Florida – der Sunshine State an der Ostküste der USA

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Es ist ein ewiges Klischee. Florida das Rentnerparadies, in dem zahlreiche Pensionäre ihren Ruhestand verbringen. Klingt langweilig? Ist es aber nicht. Denn der Bundesstaat im Südosten der USA bietet nicht nur sonnige, warme Urlaubstage, sondern auch Attraktionen für alle Altersklassen und sämtliche Interessen.

Inhaltsverzeichnis
Florida in Zahlen, Daten und Fakten | Geografische Lage und Ausdehnung des Sonnenscheinstaats | Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten | Wetter und Klima in Florida | Kalkstein prägt die geologische Struktur des Sonnenscheinstaats | Bevölkerung Floridas | Die 10 größten Städte Floridas | Florida für Touristen | Florida mit dem Mietwagen bereisen | Floridas Wirtschaft und Infrastruktur | Floridas Geschichte

Florida
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Ihren Namen verdankt die gleichnamige Halbinsel übrigens ihren spanischen Entdeckern, die zur Osterzeit dort ankamen. Denn Pascua Florida bezeichnet im Spanischen die Osterzeit.

Florida in Zahlen, Daten und Fakten

  • Fläche: 170.304 km2
  • Einwohner: 20.984.400 (2017 geschätzt)
  • Mitglied der USA seit: 3. März 1845
  • Zeitzone: UTC-5 EST (westlich des Apalachicola River: UTC-6)
  • Höchste Erhebung: Britton Hill (105 Meter)
  • Tiefster Punkt: Atlantik (0 Meter)
  • Durchschnittliche Höhe: 30 Meter
  • Hauptstadt: Tallahassee
  • Emblemtier: Florida-Panther (Puma)
  • Flagge: Rotes Andreaskreuz auf weißem Grund mit Siegel Floridas im Zentrum
  • Staatsmotto: In God We Trust

Landkarte

Geografische Lage und Ausdehnung des Sonnenscheinstaats

Floridas größter Strand, Miracle Strip, besteht aus über 160 km reinen weißen und oft einsamen Sandstränden.
Floridas größter Strand, Miracle Strip, besteht aus über 160 km reinen weißen und oft einsamen Sandstränden.

Florida besteht aus der Halbinsel Florida und dem Florida Panhandle als Anteil vom Festland. Am südlichen Ende schließen die Florida Keys an, eine Inselkette, die durch 42 Brücken miteinander verbunden ist. Das südlichste Ende der Inselkette Key West ist nur 140 Kilometer von Kuba entfernt und stellt den südlichsten Punkt der kontinentalen USA dar.

Der Sunshine State ist damit nach Hawaii der südlichste Staat der USA und ist nicht allzu weit von der Karibik mit beliebten Urlaubszielen wie den Bahamas, Kuba und Haiti entfernt, so dass auch unter anderem manche AIDA-Karibikkreuzfahrten nicht nur Havanna, sondern auch Florida ansteuern.

Im Osten wird der Südstaat vom Atlantischen Ozean, an der Westküste und im Süden vom Golf von Mexiko begrenzt. Nachbarstaaten sind Georgia im Norden und Alabama im Nordwesten. Alles in allem ist Florida 260 Kilometer breit und 800 Kilometer lang und befindet sich damit auf Platz 22 aller Bundesstaaten im Flächenvergleich. Fast 18 Prozent des Bundesgebiets machen Wasserflächen aus.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Florida finden Sie auf www.getyourguide.de.

Wetter und Klima in Florida

Der Ocean Drive ist eine Straße im südlichen Teil von Miami Beach.
Der Ocean Drive ist eine Straße im südlichen Teil von Miami Beach.

