Gepäck und Fluggepäck – Regelungen der USA

Innerhalb der EU, den USA und den meisten Staaten der Erde wird das Fluggepäck vor dem Einladen in das Flugzeug sicherheitsüberprüft.

Innerhalb der EU, den USA und den meisten Staaten der Erde wird das Fluggepäck vor dem Einladen in das Flugzeug sicherheitsüberprüft. Aus Erfahrungen zur Terrorabwehr heraus sind die hierzu ergangenen Regelungen sehr komplex gestaltet worden und für den Fluggast nicht mehr leicht zu überschauen.

Es bestehen Regelungen der nationalen Flugaufsichtsbehörden, der EU und der jeweiligen Fluggesellschaften. Besonders unter dem Aspekt der Terrorabwehr besteht inszwischen eine Regelungsdichte, die derart fein ausgestaltet ist, dass man als Fluggast schon des öfteren meint, den Amtsschimmel wiehern zu hören und einem die Aussage eines Airline-Managers, er habe noch nie gehört, dass bei einer Gepäckkontrolle ein Terrorist gefasst worden sei, zu denken gibt. Die unterschiedlichsten Regelungen der Fluggesellschaften zum Thema Gepäck sind häufig versteckt auf den hintersten Internetseiten der Gesellschaften. Hinweise zu diesem Thema geben die Artikel „Baggage Fees an Policies for 10 Major Airlines“ und „Baggage Fees an Policies for 10 Low Cost Carriers“.

Nachfolgend versuchen wir, die wesentlichsten Regelungen systematisch zusammen zu fassen und nach folgenden Oberbegriffen zu erläutern:

Außerdem finden Sie auf dieser Internetseite ergänzende Pack-Hinweise.

Aufgegebenes Gepäck

Freigepäckgrenzen
Die ehemals vorteilhaften Gepäckbestimmungen bei Linienflügen über den Atlantik gehören der Vergangenheit an. Aus Kostengründen sind sie erheblich eingeschränkt worden, wobei fast jede Fluggesellschaft Besonderheiten aufweist. In der Economy-Klasse gilt weltweit eine Freigepäckmengengrenze von 20 kg, bei Flügen nach und innerhalb von Nordamerika darf das Gepäckstück bis zu je 23 kg/50 pounds (50 lbs. = etwa 22,5 kg) wiegen (bis Oktober 2005 galt allgemein sogar eine Freigepäckgrenze von 32 kg und zwar für zwei Gepäckstücke!). Dabei kommt es auf das Einhalten der Gepäckgrenze pro Gepäckstück (sog. piece concept – Stückkonzept) an; das früher akzeptierte Pooling, bei dem Gepäckstücke zusammen gewogen wurden, ist nicht mehr möglich. In der First und Business Class dürfen in der Regel 2 oder teilweise sogar 3 Gepäckstücke zu je 32 Kg mitgeführt werden.

Neben der Gewichtsgrenze sind je Gepäckstück auch bestimmte Abmessungen einzuhalten. Länge, Höhe und Breite je Gepäckstück werden zusammengerechnet und sollen 158 cm (Lufthansa) bzw. 157 cm (Delta Airlines) nicht überschreiten. Die genauen Regelungen variieren – meist geringfügig abweichend von den hier gegebenen Angaben – von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft. Auch bei den innerdeutschen Anschlussflügen gilt die großzügigere Regelung. Generell gilt: Es gelten die im Flugschein angegebenen Freigepäckmengen pro Person. Auskunft geben die Internetseiten der jeweiligen Fluggesellschaft.

Für Kleinkinder ohne eigenen Sitzplatz gelten Sonderregelungen zur Gepäckmitnahme. Einzelne Fluggesellschaften lehnen die Beförderung von Gepäckstücken ab einer bestimmten Gewichts- oder Abmessungsgrenze als persönliches Gepäck ab. Diese Gepäckstücke müssen dann als Frachtgepäck aufgegeben werden. Weitere Einzelheiten unter dem Stichwort Übergepäck.

Erlaubtes und nicht erlaubtes Gepäck

Wie in jedem Staat der Erde wird das Fluggepäck vor dem Einladen in das Flugzeug auch in den USA sicherheits­überprüft. Zur Terrorabwehr heraus sind die Regelungen sehr komplex gestaltet und für den Fluggast nicht leicht zu durchschauen.

Wie in jedem Staat der Erde wird das Fluggepäck vor dem Einladen in das Flugzeug auch in den USA sicherheits­überprüft. Zur Terrorabwehr heraus sind die Regelungen sehr komplex gestaltet und für den Fluggast nicht leicht zu durchschauen.

Gemäß international verbindlicher Sicherheitsvorschriften dürfen Fluggäste keine Waffen (Schusswaffen, Messer, Schwerter und ähnliches) im Handgepäck oder am Körper mitführen. Waffen im aufgegebenen Gepäck müssen beim Check in deklariert (angemeldet) werden und in festen, dafür vorgesehenen Behältnissen verpackt sein. Ebenso muss Munition sicher in besonderen Behältnissen im aufgegebenen Gepäck untergebracht sein. Auch Gefahrgüter gehören weder ins Handgepäck noch ins aufgegebene Gepäck. Dazu zählen Explosivstoffe, flüssige, komprimierte oder giftige Gase, entflammbare Flüssigkeiten, leicht entzündbare oder selbstentzündliche Feststoffe und Streichholzbriefchen, die sich sehr leicht entzünden. Generell dürfen folgende Gegenstände nicht mitgenommen werden:

  • Aktenkoffer mit eingebauter Alarmanlage
  • Explosivstoffe, Feuerwerkskörper, Fackeln
  • Behälter mit Gasen, beispielsweise Reizgase, Selbstverteidigungsspray, Campingkocher
  • Behälter mit entflammbaren Flüssigkeiten, z. B. Feuerzeugbenzin, Farben, Lacke, Reinigungsmittel
  • Leicht entzündliche Stoffe, z. B. Streichhölzer
  • Substanzen, die bei Kontakt mit Wasser entflammbare Gase entwickeln
  • Oxidierende Stoffe, z. B. Bleichpulver, Superoxid
  • Giftige (toxische) und ansteckende Stoffe, z. B. Quecksilber, Bakterien- und Viruskulturen
  • Radioaktive Stoffe und Gegenstände
  • Ätzende Stoffe (z. B. Säuren, Laugen/Basen, Nassbatterien)
  • Stark magnetische Materialien

Bei Flügen von und nach den USA sind befüllte Feuerzeuge weder im Handgepäck, noch im aufgegebenen Gepäck oder am Körper erlaubt. Unbefüllte Feuerzeuge sind im
aufgegebenen Gepäck zugelassen. Bis zu 2 befüllte Feuerzeuge der Fa. Zippo Manufacturing Co. sind im aufgegebenen Gepäck zulässig, wenn sie in einer vom Department of Transportation (DOT) speziell zugelassenen Verpackung transportiert werden. Die Mitnahme eines herkömmlichen Feuerzeuges im Flugzeug ist erlaubt. Nicht zugelassen bleiben allerdings benzinbetriebene Geräte, es sei denn, der Tank des Feuerzeugs ist leer.

