopfern stets ein höherer Grad des Verschuldens bzw. Mitverschuldens. Bei Personenschäden können geldliche Verpflichtungen in Millionenhöhe entstehen. Nach alledem bleibt dennoch festzuhalten: eine Null-Promille-Grenze gibt es für das Autofahren in den USA nicht.

Generell wird davon ausgegangen, dass ein Drink den Blutalkoholgehalt um 0,25 Promille erhöht. Die tatsächlichen Auswirkungen sind jedoch abhängig von weiteren Faktoren, wie Gewicht, Geschlecht usw. Geräte zum Messen des Blutalkoholgehalts werden in den USA für Preise um die 50 $ in Geschäften und im Versand angeboten ( breath taking devices). Doch auch diese Geräte sind nicht zuverlässig. Sie sollten daher ab einem vermuteten Blutalkoholgehalt von 0,5 Promille an sicherheitshalber nicht mehr fahren. Und fahren Sie nicht, wenn Sie wie auch immer eine Beeinchträchtigung Ihrer Fahreigenschaften befürchten, denn Trunkenheit am Steuer verlangt keine bestimmten Promille-Werte. Schon das Befördern von Alkohol im Innenraum des Pkw kann zu Schwierigkeiten mit der Polizei führen, da vermutet wird, dass hieraus getrunken wurde. Sicherheitshalber sollte man alle alkoholischen Getränke, insbesondere die Einkäufe aus dem Supermarkt, daher im Kofferraum transportieren.

Weitere Hinweise finden Sie unter dem Stichwort HREF=”../../../Tips_1/A_-_E/Alkohol/alkohol.html”>Alkohol.

Auch das Fahren unter Drogen – driving while intoxicated – ist mit Geld- und Freiheitsstrafen belegt.

Stand: Januar 2004

Aktualisierte Hinweise zum Problem Alkohol am Steuer im Bundesstaat Arizona finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Arizona DUI Defense (eine sehr umfängliche Darstellung in englischer Sprache) ALIGN=CENTER>http://www.arizona-dui-defense.com/?referrer=Looksmart

DUI in Arizona – Your Driver License and the Department of Motor Vehicles

HREF=”http://phoenix.about.com/cs/crime/a/duidetails01.htm”>http://phoenix.about.com/cs/crime/a/duidetails01.htm

Ten Things You Must Know About DUI Law…Before You Get Stopped

http://phoenix.about.com/od/crime/a/DUI10things.htm

Your Photo Radar Ticket is In the Mail http://phoenix.about.com/od/car/a/photoradar.htm

Stand: 12.9.05

 

 

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