Washington D.C. - Die Hauptstadt der USA gibt sich provinziell gemütlich

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Berühmte Wahrzeichen, renommierte Museen, historische Denkmäler, Zentrum der Macht. Das alles und mehr ist Washington D. C. die Hauptstadt der Vereinigten Staaten, die einst auf dem Reißbrett entstand. Doch Washington D. C. ist so viel mehr als Geschichte und Kultur. Es ist ein Ort, an dem das Leben pulsiert, in dem es tolle Restaurants zu entdecken gibt, hübsche kleine Boutique-Hotels und ein pulsierendes Nachtleben.

Inhaltsverzeichnis
Zahlen, Daten, Fakten über Washington D. C. | Distrikt zwischen Maryland und Virginia | Wetter und Klima in Washington D. C. | Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten | Bevölkerung von Washington D. C. | Die Demokraten haben in der Politik die Nase vorn | Viele Arbeitnehmer sind für den Staat, Institutionen und Stiftungen tätig | Hotels, Apartments und Ferienwohnungen | Washington D. C. für Touristen | Die schönsten Parks in Washington D. C. | Washington D. C. für Kinder | Washingtons Kulturangebote | Lohnenswerte Aktivitäten in Washington | Lohnenswerte Tagesausflüge ab Washington D. C. | Washingtons Geschichte

Washington D.C.
Kapitol | Lincoln Memorial | Pentagon | Smithsonian Institution | Weißes Haus

Und noch dazu sind Metropolen wie New York City und bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Niagarafälle nicht allzu weit entfernt. Der offizielle Name der Stadt lautet District of Columbia, wobei sich Columbia vom Namen des Seefahrers Kolumbus ableitet. Die Stadt Washington verdankt ihren Namen George Washington.

Darüber hinaus verfügt das District of Columbia auch über eine eigene Flagge. Die Flagge basiert auf einem Banner mit dem Wappen des ersten US-Präsidenten.

Zahlen, Daten, Fakten über Washington D. C.

  • Bundesdistrikt: District of Columbia
  • Einwohneranzahl: 702.455 (geschätzt 2018)
  • Fläche: 177 km²
  • Bevölkerungsdichte: 4.436/km² (2018)
  • Gründungsjahr: 1790
  • Höhenmeter: 125 Meter
  • Zeitzone: Eastern (UTC-5/-4)
  • Vorwahl: + 102
  • Bürgermeister: Muriel Bowser (D)
  • Offizielle Webseite: https://dc.gov/

Landkarte

Distrikt zwischen Maryland und Virginia

Die National Mall zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial ist eines der Wahrzeichen der Stadt.
Das Washington Monument zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial ist eines der Wahrzeichen der Stadt.

Washington C.C. liegt an der Ostküste der USA im District of Columbia, zwischen den Grenzen der Bundesstaaten Maryland und Virginia. Geografisch befindet sie sich etwa 35 Kilometer westlich der Chesapeake Bay an der Mündung des Anacostia River in den Potomac River am linken Ufer des Potomac.

Entstanden ist sie einst auf einem Land, das von den Bundesstaaten Maryland und Virginia abgetreten wurde, um einen Bereich zu schaffen, der sich den Einzelstaaten entzog. Ursprünglich besaß das Distrikt eine Fläche von 100 Quadratmeilen in quadratischer Form, wobei jede Ecke in eine der vier Himmelsrichtungen zeigt. Jedoch wurde das Gebiet, das ursprünglich vom Bundesstaat Virginia abgegeben worden war, im Jahr 1846 wieder an diesen zurückgegeben, da die Stadt langsamer wuchs als erwartet. Heute umfasst der Distrikt nur noch eine Fläche von 177 Quadratkilometern.

Washington D. C. ist in die vier Quadranten Northwest (NW), Southwest (SW), Northeast (NE) und Southeast (SE) gegliedert. Die Grenzen der Quadranten treffen am Kapitol aufeinander. Darüber hinaus gliedert sich die Stadt in acht Bezirke. Da die Stadt auf dem Reißbrett geplant wurde, ist sie recht übersichtlich. Die Straßen sind überwiegend gerade und durchnummeriert, die großen diagonal verlaufenden Straßen werden als Avenues bezeichnet.