Lithium-Batterien dürfen bei US-Flügen nicht mehr lose ins Gepäck: Flugreisende in den USA dürfen keine Lithium-Batterien lose im aufgegebenen Gepäck mitnehmen. Das US-Verkehrsministerium begründet dieses Verbot damit, dass lose aufbewahrte Lithium-Batterien unbeabsichtigt zu Kurzschlüssen führen und dadurch Brände an Bord verursachen können. Weiterhin erlaubt bleibt die Mitnahme der Batterien innerhalb von elektronischen Geräten wie Handys, Fotoapparaten, Computern usw. Im Handgepäck dürfen Passagiere außerdem bis zu zwei wiederaufladbare Lithium-Batterien mit sich führen, wenn diese in einem Plastikbeutel aufbewahrt werden. Achtung: Ihr Handy-Akku darf nicht leer sein.

Nicht in das aufzugebende Gepäck gehören benötigte Medikamente, zerbrechliche oder verderbliche Gegenstände, Geld, Juwelen, Edelmetalle, Wertpapiere, Effekten und andere Wertsachen, Geschäftspapiere und Muster. Hierfür kann die Fluggesellschaft die Beförderung nach den Beförderungsbedingungen meist ablehnen. Zumindest wird die Haftung für etwaige Schäden an diesen Sachen auf grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz beschränkt, und zwar unabhängig davon, ob der Transport mit oder ohne Wissen der Luftfahrtgesellschaft erfolgte.

Die amerikanische Flugsicherheitsbehörde Transportation Security Administration (TSA) nimmt unter dem Gesichtspunkt der Terroristenabwehr verstärkt Einfluss darauf, was wie in ein Flugzeug mitgenommen werden darf und wie Sicherheitskontrollen an den Flughäfen in den USA, aber auch an anderen Orten der Erde – durchgeführt werden. Die Regelungen sind sehr umfangreich und detailliert. Sie können im Internet auf der Homepage der TSA in jeweils aktuellster Fassung nachgelesen werden. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch über die amerikanische Telefonnummer 1-866-289-9673 oder per E-Mail (TellTSA@tsa.dot.gov). Die nach EU-Regelung nicht mit an Bord zu nehmenden Gegenstände finden Sie in der Liste der deutschen Bundespolizei.
Das Ministerium für Transportsicherheit (Transportation Security Administration, TSA) gibt zu aufgegebenem Gepäck daher folgende Empfehlungen:

  • Fluggepäck nicht verschließen, andernfalls ist nicht auszuschließen, dass das Gepäck im Verdachtsfall gewaltsam geöffnet und beschädigt wird. Es gibt spezielle Schlösser zu kaufen, die außer dem Fluggast nur Angestellt der TSA öffnen können, ohne sie zu zerstören;
  • Nahrungsmittel (food) können als Sprengstoff fehlinterpretiert werden und sollten daher nicht ins Gepäck genommen werden;
  • Bücher können ebenfalls als Sprengstoff fehlinterpretiert werden und sollten daher nur „aufgeschlagen“ im Gepäck mitgeführt werden;
  • Geschenke nicht einwickeln oder anderweitig verpacken;
  • Foto- und andere Filme ins Handgepäck nehmen, da sie bei der Durchleuchtung beschädigt werden können.

Kennzeichnung des Gepäcks

Trotz Flugbanderole sollte sich ein Namensschild mit der Ankunftsadresse auf dem Koffer befinden. Die Adresse gehört dabei ausschließlich ins Innere, da sie nicht ohne weiteres lesbar sein (Abwehr von Langfingern) und nur für den Fall nützlich sein soll, dass der Koffer auf der Reise verloren geht und nachgesandt werden muss. Da sich viele Koffer ähneln und bei der Ankunft auf dem Gepäck-Rollband nicht ohne weiteres auseinander zu halten sind, ist eine individuelle, gut sichtbare Kennzeichnung des persönlichen Gepäcks sinnvoll. Neben den bekannten Koffergurten ist hier der Fantasie keine Grenze gesetzt und eigene Kreativität für Aufkleber oder Anhänger gefordert. Natürlich gibt es solche Kennzeichnungen durch „Tags“ auch käuflich zu erwerben. Wir empfehlen: PIXNOR Kofferanhänger mit Namensschild aus Metall.

Handgepäck

Das Handgepäck unterliegt bei der Einreise in die USA besonderen Bestimmungen, welche die Fluggesellschaft in Abhängigkeit der Flugstrecke festlegt.

Das Handgepäck unterliegt bei der Einreise in die USA besonderen Bestimmungen, welche die Fluggesellschaft in Abhängigkeit der Flugstrecke festlegt.

Menge und Zusammensetzung des Handgepäcks unterliegen besonderen Bestimmungen. Hier sind insbesondere die Vorschriften der einzelnen Fluggesellschaften zu beachten, die auch von der jeweils gewählten Flugstrecke, den Anschlussflügen usw. bestimmt sein können. Die nachstehenden Ausführungen sind daher nur generelle Erfahrungen für internationale Flüge. In die Flugkabine mitgenommen werden dürfen je Fluggast in der Economy Class meist ein Handgepäckstück, in der First und Business Class zwei Handgepäckstücke. Elektronische Geräte, wie tragbare CD-Player, Laptops, Handys usw. können als Inhalt der Handgepäckstücke meist mitgenommen werden. Die Größe des Handgepäckstücks wird je nach Fluggesellschaft unterschiedlich definiert und darf in der Regel die Maße 55 x 40 x 20 cm nicht überschreiten. Allerdings soll die Handgepäck-Größe in Zukunft um 40 Prozent schrumpfen. Das zulässige Gewicht des Handgepäckstücks bestimmt sich wiederum nach den Beförderungsbestimmungen der Fluggesellschaft und darf in der Regel 5 bis 8 kg nicht überschreiten.

Zusätzlich zu den Handgepäckstück(en) dürfen in die Kabine mitgenommen werden:

  • eine Handtasche, Umhänge- oder Handgelenktasche mit Inhalt, ein Mantel, Umhang oder eine Reisedecke;
  • eine kleine Kamera oder ein Fernglas;
  • angemessene Reiselektüre, ein Babytragekorb und Babynahrung für die Reise (vgl. hierzu weiter unten)
  • Gehhilfen und andere orthopädische Hilfsmittel für die Reise.