Das Paradies für Ruheständler lässt sich in zwei Klimazonen einteilen. Im Nordosten herrscht subtropisches Klima, im Zentrum und Süden des Bundesstaates tropisches Klima. Dadurch ist es besonders im Sommer in Florida oft sehr schwül. Zudem wird der Sonnenscheinstaat zwischen Juni und November häufig von teils heftigen Hurrikans heimgesucht. Den bislang höchsten materiellen Schaden richtete Hurrikan Katrina im August 2005 an. Der Hurrikan zog mit Windgeschwindigkeiten von 250 bis 300 km/h unter anderem über Florida. Viele Ruheständler verbringen daher nur den Winter in Florida, wenn die Temperaturen laut Klimatabelle mit um die 25 °C angenehm warm sind. Der Winter gilt für viele Reisende als die beste Jahreszeit. Schnee ist in Florida sehr selten. Allerdings kommt es immer wieder zu Überschwemmungen.

Jacksonville

In Jacksonville herrscht laut Klimatabelle eine durchschnittliche Temperatur von 26,3 °C, wobei es im Juli und August mit rund 33 °C am Tag und einer Nachttemperatur von 23 °C am wärmsten wird. Kältester Monat ist der Januar mit Tagestemperaturen von 18 °C und Nachttemperaturen von 6 °C. Die meisten Sonnenstunden erfreuen Besucher im Mai, mit den meisten Regentagen ist im September zu rechnen. Das Wasser ist mit rund 30 °C im August am wärmsten.

Key West

Für Key West ergibt die Klimatabelle eine Durchschnittstemperatur von 28,2 °C am Tag und einer durchschnittlichen Nachttemperatur von 22,1 °C. Die höchsten Temperaturen werden mit 32 °C im Juli und August gemessen. Die meisten Sonnenstunden pro Tag gibt es von April bis Juni. Die niedrigsten Temperaturen sind mit 24 °C und 18 °C im Januar zu erwarten, die meisten Niederschläge fallen im September. Auch in Key West ist das Wasser mit 30 °C im August am wärmsten.

Miami

In Miami wird eine Jahresdurchschnittstemperatur von 28,6 °C gemessen. Die Nachttemperatur liegt bei 20,2 °C. Höchsttemperaturen werden laut Klimatabelle im August erreicht. Im Juli und August fällt die Nachttemperatur nicht unter 25 °C. Die niedrigsten Temperaturen sind mit 24 °C am Tag und 15 °C nachts im Januar zu erwarten. Auf jeweils zehn Sonnenstunden kann man sich in Miami von April bis Juni freuen, die meisten Regentage gibt es im August. Die Wassertemperatur liegt in diesem Monat bei rund 31 °C.

Orlando

Vergnügungsparadies Orlando kommt auf eine Jahresdurchschnittstemperatur von 28,1 °C und eine durchschnittliche Nachttemperatur von 16,6 °C. Die niedrigsten Temperaturen werden mit 23 °C am Tag und 11 °C nachts im Dezember gemessen. Die höchsten Temperaturen werden im Juli und August erreicht (33 °C). Die meisten Sonnenstunden sind im April und Mai zu erwarten (10), die meisten Regentage gibt es laut Klimatabelle mit 13 im Juni.

Kalkstein prägt die geologische Struktur des Sonnenscheinstaats

Mit über 800.000 Einwohnern ist Jacksonville die größte Stadt des US-Bundesstaates Florida.
Mit über 800.000 Einwohnern ist Jacksonville die größte Stadt des US-Bundesstaates Florida.

Das Kontinentalschelf von Florida ist eine über 700 Kilometer lange Ausbuchtung des nordamerikanischen Kontinents. Die Halbinsel Florida ist der Teil dieser Ausbuchtung der über dem Meeresspiegel zu sehen ist.

Der tiefe Untergrund dieser Struktur besteht aus präkambrischem Vulkangestein, Sedimentgestein aus dem Devon und späteren vulkanischen Gesteinen aus der Trias und dem Jura. Prägende Struktur ist der Kalkstein. Dieser ist überwiegend stark porös und beinhaltet den zentralen Grundwasserspeicher Floridas, der für die Trinkwasserversorgung von großer Bedeutung ist. Durch steigende Meeresspiegel dringt jedoch Salzwasser in diese Speicher ein und macht sie so für die Trinkwassergewinnung wertlos. Durch die steigenden Meeresspiegel verlieren darüber hinaus auch Entwässerungsgräben ihr Gefälle zum Meer hin, so dass Überflutungsbereiche oft nicht mehr trockengelegt werden können.