Die Straßen, die in Ost-West-Richtung verlaufen sind alphabetisch geordnet, die die in Nord-Süd-Richtung verlaufen durchnummeriert.

Wussten Sie schon, dass…

… es in Washington D. C. keine Wolkenkratzer gibt? Diese Besonderheit liegt daran, dass kein Gebäude höher sein darf, als die angrenzende Straße breit ist. Nur drei Gebäude fallen nicht unter diese besondere Regelung, die Wolkenkratzer verbietet, da sie vor Inkrafttreten des Gesetzes bereits bestanden oder in Planung waren. Eine Ausnahme bilden damit das Washington Monument, die National Cathedral und der Turm des Old Post Office.

Wetter und Klima in Washington D. C.

Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika befindet sich in der subtropischen Klimazone mit kontinentalen Einflüssen, wobei die Temperatur im Jahr durchschnittlich bei 14 Grad Celsius liegt. Am wärmsten wird es mit bis zu 31,4 Grad Celsius im Juli. Der kälteste Monat ist der Januar. Niederschläge fallen vor allem im Juli und August. Die niederschlagsärmsten Monate sind die Monate Februar und April. Die meisten Regentage gibt es im Mai. Im Dezember und Januar kann es zu Frost kommen. Als beste Reisezeit gelten das Frühjahr und der Herbst.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Washington D.C. finden Sie auf www.getyourguide.de.

Bevölkerung von Washington D. C.

Die Bevölkerung der Hauptstadt mit dem Amtssitz des Präsidenten ist relativ bunt gemischt. Über die Hälfte der Bevölkerung sind Afroamerikaner, rund 40 Prozent sind Weiße. Auch Asiaten, Indianer, pazifische Insulaner und Hawaiianer sind in geringerem Maß vertreten.

Unter den Religionsgemeinschaften steht in Washington D. C. die römisch-katholische Kirche an erster Stelle gefolgt von den American Baptist Churches USA, der Southern Baptist Convention und der anglikanischen Episcopal Church. Über 60.000 Menschen sind Anhänger des islamischen, über 25.000 des jüdischen Glaubens.

Die Demokraten haben in der Politik die Nase vorn

Das Kapitol ist der Sitz des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika.
Das Kapitol ist der Sitz des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika.

D. C. besitzt den Status eines Bundesdistrikts, untersteht damit einer eigenen Verwaltung und stellt den Sitz der politischen Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika dar. Hier befindet sich der Amtssitz des Präsidenten der USA. Die Stadt ist dem Kongress der Vereinigten Staaten unterworfen, der auch über die Entscheidungsgewalt verfügt. Die Delegierten tagen im Kapitol.

Die Wähler können nur den Präsidenten wählen, dürfen aber keine stimmberechtigten Mitglieder entsenden. Repräsentanten des Distrikts gibt es somit nicht, jedoch einen Delegierten, der an den Ausschüssen der Mitglieder im Repräsentantenhaus teilnehmen darf, jedoch kein Stimmrecht besitzt. Im Senat gibt es diese symbolische Vertretung durch einen nicht stimmberechtigten Delegierten nicht.

Alles in allem ist Washington D. C. deutlich dem demokratischen Wählerspektrum zuzuordnen. Die Demokraten können in der Regel über 80 bis 90 Prozent der Stimmen für sich verbuchen.

Dass die Bewohner von Washington DC den Präsidenten mitwählen dürfen, war übrigens nicht immer so. Hierfür war zunächst ein Zusatz zur Verfassung nötig. Dieser Zusatz, der erlaubt an der Wahl des Präsidenten teilzunehmen, trat erst 1961 in Kraft. Jedoch besagt der Zusatz auch, dass nur so viele Wahlmänner wie im bevölkerungsärmsten Staat gestellt werden dürfen. Somit stellt das District of Columbia derzeit drei Wahlmänner.

Viele Arbeitnehmer sind für den Staat, Institutionen und Stiftungen tätig

Das Lincoln Memorial ist ein Denkmal zu Ehren Abraham Lincolns, des 16. Präsidenten der USA.
Das Lincoln Memorial ist ein Denkmal zu Ehren Abraham Lincolns, des 16. Präsidenten der USA.