Gegenstände, die Verletzungen hervorrufen können, dürfen nicht mitgenommen werden:

  • Waffen und waffenähnliche Gegenstände, Waffenimitate
  • Spitze und scharfe Gegenstände (z.B. Scheren, Messer)
  • Stumpfe Gegenstände (z.B. Baseballschläger)
  • Befüllte Feuerzeuge dürfen bei Flügen in die USA nicht mitgeführt werden (siehe hierzu unter Aufgegebenes Gepäck).
  • Anreiss-Streichhölzer (strike anywhere) sind ebenfalls generell nicht zulässig. Bis zu vier Heften Sicherheitsstreichhölzer (non-strike anywhere) sind dagegen im Handgepäck erlaubt, nicht jedoch im aufgegebenen Gepäck.

Bis zu 2 aufladbare Lithium-Batterien dürfen bei US-Flügen lose in einem Plastikbeutel im Handgepäck mitgeführt werden. Die Mitnahme loser Lithium-Batterien im ausgegebenen Gepäck ist dagegen verboten.

Sicherheitskontrollen

So wie das aufgegebenen Gepäck zur Sicherheitskontrolle durchleuchtet wird, werden auch die Flugpassagiere und alles was sie mitführen sicherheitsüberprüft. Dabei kommen generell zwei Prüfverfahren in Betracht:

  • Personen werden auf mitgeführte Metallgegenstände überprüft (Durchgangs-Metalldetektor; walk-trough metal detector checkpoint)
  • Gegenstände werden geröntgt (X-ray machine)

Es ist daher wichtig, alle Metallgegenstände vor der Sicherheitskontrolle abzulegen, also in das mitgeführte Handgepäck zu tun oder in die bei der Sicherheitskontrolle bereit gehaltenen Behälter zu legen und dann röntgen zu lassen. Nicht am Körper mitgeführt werden sollten daher bei der Sicherheitskontrolle insbesondere:

  • Metallgeld (Geldbörse)
  • Uhren
  • Schwerer metallgefasster Schmuck
  • Kleidung mit Metallknöpfen und –schließen
  • Gürtel mit Metalschnallen
  • Body-Piercings (ggf. personenbezogene Kontrolle)

Jacken, Mäntel, Blazer, Sakkos usw. werden ebenfalls geröntgt. Kinderspielzeug, Decken und andere Gegenstände, die für den Flug für Kleinkinder benötigt werden, können ggf. vom
Röntgen ausgenommen werden, müssen dann aber vorher formlos angemeldet werden und werden dann personell geprüft. Auf USA-Flügen müssen Schuhe ausgezogen und danach geröntgt werden (all types of footwear). Geleinlagen sind in Schuhen nicht erlaubt (siehe nachstehend gelartige Produkte).

Zwei gängige Kontrollverfahren prägen die Flughäfen der USA, bei denen neben dem Gepäck auch die Passagiere intensiv überprüft werden.

Zwei gängige Kontrollverfahren prägen die Flughäfen der USA, bei denen neben dem Gepäck auch die Passagiere intensiv überprüft werden.

Rigoros sind die Richtlinien des Bundesministers des Inneren zu den Sicherheitskontrollen im Luftverkehr. Danach dürfen die Sicherheitsbeamten Gegenstände, deren Ungefährlichkeit nicht oder nur mit erheblichem Aufwand festgestellt werden kann, aus dem Handgepäck aussondern. Hierzu zählen insbesondere Funktelefone, Radiorecorder, Kassettenrecorder, Personalcomputer, Videogeräte, Videokameras, elektrische Prüfgeräte usw. Es ist also ratsam, diese Sachen von vornherein im Koffer zu transportieren, denn wenn es Ärger bei der Sicherheitskontrolle gibt, ist der Koffer meist schon aufgegeben. Allerdings sei erwähnt, dass z.B. die Lufthansa in ihren Beförderungsbedingungen die Mitnahme von Computern und elektronischen Geräten als aufgegebenes Gepäck ablehnt. Theorie und Praxis liegen hier auseinander; als Kunde hat man immerhin die Möglichkeit, die mögliche Diskussion über den Transport der Sachen bereits beim Einchecken zu klären, wenn der Kofferinhalt beanstandet werden sollte.

Flüssige und gelartige Produkte und Druckbehälter

Flüssigkeiten, Druckbehälter (Aerosole) und Gele dürfen grundsätzlich nur noch im aufgegebenen Gepäck und nicht mehr im Handgepäck an Bord von Flugzeugen. Dies gilt für alle Getränke, Shampoos, Sonnencremes und –lotionen, Zahnpasta, Haargele, Parfum, andere Kosmetika, Suppen, Sirup usw. Ebenso gilt dies für den Inhalt von Druckbehältern wie z.B. Aerosole, Rasierschaum, Haarspray. Im Rahmen der sog. 3 : 1 : 1 – Regel erlaubt die amerikanische Luftsicherheitsbehörde TSA jedoch übliche Reise-Toilettenartikel im Handgepäck mit folgenden Einschränkungen:

  • die Toilettenartikel müssen reiseübliche Größen haben und dürfen lediglich jeweils 3,4 Ounces (= 100 ml) oder weniger wiegen,
  • sie müssen in einem durchsichtigen und oben verschließbaren Plastikbeutel aufbewahrt werden, der etwa bis zu 0,9 Liter Volumen umfasst (one-quart = eine Viertel Gallone; Abmessungen des Beutel ca. 20 x 19 cm)
  • und sie müssen in diesem Beutel „locker“ (comfortably) untergebracht werden können.

Kurz gefasst:

  • 3 – drei Behälter mit maximal 100 ml (3,4 fl oz) Fassungsvermögen
  • 1 – ein 1-Liter-Plastikbeutel mit Ziploc-Verschluss
  • 1 – ein Beutel pro Person

Der Beutel wird an der Sicherheitskontrolle getrennt vom übrigen Handgepäck durchleuchtet. Danach kann der Beutel mit ins Flugzeug genommen werden. Auf der Homepage der Transportation Security Administration (TSA) gibt es Infoblätter in verschiedenen Sprachen zu den amerikanischen Flugsicherheitsbestimmungen. Auch die Broschüre auf deutsch finden Sie dort als pdf-Datei.

Auch innerhalb der Europäischen Union, der Schweiz, Island und Norwegen gelten strengere Vorschriften für das Handgepäck. Flüssigkeiten dürfen nur noch in Behältern bis zu 100 Millilitern mitgenommen werden. Diese Behälter müssen in einem durchsichtigen und verschließbaren Plastikbeutel, der bis zu 1 Liter Fassungsvermögen haben darf, transportiert werden (sog. Zipper oder Zip-Beutel). Pro Fluggast ist ein Plastikbeutel zugelassen. Der Inhalt des Plastikbeutels wird bei den Sicherheitskontrollen geprüft. Ausnahmen bestehen für Medikamente und Babynahrung. Ebenfalls als pdf-Datei finden Sie hier eine Übersicht der gültigen EU-Regelung.