Bevölkerung Floridas

Der Bundesstaat an der Ostküste ist der drittbevölkerungsreichste Staat der USA nach Kalifornien und Texas. 78,1 % der Bewohner waren 2013 Weiße, 16,7 % Afroamerikaner, 2,7 % Asiatische Amerikaner, 0,5 % Indianer und 0,1 % Haiwaiianer und/oder Pazifische Insulaner. 23,6 % der Bevölkerung gaben an Hispanics oder Latinos zu sein. Die Hispanics stellen neben den Ruheständlern aus dem Snow Belt auch die meisten Einwanderer.

Florida war bis in die 50er Jahre hinein ein Bundesstaat, der stark von den Demokraten geprägt wurde und in dem die Republikaner gegen die demokratisch wählende Mehrheit einen schweren Stand hatten. Unter anderem durch den Zuzug vieler Menschen aus dem Nordosten, die republikanisch wählen, sind die Republikaner mittlerweile in Florida stark auf dem Vormarsch. Florida gilt daher mittlerweile zwischen Republikanern und Demokraten als wichtiger Swing State bei Präsidentschaftswahlen. Als besonders umkämpftes Gebiet bei Wahlen gilt insbesondere die Südspitze Floridas.

Der Großteil der Floridianer ist protestantisch. Unter anderem gibt es in Florida viele Kirchen der Methodisten. Vor allem durch Einwanderung von Kubanern, aus der Dominikanischen Republik und anderen lateinamerikanischen Staaten steigt jedoch der Anteil an Katholiken im Sunshine State. Die Juden stellen mit 4 Prozent ebenfalls einen relativ großen Anteil an der religiösen Bevölkerung.

Im Zentrum Floridas gibt es nur wenige große Städte. Die meisten Menschen leben an der Küste.

Die 10 größten Städte Floridas

  1. Jacksonville (821.784)
  2. Miami (399.457)
  3. Tampa (335.709)
  4. Saint Petersburg (244.769)
  5. Orlando (238.300)
  6. Hialeah (224.669)
  7. Tallahassee (181.376)
  8. Fort Lauderdale (165.521)
  9. Port St. Lucie (164.603)
  10. Pembroke Pines (154.750)

Zahlen gemäß Census 2010.

Florida für Touristen

Die Stadt Miami Beach feierte 2015 erst ihren hundertsten Geburtstag und ist ein Mekka für alle, die Sonne, Sand und eine entspannte Atmosphäre lieben.
Die Stadt Miami Beach feierte 2015 erst ihren hundertsten Geburtstag und ist ein Mekka für alle, die Sonne, Sand und eine entspannte Atmosphäre lieben.

Florida ist noch ein relativ junger Bundesstaat und beherbergt nur vergleichsweise wenige klassische Sehenswürdigkeiten. Nichtsdestotrotz gibt es so einiges, was sich neben dem Sonnen- und Badeurlaub in Florida erleben und erkunden lässt.

Da wäre zum Beispiel mit St. Augustine die älteste kontinuierlich von Europäern besiedelte Ansiedlung in den USA oder das malerische Art-Deco-District am Ocean Drive in Miami Beach in dem über 900 Gebäude aus den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts darauf warten, entdeckt zu werden. Von den zahlreichen Museen, Kunstgalerien, Technik- und Automobilmuseen, Cape Canaveral und den vielen hochkarätigen Vergnügungsparks, Kulturdenkmälern und Nationalparks gar nicht zu reden.

25 Kilometer nördlich von Downtown Miami wartet das drittgrößte Einkaufszentrum der USA auf einen Besuch und vielerorts gibt es qualitativ hochwertige Restaurants, die besonders die Herzen von Seafood-Fans höher schlagen lassen werden.

Der Weltraumbahnhof Cape Canaveral

Cape Canaveral, das Raumfahrtzentrum der NASA, ist gewiss eine der bekanntesten Attraktionen Floridas und wurde durch die Errichtung der Patrik Air Force Base im Jahr 1940 bekannt. Damals wurde hier in 80 Kilometer Entfernung von Orlando der Grundstein für die Erforschung des Weltalls gelegt und noch heute wird von dort aus der Ablauf aller Weltraummissionen koordiniert.

