Anchorage – Goldgräberstadt und Tor zu unvergleichlichen Naturschönheiten

Anchorage ist der ideale Ausgangspunkt, um den gleichzeitig nördlichsten und östlichsten Bundesstaat der USA in seiner ganzen Schönheit kennenzulernen.

Einfach mal eben so nach Anchorage reisen, um ein x-beliebiges Reiseziel in den USA kennenzulernen? Es sind wohl die wenigsten Besucher, die aus einem so simplen Grund in die größte Stadt Alaskas kommen. Wer diesen langen Weg auf sich nimmt, der hat mehr vor.

Denn Anchorage ist der ideale Ausgangspunkt, um den gleichzeitig nördlichsten und östlichsten Bundesstaat der USA in seiner ganzen Schönheit und landschaftlichen Dramatik kennenzulernen. Gleich fünf wirklich atemberaubende Nationalparks (zum Beispiel der Denali-Nationalpark) sind von dort aus optimal zu erreichen. Dennoch sollte man bei aller Liebe zur Wildnis und zum Abenteuer auf keinen Fall die Stadt selbst vernachlässigen. Anchorage hat trotz ihrer jungen Geschichte viel Sehenswertes und Einmaliges zu bieten. Das fängt bei der Skyline vor der verschneiten Gletscherkette an und hört bei „Mitmenschen“ wie Bären, Elchen, Wölfen und Füchsen mitten im Stadtgebiet noch lange nicht auf.

Von der Zeltstadt zur internationalen Drehscheibe

Anchorage hat seine Existenz dem Bau der Eisenbahn zu verdanken. Noch heute verfügt die Stadt über wunderschöne Strecken.

Anchorage hat seine Existenz dem Bau der Eisenbahn zu verdanken. Noch heute verfügt die Stadt über wunderschöne Strecken.

Knapp 300.000 Menschen leben in Anchorage, das sowohl das wirtschaftliche, als auch das kulturelle Zentrum Alaskas darstellt. Dabei ist die Stadt noch sehr jung, sie wurde erst im Jahr 1915 offiziell gegründet. Wie oft in den USA, hat auch Anchorage seine Existenz dem Bau der Eisenbahn zu verdanken. Die „Alaska Railroad“ schlug hier ihr Hauptquartier auf. Wo zuvor nur so wenige Menschen gelebt hatten, dass bis heute ihre Familiennamen bekannt sind, entstand nun in rasendem Tempo eine Zeltstadt. In ihr lebten aber nicht nur die Bauarbeiter der Eisenbahn, sondern auch Goldsucher. Im ausgehenden 19. Jahrhundert hatte Amerika den Russen das Gebiet abgekauft; nur wenige Jahre später gab es die ersten Goldfunde. Dank des wirtschaftlichen Aufstiegs wandelte sich die Zeltstadt aber schnell in eine Ansammlung fester, funktionaler Zweckbauten, die keinen großen architektonischen Anspruch hatten. Doch selbst von ihnen ist heute kaum noch etwas übrig. Am Karfreitag 1964 wurde Anchorage von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht, das die meisten Gebäude zerstörte. Das älteste Bauwerk, das heute noch steht, stammt von dem berühmten Architekten Frank Lloyd Wright und wurde 1924 eingeweiht. Trotz der großartigen Eingangshalle im Stil des Art Déco möchte man als Besucher mit dem Bauwerk nicht unbedingt Bekanntschaft schließen. Es handelt sich das um das Krankenhaus „City Hospital“.

Was die Bewohner damals in Angst und Schrecken versetzte, ist heute ein Ausflugsziel für Touristen. Im „Earthquake Park“ am Point Woronzof (Northern Light Boulevard) hat man nicht nur eine unvergessliche Aussicht auf drei aktive Vulkane, sondern auch über den „Cook-Inlet“; jene Bucht, an der sich Anchorage erstreckt. Sie wurde nach Captain James Cook benannt, der sie 1778 entdeckte. Apropos Wasser: Anchorage hat nicht nur wegen seines internationalen Verkehrsflughafens eine zentrale Bedeutung für Alaska. Die Stadt ist auch Heimat des größten Wasserflughafens der Welt.

Landkarte

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in Anchorage finden Sie auf dem Buchungsportal www.booking.com.

Von Walen, Moschusochsen und Moosen

Wer immer schon mal mit einem Flugzeug auf dem Wasser starten oder landen wollte, der ist deshalb am Wasserflughafen „Lake Hood“ genau richtig. Rund um die flüssigen Runways drängen sich die Büros der so genannten Buschflieger, mit denen man zu Tagestouren starten kann. Das ist auch für Leute, die nicht ganz so gut zu Fuß oder mit Kindern unterwegs sind, eine wunderbare Möglichkeit, einen Eindruck von der Natur Alaskas zu bekommen. So gibt es etwa halbtägige Exkursionen von Lake Hood aus, die in den Lake Clark National Park zur Bärenbeobachtung führen – um nur ein Beispiel zu nennen.

