Kennedy Space Center – NASA-Weltraumbahnhof

Das John F. Kennedy Space Center ist der Weltraumbahnhof der NASA auf Merritt Island in Florida.

Der Kennedy Space Center Visitor Complex übt durch das neu gestaltete Raumfahrtzentrum, die Startanlagen und Landebahn für die wiederverwendbaren Raumfahrtzeuge Space Shuttle große Anziehungskraft auf Besucher aus. Immerhin werden hier jährlich über 2 Millionen Gäste gezählt. Das 55 km lange und 10 km breite Gelände umfasst eine Fläche von rund 567 Quadratkilometern.

  • Das Kennedy Space Center befindet sich etwa 70 Kilometer von Orlando entfernt, an der Ostküste Floridas
  • Vom Orlando International Airport nimmt man die State Road 528 (Bee Line Expresswag, KSC Highway) East und folgt der Beschilderung, weiter auf der State Road 407 bis diese in die State Road 405 mündet, hier rechts und weiter der Ausschilderung folgen
  • Von der Interstate 95 nimmt man die Exits 78, wenn man Richtung Norden fährt, bzw. 79, wenn man südlich fährt
  • Geöffnet jeden Tag des Jahres von 9 Uhr bis zur Dämmerung (nicht jedoch zu Weihnachten und an Tagen, an denen Starts oder Landungen stattfinden (launch days)
  • Der Eintrittspreis beträgt USD 45 zzgl. Steuern für Erwachsene bzw. USD 35 zzgl. Steuern für Kinder von 3 bis 11 Jahren

Auch unter Berücksichtigung der neuen Preisgestaltung ist das Kennedy Space Center im Bereich Orlando immer noch eine günstige Besucherattraktion und füllt einen ganzen Tag ohne Schwierigkeiten aus. Offizielle Seite: www.kennedyspacecenter.com

Tickets für das Kennedy Space Center

Tickets für das Kennedy Space Center finden Sie auf www.getyourguide.de.

Bustour

Um einen Eindruck von der Größe des Geländes und den Raumfahrteinrichtungen zu bekommen, sollte man die Bus Tour auf jeden Fall durchführen. Auf der Seite des KSC werden die zwei verschiedenen Bustouren vorgestellt. Die Busse steuern Haltepunkte an, an denen man aussteigen und Besichtigungen machen kann.

Hauptattraktionen

Apollo / Saturn V Center

Firing RoomTheater, in dem der Start von Apollo 8 nachgestellt wird

Hier erleben Besucher hautnah, was es bedeutet, in einem Kontrollcenter zu sitzen und den Start einer Rakete verantwortlich zu überwachen. Da können selbst bei der Simulation schon mal ganz schnell die Nerven blank liegen. Eine Erfahrung, die kein Weltraumfan missen sollte.

Lunar Theater, eine Nachstellung der Apollo 11 Mondlandung

Die Besucher können einen originalgetreuen Nachbau der Mondfähre der Mission Apollo 11 bewundern.

Die Besucher können einen originalgetreuen Nachbau der Mondfähre der Mission Apollo 11 bewundern.

Die Mission von Apollo 11 und schließlich die Mondlandung üben auf alle Weltraumfans eine ganz eigene Faszination aus. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit betritt ein Mensch einen anderen Planeten! Diese Pionierleistung beflügelt bis heute die Fantasie und wirft gleichzeitig tausend Fragen auf. Ein paar davon werden ganz sicher in dieser Ausstellung beantwortet. Die Besucher sehen nicht nur die Trägerrakete, sondern können auch einen originalgetreuen Nachbau der Mondfähre bewundern, mit denen die Astronauten damals auf dem Mond aufgesetzt haben. Selbstverständlich zeigt die Ausstellung auch Gesteinsbrocken von dem Erdtrabanten, die die Männer mit zurück nach Hause gebracht haben.

Ein Original der Saturn V Mondrakete, eines von nur noch drei existierenden Exemplaren

Die Rakete ist das Herzstück der Ausstellung im Apollo/Saturn V-Center. Alle drei Elemente der riesigen Mondrakete werden dort gezeigt und veranschaulichen die wirklich gigantischen Dimensionen. Zwischen 1967 und 1972 flogen insgesamt 13 Saturn V-Raketen zum Mond; das Kennedy Space Center zeigt eines von drei Exemplaren, die noch existieren.

Apollo Kommadokapsel, Modelle des lunar und moon rover

Die Apollo-Missionen sind ohne Zweifel die charismatischsten Raumflüge der NASA. Im Apollo/Saturn V-Center kann die Mondlandung hautnah nacherlebt werden. Hier werden auch die wichtigsten technischen Geräte ausgestellt, die mit den Astronauten auf dem Mond gewesen sind.

Ausstellungen über Astronauten und die Apollo Mission

Mondgestein zum Anfassen

Vielleicht die einzige Möglichkeit im Leben, mit etwas Außerirdischem in Kontakt zu kommen. Das Gestein wurde von Astronauten auf die Erde gebracht.

LC-39 Observation Gantry

Einführungsfilm zum Space Shuttle und eine Ausstellung dazu

Ausblick auf die Startrampen für Raumflüge und das Vehicle Assembly Building

Wenn es nicht möglich ist, einen echten Raketenstart zu verfolgen, dann gibt es auf jeden Fall die Möglichkeit, die Startrampen und die Montierhallen zu besichtigen. Das geschieht von einer eigens eingerichteten Aussichtsplattform aus. Zudem kann man einen Start in einem Simulator erleben.