Das Fassungsvermögen der Einzelbehältnisse darf max. 100 ml bzw. eine vergleichbare Maßeinheit umfassen. Maßgeblich ist die aufgedruckte Höchstfüllmenge (z.B. 80 ml). Ein halbvolles 200 ml-Behältnis ist nicht zugelassen. Der Plastikbeutel für die Einzelbehältnisse muss transparent sein und einen integrierten Verschluss (z.B. Reiß-, Klett-, Quetsch- oder Kordelzugverschluss) aufweisen. Dies gilt z.B. für Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss. Achtung: in den USA wird ein Zipp-Verschluss verlangt. Werden die europäischen Maße eingehalten, gilt dies auch für USA-Flüge.

Medikamente und Reisende mit Behinderungen

Auch gut sortierte Medikamente gehören zur Checkliste der Produkte, welche der Reisende benötigt.

Auch gut sortierte Medikamente gehören zur Checkliste der Produkte, welche der Reisende benötigt.

Flüssige und gelartige Medikamente, die während des Fluges benötigt werden, können außerhalb des Plastikbeutels (siehe oben) und in beliebiger Größe transportiert werden. Sie müssen bei der Sicherheitskontrolle aber gesondert vorgelegt werden. Ggf. wird glaubhaft zu machen sein, dass sie tatsächlich benötigt werden (Beschreibung der Notwendigkeit, Plausibilität usw.). Generell wird daher empfohlen eine Kopie der ärztlichen Verschreibung oder eine ärztliche Bestätigung mit zu führen. Medikamente in fester Form (Tabletten usw.) sind im Handgepäck nach wie vor zugelassen.

Reisende mit Behinderungen oder speziellen Bedürfnissen (Prothesen usw.) können eine personalisierte Sicherheitsprüfung verlangen. Auch die Internetseite der TSA bietet Informationen hierzu.

Babynahrung und Spezialnahrung

Spezialnahrung, insbesondere Babynahrung, die während des Fluges benötigt werden, können außerhalb des Plastikbeutels (siehe oben) und in beliebiger Größe transportiert werden. Sie müssen bei der Sicherheitskontrolle aber gesondert vorgelegt werden. Dies gilt für Flüssigkeiten, die für medizinische oder spezielle diätische Zwecke gebraucht werden, wie auch für Babynahrung, -milch oder –säfte für mitreisende Babys und Kleinkinder.

Ricarda Zorn gibt auf ihrer Internetseite Urlaub-mit-Sammy.de Eltern einen Überblick über die Besonderheiten, die man mit Kindern auf Reisen beachten sollte, u.a. Tipps zur Gesundheitsvorsorge vor Antritt der Reise sowie Infos und Hinweise bezüglich Anreise und Unterkunft und vieles mehr.

Duty Free Artikel

Flüssige und gelartige Duty Free Artikel sowie Druckbehälter, die an Flughäfen der EU, der Schweiz, Islands oder Norwegens nach der Sicherheitskontrolle oder an Bord des Flugzeugs gekauft werden, dürfen in einer versiegelten Tüte mitgeführt werden, wenn ein Kaufbeleg vom selben Tag in der Tüte vorliegt. Die Versiegelung der Artikel wird von der Verkaufsstelle vorgenommen. Der versiegelte Beutel muss transparent, der enthaltene Kaufbeleg von außen lesbar sein. Diese Regelung gilt bei einem Nonstopflug von der EU usw. in die USA (ohne dortige Anschlussflüge) sowie bei Flügen mit Umsteigeverbindungen ausschließlich innerhalb der EU usw. (nicht für Flüge aus oder in Drittländer). Bei Flügen aus der EU usw. in die USA mit dortigem Anschlussflug sind Duty Free Artikel für diesen Anschlussflug nicht mehr zulässig und müssen in das aufgegebene Gepäck (checked baggage) genommen werden (umpacken vor Weiterflug). Bei Flügen aus den USA in die EU usw. gilt dies spiegelbildlich.

Bei einem Nonstopflug bestehen keine Probleme. Bei Anschlussflügen in der EU usw. gilt für in den USA gekaufte Duty Free Artikel die Sonderregelung für den Weiterflug nicht mehr, da europäische Bestimmungen nicht eingehalten werden. Für Fluggäste aus den USA und Kanada, die in Europa umsteigen und in andere EU-Länder weiterfliegen, hat die EU die Bestimmungen für Duty-Free-Einkäufe gelockert. So können Flaschen und Tuben, die wie vorgeschrieben in einer durchsichtigen Plastiktüte verschweißt sind, auch im Anschlussflug mit an Bord genommen werden. Die Transportation Security Administration (TSA) erlaubt den amerikanischen Duty-Free-Shops, bei ihnen gekaufte Flüssigkeiten in speziellen, von der International Civil Aviation Organization anerkannten Plastiktüten zu verstauen (Tamper-evident bags). Umsteigepassagiere aus der EU, die ihr Gepäck auf dem Rückflug zum Reiseziel durchgecheckt haben, können ihren Duty-Free-Einkauf beim Umsteigen in diesen Taschen durch die Sicherheitskontrolle mitnehmen.

Flüssigkeitsbestimmungen “umgehen”
Nach Berichten der New York Times sind bereits die ersten kreativen “Ersatzflüssigkeiten” für Flugreisende auf dem us-amerikanischen Markt zu erwerben. So gibt es Zahnpasta-Pulver, mit dem man sich unter Zuhilfenahme eines Fingers die Zähne putzen kann. Auch gibt es ähnliches in Tablettenform, z.B. für die Mundhygiene und als Seifen- und Rasierersatz (die Tabletten werden in Wasser wie etwa Alka Seltzer gelöst). Produkte, welche die amerikanischen Firma Travelon vertreibt. Rasierseife und Zahnpuder als Ersatz für Flüssigkeiten sind seit langem auch in Europa bekannt und kommen verstärkt in Mode. Auf Toilettenartikel, die den Sicherheitsbestimmungen entsprechen, hat sich Minimus spezialisiert

Elektronische Geräte

Bei den Sicherheitskontrollen sind Notebooks und größere elektronische Geräte – wie Videokameras mit Cassetten – aus dem Handgepäck heraus zu nehmen und zu röntgen. Auf US-Flughäfen werden jetzt auch Spielekonsolen (Playstation, X-Box, Nintendo) und DVD-Player separat kontrolliert. Kleinere Geräte, wie MP3-Player, iPods oder tragbare Videospielgeräte, brauchen nicht gezeigt zu werden Übrigens: Nach geltendem us-amerikanischem Recht darf der amerikanische Zoll den Inhalt von Laptops untersuchen und die Geräte auch für eine gewisse Zeit konfiszieren, ohne dass es hierzu einer besonderen Begründung bedarf. Diese Rechtslage sollte insbesondere von Geschäftsreisenden bedacht werden, die Geschäftsunterlagen auf dem Notebook gespeichert haben. Vgl. einen Artikelvon SPIEGEL ONLINE.

