Florida – der Sunshine State an der Ostküste der USA

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Es ist ein ewiges Klischee. Florida das Rentnerparadies, in dem zahlreiche Pensionäre ihren Ruhestand verbringen. Klingt langweilig? Ist es aber nicht. Denn der Bundesstaat im Südosten der USA bietet nicht nur sonnige, warme Urlaubstage, sondern auch Attraktionen für alle Altersklassen und sämtliche Interessen.

Inhaltsverzeichnis
Florida in Zahlen, Daten und Fakten | Geografische Lage und Ausdehnung des Sonnenscheinstaats | Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten | Wetter und Klima in Florida | Kalkstein prägt die geologische Struktur des Sonnenscheinstaats | Bevölkerung Floridas | Die 10 größten Städte Floridas | Florida für Touristen | Floridas Wirtschaft und Infrastruktur | Floridas Geschichte

Florida
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Ihren Namen verdankt die gleichnamige Halbinsel übrigens ihren spanischen Entdeckern, die zur Osterzeit dort ankamen. Denn Pascua Florida bezeichnet im Spanischen die Osterzeit.

Florida in Zahlen, Daten und Fakten

  • Fläche: 170.304 km2
  • Einwohner: 20.984.400 (2017 geschätzt)
  • Mitglied der USA seit: 3. März 1845
  • Zeitzone: UTC-5 EST (westlich des Apalachicola River: UTC-6)
  • Höchste Erhebung: Britton Hill (105 Meter)
  • Tiefster Punkt: Atlantik (0 Meter)
  • Durchschnittliche Höhe: 30 Meter
  • Hauptstadt: Tallahassee
  • Emblemtier: Florida-Panther (Puma)
  • Flagge: Rotes Andreaskreuz auf weißem Grund mit Siegel Floridas im Zentrum
  • Staatsmotto: In God We Trust

Landkarte

Geografische Lage und Ausdehnung des Sonnenscheinstaats

Floridas größter Strand, Miracle Strip, besteht aus über 160 km reinen weißen und oft einsamen Sandstränden.
Floridas größter Strand, Miracle Strip, besteht aus über 160 km reinen weißen und oft einsamen Sandstränden.

Florida besteht aus der Halbinsel Florida und dem Florida Panhandle als Anteil vom Festland. Am südlichen Ende schließen die Florida Keys an, eine Inselkette, die durch 42 Brücken miteinander verbunden ist. Das südlichste Ende der Inselkette Key West ist nur 140 Kilometer von Kuba entfernt und stellt den südlichsten Punkt der kontinentalen USA dar.

Der Sunshine State ist damit nach Hawaii der südlichste Staat der USA und ist nicht allzu weit von der Karibik mit beliebten Urlaubszielen wie den Bahamas, Kuba und Haiti entfernt, so dass auch unter anderem manche AIDA-Karibikkreuzfahrten nicht nur Havanna, sondern auch Florida ansteuern.

Im Osten wird der Südstaat vom Atlantischen Ozean, an der Westküste und im Süden vom Golf von Mexiko begrenzt. Nachbarstaaten sind Georgia im Norden und Alabama im Nordwesten. Alles in allem ist Florida 260 Kilometer breit und 800 Kilometer lang und befindet sich damit auf Platz 22 aller Bundesstaaten im Flächenvergleich. Fast 18 Prozent des Bundesgebiets machen Wasserflächen aus.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Florida finden Sie auf www.getyourguide.de.

Wetter und Klima in Florida

Der Ocean Drive ist eine Straße im südlichen Teil von Miami Beach.
Der Ocean Drive ist eine Straße im südlichen Teil von Miami Beach.

Das Paradies für Ruheständler lässt sich in zwei Klimazonen einteilen. Im Nordosten herrscht subtropisches Klima, im Zentrum und Süden des Bundesstaates tropisches Klima. Dadurch ist es besonders im Sommer in Florida oft sehr schwül. Zudem wird der Sonnenscheinstaat zwischen Juni und November häufig von teils heftigen Hurrikans heimgesucht. Viele Ruheständler verbringen daher nur den Winter in Florida, wenn die Temperaturen laut Klimatabelle mit um die 25 °C angenehm warm sind. Der Winter gilt für viele Reisende als die beste Jahreszeit. Schnee ist in Florida sehr selten.