Besucher können in Cape Canaveral im aus fünf Hauptteilen bestehenden Space Center in Vorträgen und Filmvorführungen mehr über die Apollo-Missionen, den Bau der Saturn-5-Rakete und Raketenstarts im Allgemeinen erfahren und das Kennedy Space Center, das Visitorcenter und Star Trek Live erleben.

Florida – Ausflüge in die bekanntesten Vergnügungsparks der USA

Wer über Florida spricht, muss auch über Vergnügungsparks sprechen. Denn dort befinden sich die bekanntesten Freizeitparks der USA, darunter solche Hochkaräter wie die Universal Studios, die Islands of Adventure, die Busch Gardens Africa, Seaworld und das Walt Disney World Resort mit dem Animal Kingdom, dem Magic Kingdom, Epcot und den Hollywood Studios.

Sehenswerte Kulturdenkmäler in Florida

Florida nennt insgesamt zwei National Monuments, zwei National Memorials, eine National Heritage Area, 46 National Historic Landmarks und ganze 1773 Bauwerke und Stätte sein Eigen, die im National Register of Historic Places eingetragen sind.

Darunter etwa:

  • das Castillo de San Marcos National Monument,
  • das Fort Matanzas National Monument,
  • das De Soto National Memorial,
  • das Kapitol Floridas in Tallahassee (Florida State Capitol),
  • das Fort Caroline National Memorial und
  • der Gullah/Geechee Cultural Heritage Corridor.

Nationalparks und Naturdenkmäler in Florida

In Florida finden Interessierte drei Nationalparks, ein National Preserve, ein Ecological und Historic Preserve, zwei National Seashores und weitere achtzehn National Natural Landmarks vor, die einen Ausflug lohnen.

Dies sind unter anderem folgende Nationalparks und Naturdenkmäler:

Tierbeobachtungen in Florida

Auch wenn Floridas Küstensteifen an vielen Stellen überbaut sind und die Ursprünglichkeit vielerorts im Lauf der Zeit weitgehend verloren ging, so gibt es im Bundesstaat an der Ostküste doch vor allem im Landesinneren noch viele Möglichkeiten, sich an der Natur zu erfreuen und Tiere wie Alligatoren oder Seekühe zu beobachten. Wer die Flamingos, das inoffizielle Wappentier Floridas und beliebtes Mitbringsel in Plastikform, im Original sehen möchte, sollte eine Wanderung über den Snake Bight Trail im Everglades Nationalpark unternehmen oder einen der Vergnügungsparks besuchen.

Alligatoren beobachten in den Everglades

Mehrere Alligatoren genießen die Sonne im Everglades-Nationalpark in Florida.
Mehrere Alligatoren genießen die Sonne im Everglades-Nationalpark in Florida.

Die Everglades sind mit Sicherheit das bekannteste Sumpfgebiet Floridas, wenn nicht sogar der USA, und erstrecken sich auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratkilometern eingebettet in den Everglades National Park über einen großen Teil des Südens. Das riesige natürlich entstandene Sumpfgebiet, das sich vom Lake Okeechobee bis in den Südwesten Floridas erstreckt, lässt sich am besten während einer geführten Tour mit einem Propellerboot erkunden. Dort lassen sich im teilweise nur fünfzehn bis zwanzig Zentimeter tiefen Wasser nicht nur freilebende Alligatoren beobachten, sondern unter anderem auch hunderte Fisch- und Vogelarten, Schildkröten und Schlangen.

Seekühe in Crystal River beobachten

Florida ist ein toller Ort, um Seekühe zu beobachten. Man findet die Manatis überall dort, wo das Wasser schön warm ist, besonders in Homosassa und Three Sisters Springs in Chrystal River. Dort bleibt das Wasser das ganze Jahr über bei über 24 °C, weshalb die Seekühe dort perfekte Bedingungen vorfinden. Besonders in der Hauptsaison von November bis März können in Florida an warmen Stellen den ganzen Tag Seekühe zu hunderten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden.

Sonnen- und Badeurlaub in Florida

Viele Traumstrände befinden sich in Florida, dem Sunshine State der USA.
Viele Traumstrände befinden sich in Florida, dem Sunshine State der USA.