Hauptantriebsmaschine des Space Shuttle

„Discovery”, „Endeavour” und „Atlantis” hießen die drei Raumfähren, die die Space Shuttles zuverlässig ins All beförderten. Als sie in Rente gingen, brach in den USA ein heißer Wettstreit aus, wer sie ausstellen durfte. Selbst der Prototyp „Enterprise“, der nie im All gewesen ist, war extrem begehrt. Das Kennedy Space Center ist heute stolz, die „Atlantis“ zeigen zu können, die Teil eines drei Jahrzehnte umfassenden Programms gewesen ist. Die Fähre ist das Herzstück einer Space-Shuttle-Ausstellung, die einen Einführungsfilm und Training an Simulatoren bietet.

IMAX-Filme

Das KSC verfügt über 2 IMAX-Filmtheater (the only back-to-back twin IMAX theaters in the world), in denen folgende regelmäßig wechselnde Filme gezeigt werden.

Astronauten-Show (Astronaut Encounter)

Seit 2000 ist eine tägliche Show mit Astronauten im Programm. Die einstigen Weltreisenden erzählen von ihren Missionen, erläutern Videosequenzen, zeigen wichtige Ausrüstungsgegenstände und beantworten Fragen von Besuchern. Unter den Astronauten ist auch Wally Schirra, der an drei Weltall-Programmen – Mercury, Gemini und Apollo – mitgewirkt hat. Die Auftritte finden zu unterschiedlichen Tageszeiten auf einer neuen Bühne nahe des Haupteingangs statt.

Übrigens werden bei alldem auch jene Astronauten nicht vergessen, die die NASA bei Unglücken verloren hat. In der Halle „Forever remembered“ wird jenen 14 Frauen und Männern gedacht, die bei Missionen ums Leben gekommen sind. Persönliche Erinnerungsgegenstände werden dort ebenso ausgestellt wie Teile der verunglückten Raumschiffe. Eine Ausstellung informiert darüber, wie man diese Teile bergen konnte.

Raketenstarts

Raketenstarts sind ein großes Highlight am Kennedy Space Center. Die NASA kündigt diese Starts auf ihrer Website an.

Raketenstarts sind ein großes Highlight am Kennedy Space Center. Die NASA kündigt diese Starts auf ihrer Website an.

Ein Urlaub in Florida kann zum intergalaktischen Erlebnis werden. Regelmäßig finden Raketenstarts statt. Nur eine dreiviertel Stunde Fahrzeit von der Ferienhauptstadt Orlando entfernt, lohnt sich ein Besuch in jedem Fall – zu einem der Raketenstarts oder zu einer Besichtigungstour auf dem Weltraumbahnhof.

Tatsächlich ist so ein Raketenstart in Florida nichts Ungewöhnliches. Auf der hauseigenen Website kündigt die NASA die Starts übrigens relativ weit im Voraus an. Wer also unbedingt bei einem solchen Event dabei sein möchte, der plant seine Reisedaten um den Raketenstar herum. Die Termine – mitsamt sekundengenauem Countdown – werden auf der Seite www.kennedyspacecenter.com unter dem Menüpunkt „Launches and events“ veröffentlicht. Dort findet man auch eine Auflistung, wann welcher Astronaut den Besuchern persönlich für ein Gespräch oder ein Foto zur Verfügung steht.

Von Helden und Giganten

Auch das Kennedy Space Center hat seine ganze eigene Hall of Fame; also einen Ort, an dem an verdiente und berühmter Persönlichkeiten erinnert wird. „Heroes and Legends“ heißt dieser Part des Space Centers, in dem der Besucher im übertragenen Sinne jene Menschen kennenlernt, die das Fundament für die Weltraummissionen der USA gelegt haben, die die Techniken und die Trainingsprogramme entwickelt haben und natürlich auch die, die dann schließlich tatsächlich ins All hinausgeflogen sind. Das sind neben Technikern, Ingenieuren und Programmierern natürlich vor allem die Astronauten selbst. Zwei von ihnen haben am 21. April 2018 die große Ehre, neu in diese Ruhmeshalle aufgenommen zu werden. Es sind Dr. Thomas D. Jones, der 19 Stunden lang aus „Space Walks“ im All unterwegs gewesen ist und Capt. Scott D. Altmann. Er war unter anderem mit der Raumfähre Columbia im Weltraum. Damit werden dann insgesamt 95 Persönlichkeiten in der „Hall of Fame“ repräsentiert.

Im Außengelände dieses Parts begegnet man dann aber auch Giganten ganz anderer Art. Man wandert durch ein „Raketenmuseum“, das die unterschiedlichen Typen an Start- und Trägerraketen zeigt. Je nachdem, wie man die Dinge betrachtet, sind diese Raketen ganz schön groß – oder auch klein…

Ein Souvenir muss sein

Wenn die Astronauten schon etwas vom Mond mitbringen, dann sollten die Besucher des Kennedy Space Centers natürlich auch nicht ohne ein Souvenir nach Hause gehen. Auf dem Parkgelände gibt es die Möglichkeit, nach Herzenslust alles zu shoppen, was das NASA Merchandising nur hergibt. Die Bandbreite reicht von Bekleidung über technische Gadgets bis hin zu typischen kleinen Souvenirs wie Mini-Raketen.

Bewertung

Das Kennedy Space Center ist einen Besuch wert. Auch wer kein Technik-Freak ist, sollte den Blick hinter die Kulissen der Raumfahrt nicht versäumen. Ein IMAX-Film als Ergänzung sollte nicht fehlen. Man kann hier einen ganzen Tag ohne Langeweile verbringen.

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