Trinkgeld

In der Regel sind weder Steuer noch Trinkgeld in den Preisen im Restaurant eingeschlossen. Auf der Rechnung wird die Steuer zwar ausgewiesen und addiert, das Trinkgeld aber nicht. Es wird erwartet, daß man dem Kellner einen ‘Tip’ (Trinkgeld heisst in den USA so) von 15 – 20 Prozent überlässt. Das Bedienpersonal ist darauf angewiesen, verdient ein Kellner im Schnitt pro Stunde doch nur einen sehr geringen Dollarbetrag. Auch Taxifahrer, Friseure usw. erhalten durchschnittlich 15 % Trinkgeld.

Empfehlungen zu den Fragen wann, wem, wieviel gegeben werden sollte am Ende dieses Abschnitts.

Wird im Supermarkt die Einkaufstüte zum parkenden Pkw gebracht, sind wiederum $ 1,00 – 2.00 fällig.

In Fastfood-Restaurants und ähnlichen Einrichtungen gibt man kein Trinkgeld, es sei denn, man wird auch hier mit Getränken und plates  “bedient”, wie in den Ketten Golden Corral, Sizzler´s, Ponderosa Steakhouse. Hier läßt man etwa $ 1.00 – 2.00 auf dem Tisch liegen. Sind die Dienstleistungen etwas umfangreicher (nachliefern von Getränken usw.) hinterlässt man etwa 5 – 10 % des Rechnungspreises.

Kein Trinkgeld erhält das Bedienungspersonal an Tankstellen.Übrigens: Ist man mit dem Service besonders zufrieden, ist ein Tip in der obigen Größenordnung keine Anerkennung. Dann sollte das Trinkgeld auf 25 % oder mehr steigen. Ist man andererseits unzufrieden, darf dies durch Kürzung des Tips ohne weiteres zum Ausdruck gebracht werden.

Aber keine Regeln ohne Ausnahme:

In Tourismusgebieten, insbesondere im Bereich Orlando und Miami in Florida, hat die Bedienung mit europäischen Touristen nicht die besten Erfahrungen gesammelt. Hier ist daher häufig das Bedienungsgeld in der Rechnung enthalten. Also auf den Hinweis “Tip is included” achten, sonst zahlt man doppelt und das soll nicht sein.

Das Thema Trinkgeld hat für das Bedienpersonal große Bedeutung und daher findet sich natürlich auch im Internet eine Homepage, die sich speziell diesem Thema widmet:

http://www.tipping.org

Hier gibt es Empfehlungen nicht nur für die USA, sondern auch für den Rest der Welt. Und da die Meinungen natürlich nicht immer ungeteilt sind, gibt es auch ein umfangreiches Diskussionsforum (englisch).

Empfehlungen zu den Fragen, wann, wem, wieviel gegeben werden sollte:

Taxi- und Limousinenfahrer (taxi/limo drivers)

15 % des Fahrpreises, mindestens 2 – 3 $; bei besonderen Hilfestellungen wie gepäcktragen usw. entsprechend mehr. Limousinenfahrer erhalten „standesgemäß“ 20 % des Fahrpreises (bei Luxus-Limousinen !)

Gepäckträger am Flughafen oder Bahnhof (porters)

1 $ pro Gepäckstück, bei besonders schwerem Gepäck etwas mehr

Gepäckträger im Hotel (hotel bellman)

ebenfalls grundsätzlich 1 $ pro Gepäckstück, wenn er mit dem Gepäck das Hotelzimmer erreicht und dessen Einrichtung kurz erklärt hat; ist der Gepäckträger auch beim Auschecken behilflich ist nochmals Tip in gleicher Höhe fällig. Bei besonderen Dienstleistungen erhöht sich das Trinkgeld entsprechend. Wer während seines Hotelaufenthalts besondere"Betreuung" wünscht, sollte gleich zu Beginn mindestens 5 $"einsetzen".

Empfangsportier (doorman)

für das Besorgen eines Taxis in der Regel 1 $; bei weiteren Hilfestellungen wie Gepäck tragen, den Regenschirm schützend halten usw. mit entsprechenden "Zugaben"

Concierge

für jede spezielle Dienstleistung, wie das Reservieren von Restaurant- oder Theaterplätzen, das Besorgen von Tickets für Sightseeing-Touren usw. wird Tip erwartet. Die Höhe ist abhängig vom Umfang der erbrachten "Leistung", der Standard liegt zwischen 2 und 10 $. Wer Wert auf besondere "Betreuung" legt, sollte bereits bei Antritt des Hotelaufenthalts 10 – 20 $ einsetzen

Zimmermädchen (hotel maid)

werden zu Unrecht häufig "übersehen". Bleibt man länger als 1 Nacht, sind 1 $ pro Tag angemessen, die in einem beschrifteten Umschlag oder deutlich sichtbar auf dem Kopfkissen hinterlassen werden (liegt der Tip auf dem Nachtschrank, könnte es sich auch um vom Gast liegengelassenes Geld handeln, so dass das Zimmermädchen in den Verdacht des Diebstahls kommen könnte). Übrigens: tipping.org empfiehlt hier mindestens 5 $ pro Nacht; das erscheint uns allerdings überhöht

"Park"gehilfen (parking attendants)

2 – 3 $ bei Aushändigung des Wagens (valet parking)

Bedienung im Restaurant/Hotelzimmer (waiters)

15 – 20 % der Rechnungssumme vor Steuern (pre-tax check) ist Standard; dies gilt auch für den Zimmerservice.

Garderobe (cloakroom attendants)

wird eine Garderobengebühr erhoben, ist ein Trinkgeld nicht erforderlich, ansonsten sind 1 – 2 $ angemessen.

Toilettenpersonal (rest room attendant)

pro “Besuch” 50 Cent bis 1 $

Reiseleiter/Busfahrer (tour guides/charter bus drivers)

für einen halben Tag gibt man 1 $, für einen ganzen Tag 2 $, bei einem Wochtrip sollten mindestens 5 – 10$ fällig sein. Privat bestellte guides erhalten höhere Trinkgelder.

Casino-Besuch

Kartenverteiler (dealer) bei den Spieltischen erhalten etwa 5 $ in bar oder Chips pro Sitzung;
Getränkekellner und -kellnerinnen ( drink waiter/waitress) sollten 1 $ pro Drink zugesteckt bekommen, wenn es üblich ist, den spielenden Gästen die Getränke ohne Berechnung zu servieren;
von einer Gewinnsumme gehen üblicherweise 5 – 10 % an das Personal, bei den Slot-Machines, den Einarmigen Banditen, allerdings nicht, hier kann man dem für die Maschinen zuständigen Personal im Gewinnfalle 1 bis 2 % der Summe zukommen lassen (nicht unbedingt „üblich“).

Kreuzfahrt-Schiffe

das Kabinenpersonal (cabin/bath steward) erhält 5 bis 7,5 % des Reisepreises als Tip verteilt auf die gesamte Fahrtzeit, jeweils in Teilen am Ende einer Woche, die Kellner (waiter/waitress) etwa 3 $ pro Tage und Person

Eisenbahn

der Nachtschaffner (sleeping car attendant) wird pro Tag mit 3 bis 5 $ je Person „beglückt“, im übrigen gelten für das Bedienungspersonal im Zugsrestaurant die für Restaurants allgemeingültigen

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