Wirtschaftlich ist Washington D. C. gut aufgestellt. Wobei dies vor allem dem Status als administratives und politisches Zentrum der USA zu verdanken ist. Eine wesentliche Rolle spielen hier für die Wirtschaft vor allem die Sektoren Tourismus, Finanzen, Bildung, Gesundheit und Forschung. Ein Großteil der Arbeitnehmer in Washington wird vom Staat und von diplomatischen Institutionen und privaten Stiftungen beschäftigt. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2019 zwischen 5,4 und 5,6 Prozent, das Bruttoinlandsprodukt 2018 bei 140.279,90 US-Dollar. Trotz dieser guten wirtschaftlichen Stellung ist Washington für seine sozialen Probleme bekannt und gilt durch eine hohe Kriminalitätsrate zudem als eine der gefährlichsten Städte der Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Infrastruktur von Washington D. C. ist gut ausgebaut. Es gibt mit dem Baltimore/Washington International Thurgood Marshall Airport /BWI, dem Ronald Reagan Washington National Airport/DCA und dem Washington Dulles International Airport/IAD drei Flughäfen. Dulles wird von Deutschland aus zum Beispiel ab Frankfurt und München angesteuert.

Zahlreiche Amtrak-Fernzüge halten an der Union Station in Washington und bieten die Möglichkeiten, zu anderen Amtrak-Linien zu wechseln. Die Washington Union Station befindet sich im Zentrum der Stadt.

In Washington D. C. selbst bewegt man sich am besten zu Fuß. Wer möchte, kann aber auch die Metro nutzen, um von A nach B zu gelangen. Bus, Taxi oder Fahrrad sind weitere Möglichkeiten, um die Stadt zu erkunden, ohne auf einen eigenen Mietwagen angewiesen zu sein.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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Washington D. C. für Touristen

Wunderschöne Avenuen und Boulevards, die sternförmig auf das Kapitol zulaufen, sattgrüne Parks und Gärten, schöne Plätze, eine vielfältige Architektur und Sehenswürdigkeiten, die ihresgleichen suchen. Aber auch Szene, Nachtleben und kulinarische Spezialitäten. Es gibt viele Gründe die Hauptstadt der USA zu besuchen, die häufig als Zentrum der Macht bezeichnet wird. Einige davon möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten in Washington D. C.

Der Nationalfriedhof Arlington ist einer der 139 Nationalfriedhöfe in den USA.
Der Nationalfriedhof Arlington ist einer der 139 Nationalfriedhöfe in den USA.

Wer Kultur sucht, wird in der Stadt auf jeden Fall fündig werden. Es lohnt sich, hierfür zu Anfang den Cultural Tourism DC Neighborhood Heritage Trail abzugehen. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Fußwegen, auf denen Sie über diverse Hinweistafeln mehr über die verschiedenen Stadtviertel erfahren können. Sehr empfehlenswert um mehr über die schwarze Einwandererkultur zu erfahren, ist hier zum Beispiel der Greater Deanwood Heritage Trail. Auch der Brightwood Heritage Trail wird häufig besucht.

Tipp: Auch viele Deutsche sind mit der Geschichte der Stadt maßgeblich verbunden. Auf diesem Rundgang (https://www.goethe.de/ins/us/de/kul/sup/deu/was.html) können Sie mehr über Washingtons deutsch-amerikanische Geschichte erfahren.

Planen Sie zudem unbedingt einen Besuch dieser Attraktionen mit ein:

  • Washington National Cathedral: Mit ihrer neugotischen Architektur, den Buntglasfenstern, dem Garten im mittelalterlichen Stil und den unheimlichen Wasserspeiern wirkt die Kathedrale auf den ersten Blick uralt. Doch der Schein trügt. Die Kirche wurde erst im 20. Jahrhundert erbaut. Nichtsdestotrotz ist sie ein beeindruckender Ort für Gläubige und Architekturinteressierte gleichermaßen.
  • Library of Congress: Die Library of Congress befindet sich im Thomas-Jefferson-Gebäude und kann ebenso wie die Ausstellungsgalerien kostenlos besichtigt werden. Wer möchte, kann hier an einer Führung durch das historische Gebäude teilnehmen oder sich durch die unzähligen Materialien in verschiedenen Formaten und Sprachen wühlen.
  • Jefferson Memorial: Das Jefferson Memorial befindet sich am Ufer des Potomac etwas abseits der National Mall. Das weiße Gebäude beherbergt die 6,50 Meter hohe Bronzestatue des dritten Präsidenten und Gründungsvater der USA, Thomas Jefferson.
  • Lincoln Memorial: Das imposante Lincoln Memorial erhebt sich über den Reflecting Pool und bildet das westliche Ende der National Mall. Am besten nähern Sie sich der berühmten Gedenkstätte mit der Statue des Präsidenten von Osten. So können Sie auf dem Weg gleich auch noch das Washington Monument und das National World War II Memorial besichtigen.
  • Washington Monument: Das Washington Monument wurde zu Ehren von George Washington dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten errichtet. Es war einst das höchste Gebäude der Welt.
  • United States Capitol: Das Kapitol der Vereinigten Staaten ist ein Symbol für das amerikanische Volk und seine Regierung. Hier kommt der Kongress der USA zusammen. Das Gebäude beherbergt aber auch eine bedeutende Sammlung amerikanischer Kunst und ist schon an sich ein eindrucksvolles Gebäude.
  • Das Weiße Haus: Das Weiße Haus und sein Gelände fungieren als Sitz des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Zudem dient es als Museum für amerikanische Geschichte.
  • Pentagon: Das Pentagon bildet den Sitz des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Es ist das zehntgrößte Gebäude der Welt und befindet sich direkt am Potomac neben dem Nationalfriedhof Arlington. Seit 1989 wird das fünfeckige Pentagon im National Register of Historic Places geführt und wird seit 1992 unter den National Historic Landmarks gelistet.
  • National Mall: Die National Mall ist wohl eine der berühmtesten Prachtalleen der Welt und beherbergt zahlreiche Denkmäler und Gedenkstätten, die Menschen ehren, die ihr Leben in besonderer Weise in den Dienst der Vereinigten Staaten gestellt haben.

    Am östlichen Ende des Parks liegt das Kapitol, im Norden das Weiße Haus. Und auch die Smithsonian-Museen, das Lincoln Memorial, das Washington Monument und weitere berühmte Sehenswürdigkeiten und Denkmäler befinden sich dort.

    Und wer Interesse am politischen Geschehen in den USA zeigt, kennt die National Mall sicherlich auch aus Dokumentationen. Schließlich fanden dort einige der denkwürdigsten Aufmärsche und Reden der amerikanischen Geschichte statt. Einer der bekanntesten Aufmärsche ist die größte Protestaktion gegen den Vietnamkrieg, die dort am 15. November 1969 abgehalten wurde und im Filmklassiker „Forrest Gump“ eine wesentliche Rolle spielt.

  • Kriegsdenkmäler und Arlington National Cemetery: Arlington im Bundesstaat Virginia befindet sich unmittelbar südwestlich der Bundeshauptstadt Washington D. C. Hier können Sie unter anderem das Marine Corps War Memorial, das Arlington Memorial Amphitheater und mehr besuchen. Der Nationalfriedhof Arlington ist einer der 139 Nationalfriedhöfe der Vereinigten Staaten und wurde 1864 errichtet. Am Nationalfriedhof Arlington National Cemetery liegen John F. Kennedy, General John J. Pershing und William Howard Taft begraben.
  • Franziskanerkloster Monastery of the Holy Land in America: Eine historische Kirche, Katakomben, Nachbildungen von Heiligtümern des Heiligen Landes in Originalgröße, ein schöner Kreuzgang und nicht zuletzt ein wunderschöner Rosengarten laden Interessierte ein, hier einige schöne Stunden zu verbringen.
  • Old Post Office Pavilion: Der Old Post Office Pavilion befindet sich an der Pennsylvania Avenue. Das historische Gebäude beherbergt heute ein Hotel.
  • Daniel Webster Memorial: Das Daniel Webster Memorial wurde zu Ehren des amerikanischen Staatsmannes Daniel Webster errichtet. Es befindet sich in der Nähe von Websters ehemaligem Wohnort in der 1603 Massachusetts Avenue Northwest und wurde 2007 in das National Register of Historic Places aufgenommen.

Sehenswerte Museen in Washington D. C.

