Pittsburgh – Das Musterbeispiel für Wandel

Pittsburgh ist nicht die erste Wahl der USA-Reiseziele. Die Stadt ist jedoch zu interessant, um links liegen gelassen zu werden.

Mag sein, dass Pittsburgh nicht die allererste Wahl ist, wenn es um ein Reiseziel in den USA geht. Die nach Philadelphia zweitgrößte Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania ist jedoch viel zu interessant, um einfach links liegen gelassen zu werden, wenn man ohnehin im Nordosten der Vereinigten Staaten unterwegs ist.

Fortgeschrittene USA-Touristen, die New York, San Francisco, Las Vegas und den Grand Canyon bereits erlebt haben, sollten Pittsburgh sogar auf jeden Fall in ihren nächsten Trip integrieren. Denn Pittsburgh hat eine Strukturwandlung hinter sich, die weltweit als beispielhaft gilt. Von einer krisengebeutelten Schwerindustrie- und Stahlstadt (Spitznamen „Steel City“ und „Iron City“) in den Siebziger Jahren entwickelte sich Pittsburgh zu einem Ort mit einer eindrucksvollen Wirtschaftsstruktur an „sauberen“ Branchen.

Heute dominieren in Pittsburgh Unternehmen, die im weitesten Sinne im Gesundheitswesen und in der Technologie tätig sind. Auch renommierte Bildungseinrichtungen nehmen hier einen großen Platz ein. Wenn es um die Wirtschaft und den Wohlstand in Pittsburgh geht, darf natürlich ein Name nicht fehlen: Die Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania beherbergt den Hauptsitz von Heinz, das mit seinem Tomatenketchup und (mindestens) 57 anderen essbaren Varietäten weltweit ein Begriff ist.

Berg- und Talfahrt mit den „Inclines“

Pittsburgh liegt zwar relativ weit von der Küste entfernt, dennoch spiegelt sich ihre eindrucksvolle Skyline bei Nacht wunderschön im Wasser. In jenem Talkessel der Appalachen, in dem die Briten während des Siebenjährigen Krieges im Jahr 1758 das „Fort Pitt“ errichteten, fließen nämlich der Monongahela River und der Allegheny River zusammen und vereinigen sich zum mächtigen Ohio River. Diese verkehrsgünstige Lage sowie die Kohle- und Erzvorkommen des nahen Gebirges sorgten im 19. Jahrhundert dafür, dass Pittsburgh sich zum wichtigsten Standbein der amerikanischen Stahlindustrie entwickeln konnte. Das brachte der Stadt lange großen Reichtum, bis dann die internationale Stahlkrise zu Problemen führte.

Heute ist die Lage an den zwei Flüssen vor allem eines: malerisch. Den schönsten Blick hat man übrigens vom Mount Washington aus; egal, ob am Tag oder bei Nacht. Die Bergbahn „Monongahela Incline“ bringt bis heute nicht nur Gäste der Stadt, sondern auch ihre Einwohner auf charmant altmodische Weise auf den Gipfel. Dort sorgen dann diverse Bars und Restaurants dafür, dass man die Aussicht auch länger als zehn Minuten genießen kann. Es lohnt sich übrigens auch, die Häuser oben am Mount Washington zu beachten. Die Architektur ist wirklich beeindruckend und ausgesprochen individuell. Die „Inclines“ hat es einst überall in der Stadt gegeben, um die gewaltigen Höhenunterschiede besser zu überbrücken. Heute sind nur noch zwei davon übrig geblieben. Ansonsten hat sich Pittsburgh aber zu einer Stadt der Brücken entwickelt. Mit weit über 400 Konstruktionen schlägt es damit zahlenmäßig angeblich sogar Venedig.

Landkarte

Auch Sport- und Kulturfans kommen auf ihre Kosten

Das Heinz Field ist das Stadion der Footballmannschaft Pittsburgh Steelers und bietet 65.050 Zuschauern Platz.

Das Heinz Field ist das Stadion der Footballmannschaft Pittsburgh Steelers und bietet 65.050 Zuschauern Platz.

In Pittsburgh wird nicht nur gut studiert und gut Geld verdient, hier weiß man auch die angenehmen Seiten des Lebens mit Erfolg zu nehmen. Dazu gehören selbstverständlich wie überall auch Sport und Kultur. Dem deutschen Sportgeschmack dürften die Pittsburgh Steelers am nächsten kommen. Das American-Football-Team spielt sehr erfolgreich in der Profiliga NFL (National Football League) und hat dort bereits diverse Mal den so genannten Super Bowl gewonnen. Wer die Gelegenheit hat, ein Heimspiel im Stadium „Heinz Field“ zu besuchen, sollte das unbedingt wahrnehmen. Fast immer sind die 65.000 Plätze ausverkauft und es herrscht eine ausgelassene, fröhliche Stimmung. Alternativ machen aber auch die Heimspiele der Pittsburgh Pirates in der Major League Baseball und die Heimbegegnungen der Pittsburgh Penguins in der National Hockey League viel Spaß. Alle drei Mannschaften haben sich übrigens darauf verständigt, ihre Heimatstadt in den gleichen Farben zu repräsentieren. Die Spieler aller genannten Teams laufen in Schwarz und Gold auf.

Kulturfans kommen garantiert auf ihre Kosten. Dabei handelt es sich um keinen Geringeren als die Pop-Art-Ikone Andy Warhol. Warhol wurde 1928 in Pittsburgh geboren, zog allerdings später nach New York. Dorthin begleitete ihn auch seine Mutter, zu der er Zeit seines Lebens eine sehr enge Bindung hatte. Bald nach seinem bis heute etwas mysteriösen Tod während einer Operation am 22. Februar 1987 ehrte man ihn in seiner Heimatstadt mit der Errichtung eines Museums. „The Andy Warhol Museum“ (117, Sandusky Street) besitzt heute eine der umfangreichsten Sammlungen von Warhols Arbeiten weltweit. Dazu gehört auch die größte Sammlung von Warhol-Videos auf der Welt. Das Museum stellt immer wieder bestimmte Themengalerien zusammen, die dann auch gratis online „besichtigt“ werden können.

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