Dry-Tortugas-Nationalpark – 99 Prozent liegen unter Wasser

Der Dry-Tortugas-Nationalpark befindet sich zu 99 Prozent unter Wasser.

Der Dry-Tortugas-Nationalpark befindet sich zu 99 Prozent unter Wasser. Schwimmen und schnorcheln sind vorausgesetzt, wenn Besucher versunkene Wracks und (fast) unberührte Korallenriffe hautnah erleben wollen.

In Zeiten des globalen Tourismus haben natürlich schon viele Menschen ein-, zwei- oder auch mehrmals Urlaub in Florida gemacht. Mit allen Sehenswürdigkeiten, Freizeitattraktionen, Restaurants und Stränden sind sie bestens vertraut. Einzig der Dry-Tortugas-Nationalpark könnte ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein. Oder sie waren einfach nicht in der Lage, dieses wunderbare Stück Natur zu besuchen und zu genießen. Das hört sich spannend an? Ist es auch! Denn der Dry-Tortugas-Nationalpark befindet sich zu 99 Prozent unter Wasser.

Der Besuch des Dry-Tortugas-Nationalparks ist per Fähre, per Boot oder per Wasserflugzeug möglich.

Der Besuch des Dry-Tortugas-Nationalparks ist per Fähre, per Boot oder per Wasserflugzeug möglich.

Man muss zwar nicht unbedingt tauchen können, um seine Schätze zu entdecken. Aber schwimmen und schnorcheln sind die Mindestanforderung, wenn Besucher versunkene Wracks und (fast) unberührte Korallenriffe hautnah erleben wollen. Schon für die Anreise müssen Besucher seefest sein. Der Dry-Tortugas-Nationalpark liegt nämlich rund 130 Kilometer westlich von Key West und ist (fast) nur per Boot zu erreichen. Dabei haben Besucher allerdings die Wahl. Sie können eine der regelmäßigen Fährverbindungen nutzen oder mit dem eigenen oder auch gecharterten Boot abreisen. Für alle, die nach dem Motto „Wasser hat keine Balken“ doch lieber in die Luft gehen, sei zur Beruhigung gesagt, dass es zum Dry-Tortugas-Nationalpark auch eine Verbindung per Wasserflugzeug gibt.

Jetzt geht’s lo-hos!

Ausgangspunkt für einen Besuch im Dry-Tortugas-Nationalpark wird in aller Regel Key West sein. Dort starten die Fähren und Wasserflugzeuge, dort warten die privaten Bootsverleiher. Rund 130 Kilometer geht es dann hinaus auf den Ozean, wo schließlich auf einer kleinen Insel, die zum Nationalpark gehört, das Jefferson Fort auftaucht – zumindest optisch im wahrsten Sinne des Wortes. Ganz wichtig: Im Fort gibt es einen kleinen Souvenirshop, doch das war es dann auch schon mit dem Shopping. Lebensmittel, Wasser, Sonnenschutz, all das muss der Besucher mitbringen. Wer mit dem Boot anrauscht, sollte zudem genug Kraftstoff für die Rückreise im Tank haben. Ansonsten könnte der Aufenthalt im Dry-Tortugas-Nationalpark etwas länger als geplant dauern…

Landkarte

Wunderwelt für Schnorchler und Schatzsucher

Der Dry-Tortugas-Nationalpark ist etwas für Menschen, die gern aktiv sind und keine Angst vor Bewegung haben. Da die Hauptattraktionen des Parks unter Wasser liegen, sollte man zudem möglichst schwimmen und schnorcheln können. Mit einer schweren Tauchausrüstung muss aber niemand anreisen. Um die Korallenriffe oder die Schiffswracks zu sehen, reicht nämlich auch das Schnorcheln.

Die Dry-Tortugas bestehen aus mehreren Inseln, die zum Teil nicht sehr tief unter der Wasseroberfläche liegen. Die Gewässer sind also vergleichsweise flach und machen es auch für ungeübte Schnorchler leicht, unvergessliche Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Der Dry-Tortugas-Nationalpark ist übrigens immer wieder auch das Ziel von Abenteurern, die dort auf Schatzsuche. Die zahlreichen Wracks sind zwar längst kartographiert und ausgewertet, aber man kann ja schließlich nie wissen!

Begegnung zwischen Natur und Kultur

Dieser imposante Zackenbarsch ist eines der etlichen Unterwassertiere, die im Dry-Tortugas-Nationalpark zu beobachten sind.

Dieser imposante Zackenbarsch ist eines der etlichen Unterwassertiere, die im Dry-Tortugas-Nationalpark zu beobachten sind.

Es sind sieben ganz kleine Korallen- und Sandinseln im Golf von Mexiko, um die herum sich die 262 Quadratkilometer an geschützter Parkfläche erstrecken. Was wird dort geschützt? Dank der schwer zugänglichen Lage sind es eines der unberührtesten Korallenriffe, die es in Nordamerika überhaupt noch gibt, sowie knapp 450, zum Teil sehr seltene Fischarten. Dazu kommt, dass der Dry-Tortugas-Nationalpark auch ein Paradies für Vögel und Meeresschildkröten ist. Über 300 unterschiedliche Arten lassen sich hier auf ihren Frühlings- und Herbstzügen nieder, viele bauen Nistplätze. Es ist ein mehr als eindrucksvolles Spektakel, wenn Tausende und Abertausende von Vögeln sich auf dem relativ kleinen Raum des Dry-Tortugas-Nationalparks niederlassen, irgendwo zwischen den äußersten Süden Floridas und Kuba. Vogelkundler werden hier ihre helle Freude haben.

Was kann der Besucher sonst noch erleben? Der Dry-Tortugas-Nationalpark ist ideal, um gemächliche Kajak- oder Kanutouren zu unternehmen. Aber auch dafür gilt: Man muss sein eigenes Bötchen mitbringen; Ausleihen sind im Nationalpark nicht möglich. Gerade im Frühjahr und im Herbst, wenn viele Vogelbeobachter in den Park kommen, sollte dafür rechtzeitig Platz auf der Fähre reserviert werden. Neben Schwimmen und Schnorcheln darf auch gefischt werden; dafür bitte die ausgewiesenen Areale respektieren.

Respekt. Das gilt auch und vor allem für die Korallen, die den natürlichen Schatz des Dry-Tortugas-Nationalpark ausmachen. Sie dürfen angeschaut, aber weder betreten, berührt und erst Recht nicht abgebrochen und mitgenommen werden. Respekt haben auch die zahlreichen Wracks verdient, die auf den Riffen gestrandet und untergegangen sind. Das berühmteste und gleichzeitig auch am leichtesten zugängliche ist das sogenannte Windjammer Wrack, bei dem es sich um die Überreste eines Schiffs namens „Avanti“ handelt, das hier im frühen 20. Jahrhundert Schiffbruch erlitten hat.

Zelle mit Aussicht

Fort Jefferson ist, wie der Name bereits andeutet, als Verteidigungsanlage konzipiert worden. Da es jedoch nie in irgendeinem Konflikt eine echte Aufgabe wahrzunehmen hatte, nutzte die Armee es schließlich als Gefängnis. Diese Zeiten sind jedoch lange vorbei und obwohl sich um die Inselgruppe der Dry-Tortugas viele Seefahrerlegenden ranken, konnte der Ruf des Gefängnisses nie mit „Alcatraz“ und anderen Festungen mithalten.

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