Übergepäck und Sondergepäck

Übergepäck ist sehr teuer. Die Regelungen variieren von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft. So verlangt Lufthansa für ein weiteres Gespäckstück mindestens 50 Euro. Zu beachten ist, dass Zuschläge auch erhoben werden, wenn Abmessungsgrenzen überschritten werden. So kann sich der Beförderungspreis bei Nichteinhalten der Anzahl der Gepäckstücke, des Maximalgewichts je Gepäckstück und der Maximalabmessungen je Gepäckstück schnell aufsummieren (jeder einzelne dieser Tatbestände löst für sich einen Preiszuschlag aus!). Erkundigen Sie sich im Bedarfsfall sicherheitshalber bei Ihrer Fluggesellschaft (Anruf bei der Reservierungs-Hotline oder Einsicht in die entsprechenden Internetseiten). Übergepäck muss angemeldet werden, sonst kann die Fluggesellschaft die Beförderung verweigern. Für Übergepäck gibt es eine Alternative. Der Logistikanbieter TEfra Travel Logistics GmbH versendet Übergepäck zu günstigen Konditionen als Frachtstück. Gegen Aufpreis wird das Übergepäck bereits zu Hause abgeholt; möglich ist im Übrigen auch ein Transport de gesamten Gepäcks von zu Hause nur zum Flughafen (sog. Air-Bag-Angebot, interessant für ältere Reisende und für Leute, die Bequemlichkeit bevorzugen). Die Beförderungszeit bis zum Zielflughafen kann allerdings 3 bis 6 Tage in Anspruch nehmen. Weitere Einzelheiten unter www.tefra-log.de. Für sperriges Gepäck gelten Sonderregelungen. Es ist ratsam, sich bei Mitnahme von Sportgepäck, Tieren usw. rechtzeitig unmittelbar bei der jeweiligen Fluggesellschaft über die einschlägigen Regelungen zu erkundigen

Gepäckschäden und Gepäckverlust

Die Haftung für Gepäckschäden und Gepäckverluste ist ein besonderes Thema. Trotz computergesteuerter Gepäckleitwege ist es immer noch aktuell. Im Jahr 2014 wurden immerhin 24,1 Millionen Gepäckstücke als verloren oder beschädigt gemeldet, d.h. von tausend Koffern kommen etwa 5 abhanden. Dabei wird ein Großteil der Gepäckdiebstähle durch Mitarbeiter der Flughäfen und Fluggesellschaften verübt. Positiv ist festzuhalten, dass etwa 98 % aller verlorenen Koffer innerhalb von 24 Stunden wieder auftauchen. Nach den international gültigen Bestimmungen sind Sie verpflichtet, den Verlust oder die Beschädigung eines Gepäckstückes sofort der Fluggesellschaft oder deren Vertreter zu melden. Man sollte also auf keinen Fall mit beschädigtem Gepäck zunächst ins Hotel fahren und danach reklamieren. Die Reklamation muss vor Verlassen des Flughafens erfolgen, um nicht in Nachweisschwierigkeiten zu geraten. Man wendet sich also noch in der Gepäckhalle an einen dafür vorgesehenen Schalter (Lost & Found Schalter, wenn vorhanden), ansonsten an einen Vertreter der Fluggesellschaft, mit der man gekommen ist. Verantwortlich für das Gepäck nach Aufgabe ist die Fluggesellschaft, nicht etwa ein Flughafen. Wenn mit mehreren Fluggesellschaften geflogen wurde, ist die letzte Fluggesellschaft verantwortlich. Die Beanstandung muss schriftlich auf einem P.I.R. (Property Irregularity Report) festgehalten werden. Der P.I.R. ist die Grundlage Ihrer Ersatzansprüche gegenüber der Fluggesellschaft bzw. deren Versicherung. Ohne P.I.R. verlieren Sie Ihre Ersatzansprüche bzw. kehrt sich die Beweislast um. Bei Beanstandung am Flughafen ist klar, dass der „Luftfrachtführer“ Verursacher des Schadens ist, denn er übernimmt nach Auslieferung des aufzugebenden Gepäcks dieses in seine „Obhut“. Nehmen Sie das Gepäck ohne schriftliche Beanstandung entgegen, wird bis zum Beweis des Gegenteils vermutet, dass das Gepäck in gutem Zustand ausgeliefert wurde.

Inmitter aller Gepäckbestimmungen geht die wahre Schönheit der Vereinigten Staaten fast unter. Dabei bietet die Skyline mit der Freiheitstatue ein atemberaubendes Bild.

Inmitter aller Gepäckbestimmungen geht die wahre Schönheit der Vereinigten Staaten fast unter. Dabei bietet die Skyline mit der Freiheitstatue ein atemberaubendes Bild.

Hat man die Beanstandung am Flughafen versäumt, kehrt sich nicht nur die Beweislast um, es laufen nun auch Fristen innerhalb derer spätestens eine Beanstandung nachgeholt werden muss. Bei der Lufthansa sind dies bei Gepäckbeschädigung 7 Tage nach Erhalt des Gepäcks, bei verspäteter Auslieferung 21 Tage nach Andienung des Gepäcks. Die Haftung der Fluggesellschaft für beschädigtes, verloren gegangenes oder zu späte gelierfertes Gepäck ist wertmäßig beschränkt. Nach dem Montrealer Abkommen ist die Haftungssumme auf 1.000 Sonderziehungsrechte (SZR) (= rd. 1.200 Euro) beschränkt. Das gilt gleichermaßen für aufgegebenes Gepäck wie für Handgepäck.

Für beschädigtes, zerstörtes oder verloren gegangenes Gepäck gilt eine verschuldensunabhängige Haftung. Der Luftfrachtführer kann sich ihr nur entziehen, wenn er nachweist, dass der Schaden durch die Eigenart oder Mängel des Gutes, dessen mangelhafte Verpackung, eine Kriegshandlung oder durch hoheitliches Handeln verursacht worden ist. Die Haftung ist je Kilogramm auf 17 Sonderziehungsrechte (SZR) (= rd. 20,5 Euro) begrenzt. Sie kann nur höher ausfallen, wenn der Absender bei der Ablieferung einen höheren Wert beziffert und dafür einen Zuschlag entrichtet hat. Das Montrealer Abkommen (Convention for the Unification of Certain Rules for International Carriage by Air) gilt für Flüge in und zwischen 53 Ländern, die das Abkommen ratifiziert haben, darunter alle EU-Länder und die USA, Japan, Kanada und die Schweiz.