Wer über Sonnen- und Badeurlaub in Florida nachdenkt, kommt an Fort Lauderdale kaum vorbei. Das Venedig der USA befindet sich an einem Netz von Wasserstraßen, die sich insgesamt über eine Länge von 400 Kilometern erstrecken. Die moderne Stadt mit ihren langen, sauberen Sandstränden, ihren Wassertaxis, Hotels, Restaurants und Geschäften eignet sich perfekt, um ungetrübten Badespaß zu erleben, am Strand in den Sonnenuntergang zu blicken und Wassersport aller Art nachzugehen. Auch und vor allem im Winter, wenn die Schwüle des Sommers gewichen ist, ist das Meerwasser an der Gold Coast zum Schwimmen angenehm.

Einige der empfehlenswertesten Strände in Florida sind:

  • Miami Beach,
  • Vero Beach,
  • Haulover Beach,
  • Fort Lauderdale Beach,
  • St. Augustin,
  • Sanibel Island,
  • West Palm Beach,
  • Captive Island,
  • Marco Island,
  • Clearwater Beach / Sand Key,
  • und Delray Beach.

Oft zu Unrecht übersehen: Nordflorida

Nordflorida war einst das Zentrum des Bundesstaates und auch heute noch sind dort viele Spuren aus vergangenen Tagen zu sehen. Da ist zum einen St. Augustine zu nennen, aber auch die Hauptstadt Tallahassee hat ihren Reiz und es gibt viele Herrenhäuser, historische Schlachtfelder und mehr in Nordflorida zu entdecken. Ebenfalls in Norden Floridas befindet sich auch die bevölkerungsreichste Stadt des Sonnenscheinstaats, Jacksonville.

Eine ganz andere Seite zeigt Panama City Beach mit vielen kulinarischen Genüssen und seiner tollen Strandpromenade. Anders als im von Touristen bevölkerten Süden, findet man hier in Nordflorida noch richtig idyllische, malerische Fleckchen am Meer. Auch Städte wie das grüne Gainesville, Wakulla Springs, Crawfordville und Apalachicola lassen sich perfekt in eine Rundreise mit dem Mietwagen durch Nordflorida miteinbeziehen.

Florida mit dem Mietwagen bereisen

Die USA sind ein absolutes Autofahrerland. So gut wie jede Strecke wird mit dem Auto erledigt und Fußgänger sind fast schon eine Seltenheit. Während man in Städten wie New York City auch ohne Mietwagen gut von A nach B kommt, kommt man in Florida hier sehr schnell an seine Grenzen. Und das sogar in den großen Städten wie Miami oder Orlando. Wenn Sie also nicht nur am Strand und im Hotel verweilen, sondern auch Ausflüge in die Umgebung unternehmen möchten, kommen Sie an der Buchung eines Mietwagens eigentlich nicht vorbei.

Ein ganz besonderes Erlebnis sind Roadtrips durch den Sonnenscheinstaat. Hierfür sollten Sie mindestens vierzehn Tage einplanen, um Florida in all seinen Facetten bewundern zu können. Wie wäre es mit einem Abstecher in die Everglades oder zu den bunten Häuserfassaden von Key West? Den Sonnenaufgang in Miami bewundern und die unendlich langen Sandstrände von Amelia Island? Dies und mehr ist während einer Rundreise möglich.

Das sollten Sie bei der Buchung des Mietwagens in Florida beachten

Es lohnt sich den Wagen bei der Autovermietung bereits vor Reiseantritt von Deutschland aus zu buchen. Das bringt zum einen für europäische Kunden Vorteile bei den Versicherungen und zum anderen haben Sie Zeit, um den Vertrag der Autovermietung in Ruhe durchzulesen und vermeiden, dass Ihnen spontan Leistungen verkauft werden, die sie eigentlich gar nicht brauchen.