Flora und Fauna dieses Bundesstaates kann man natürlich hautnah in den Nationalparks erleben. Etwas bequemer und vor allem ganz gefahrlos ist das aber auch in Anchorage direkt möglich. Im „Fort Richardson Wildlife Museum“ (Glenn Highway, alaska.org/detail/alaska-wildlife-museum) begegnet der Besucher Tierenpräparaten aus der Region; wer sich für Pflanzen interessiert, ist im „Alaska Botanical Garden“ (Campbell Airstrip Road, alaskabg.org) richtig. Dort lernt der Besucher auf unterhaltsame Weise all jene Bäume, Büsche, Mosse, Blumen und Kräuter kennen, die es mit dem rauen Klima Alaskas aufnehmen.

Zurück zur oft majestätischen Tierwelt Alaskas. Im Frühjahr und im Herbst lädt der „Resolution Park“ (3rd Avenue/L-Street, alaska.org/detail/resolution-park-captain-cook-monument), der Captain James Cook gewidmet ist, dazu ein, Beluga-Wale zu beobachten. Im „Alaska Zoo“ (O’Malley Road, alaskazoo.org) leben über 35 Arten wilder Tiere. Das Spektrum reicht von Schwarz- und Braunbären über Moschusochsen bis hin zu Wölfen und einheimischen Schafen.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Anchorage finden Sie auf www.getyourguide.de.

Nachts steppt in Anchorage der Bär

Auch abends und bei Nacht wird es in Anchorage nicht langweilig.

Auch abends und bei Nacht wird es in Anchorage nicht langweilig.

Falls jetzt der Eindruck entstanden ist, dass Anchorage ausschließlich etwas für Naturliebhaber zu bieten hat, dann ist das falsch. In dieser Großstadt kann der Besucher natürlich auch ausgehen und shoppen – man ist ja schließlich in den USA. Einen hervorragenden Ruf etwa genießen die Fischrestaurants der Stadt, deren Produkte an Frische und Reinheit kaum zu überbieten sind. Von der einfachen Fischbratküche bis hin zum Gourmettempel ist für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel etwas dabei. Nicht selten bekommt der Gast zum guten Essen auch noch großartige Aussichten über den Cook-Inlet oder auf die Skyline von Anchorage geboten. Oder es begrüßt ein riesiger ausgestopfter Eisbär die Gäste in der Lobby. Das ist etwa im „Captain Cook Hotel“ (5th Avenue/K-Street, captaincook.com) der Fall, dessen Restaurant auf der Dachterrasse einen der besten Ausblicke der ganzen Stadt bietet.

Auch nach dem Essen kommt in Anchorage garantiert keine Langeweile auf. In dieser Stadt vertreibt man sich die langen Nächte traditionell mit viel Livemusik und schwingt dazu begeistert das Tanzbein. Kein Wunder also, dass der Gast unter diversen Saloons wählen kann. Mehrfach ausgezeichnet wurde das Etablissement „Chilcoot Charlie’s“ (1071 West 25th Avenue, koots.com), in dem es auch mal rustikal zugehen kann. Auf drei Tanzflächen steppt dort Nacht für Nacht der Bär (nur sprichwörtlich!), an elf Theken wird der Durst gelöscht. Ob es wohl auch bei den Ureinwohnern Alaskas so heiß hergegangen ist? Wer etwas über sie erfahren möchte, besucht das „Alaska Native Heritage Center“ (8800 Heritage Center Drive, alaskanative.net), das auch die Möglichkeit zu Begegnungen mit den Ureinwohnern bietet.

Anchorage in aller Kürze

  • Idealer Ausgangspunkt für Touren im Denali National Park, Katmai National Park, Kenai Fjords National Park, Lake Clark National Park und den Wrangell-Saint Elias National Park
  • Vom „Earthquake Park“ aus den Blick auf den Cook-Inlet und die aktiven Vulkane Mount Susitna, Mount Redoubt und Mount Spurr genießen
  • Am „Lake Hood“ den größten Wasserflughafen der Welt besuchen
  • Die Tierwelt Alaskas wartet – ausgestopft – im Fort Richardson Wildlife Museum
  • Im „Alaska Botanical Garden“ entfaltet sich die gesamte Pflanzenwelt
  • Im „Resolution Park“ Beluga-Wale beobachten
  • Bären, Moschusochsen und Wölfe leben im „Alaska Zoo“

USATipps auf Facebook

Hotels für Ihre USA-Reise

Booking.com

USA-Reisen von Experten

Mietwagen für Ihre USA-Reise