Tulsa – Glanz und Gloria dank unterirdischer Ölschätze

Tulsa ist zwar nicht die größte Stadt des US-Bundesstaates Oklahoma, dafür eine derer mit der besten Lebensqualität - und zwar auf nationaler Ebene.

Tulsa ist zwar nicht die größte Stadt des US-Bundesstaates Oklahoma, dafür eine derer mit der besten Lebensqualität – und zwar auf nationaler Ebene.

Oklahoma ist ein US-Bundesstaat, der seine Besucher nicht nur mit großartigen Landschaften und einer filmreifen Wild-West-Vergangenheit begeistert. Oklahoma hat darüber hinaus auch sehens- und wie die Amerikaner selbst finden, lebenswerte Städte zu bieten. Das gilt vor allem für die Nummer zwei des Staates, für Tulsa. Mit rund 400.00 Einwohnern reicht sie von der Größe her zwar nicht an die Hauptstadt Oklahomas (Oklahoma City) heran, doch das macht der prachtvollen Stadt nichts. Auf der Skala der Städte mit der besten Lebensqualität spielt sie nämlich ganz oben mit – und zwar auf nationaler Ebene. Wo man gut lebt, da lässt es sich auch als Tourist gut sein. Beste Hotels, tolle Restaurants, Musik und Nightlife, jede Menge kultureller Einrichtungen, Shoppingerlebnis sowieso und dazu unendlich viele Möglichkeiten, etwas an der frischen Luft zu unternehmen. Welcome to Tulsa!

Eine junge, aber stolze Geschichte

Wo heute Tulsa steht, da hat es lange schon in vergleichsweise bescheidenem Rahmen ein urbanes Leben gegeben. Die Muskogee-Indianer als Ureinwohner gaben dem Platz den Namen „Tulsy“ , was in ihrer Sprache für „alte Stadt“ steht. Die Anfänge einer Stadt nach europäischem Vorbild zeichnen sich dagegen erst im späten 19. Jahrhundert ab. Nach der Errichtung eines Handelspostens und einer Poststation kamen 1882 auch die ersten weißen Siedler. Man handelte, übrigens sehr erfolgreich, mit Vieh, bevor kurz nach der Jahrhundertwende im nahen Red Fork eine große Ölquelle gefunden wurde. Nur wenige Jahre später entdeckte man ein weiteres riesiges Ölvorkommen ebenfalls in der Nähe. Von da ab dauerte es nur zwei Jahrzehnte, bis Tulsa sich zur pulsierenden Ölhauptstadt der ganzen Welt entwickelt hatte.

In den USA verfügen nur New York City über mehr Art Déco-Bauten als Tulsa. Hier die „Boston Avenue Methodist Church“.

In den USA verfügen nur New York City über mehr Art Déco-Bauten als Tulsa. Hier die „Boston Avenue Methodist Church“.

Der schnelle Aufstieg und das große Geld veränderten Tulsa komplett. Doch die Stadt wuchs nicht einfach nur. Man wollte auch zeigen, dass man Stil und Klasse hatte. Die besten Architekten waren gerade gut genug, um im damals angesagten Art Déco-Stil zu bauen. Bis heute profitiert die Stadt davon. Nur New York und Miami weisen in den USA mehr Art Déco-Bauten auf als Tulsa.

Von 1930 bis etwa 1960 war Tulsa dann einer der Höhepunkte für alle, die auf der berühmten „Route 66“ zwischen Kalifornien und Chicago unterwegs waren. Die Legende dieser Route lebt weiter, die eigentliche Straße hat seitdem einiges an Bedeutung und auch an tatsächlicher Streckenführung verloren. Auch Tulsa musste Veränderungen hinnehmen, war Schauplatz von großem sozialen und wirtschaftlichen Wandel. Heute ist die Stadt in jeder Beziehung stark wie selten zuvor. Junge, gut ausgebildete Menschen aus den ganzen USA ziehen dorthin, um zu arbeiten und gut zu leben. Und Touristen? Die können in Tulsa und Oklahoma einen „trip of a liftetime“, den Urlaub ihres Lebens, verbringen.

Landkarte

Die ganze Kultur des Wilden Westens in einem Museum

Kunst und Kultur spielen in Tulsa eine wichtige Rolle. Vom gratis Open-Air-Konzert in einem der zahlreichen Parks über Festivals bis hin zur „hohen“ Kultur in Konzerthäusern und Museen ist immer etwas los. Ein Muss für jeden Besucher sollte das Gilcrease Museum sein (1400 Gilcrease Museum Rd.), das die weltweit größte Sammlung westamerikanischer Kunst zu bieten hat. Darüber hinaus zeigt das Museum auch eine beeindruckende Sammlung indianischer Kunst. Gründer und Namensgeber des Museums ist der Ölmagnat Thomas Gilcrease, der von 1890 bis 1962 lebte. Er begann bereits in den Zwanziger Jahren damit, Westernkunstwerke zu sammeln. Damals hatte daran kaum jemand Interesse. Heute kommen Zehntausende in das Museum, das ganz nebenbei auch noch Themengärten, einen wunderschön angelegten Park mit Skulpturen sowie ein Freigelände mit Wald, Wiesen und tollen Ausblicken auf die nahen Osage Hills zu bieten hat.

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Berge, Wasser, Wald und Urlaubsspaß im Freien

Tulsa liegt nicht nur an der Route 66, sondern auch am Arkansas River. Promenadenspaziergänge und Wassersport sind also auch möglich. Doch ganz ehrlich, das sind nicht die Hauptattraktionen für Outdoor-Aktivisten in Tulsa. Stattdessen wird man auf den Trails wandern und biken, zum Beispiel durch die River Parks oder die nahe gelegenen Turkey Mountains. Es gibt über 20 öffentliche Golfplätze, rund 130 Tennisplätze und weit über hundert Parks, in denen sich Einwohner und Besucher jeden Alters wohlfühlen und jede Menge Spaß haben können. So genannte Picnic Shelters, in denen man in jeder Wetterlage ungestört essen kann, gehören dabei zur Grundausstattung.

Apropos Wetter. Die Sommer in Tulsa können sehr heiß werden. Temperaturen über 40 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Wer Hitze nicht so gut ab kann, sollte die Reisezeit deshalb sorgfältig wählen und vielleicht im Frühjahr oder Herbst kommen.

Natürlich wird ein Besuch sich nie nur auf das Stadtgebiet beschränken. Prima, denn rund um Tulsa liegen diverse hoch interessante Reservate, in denen zum Beispiel immer wieder Powwows veranstaltet werden. Das sind traditionelle Tanzfeste. Auch große Rodeos finden regelmäßig vor den Toren der Stadt statt.

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