Bei der Versicherung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Empfehlenswert ist der Abschluss einer Vollkaskoversicherung mit reduzierter Haftung (CDW), die auch bei selbst verursachten Unfällen greift. Aber auch eine Diebstahlversicherung (LDW) und die Erhöhung der Haftpflicht-Deckungssumme auf eine Million US-Dollar (LIS) trägt zu einem entspannten Urlaubserlebnis bei. Zusätzlich kann der Abschluss einer Insassen- und einer Gepäckversicherung zu empfehlen sein.

Ein Anbietervergleich lohnt, um unter den Autovermietungen den Anbieter mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis zu ermitteln.

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Mitunter eine unnötige Kostenfalle – Floridas Mautsystem

Die USA sind ein absolutes Autofahrerland.
Die USA sind ein absolutes Autofahrerland.

In Florida gibt es neben den kostenlosen, mit auffällig vielen Werbeschildern gepflasterten, Interstates auch gebührenpflichtige Straßen, so genannte „Toll Roads“. Eine davon ist der zweispurige Turnpike. Diese Strecken sind mit Schranken versehen, an denen die Gebühr direkt bezahlt werden kann (allerdings kaum noch bar). Viele Autovermietungen arbeiten aber mit dem Pay-by-Plate-System, bei dem die Mautabrechnung über das Nummernschild erfolgt. Das Kennzeichen wird beim Durchfahren jeder Schranke erfasst und die Mautgebühren bei Rückgabe des Mietwagens schließlich in Rechnung gestellt. Ein auf den ersten Blick benutzerfreundliches System, das jedoch durch die von vielen Autovermietungen erhobenen Zusatzgebühren relativ teuer ist.

Eine Alternative dazu ist der „Sunpass“. Dabei handelt es sich um eine Prepaid-Vignette, die in zwei Varianten angeboten wird. Während der Sunpass Mini in nur einem Fahrzeug verwendet werden kann, kann der Sunpass Portable in unterschiedlichen Mietwagen eingesetzt werden. Diese Vignetten-Systeme werden mit einem bestimmten Dollarbetrag aufgeladen und bei Durchfahren einer Schranke belastet. Hierbei entfallen die Zusatzgebühren für den Pay-by-Plate-Service und man erhält zudem auch noch 25 Prozent Rabatt. Floridas Express Lanes auf Interstates und Mautstraßen können nur mit dem Sunpass oder einem ähnlichen Transponder genutzt werden.

Erworben werden kann der Sunpass in Publix-Supermärkten, bei CVS Pharmacy, bei der AAA, in der Navaro Discount Pharmacy, bei Sedano’s und bei Amscot – The Money Superstore. Zudem bieten auch manche Mietwagenanbieter den Sunpass direkt mit in ihren Paketen an.

Mautstraßen mit dem Mietwagen befahren: Ja oder Nein?

Bei der Zusammenstellung einer Route für den Roadtrip, gibt es viele Möglichkeiten, wie man Mautstraßen umgehen kann. Ein Beispiel dafür ist der Tamiami Trail, der von Miami bis Tampa reicht. Wer auf der Strecke allerdings komplett auf Mautstraßen verzichtet, lässt sich möglicherweise das ein oder andere unvergessliche Erlebnis entgehen. So ist zum Beispiel die Fahrt über die wunderschöne Sunshine Skyway Bridge in Florida nur kostenpflichtig möglich.

Besonderheiten beim Autofahren in Florida

Allgemein müssen Sie sich in Florida darauf einstellen, dass Sie aller Wahrscheinlichkeit nach einen Mietwagen mit Automatikgetriebe bekommen werden. Schaltgetriebe sind bei den Anbietern so gut wie nicht vorhanden. Dazu kommt, dass in Florida teilweise für Europäer ungewöhnliche Verkehrsregeln herrschen. Auch an die für den Sonnenscheinstaat typische eher gemütliche und ruhige Fahrweise müssen sich die Urlauber besonders in Südflorida oft erst gewöhnen. Die Straßen sind meist gerade und auch in Ortschaften oft mehrspurig.