Bei den Sonderziehungsrechten (SZR) handelt es sich um Ansprüche von Mitgliedern des Internationalen Währungsfonds (IWF) gegenüber anderen Ländern auf Überlassung konvertierbarer Währungen. Sonderziehungsrechte werden den Mitgliedsländern ohne Gegenleistung zugestellt (Währungsreserven). Ein Land, dass Sonderziehungsrechte in Anspruch nimmt, muss sie verzinsen. Einzelheiten erläutert ein Informationsblatt des International Monetary Fund. Eine tagesaktuelle Übersicht der Sonderziehungsrechte-Umrechnungskurse zu den Hauptwährungen findet sich ebenfalls auf den Seiten des International Monetary Fund.

Die Entschädigung wird also vom Gewicht des Gepäcks und nicht von dessem Wert bestimmt. Dieses Gewicht ist im Gepäckschein festgehalten, der beim Einchecken nach dem Wiegen des Gepäcks ausgestellt wird und in den Flugschein eingeheftet wird. Dieser Gepäckschein hat also Beweisfunktion. Man sollte ihn entsprechend pfleglich behandeln, um für den Fall des Falles gerüstet zu sein. Der Gepäckschein ist übrigens auch der Beweis dafür, dass man das aufgegebene Gepäckstück am Zielflughafen abholen darf (eine etwaig zusätzlich ausgegebene Gepäckmarke der Fluggesellschaft hat keine Beweisfunktion). Grundsätzlich entschädigen die Airlines sehr unterschiedlich. Viele Fluggesellschaften sind zu Schadenregulierungen erst bereit, wenn nach mehreren Tagen feststeht, dass das Gepäck nicht wieder aufgetaucht ist. Außerdem wird häufig nur gezahlt, wenn Kaufbelege über im Koffer transportierte Gegenstände vorgelegt werden können. Schmuck, Fotos und elektronische Geräte sind in der Regel ohnehin ausgenommen. Eine Liste aller im verlorenen Koffer mit geführten Gegenstände ist meist Voraussetzung jeder Schadenregulierung. Tipp: Kreditkarten bieten teilweise Versicherungsleistungen, wenn der Flugpreis mittels dieser Karte bezahlt wurde.

Die Anordnung des amerikanischen Verkehrsministeriums lässt die Regelungen des Warschauer Abkommens für internationale Flüge mit weltweit 20 US-$ je Kilo allerdings unberührt, d.h. bei einem internationalen Flug in Verbindung mit einem Inlandsflug in den USA wird grundsätzlich die niedrigere internationale Entschädigung gezahlt.

Die vorgenannten Regelungen gelten, wenn feststeht, dass die Koffer verloren gegangen sind. Die Zahlung einer vorläufigen Entschädigung für verlorenes Gepäck wird von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich gehandhabt und ist auch eine Frage des Verhandlungsgeschicks.

Kommt das Gepäck verspätet oder falsch an, so gibt es für den Reisenden keinerlei rechtliche Grundlagen für eine Entschädigung.

Kommt das Gepäck verspätet oder falsch an, so gibt es für den Reisenden keinerlei rechtliche Grundlagen für eine Entschädigung.

Kommen die Koffer verspätet oder falsch an, gibt es keine rechtlichen Grundlagen für eine Entschädigung. Diese ist lediglich eine Kulanzsache und verhandelbar. KLM garantiert seit 2000 nicht mehr, das Passagier und Gepäck in demselben Flugzeug befördert werden. Nachdem KLM durch Amsterdamer Richter zum Schadenersatz verpflichtet wurde, wenn Koffer und Passagier nicht zeitgleich am Bestimmungsflughafen eintreffen, hat die Fluggesellschaft kurzerhand eine entsprechende Regelung aus ihren Geschäftsbedingungen gestrichen. Proteste der holländischen Verbraucherorganisation dagegen waren bisher erfolglos. Bei anderen Fluggesellschaften, etwa bei der Lufthansa, sind die Abschaffung derartiger Beförderungsbedingungen allerdings nach wie vor kein Thema. Das ist erfreulich, denn immerhin ist die Regelung, dass Koffer und Passagier in derselben Maschine reisen, eine Sicherheitsbestimmung, auf die sich die Fluggesellschaften nach dem Attentat auf den PanAm-Jet im schottischen Lockerbie geeinigt haben. Erscheint ein Gast nicht am Gate, obwohl er seinen Koffer schon eingecheckt hat, wird das Gepäckstück, um möglichen Terroranschlägen vorzubeugen, vorsichtshalber wieder von Bord genommen. Auch KLM will daher möglichst auch weiterhin Eigentümer und Koffer gemeinsam transportieren, dies jedoch nicht mehr schriftlich garantieren!

Bisher gab die Gepäckermittlung den Koffer-Verlierern telefonisch Bescheid, jetzt kann man den Stand der Suche nach dem Gepäck via Internet verfolgen. Der Online-Gepäckermittlungsservice führt den Namen „World Tracer“, ihm sind bisher 300 Flug-und Abfertigungsgesellschaften angeschlossen. Zunächst muss wie bisher am Lost & Found Schalter der Fluggesellschaft der Verlust mit allen nötigen Hinweisen und Beschreibungen gemeldet werden. Dabei können bis zu 99 Merkmale für das fehlende Gepäckstück in die Suchmaske eingegeben werden. Nach der Verlustmeldung erhält der Passagier eine Referenznummer. Diese Referenznummer kombiniert mit dem eigenen Nachnamen ermöglicht auch den Zugang in die Suchmaske des „World Tracer“, und zwar von überall auf der Erde via Internet. Abrufbar sind der Status der Suche und die vorhandenen Informationen zum Gepäckstück. Die meisten Fluggesellschaften haben auf ihrer Homepage auch einen Link zu „World Tracer“; man kann den Online-Gepäckermittlungsservice aber auch direkt erreichen.

Rechte des Fluggastes
Über die Rechte als Fluggast bei Verlust und Beschädigung des Gepäcks, Verspätung, Anullierung eines Fluges usw. informieren auch die Internetseiten der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e.V. unter dem Menüpunkt „Ihre Rechte“ – http://www.soep-online.de. Die Schlichtungsstelle unterstützt die BeschwerdeführerInnen bei der Durchsetzung ihrer privat-rechtlichen Ansprüche. Durch das Schlichtungsverfahren soll der Streit außergerichtlich beigelegt werden. Das Luftfahrtbundesamt sammelt eingegangene Beschwerden, um Maßnahmen gegen die Gesellschaften anzustrengen, die Passagierrechte missachten.