Jacksonville

In Jacksonville herrscht laut Klimatabelle eine durchschnittliche Temperatur von 26,3 °C, wobei es im Juli und August mit rund 33 °C am Tag und einer Nachttemperatur von 23 °C am wärmsten wird. Kältester Monat ist der Januar mit Tagestemperaturen von 18 °C und Nachttemperaturen von 6 °C. Die meisten Sonnenstunden erfreuen Besucher im Mai, mit den meisten Regentagen ist im September zu rechnen. Das Wasser ist mit rund 30 °C im August am wärmsten.

Key West

Für Key West ergibt die Klimatabelle eine Durchschnittstemperatur von 28,2 °C am Tag und einer durchschnittlichen Nachttemperatur von 22,1 °C. Die höchsten Temperaturen werden mit 32 °C im Juli und August gemessen. Die meisten Sonnenstunden pro Tag gibt es von April bis Juni. Die niedrigsten Tages- und Nachttemperaturen sind mit 24 °C und 18 °C im Januar zu erwarten, die meisten Niederschläge fallen im September. Auch in Key West ist das Wasser mit 30 °C im August am wärmsten.

Miami

In Miami wird eine Jahresdurchschnittstemperatur von 28,6 °C gemessen. Die Nachttemperatur liegt bei 20,2 °C. Höchsttemperaturen werden laut Klimatabelle im August erreicht. Im Juli und August fällt die Nachttemperatur nicht unter 25 °C. Die niedrigsten Temperaturen sind mit 24 °C am Tag und 15 °C nachts im Januar zu erwarten. Auf jeweils zehn Sonnenstunden kann man sich in Miami von April bis Juni freuen, die meisten Regentage gibt es im August. Die Wassertemperatur liegt in diesem Monat bei rund 31 °C.

Orlando

Vergnügungsparadies Orlando kommt auf eine Jahresdurchschnittstemperatur von 28,1 °C und eine durchschnittliche Nachttemperatur von 16,6 °C. Die niedrigsten Temperaturen werden mit 23 °C am Tag und 11 °C nachts im Dezember gemessen. Die höchsten Temperaturen werden im Juli und August erreicht (33 °C). Die meisten Sonnenstunden sind im April und Mai zu erwarten (10), die meisten Regentage gibt es laut Klimatabelle mit 13 im Juni.

Kalkstein prägt die geologische Struktur des Sonnenscheinstaats

Mit über 800.000 Einwohnern ist Jacksonville die größte Stadt des US-Bundesstaates Florida.
Mit über 800.000 Einwohnern ist Jacksonville die größte Stadt des US-Bundesstaates Florida.

Das Kontinentalschelf von Florida ist eine über 700 Kilometer lange Ausbuchtung des nordamerikanischen Kontinents. Die Halbinsel Florida ist der Teil dieser Ausbuchtung der über dem Meeresspiegel zu sehen ist.

Der tiefe Untergrund dieser Struktur besteht aus präkambrischem Vulkangestein, Sedimentgestein aus dem Devon und späteren vulkanischen Gesteinen aus der Trias und dem Jura. Prägende Struktur ist der Kalkstein. Dieser ist überwiegend stark porös und beinhaltet den zentralen Grundwasserspeicher Floridas, der für die Trinkwasserversorgung von großer Bedeutung ist. Durch steigende Meeresspiegel dringt jedoch Salzwasser in diese Speicher ein und macht sie so für die Trinkwassergewinnung wertlos. Durch die steigenden Meeresspiegel verlieren darüber hinaus auch Entwässerungsgräben ihr Gefälle zum Meer hin, so dass Überflutungsbereiche oft nicht mehr trockengelegt werden können.