Die wichtigsten Besonderheiten und Tipps haben wir hier für Sie zusammengestellt:

  • In Florida herrscht Rechtsverkehr.
  • In Florida besteht für Fahrer und Beifahrer Anschnallpflicht. Kinder bis zum Alter von vier Jahren brauchen einen Kindersitz.
  • An Ampeln ist Rechtsabbiegen grundsätzlich erlaubt, auch wenn die Ampel rot ist, außer das Rechtsabbiegen wird durch ein entsprechendes Schild explizit verboten.
  • An Stoppschildern mit dem Hinweis „4-Way“ ist die Reihenfolge der ankommenden Fahrzeuge zu beachten. Wer die Kreuzung als Erstes erreicht, darf auch als Erstes fahren.
  • In Florida darf auf mehrspurigen Straßen auf dem rechten und linken Streifen überholt werden.
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen sollten in Florida genau eingehalten werden, wenn man Ärger mit der Verkehrspolizei vermeiden möchte. Auf Highways ist in der Regel eine Geschwindigkeit von 104 bis 112 km/h erlaubt, in Stadtgebieten dürfen rund 88 km/h (55 mph) gefahren werden, während in Ortschaften und Städten in der Regel Geschwindigkeiten zwischen etwa 48 und 72 km/h (30 bis 45 mph) erlaubt sind. In der Nähe von Schulen darf oft nur mit 15 mph gefahren werden.
  • Haltende Schulbusse dürfen beim Ein und Aussteigen der Schüler nicht überholt werden. Das gilt auch für den Gegenverkehr, wenn die Spuren nicht durch eine Verkehrsinsel getrennt sind. Oft weisen Warnhinweisschilder mit gelbem Blinklicht auf einen Schulbus hin.
  • Die Verkehrspolizei ist in Florida sehr aufmerksam und ahndet Verstöße mit Nachdruck. Sollte die Polizei mit Blinklicht hinter Ihnen herfahren, halten Sie bei der nächsten Gelegenheit an und bleiben Sie im Auto sitzen und behalten Sie die Hände auf dem Lenkrad. Ihren Führerschein und ihre Fahrzeugpapiere sollten Sie stets mitführen.
  • Alkohol am Steuer kann einen Gefängnisaufenthalt zur Folge haben. Bereits am nächsten Tag wird der Betreffende dem örtlichen Richter vorgeführt, der eine Kautionssumme festsetzt Wichtig: Geöffnete alkoholische Getränke ganz gleich ob voll oder leer dürfen NICHT im Innenraum des Autos mitgeführt werden, auch nicht von Beifahrern. Grundsätzlich darf Alkohol NUR im Kofferraum transportiert werden.
  • Fußgänger haben in Florida absoluten Vorrang. Es wird erwartet, dass an Zebrastreifen angehalten wird.
  • Vergnügungsparks, Einkaufszentren und Supermärkte verfügen über große, kostenlose Parkplätze. Das Parken im Zentrum oder an Stränden ist in der Regel kostenpflichtig und das Überziehen der Parkzeit überaus teuer. Auf dem Bordstein und in Tow-Away-Zonen herrscht absolutes Halteverbot. Allgemein weisen Markierungen an den Bordsteinkanten auf Haltemöglichkeiten hin. Während bei roter Markierung absolutes Halteverbot herrscht, kennzeichnen gelbe Markierungen Ladezonen für Lieferwagen. Bereiche mit gelb-schwarzer Markierung sind als Ladezone für LKWs reserviert, Felder mit blauer Markierung sind Behindertenparkplätze. Während in Bereichen mit weißer Markierung Ein- und Aussteigen erlaubt ist, darf in grün markierten Feldern für maximal zehn Minuten gehalten werden. An Hydranten herrscht absolutes Halteverbot. Von diesen sollten Sie immer mindestens drei Meter Abstand halten.
  • An Tankstellen kann entweder VORAB bar an der Kasse oder mit Kreditkarte direkt an der Zapfsäule gezahlt werden. Manchmal funktionieren deutsche Kreditkarten an amerikanischen Tankstellen allerdings nicht. Hat man an der Kasse für mehr gezahlt, als in den Tank passt, bekommt man das Restgeld zurück.
  • Sollten Sie außerhalb von Ortschaften eine Panne haben, setzen Sie Ihr Fahrzeug komplett auf den Seitenstreifen. Wenn Sie die Motorhaube öffnen, wissen vorbeifahrende Fahrzeuge auf der Strecke, dass sie Hilfe benötigen.
  • Auf den Interstates gibt es Message Boards entlang der Strecke, die über die Anschnallpflicht, mögliche Staus, Streckenänderungen und die voraussichtliche Fahrtzeit bis zu bestimmten Orten informieren. Sie dienen aber auch zur Anzeige von „Alerts“ durch die zusammen mit einem Autokennzeichen oder einer Personenbeschreibung nach bestimmten Fahrzeugen gesucht wird. Wird das Fahrzeug gesichtet, sollte die angegebene Telefonnummer angerufen werden. Es gibt unterschiedliche „Alerts“. Während „Silver Alerts“ auf eine vermisste Person hinweisen, zeigen „Blue Alerts“, das ein Polizist angeschossen oder erschossen wurde. Der „Amber Alert“ weist auf eine Kindesentführung hin.
  • HOV-Lanes auf den Interstates dürfen nur dann befahren werden, wenn sich mindestens zwei Personen im Mietwagen befinden.
  • Blaue Schilder mit weißem Wirbelsturm weisen auf so genannte „Evacuation Roads“ hin. Es handelt sich dabei um sichere Straßen, die im Fall eines Hurrikans ins Landesinnere führen.