Das National Museum of Natural History ist ein Museum für Naturgeschichte.
Das National Museum of Natural History ist ein Museum für Naturgeschichte.

Wer an Washington denkt, denkt wohl zu Anfang sehr schnell an die Smithsonian-Museen. Die Museen der Institution sind beim Washington-Besuch ohne Ausnahme ein absolutes Muss. Es lohnt sich aber, beim Erkunden des Distrikts auch anderen Museen eine Chance zu geben, von denen so manche in Washington DC vertreten sind.

Sehr interessant gestaltet sind zum Beispiel diese Museen:

  • Smithsonian National Air and Space Museum: Das National Air and Space Museum ist Kult, eines der bekanntesten Museen der Institution und führt durch die Geschichte der amerikanischen Raumfahrt.
  • United States Holocaust Memorial Museum: Dieses Museum beschäftigt sich mit der Geschichte des Holocaust, bietet Möglichkeiten für Nachforschungen und besitzt eine eigene Ausstellung in der amerikanische Zeitzeugen zu Wort kommen.
  • Smithsonian National Museum of Natural History: Das naturhistorische Museum der Stiftung befindet sich in der National Mall und umfasst mehr als 125 Millionen Exponate aus verschiedenen Themenbereichen der Tier- und Pflanzenwelt, darunter auch viele Fossilien. Das National Museum of Natural History ist das meistbesuchte naturhistorische Museum weltweit.
  • National Museum of American History: Diese Einrichtung beschäftigt sich mit der Vergangenheit der USA und ihrer Geschichte von der Entstehung der Vereinigten Staaten bis hin zum heutigen Tag.
  • Hillwood Estate, Museum & Gardens: Das Hillwood Estate, Museum & Gardens ist ein Museum für dekorative Kunst. Es ist der ehemalige Wohnsitz von Marjorie Merriweather Post und ist bekannt für seine große Kunstsammlung, die sich stark auf das Haus Romanow konzentriert. Sie können hier unter anderem Fabergé-Eier bestaunen.
  • National Museum of African American History and Culture: Das National Museum of African American History and Culture ist das einzige Nationalmuseum, das sich ausschließlich der Dokumentation des Lebens, der Geschichte und der Kultur der Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten von Amerika widmet.
  • Ford’s Theatre: Das Ford’s Theatre ist der Ort, an dem Abraham Lincoln einst einem Attentat zum Opfer fiel. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum, in dem Sie Abraham Lincoln von den Anfängen seiner Präsidentschaft bis hin zu den Momenten vor seiner Ermordung begleiten können. Auch dem Attentäter John Wilkes Booth sind Artefakte gewidmet.

Washington D. C. für Naturliebhaber

Der United States Botanic Garden befindet sich auf dem Gelände des Kongresses in Washington, D.C.
Der United States Botanic Garden befindet sich auf dem Gelände des Kongresses in Washington, D.C.

Auch wenn Museen und die Besichtigung architektonischer Kleinode sehr kurzweilig sein kann, so sehnt man sich doch häufig nach ein wenig Entspannung im Grünen. Auch für Naturliebhaber hat Washington D. C. viel zu bieten.

Eine kurze Übersicht:

  • United States Botanic Garden: Der traditionsreiche Botanische Garten der Vereinigten Staaten birgt ein lebendiges Pflanzenmuseum, das die Besucher über die Bedeutung und den oft unersetzlichen Wert von Pflanzen für das Wohlergehen der Menschen und die empfindlichen Ökosysteme der Erde informiert.
  • The Tulip Library: Die Tulip Library ist ein Schaugarten, in dem fast 100 Tulpenarten zu finden sind, was den Garten zu einem beliebten Ort für Fotografen und Picknicker macht. Hier können Sie schöne Urlaubsfotos schießen.
  • Bishop’s Garden at the National Cathedral: Das Gelände, das Washingtons National Cathedral umgibt, wurde von Frederick Law Olmsted Jr. entworfen und beherbergt den eigentlichen Bishop’s Garden, die Olmsted Woods und mehr.
  • U.S. National Arboretum: Das U.S. National Arboretum steigert den wirtschaftlichen, ökologischen und ästhetischen Wert von Zier- und Landschaftspflanzen durch langfristige, multidisziplinäre Forschung, Erhaltung der genetischen Ressourcen und informative Gärten und Ausstellungen.
  • Constitution Gardens: Die 1965 offiziell eingerichteten National Mall und Memorial Parks schützen einige der älteren Parklandschaften des Nationalparksystems. Bereiche innerhalb dieses erstklassigen Parks bieten Besuchern reichlich Gelegenheit, den Vermächtnissen der Präsidenten zu gedenken, den Mut und die Opfer von Kriegsveteranen zu ehren oder auch einfach nur die Zeit zu genießen.
  • Dumbarton Oaks Research Library and Collection: Die Dumbarton Oaks Research Library and Collection befindet sich in Georgetown und gibt Interessierten unter anderem die Möglichkeit, den von Beatrix Farrand entworfenen historischen Garten zu besuchen.
  • Kenilworth Park and Aquatic Gardens: In einem uralten Tanz verbinden sich hier Wind, Wasser und Land. Dieses Naturgebiet im Anacostia Park hat seinen Ursprung in einem Gesetz des Kongresses von 1926, das dem Erhalt der Wälder, der Wasserqualität und des Erholungswertes der Wasserwege von Washington D. C. dienen sollte.

Die schönsten Parks in Washington D. C.

Daneben sind in Washington D. C. auch zahlreiche schöne Parks zu finden, darunter diese hier:

  • Rock Creek Park: Der Rock Creek Park ist ein echtes Juwel in der Hauptstadt. Der Stadtpark wurde 1890 offiziell genehmigt und ist damit der dritte Park seiner Art, der von der Regierung ausgewiesen wurde.
  • Meridian Hill Park: Die US-Regierung kaufte das Gelände im Jahr 1910 und ließ dort durch die Landschaftsarchitekten George Burnap und Hornace Peaslee einen Garten im italienischen Stil bauen, der auch heute noch Freude macht.
  • Lincoln Park: Der Lincoln Park ist der größte Capitol Hill Park und beherbergt die Denkmäler von zwei der größten Anführer der Nation, Präsident Abraham Lincoln und Bürgerrechtlerin Mary McLeod Bethune.
  • Kenilworth Aquatic Gardens: Tausende von Wasserpflanzen, Seerosen, Lotusblumen, Wasserhyazinthen und Bambus wachsen in Teichen entlang des Anacostia-Flusses.
  • United States Botanic Garden: Er ist der älteste durchgehend betriebene botanische Garten in den Vereinigten Staaten von Amerika und bietet auf fast 2.700 Quadratmetern eine beeindruckende Pflanzenwelt.

Washington D. C. für Kinder

Das International Spy Museum eignet sich ideal für einen Besuch mit der Familie.
Das International Spy Museum eignet sich ideal für einen Besuch mit der Familie.

Sie möchten Washington D. C. als Familie mit Kindern besuchen? Dann sollten Sie sich folgende Attraktionen nicht entgehen lassen.

  • International Spy Museum: Das internationale Spionagemuseum befindet sich an der L’Enfant Plaza an der Southwest Waterfront. Es handelt sich um ein hochmodernes Museum, das viele spionagebezogene Intrigen und interaktiven Spaß für die ganze Familie bietet. Unter anderem können Sie dort an einer Undercover-Mission teilnehmen.
  • Children’s Garden: Dieser Garten wurde im USBG Conservatory speziell für Kinder angelegt und ist ein beliebter Erholungsort für Familien mit Kindern aus dem Distrikt, den Bundesstaaten Maryland und Virginia, aber auch für Besucher aus der ganzen Welt.
  • imagiNATIONS Activity Center: Im National Museum of the American Indian können Kinder im imagiNATIONS Activity Center alte Kulturen erforschen, auf traditionellen Schlaginstrumenten spielen, ein traditionelles Wohngebäude besuchen und bei einem interaktiven Quiz ein Abzeichen verdienen.
  • National Zoo: Der National Zoo gilt als einer der kinderfreundlichsten Orte in der Stadt. Dort können Sie mehr als 400 unterschiedliche Tierarten bestaunen.
  • Beauvoir Outdoors Playground: Manchmal möchte man die Kinder nur rennen und spielen lassen. Wenn es Ihnen auch so geht, dann statten Sie doch einmal dem Beauvoir Outdoors Playground einen Besuch ab. Der Spielplatz kann öffentlich genutzt werden, wenn die National Cathedral Elementary School geschlossen ist, also üblicherweise nach 18 Uhr an Werktagen und an den Wochenenden.