Bevölkerung Floridas

Der Bundesstaat an der Ostküste ist der drittbevölkerungsreichste Staat der USA nach Kalifornien und Texas. 78,1 % der Bewohner waren 2013 Weiße, 16,7 % Afroamerikaner, 2,7 % Asiatische Amerikaner, 0,5 % Indianer und 0,1 % Haiwaiianer und/oder Pazifische Insulaner. 23,6 % der Bevölkerung gaben an Hispanics oder Latinos zu sein. Die Hispanics stellen neben den Ruheständlern aus dem Snow Belt auch die meisten Einwanderer.

Florida war bis in die 50er Jahre hinein ein Bundesstaat, der stark von den Demokraten geprägt wurde und in dem die Republikaner gegen die demokratisch wählende Mehrheit einen schweren Stand hatten. Unter anderem durch den Zuzug vieler Menschen aus dem Nordosten, die republikanisch wählen, sind die Republikaner mittlerweile in Florida stark auf dem Vormarsch. Florida gilt daher mittlerweile zwischen Republikanern und Demokraten als wichtiger Swing State bei Präsidentschaftswahlen. Als besonders umkämpftes Gebiet bei Wahlen gilt insbesondere die Südspitze Floridas.

Der Großteil der Floridianer ist protestantisch. Unter anderem gibt es in Florida viele Kirchen der Methodisten. Vor allem durch Einwanderung von Kubanern, aus der Dominikanischen Republik und anderen lateinamerikanischen Staaten steigt jedoch der Anteil an Katholiken im Sunshine State. Die Juden stellen mit 4 Prozent ebenfalls einen relativ großen Anteil an der religiösen Bevölkerung.

Im Zentrum Floridas gibt es nur wenige große Städte. Die meisten Menschen leben an der Küste.

Die 10 größten Städte Floridas

  1. Jacksonville (821.784)
  2. Miami (399.457)
  3. Tampa (335.709)
  4. Saint Petersburg (244.769)
  5. Orlando (238.300)
  6. Hialeah (224.669)
  7. Tallahassee (181.376)
  8. Fort Lauderdale (165.521)
  9. Port St. Lucie (164.603)
  10. Pembroke Pines (154.750)

Zahlen gemäß Census 2010.

Florida für Touristen

Die Stadt Miami Beach feierte 2015 erst ihren hundertsten Geburtstag und ist ein Mekka für alle, die Sonne, Sand und eine entspannte Atmosphäre lieben.
Die Stadt Miami Beach feierte 2015 erst ihren hundertsten Geburtstag und ist ein Mekka für alle, die Sonne, Sand und eine entspannte Atmosphäre lieben.

Florida ist noch ein relativ junger Bundesstaat und beherbergt nur vergleichsweise wenige klassische Sehenswürdigkeiten. Nichtsdestotrotz gibt es so einiges, was sich neben dem Sonnen- und Badeurlaub in Florida erleben und erkunden lässt.

Da wäre zum Beispiel mit St. Augustine die älteste kontinuierlich von Europäern besiedelte Ansiedlung in den USA oder das malerische Art-Deco-District am Ocean Drive in Miami Beach in dem über 900 Gebäude aus den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts darauf warten, entdeckt zu werden. Von den zahlreichen Museen, Kunstgalerien, Technik- und Automobilmuseen, Cape Canaveral und den vielen hochkarätigen Vergnügungsparks, Kulturdenkmälern und Nationalparks gar nicht zu reden.

25 Kilometer nördlich von Downtown Miami wartet das drittgrößte Einkaufszentrum der USA auf einen Besuch und vielerorts gibt es qualitativ hochwertige Restaurants, die besonders die Herzen von Seafood-Fans höher schlagen lassen werden.

Der Weltraumbahnhof Cape Canaveral

Cape Canaveral, das Raumfahrtzentrum der NASA, ist gewiss eine der bekanntesten Attraktionen Floridas und wurde durch die Errichtung der Patrik Air Force Base im Jahr 1940 bekannt. Damals wurde hier in 80 Kilometer Entfernung von Orlando der Grundstein für die Erforschung des Weltalls gelegt und noch heute wird von dort aus der Ablauf aller Weltraummissionen koordiniert.