Das oberste Gebot des Reisenden sollte stets die Sicherung des Gepäcks sein.

Das oberste Gebot des Reisenden sollte stets die Sicherung des Gepäcks sein.

Was tun für ein sicheres Ankommen des Gepäcks?

  • Möglichst Nonstop-Flug buchen;
  • Bei einem Flug mit Wechsel des bzw. der Flugzeuge je Transit eine Zeitspanne von mindestens 2 Stunden einplanen;
  • Rechtzeitig einchecken;
  • Gepäckanhänger bzw. –aufkleber gut sichtbar und richtig beschriftet am Koffer anbringen (allerdings so, dass die Heimatanschrift nicht für jedermann sofort sichtbar ist –
    Gefahr von Einbrüchen zu Hause während des Urlaubs; also Heimatanschrift verdeckt anbringen). Hierzu eignen sich die Anhänger und Aufkleber der Fluggesellschaften die an
    den Eincheck-Schaltern am Flughafen ausliegen bestens. Beim Hinflug sollte die Anschrift des ersten (und ggf. der weiteren) Hotels nach Ankunft als Adresse angegeben werden. Möglichst korrekt Namen, Adresse und Telefonnummer angeben;
  • Eine Packliste mit dem Kofferinhalt und eine kurze Beschreibung des Äußeren des Koffers im Handgepäck aufbewahren (erleichtert die Reklamation);
  • Alte Gepäckanhänger und –aufkleber entfernen;
  • Das Gepäckstück als Unikat kennzeichnen, etwa durch einen auffälligen Aufkleber, eine auffällige Farbe, einen besonderen Gurt. Natürlich gibt es solche Kennzeichnungen durch „Tags“ auch käuflich zu erwerben. Wir empfehlen: PIXNOR 7 Stück Kofferanhänger mit Namensschild aus Metall.

Das Ministerium für Transportsicherheit gibt zu aufgegebenem Gepäck wegen möglicher Fehlinterpretationen bei den Sicherheitskontrollen zusätzlich folgende Empfehlungen:

  • Fluggepäck nicht verschließen, andernfalls ist nicht auszuschließen, dass das Gepäck im Verdachtsfall gewaltsam geöffnet und beschädigt wird. Es gibt spezielle
    Schlösser zu kaufen, die außer dem Fluggast nur Angestellt der TSA öffnen können, ohne sie zu zerstören;
  • Nahrungsmittel (food) können als Sprengstoff fehlinterpretiert werden und sollten daher nicht ins Gepäck genommen werden;
  • Bücher können ebenfalls als Sprengstoff fehlinterpretiert und sollten daher nur „aufgeschlagen“ im Gepäck mitgeführt werden;
  • Geschenke nicht einwickeln oder anderweitig verpacken;
  • Foto- und andere Filme ins Handgepäck nehmen, da sie bei der Durchleuchtung beschädigt werden können.

Für Reisen in die USA empfiehlt sich ein Koffer mit einem sog. TSA-Schloss. Diese Schlösser sind von der amerikanischen Transportsicherheitsbehörde entwickelt worden und können durch Generalschlüssel, die nur den Sicherheitsbehörden vorliegen, geöffnet werden. Ein gewaltsames Aufbrechen des Koffers durch Sicherheitsbehörden oder den Zoll wird so verhindert.

Pack-Hinweise

Die Grundregel lautet: Das Gewicht so gering wie möglich halten und auf jedes Gepäckstück verzichten, das entbehrlich ist. Weniger Gepäck bedeutet kürzere Wartezeiten an der Gepäckausgabe, geringerer Bedarf an Kofferkulis und einfachere Zollinspektionen.

Auswahl der Gepäckstücke
Vor dem eigentlichen Packen, sollte man die Gepäckstücke (Koffer usw.) inspizieren. Beschädigte oder leicht zerbrechliche Gepäckstücke können von der Fluggesellschaft abgelehnt werden! Wer einen neuen Koffer kauft, sollte darauf achten, dass dieser ein geringes Gewicht hat, geräumig und leicht zu tragen ist, gleichwohl aber so dauerhaft ist, dass er auch eine raue Behandlung übersteht. Wählen Sie ein Material, das auch bei dem Transport auf Beförderungsbändern nicht reißt.

Jedes Gepäckstück sollte ein Sicherheitsschloss haben. Die Schlüssel dafür sollte man während der Reise am Körper oder im Handgepäck haben. An Flughäfen sowie Bus- und Eisenbahnstationen haben sich aufgrund der zeitweise recht langen Wege für Anschlüsse Koffer mit Rollen bzw. Koffer-Kulis (caddy) sehr bewährt

Auswahl der Kleidung

Um Platz zu sparen, sollten Sie bei der Auswahl ihrer Kleidungsstücke auf clevere Kombinationen achten.

Um Platz zu sparen, sollten Sie bei der Auswahl ihrer Kleidungsstücke auf clevere Kombinationen achten.

Die Kleidung sollte auf eine sog. Basisausstattung beschränkt werden, die sich um möglichst nur ein bis zwei Grundfarben “rankt“. So kann man gut kombinieren und dennoch das Fluggewicht in Grenzen halten. Bewährt hat sich eine vorher erstellte Liste der Kleidungsstücke. Diese ist auch dann hilfreich, wenn das Gepäck verloren gehen sollte oder gestohlen wird. So kann man den Kofferinhalt sehr gut “beschreiben“; die Liste also besser ins Handgepäck nehmen.

Bedenken Sie, was Sie auf der Reise vorhaben: Sportliche Aktivitäten, Besuch besserer Restaurants, Geschäftstreffen, Dauer des Aufenthalts. Danach bestimmt sich, wie häufig die Garderobe “gewechselt“ werden muss. Wollen Sie am Zielort Einkäufe tätigen, kann auf die Mitnahme vergleichbarer “Altkleidung“ verzichtet werden. Informieren Sie sich kurz vor Reiseantritt über das örtliche Wetter. Auf jeden Fall gehören ein wärmendes Kleidungsstück (wegen der Klimaanlagen und für teilweise recht kühle Abende auch in sonnigen Gebieten) sowie ein Regenschutz in den Koffer. Toilettenartikel sollten soweit möglich in kleine Plastikflaschen umgefüllt werden, um Platz und Gewicht zu sparen. Füllen Sie diese Fläschchen nicht bis obenhin, denn der Luftdruck beim Fliegen führt dazu, daß sich der Flascheninhalt ausdehnt. Die Fläschchen packt man schließlich am besten in einen festen und verschließbaren Plastikbeutel, um zu vermeiden, daß der restliche Kofferinhalt beschädigt wird, sollten die Fläschchen “leck“ schlagen. Bewährt hat sich hier der Einsatz von Folienschweißgeräten, die üblicherweise für Einfriergut verwendet werden.