Floridas Wirtschaft und Infrastruktur

Wer von einem unbeschwerten, lässigen Sommerurlaub in Florida träumt, der sollte Fort Lauderdale unbedingt in die engere Wahl ziehen.
Wer von einem unbeschwerten, lässigen Sommerurlaub in Florida träumt, der sollte Fort Lauderdale unbedingt in die engere Wahl ziehen.

Florida ist ein interessantes Reiseziel für Urlauber aus aller Welt und wird für viele Ruheständler aus den USA und Auswanderer zum ständigen oder vorübergehenden Alterssitz. Darüber hinaus befinden sich mit dem Hafen von Miami und Port Canaveral in Florida zwei der größten Kreuzfahrthäfen der Welt.

Neben den Reisenden und der Tatsache, dass sich dort der wichtigste Startplatz der NASA und der US Air Force befindet, verdient der Bundesstaat durch den Anbau von Früchten. Florida ist hier besonders für Zitrusfrüchte (50 Prozent des US-Verbrauchs) und seine vielen Orangenplantagen bekannt. Daneben gibt es viele Banken. Alles in allem erreicht Florida mit einer Wirtschaftsleistung von 926 Milliarden US-Dollar (2016) die vierthöchste Wirtschaftsleistung aller US-Bundesstaaten.

Floridas Geschichte

Die Geschichte des Bundesstaates ist eine von wechselnder Herrschaft in der Zeit, in der die Spanier, Briten und Franzosen um ihre Kolonien in der Neuen Welt wetteiferten. Nachdem bereits vor über 14.000 Jahren verschiedene Völker in Florida heimisch waren, entdeckte 1513 der spanische Seefahrer und Forscher Juan Ponce de León die Halbinsel und nannte sie Pascua Florida, was im Spanischen stellvertretend für Osterzeit steht. Noch heute wird der Pascua Florida Day Anfang April als gesetzlicher Feiertag abgehalten.

Einige Jahre später, im Jahr 1565, gründete der Spanier Pedro Menéndez de Avilés in der damaligen spanischen Kolonie Florida St. Augustine, die bis heute älteste europäische Siedlung in den USA. Es folgte eine Zeit wechselnder Herrscher, bis Florida 1763 nach Ende des Siebenjährigen Kriegs von den Spaniern an die Briten übergeben wurde. Von diesen ging es 1854 als 27. Bundesstaat an die USA über, trat jedoch im 1860/61 zu Beginn des Bürgerkriegs als Verbündeter der anderen Südstaaten aus der Union wieder aus. Nach der Niederlage wurde Florida im Zuge der Reconstruction 1877 wieder in die Union aufgenommen.

Nachdem 1915 Miami Beach gegründet wurde, kam es in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem regelrechten Bauboom mit starkem Bevölkerungszuwachs. Und als 1971 auch noch Disney World eröffnet wurde, war der Aufstieg zum Touristenmagneten nicht mehr aufzuhalten.