Washingtons Kulturangebote

Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika nennt diverse Kulturangebote ihr Eigen. Zu nennen sind hier etwa mit dem Discovery Theater, dem Signature Theatre und dem National Theatre mehrere Theater. Aber auch das Artechouse, das Mead Center for American Theater, die Long View Gallery und das Washington Ballet versprechen unvergessliche Stunden. Das größte Kulturzentrum in der Stadt ist das John F. Kennedy Center for the Performing Arts.

Lohnenswerte Aktivitäten in Washington

Washington D. C. ist ein Ort, an dem es nicht nur um Präsidenten und ihre Denkmäler geht, sondern an dem es sich auch gut Zeit verbringen lässt. Am besten erkunden Sie die Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

  • Einkaufen: Wer ausgiebig shoppen gehen will, ist in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika richtig. Ein perfekter Ort, um ein wenig Luxus und die Kollektionen der Designer von Dior, Gucci und Co. zu bestaunen ist das CityCenterDC. Wer außergewöhnliche Andenken mit nach Hause nehmen möchte, ist in der U-Street an der richtigen Stelle, wird aber womöglich auch bei Lettie Gooch fündig werden. Und wem das noch nicht genug ist, der sollte unbedingt noch in Tysons Corner Center vorbeischauen.
  • Genießen: Im Distrikt gibt es unendlich viele Restaurants, Bars und Cafés in allen Preisklassen. Sehr schön sind zum Beispiel das barmini und das Kinship Restaurant, die beide eine gehobene Küche bieten. Die regionale Küche lässt sich zum Beispiel in Ted’s Bulletin Capitol Hill und Rose’s Luxury genießen, aber auch von Zeit zu Zeit eine Wiseguy Pizza ist definitiv kein Schaden.
  • Nachtleben: Was das Nachtleben angeht, muss sich die Hauptstadt hinter Metropolen wie New York City nicht verstecken. Wer möchte, kommt hier als Nachtschwärmer voll auf seine Kosten. Unternehmen Sie doch einmal einen Abstecher zu Mr. Henry’s, ins Bier Baron Tavern and DC Comedy Loft, das Yard House oder die Bar Deco. Oder Sie genießen einen lustigen Abend im „The Iron Horse“.
  • Sport treiben: In und um Washington D. C. gibt es viele Möglichkeiten, um Sport zu treiben. Sie können hier zum Beispiel Radfahren, Wandern, im Winter Eishockey spielen oder Eislaufen, in der Cheseapeake Bay segeln und Boot fahren, drachenfliegen oder joggen gehen.

Bemerkenswerte Veranstaltungen im Jahresverlauf

Das National Cherry Blossom Festival ist ein Frühlingsfest in Washington.
Das National Cherry Blossom Festival ist ein Frühlingsfest in Washington.
  • White House Easter Egg Roll: Ostern ist auch in den USA ein Fest für die ganze Familie und natürlich gehört auch die Ostereisuche dazu. Das traditionelle „Eierrollen“ findet seit 1878 alljährlich am Ostermontag auf dem Südrasen des Weißen Hauses statt. Der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten lädt hier mehr als 35.000 Besucher auf seinen Amtssitz ein, die zuvor eines der begehrten Tickets bei einer Online-Lotterie gewannen.
  • National Cherry Blossom Festival: Das Nationale Kirschblütenfest läutet jährlich den Frühling ein und die Kirschblütensaison gilt als schönste Zeit in Washington D. C. Das Festival umfasst zahlreiche Darbietungen und Veranstaltungen. Die blühenden Kirschbäume befinden sich rund um das Jefferson Memorial.
  • By The People Festival: Wer Kunst liebt, sollte sich dieses Festival nicht entgehen lassen. Die modernen Kunstwerke werden auf verschiedenen Medien angeboten, die von schwimmenden Installationen auf den Wasserstraßen bis hin zu interaktiven Arbeiten im historischen Smithsonian Arts and Industries Building reichen.
  • Giant National Capital Barbecue Battle: Barbecue-Teams und Restaurants aus dem ganzen Land kochen hier um den Titel des nationalen BBQ-Champions. Für die Besucher gibt es zahlreiche Barbecue-Spezialitäten zu genießen. Dazu kommen Musik, interaktive Ausstellungen, Kochvorführungen, Kinderangebote und vieles mehr.
  • The National Christmas Tree Lighting: Der National Christmas Tree befindet sich in der Nähe des Weißen Hauses. Seine Weihnachtsbeleuchtung wird alljährlich durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten in Betrieb genommen, was ein jährliches Fernsehereignis darstellt. Das Ereignis und der Baum selbst ziehen Jahr für Jahr unzählige Besucher an.