Soweit Elektrogeräte auf der Reise mitgeführt werden, gehören auch ein Adapter und eine Verlängerungsleitung ins Gepäck: vgl. hierzu auch unter Strom. Empfehlenswert ist die Mitnahme einer zusammenlegbaren Nylon-Tasche. Sie ist hilfreich, wenn man beim Zusammenpacken vor der Rückreise feststellt, dass – z.B. wegen der Einkäufe vor Ort – nichts mehr in den oder die Koffer geht. Sie kann dann mit unempfindlicherem Inhalt als Handgepäck mit an Bord genommen oder als weiteres Gepäckstück aufgegeben werden. Bei der geplanten Mitnahme von Sportausrüstungen für Ski (Checkliste für dem Skiurlaub), Golf usw. sollte man vorher bei der Fluggesellschaft erfragen, ob spezielle Transportcontainer dafür verfügbar sind. Viele Fluggesellschaften bieten diesen Service kostenfrei an.

Tipps für das Reisen mit nur einem Koffer
Die Sicherheitsvorschriften für Flüge und die Regelungen der Fluggesellschaften, die aus Kostengründen das Fluggepäck reduzieren möchten, machen es erforderlich, sich vor der Reise genau zu überlegen, was man tatsächlich braucht. Der Trend zum Reisen mit nur einem Gepäckstück – möglichst nur ein Handgepäckstück – ist unverkennbar. Wer dies schafft, ist nicht nur als Fluggast gern gesehen, sondern reist auch unbeschwerter und wird als Tourist nicht auf Anhieb identifiziert. Hier einige Tipps zum Reisen mit nur einem Koffer:

  • Bei mehreren Reisetagen das Waschen von Kleidung einplanen (doing laundry) – im Handwaschbecken oder durch das Hotel
  • Nur ein oder zwei Kleiderfarben wählen, so kann mit wenigen Kleidungsstücken gut kombiniert werden (weiß, khaki, schwarz, grau)
  • Planen Sie bei längeren Trips ein, Kleidungsstücke weg zu werfen oder gesondert nach Hause zu schicken und Ersatz ggf. vor Ort zu kaufen
  • Lassen Sie die Fotoausrüstung zu Hause. Von allen Sehenswürdigkeiten gibt es gute Postkarten und Videos. Für individuelle Aufnahmen zum Nachweis des Dagewesen-Seins reicht eine einfache Kamera oder eine kleine Digitalkamera
  • Nehmen Sie verschließbare Plastikbeutel mit. Sie sind leicht und vielseitig verwendbar (z.B. Transport nasser oder feuchter Kleidung, von Nahrungsmitteln, als „Eis“-Packung zum Kühlen usw.)
  • Kaufen Sie möglichst viele Artikel des persönlichen Bedarfs vor Ort, so brauchen Sie anfangs nur eine geringe Menge im Flug-Reisegepäck (von der Zahnpasta bis zum Parfüm)

Wichtige Informationen liefert die Internetseite von Doug Dyment.

Das Packen des Koffers

  • Fest verpacken. Lose gepackt wird wertvoller Kofferrauminhalt verschenkt und Kleidungsstücke können durch ein Verrutschen leicht knittern;
  • Schuhe sollten in einen Schuhbeutel, Plastikbeutel, alten Socken oder ähnliches gehüllt werden, um zu vermeiden, dass sie andere Gepäckstücke beschmutzen;
  • Anzüge, Kleider, Pullover und Blusen verpackt in sauberen Plastikbeuteln garantieren, daß diese auf dem Transport kaum knittern;
  • Nachtkleidung, T-Shirts und ähnliches kann gut dazu verwandt werden, “Hohlräume“ im Koffer zu füllen. Allerdings sollte dies nicht dazu führen, dass der Koffer nur noch mit Gewalt zu schließen ist; in diesem Fall ist es besser, sich von einzelnen Teile zu “verabschieden“, denn auf dem Transport gebrochene oder beschädigte Schlösser sind keine Freude im weiteren Reiseverlauf;
  • Wer vermeiden will, dass längere Kleidungsstücke “Knickfalten“ aufweisen, sollte Kleider, Hosen usw. zuerst in den Koffer legen, wobei “zu lange Teile“ über den Kofferrand gelegt bleiben. Sodann wird der Koffer mit kleineren Kleidungsstücken gefüllt, wie Hemden, Blusen usw. Die „zu langen Teile“ werden danach von oben auf diese kürzeren Kleidungsteile “umgelegt“ (packen in “U-Form“). Zwischen die Kleidungsstücke gelegtes sauberes Papier ist ein weiterer Knick-Schutz.
Anstatt bunter Aufkleber sollte der Koffer bei der Reise in die USA neben der Flugbanderole auch mit einem Namensschild mit der Ankunftsadresse beklebt sein. Somit findet das Gepäck im Verlustfall schneller zu seinem Besitzer zurück.

Anstatt bunter Aufkleber sollte der Koffer bei der Reise in die USA neben der Flugbanderole auch mit einem Namensschild mit der Ankunftsadresse beklebt sein. Somit findet das Gepäck im Verlustfall schneller zu seinem Besitzer zurück.

Sicherheitstipps
Verschließen Sie das Gepäck, damit es während des Transports nicht aufspringen kann. Denken Sie daran, dass die Transportmitarbeiter der Flughäfen das Gepäck häufig werfen und auch Transportbänder keine Schonung kennen. Kofferschlüssel gehören ins Handgepäck. Hinweis: Das amerikanische Ministerium für Transportsicherheit rät wegen verschärfter Kontrollen, eingechecktes Fluggepäck nicht zu verschließen. Andernfalls ist nicht auszuschließen, dass das Gepäck im Verdachtsfall gewaltsam geöffnet und beschädigt wird. Für Reisen in die USA empfiehlt sich ein Koffer mit einem sog. TSA-Schloss. Diese Schlösser sind von der amerikanischen Transportsicherheitsbehörde entwickelt worden und können durch Generalschlüssel, die nur den Sicherheitsbehörden vorliegen, geöffnet werden. Ein gewaltsames Aufbrechen des Koffers durch Sicherheitsbehörden oder den Zoll wird so verhindert.

Entfernen Sie alte Flugbanderolen und Beschriftungen, um Irrtümern über das Flugziel beim schnellen Umladen des Gepäcks vorzubeugen. Beschriften Sie jedes Gepäckstück von innen und außen mit Namen, Ankunftsanschrift und Telefonnummer. Die außen angebrachte Anschrift sollte aufjeden Fall sicher befestigt sein.

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