Besucher können in Cape Canaveral im aus fünf Hauptteilen bestehenden Space Center in Vorträgen und Filmvorführungen mehr über die Apollo-Missionen, den Bau der Saturn-5-Rakete und Raketenstarts im Allgemeinen erfahren und das Kennedy Space Center, das Visitorcenter und Star Trek Live erleben.

Florida – Ausflüge in die bekanntesten Vergnügungsparks der USA

Wer über Florida spricht, muss auch über Vergnügungsparks sprechen. Denn dort befinden sich die bekanntesten Freizeitparks der USA, darunter solche Hochkaräter wie die Universal Studios, die Islands of Adventure, die Busch Gardens Africa, Seaworld und das Walt Disney World Resort mit dem Animal Kingdom, dem Magic Kingdom, Epcot und den Hollywood Studios.

Sehenswerte Kulturdenkmäler in Florida

Florida nennt insgesamt zwei National Monuments, zwei National Memorials, eine National Heritage Area, 46 National Historic Landmarks und ganze 1773 Bauwerke und Stätte sein Eigen, die im National Register of Historic Places eingetragen sind.

Darunter etwa:

  • das Castillo de San Marcos National Monument,
  • das Fort Matanzas National Monument,
  • das De Soto National Memorial,
  • das Kapitol Floridas in Tallahassee (Florida State Capitol),
  • das Fort Caroline National Memorial und
  • der Gullah/Geechee Cultural Heritage Corridor.

Nationalparks und Naturdenkmäler in Florida

In Florida finden Interessierte drei Nationalparks, ein National Preserve, ein Ecological und Historic Preserve, zwei National Seashores und weitere achtzehn National Natural Landmarks vor, die einen Ausflug lohnen.

Dies sind unter anderem folgende Nationalparks und Naturdenkmäler:

Tierbeobachtungen in Florida

Auch wenn Floridas Küstensteifen an vielen Stellen überbaut sind und die Ursprünglichkeit vielerorts im Lauf der Zeit weitgehend verlorenging, so gibt es im Bundesstaat an der Ostküste doch vor allem im Landesinneren noch viele Möglichkeiten, sich an der Natur zu erfreuen und Tiere wie Alligatoren oder Seekühe zu beobachten. Wer die Flamingos, das inoffizielle Wappentier Floridas und beliebtes Mitbringsel in Plastikform, im Original sehen möchte, sollte eine Wanderung über den Snake Bight Trail im Everglades-Nationalpark unternehmen oder einen der Vergnügungsparks besuchen.

Alligatoren beobachten in den Everglades

Mehrere Alligatoren genießen die Sonne im Everglades-Nationalpark in Florida.
Mehrere Alligatoren genießen die Sonne im Everglades-Nationalpark in Florida.

Die Everglades sind mit Sicherheit das bekannteste Sumpfgebiet Floridas, wenn nicht sogar der USA, und erstrecken sich auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratkilometern eingebettet in den Everglades-Nationalpark über einen großen Teil des Südens. Das riesige natürlich entstandene Sumpfgebiet, das sich vom Lake Okeechobee bis in den Südwesten Floridas erstreckt, lässt sich am besten während einer geführten Tour mit einem Propellerboot erkunden. Dort lassen sich im teilweise nur fünfzehn bis zwanzig Zentimeter tiefen Wasser nicht nur freilebende Alligatoren beobachten, sondern unter anderem auch hunderte Fisch- und Vogelarten, Schildkröten und Schlangen.

Seekühe in Crystal River beobachten

Florida ist ein toller Ort, um Seekühe zu beobachten. Man findet die Manatis überall dort, wo das Wasser schön warm ist, besonders in Homosassa und Three Sisters Springs in Chrystal River. Dort bleibt das Wasser das ganze Jahr über bei über 24 °C, weshalb die Seekühe dort perfekte Bedingungen vorfinden. Besonders in der Hauptsaison von November bis März können in Florida an warmen Stellen den ganzen Tag Seekühe zu hunderten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden.