Lohnenswerte Tagesausflüge ab Washington D. C.

Mount Vernon ist der ehemalige Landsitz des ersten Präsidenten der USA.
Mount Vernon ist der ehemalige Landsitz des ersten Präsidenten der USA.

Die Stadt mit dem Status eines Distrikts bietet unzählige Möglichkeiten, um schöne Tage zu verbringen. Doch auch in der Umgebung von Washington D. C. gibt es viele Orte, die einen Ausflug lohnen. Und an vielen können Sie auch weiterhin auf den Spuren der Präsidenten wandeln.

  • Mount Vernon: Mount Vernon ist der Landsitz des ehemaligen Präsidenten George Washington. Das Anwesen im Nordosten von Virginia ist im Kolonialstil errichtet und beherbergt heute ein Museum. Neben der Grabstätte von George Washington sind dort auch ein Sklavendenkmal, Gärten, eine Farm und ein Waldwanderweg zu finden.
  • Gettysburg: Gettysburg ist rund 1,5 Stunden Fahrt mit dem Mietwagen von Washington D. C. entfernt. Hier können Sie zum Beispiel die Cementery Ridge und das Besucherzentrum des Gettysburg National Military Park Museum besuchen.
  • Charlottesville: Charlottesville in Virginia ist die Heimatstadt des ehemaligen dritten US-Präsidenten Thomas Jefferson. Die Besichtigung seines Hauses Monticello samt Plantage, Museum und Galerie ist dort möglich.
  • New York City: Die Weltmetropole befindet sich rund 4 Stunden von Washington D. C. entfernt und bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten wie das Empire State Building oder die Freiheitsstatue. Sie können New York City zum Beispiel im Rahmen einer Rundreise entlang der Ostküste der USA besichtigen und dabei auch noch den Niagarafällen einen Besuch abstatten.

Washingtons Geschichte

Washington kann auf eine eher kurze Geschichte zurückblicken. In dem Gebiet, in dem sich das Distrikt heute befindet, siedelten einst die Indianer des Stammes der Nacotchtank am Anacostia River. 1749 wurde hier am Potomac die Stadt Alexandria als Teil von Virginia gegründet und 1751 schließlich Georgetown als Teil von Maryland.

Nach Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung wurde 1788 von James Madison in den Federalist Papers (Nr. 43) argumentiert, dass die Bundesregierung die Kontrolle über die Bundeshauptstadt haben müsse. So erhielt der Kongress das Recht, ein Distrikt in der Größe von 10 auf 10 Meilen festzulegen. Als Gebiet für dieses Distrikt wurden von Präsident George Washington Teile der Bundesstaaten Maryland und Virginia ausgewählt. Man plante, dass der Kongress in der neuen Hauptstadt am ersten Montag im Dezember 1800 tagen sollte. Washington ist damit eine Stadt, die nicht natürlich entstand, sondern in ihrer heutigen Form geplant wurde.

Begonnen wurde der Bau mit dem Weißen Haus am 13. Oktober 1792 und am 11. Juni 1800 wurde Washington schließlich zur ständigen Hauptstadt. Auch das Datum für den Kongress konnte eingehalten werden. Dessen Mitglieder tagten am 17. November 1800 das erste Mal in der neuen Hauptstadt. Heute unterliegt das District of Columbia der Verwaltung durch den Kongress. 1814, im Britisch-Amerikanischen Krieg wurde die Stadt erobert und dabei das Kapitol zerstört und das Weiße Haus beschädigt. Die National Mall entstand am Anfang des 20. Jahrhunderts. Zudem entstanden ab den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts viele weitere Gebäude.