Walk of Fame – Hier geht es zu Fuß zu den Sternen

Es dürfte einer der berühmtesten Bürgersteige der Welt sein: Rund zehn Millionen Besucher pilgern Jahr für Jahr über den „Walk of Fame“.

Es dürfte einer der berühmtesten Bürgersteige der Welt sein: Rund zehn Millionen Besucher pilgern Jahr für Jahr über den „Walk of Fame“, die Einwohner von L. A. sind dabei noch gar nicht mitgerechnet.

Die vielen Menschen verteilen sich allerdings nicht nur auf 365 Tage, sondern auch über gut fünfeinhalb Kilometer. Das ist die Gesamtlänge des Walks of Fame, der sich allerdings in zwei Teile aufteilt. Was an diesem Gehweg eigentlich so besonders ist? In seine Steinplatten sind fast 3000 Sterne eingelassen, die die Namen berühmter und verdienter Hollywood-Stars tragen. Ihr Ruhm (englisch: fame) muss aber wirklich beträchtlich sein, bevor ihnen diese Ehre zuteil wird. Wird ein solcher Stern nach einem Star benannt, dann ist ihm oder ihr die höchste Weihe der Unterhaltungsindustrie zuteil geworden.

Ebenerdiger „Who is who“ der Unterhaltungsindustrie

Es ist also, als läse man im „Who is who“ des Showgeschäfts, wenn man sich zu einem Bummel über den Walk of Fame aufmacht. Wo wollen wir anfangen? Am besten am Hollywood Boulevard, wo sich die Sterne auf dem Abschnitt zwischen der Gower Street und der La Brea Avenue befinden. Von da aus geht es dann weiter zur Vine Street, wo der Walk of Fame sich zwischen der Yucca Street und dem Sunset Boulevard erstreckt. Dort angekommen, ist Zeit zum Verschnaufen, Zeit für eine schicke Kaffeepause und natürlich auch Zeit zum shoppen. Der Sunset Boulevard dürfte dafür eine der besten Adressen der Welt sein.

Es war die Handelskammer Hollywood, die Mitte der Fünfziger Jahre die Idee zum Walk of Fame entwickelte. Um die Filmindustrie stand es damals „dank“ des Fernsehens nicht gerade zum Besten. Also sollte etwas her, was den Glanz und die Gloria der Traumfabrik wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein rückte. Dafür sorgte dann allein die Erstauswahl der Namen. 1558 Sterne in den damals vier Kategorien waren für die Eröffnung des Walk of Fame vorgesehen. Das Vergabegremium wurde dafür mit Vorschlägen aus der Öffentlichkeit fast überflutet.

Heute sind es die fünf Kategorien Film, Fernsehen, Theater, Radio und Musik, für die Künstler sich einen Stern verdienen können. Und immer noch müssen sie dafür vorgeschlagen werden – von Studios, Produktionsfirmen oder auch von Fans. Die sollten allerdings nicht bettelarm sein. Immerhin werden mindestens 30.000 US-Dollar allein als Bewerbungsgebühr fällig.

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Nicht jeder Sternenname ist weltberühmt

Natürlich darf der Stern des US-amerikanischen Filmproduzenten Walter Elias „Walt“ Disney auf dem Walk of Fame in Hollywood nicht fehlen.

Natürlich darf der Stern des US-amerikanischen Filmproduzenten Walter Elias „Walt“ Disney auf dem Walk of Fame in Hollywood nicht fehlen.

Schlendert man heute über den Walk of Fame und erwartet ausschließlich weltberühmte Namen, dann wird man sich getäuscht sehen. Denn nicht nur die Filmstars oder die Größen des Musikgeschäfts werden geehrt. Auch Meister ihres Fachs, die hinter den Kulissen wirken, sind in Los Angeles einen Stern wert. So wird man unter den Geehrten etwa Regisseure, Masken- und Kostümbildner und Ausstatter finden. Aber auch Trickfilmzeichner und sogar Trickfilmfiguren haben hier ihren Stern. Donald Duck ist ebenso vertreten wie Mickey Mouse, die Muppets teilen sich ebenso einen Stern wie die Simpsons. Dass Filmhelden nicht immer Menschen sind, beweisen die Sterne für berühmte Tiere. Natürlich hat Lassie einen Stern, aber auch der deutsche Rin Tin Tin ist nicht vergessen worden.

Elvis und Marilyn sind Nachbarn am Hollywood Boulevard

Es ist natürlich unmöglich, alle knapp 2600 Sterne (Stand April 2016) auf dem Walk of Fame namentlich zu erwähnen. Für ein paar der ganz, ganz Großen aber muss es reichen. Elvis Presley etwa hat seinen Stein seit 1960 am Hollywood Boulevard 6777, ganz in der Nähe von Marilyn Monroe (Hollywood Boulevard 6774). Auch Michael Jackson glänzt am Hollywood Boulevard, seine Terrazzoplatte hat dort den Adresszusatz 6927. Apropos Terrazzo.

Die Namen der Geehrten werden in diesen rosafarbenen Stein eingelassen, dazu kommt in Messing ein Symbol für die Kategorie, in der sich ausgezeichnet haben. Bislang hat sich übrigens nur ein einziger Star verbeten, dass man seinen Namen mit Füßen tritt. Für den Boxstar Muhammad Ali, einst als Cassius Clay bekannt, wurde deshalb eine Ausnahme gemacht. Sein Stern wurde an der Fassade des Dolby Theaters befestigt. Es gibt eben nur einen, der sich selbst als „der Größte“ bezeichnet hat…

Um den Walk of Fame ranken sich zahllose Geschichten und Anekdoten. So wurde etwa nicht eine Amerikanerin, sondern eine Europäerin mit dem 2000. Stern geehrt. Es ist die Italienerin Sophia Loren, die das für sich in Anspruch nehmen darf. Drei Herren sind so beliebt, dass man ihre Sterne sogar gestohlen hat. Für James Stewart, Gregory Peck und Kirk Douglas mussten Ersatzsterne nachgelegt werden.

Wer genau wissen möchte, ob sein Star einen Stern auf dem Walk of Fame besitzt und wenn ja, wo der sich genau befindet, dem sei die Webseite walkoffame.com ans Herz gelegt. Einfach den Namen der gesuchten Person ins Suchfeld eingeben und sich neben der genauen Adresse des Sterns auch über einen ausführlichen Lebenslauf des Stars freuen.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in der Nähe des Walk of Fames finden Sie unter www.booking.com.

Der Walk of Fame in aller Kürze

  • Der Walk of Fame befindet sich zum Teil am Hollywood Boulevard zwischen der Gower Street und der La Brea Avenue, sowie auch an der Vine Street zwischen der Yucca Street und dem Sunset Boulevard
  • Baubeginn im Februar 1960
  • Einweihung im November 1960 mit 1558 Sternen

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