Sonnen- und Badeurlaub in Florida

Viele Traumstrände befinden sich in Florida, dem Sunshine State der USA.
Viele Traumstrände befinden sich in Florida, dem Sunshine State der USA.

Wer über Sonnen- und Badeurlaub in Florida nachdenkt, kommt an Fort Lauderdale kaum vorbei. Das Venedig der USA befindet sich an einem Netz von Wasserstraßen, die sich insgesamt über eine Länge von 400 Kilometern erstrecken. Die moderne Stadt mit ihren langen, sauberen Sandstränden, ihren Wassertaxis, Hotels, Restaurants und Geschäften eignet sich perfekt, um ungetrübten Badespaß zu erleben, am Strand in den Sonnenuntergang zu blicken und Wassersport aller Art nachzugehen. Auch und vor allem im Winter, wenn die Schwüle des Sommers gewichen ist, ist das Meerwasser an der Gold Coast zum Schwimmen angenehm.

Einige der empfehlenswertesten Strände in Florida sind:

  • Miami Beach,
  • Vero Beach,
  • Haulover Beach,
  • Fort Lauderdale Beach,
  • St. Augustin,
  • Sanibel Island,
  • West Palm Beach,
  • Captive Island,
  • Marco Island,
  • Clearwater Beach / Sand Key,
  • und Delray Beach.

Floridas Wirtschaft und Infrastruktur

Florida ist ein interessantes Reiseziel für Urlauber aus aller Welt und wird für viele Ruheständler aus den USA und Auswanderer zum ständigen oder vorübergehenden Alterssitz. Darüber hinaus befinden sich mit dem Hafen von Miami und Port Canaveral in Florida zwei der größten Kreuzfahrthäfen der Welt.

Neben den Reisenden und der Tatsache, dass sich dort der wichtigste Startplatz der NASA und der US Air Force befindet, verdient der Bundesstaat durch den Anbau von Früchten. Florida ist hier besonders für Zitrusfrüchte (50 Prozent des US-Verbrauchs) und seine vielen Orangenplantagen bekannt. Daneben gibt es viele Banken. Alles in allem erreicht Florida mit einer Wirtschaftsleistung von 926 Milliarden US-Dollar (2016) die vierthöchste Wirtschaftsleistung aller US-Bundesstaaten.

Floridas Geschichte

Die Geschichte des Bundesstaates ist eine von wechselnder Herrschaft in der Zeit, in der die Spanier, Briten und Franzosen um ihre Kolonien in der Neuen Welt wetteiferten. Nachdem bereits vor über 14.000 Jahren verschiedene Völker in Florida heimisch waren, entdeckte 1513 der spanische Seefahrer und Forscher Juan Ponce de León die Halbinsel und nannte sie Pascua Florida, was im Spanischen stellvertretend für Osterzeit steht. Noch heute wird der Pascua Florida Day Anfang April als gesetzlicher Feiertag abgehalten.

Einige Jahre später, im Jahr 1565, gründete der Spanier Pedro Menéndez de Avilés in der damaligen spanischen Kolonie Florida St. Augustine, die bis heute älteste europäische Siedlung in den USA. Es folgte eine Zeit wechselnder Herrscher, bis Florida 1763 nach Ende des Siebenjährigen Kriegs von den Spaniern an die Briten übergeben wurde. Von diesen ging es 1854 als 27. Bundesstaat an die USA über, trat jedoch im 1860/61 zu Beginn des Bürgerkriegs als Verbündeter der anderen Südstaaten aus der Union wieder aus. Nach der Niederlage wurde Florida im Zuge der Reconstruction 1877 wieder in die Union aufgenommen.

Nachdem 1915 Miami Beach gegründet wurde, kam es in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem regelrechten Bauboom mit starkem Bevölkerungszuwachs. Und als 1971 auch noch Disney World eröffnet wurde, war der Aufstieg zum Touristenmagneten nicht mehr aufzuhalten.