Denali-Nationalpark – Alaska für Wanderer und Radfahrer

Der ideale Urlaub findet im All-inclusive-Hotel mit Poolbar statt? Dann ist der Denali-Nationalpark im US-Bundesstaat Alaska garantiert nicht das richtige Reiseziel.

Der ideale Urlaub findet im All-inclusive-Hotel mit Poolbar statt? Dann ist der Denali-Nationalpark im US-Bundesstaat Alaska garantiert nicht das richtige Reiseziel.

In Alaska, im hohen Norden Amerikas, sollte man Landschaften lieben, Weite und Stille genießen können und ansonsten in der Lage sein, auch mal ohne allzu großen Komfort auszukommen. Was dieser Nationalpark seinen Besuchern dafür zurückgibt, ist dann aber unbezahlbar. Taiga und Tundra gehen als Landschaftsformen ineinander über, der höchste Berg der USA spiegelt sich in kristallklarem Wasser, wilde Tiere leben hier so frei, wie sie es immer getan haben. Der Denali-Nationalpark ist kein Urlaubs- oder Ausflugsziel, an dem man zufällig mal vorbeikommt. Den Aufenthalt hier muss man richtig planen und dazu eine lange Anreise in Kauf nehmen. Wer einmal da war, bestätigt: Es lohnt sich allemal!

Dieser Park hat seine eigenen Regeln. Unbedingt beachten!

Eine einzige Straße erschließt den gesamten Park für alle Besucher. Diese Straße ist nur von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie für Autos freigegeben ist. Da nur der erste Teilabschnitt, der etwa 15 Kilometer lang ist, überhaupt befestigt ist, geht es danach alternativ weiter. Besucher können durch den Park wandern oder mit dem Rad fahren. Regelmäßig operierende Busse bringen Gäste, die nicht ganz so gut zu Fuß sind oder nicht genug Zeit haben, an die schönsten Stellen des Parks. Eine Ausnahmegenehmigung zum Befahren der Schotterstraßen gibt es lediglich für Reisende, die mit einem Wohnmobil kommen und auf einem der Campingplätze im Park gebucht sind (Checkliste für den Camping-Urlaub in den USA). Unbedingt bei der Reservierung nachfragen, ob der jeweilige Platz zu den Ausnahmen gehört, die tatsächlich angefahren werden dürfen! Sonst kann es bei der Ankunft eine unangenehme Überraschung geben.

Wer mit dem Rad oder zu Fuß den Park erkunden will, der kann auch abseits der Campingplätze in der freien Natur übernachten. Allerdings muss man dafür eine Genehmigung beantragen, die kostenlos erteilt wird. Bei der Ankunft wird ein Ranger den Gästen den Übernachtungsplatz zeigen. Bevor er die Touristen dann sich selbst überlässt, wird er auch einige Sicherheitshinweise im Umgang mit Bären erteilen. Man sollte gut zuhören – die Tipps könnten überlebenswichtig werden.

Wie erreicht man den Park am besten? Mit dem Auto (oder eben dem Wohnmobil) nimmt man den George Parks Highway, der zwischen Anchorage und Fairbanks verläuft. Der Denali-Nationapark ist eine Abfahrt auf dem Highway. Ansonsten kann man den Eingang zum Park auch mit der Alaskan Railroad oder mit dem Flugzeug erreichen.

Landkarte

Auf Du und Du mit dem Grizzlybär

Im Sommer können im Denali-Nationalpark viele Grizzlybären beobachtet werden.

Im Sommer können im Denali-Nationalpark viele Grizzlybären beobachtet werden.

Grandiose Landschaften und das „Wildlife“ machen die Hauptanziehung des Denali-Nationalparks aus. Um auf die Ranger und ihre guten Ratschläge zurückzukommen: Im Park leben mächtige Grizzlybären und Schwarzbären, aber auch Füchsen, Schneehasen und arktischen Eichhörnchen kann man hier aus nächster Nähe begegnen und beobachten.

Gut 24.600 Quadratkilometer umfasst der Park an Fläche und pro Jahr kommen knapp unter eine halbe Million Menschen dorthin. Nicht für alle ist die Tier- und die Pflanzenwelt die größte Attraktion. Viele kommen, um einmal im Leben den Mount Mc Kinley zu sehen, den höchsten Berg in ganz Nordamerika, Kanada inklusive. Stolze 6193 Meter erhebt sich sein schneebedeckter Gipfel über Normalnull und ragt in einen sauberen, kristallklaren Himmel hinein. Das hört sich ein bisschen zu poetisch an? Ist es aber gar nicht!

Die Luft im Denali-Nationalpark ist von einer Sauberkeit und Frische, wie man sie sonst nur noch selten auf der Welt erleben wird. Tief durchatmen lohnt sich hier gleich doppelt – die Lungen und die Bronchien werden aus dem Jubeln gar nicht mehr herauskommen. Wie wunderbar rein die Luft und das Wasser ist, das zeigt sich auch am weltberühmten „Reflection Pond“. In diesem Bergsee spiegelt sich der Mount Mc Kinley auf unglaublich majestätische Weise. Wer hier fotografiert, kann das Bild getrost auf den Kopf stellen. Niemand könnte auf Grund der Klarheit mit Sicherheit sagen, was der Berg und was sein Spiegelbild ist. Der Mount Mc Kinley ist übrigens auch der Namensgeber des Parks. „Denali“ bedeutet in der Sprache der indianischen Ureinwohner, die hier einst unangefochten lebten, „der Hohe“. Diesen Namen erhielt der Park allerdings erst am 2. Dezember 1980. Bis dahin war er seit seiner Gründung am 26. Februar 1917 als Mount Mc Kinley National Park bekannt gewesen.

USATipps auf Facebook

Hotels für Ihre USA-Reise

Booking.com

Mietwagen für Ihre USA-Reise

Tipps für Ihre USA-Reise