Harlem – Das Zentrum afroamerikanischer Kultur

Harlem ist ein Stadtviertel in New York City. Begrenzt durch die 155th Street im Norden und den Harlem River im Osten findet sich hier eines der Hauptzentren afroamerikanischer Kultur.

Harlem ist nach Wall Street und Times Square die beliebteste Touristenattraktion von New York City, gilt aber bei Touristen immer noch als vermeintlich gefährliches Schwarzenghetto, das man besser nur in Gruppen besuchen sollte. Tatsächlich unterscheidet sich die Kriminalität nicht mehr von der in anderen Stadtteilen. Sie ist enorm zurück gegangen.

In Im Adam Clayton Powell State Office Building an der Kreuzung 125th Street/Seventh Street wurde der Harlem Visitor Information Kiosk in 2003 eröffnet und bietet Informationen für New York – Besucher. Der Kiosk ist Montag bis Freitag von 9 bis 18, am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Pathmark (www.atlantahistorycenter.com/mmh) ist der erste große Supermarkt im Stadtteil seit 3 Jahrzehnten.

Immobilienpreise enorm angestiegen

Die Immobilienpreise sind inzwischen enorm gestiegen und viele sehen bereits die Gefahr der „gentifrication“ – einer Aufwertung für die gentry zu Lasten der bisherigen Bewohner. Nach wie vor sind 40 % der Bevölkerung in Harlem auf soziale Unterstützung des Staates angewiesen, nur 9 % wohnen im eigenen Haus (gegenüber einer Rate von durchschnittlich 25 % für ganz Manhattan). Harlem beginnt am Nordrand des Central Park, nördlich der 96 Straße, der Grenze zum Stadtteil Upper East Side, und erstreckt sich vom Hudson im Westen bis zum East River im Osten über rund 50 Straßenblocks nach Norden.

Die 125. Straße (Martin Luther King Junior Boulevard) ist die Hauptstraße von Harlem, die kommerzielle Hauptschlagader, die mitten durch das Viertel führt, Tag und Nacht belebt ist und einem Bazar gleicht. Hier gibt es zahlreiche Bars, Clubs und Imbisslokale. Hier finden sich auch das legendäre Apollo Theatre. In den 1920er Jahren traten hier die großen Stars auf und gelangten zu Weltruhm. Das Theater wurde restauriert und ist zu neuem Leben mit neuen Talenten erwacht. Auch das Studio Museum Harlem, das Zentrum Harlems wachsender Kunstszene, befindet sich dort.

Die wichtigsten Gebäude in Harlem, die man allein oder im Rahmen einer geführten Gruppe besuchen kann sind

  • Hamilton Grange (503 W. 145th Street nahe Amsterdam Ave, der frühere Landbesitz von Alexander Hamilton ist heute der New York Public Library zugehörig),
  • Sugar Hill oder Hamilton Heights (Reihenhäuser in dem Bereich Edgecomb Avenue bis Amsterdam Avenue und von der145. Straße bis zur 155 Straße, in denen Schwarze wohnten, die es “geschafft” hatten, wie Count Basie, Sugar Ray Robinson oder der Richter Thurgood Marshall),
  • Morris-Jumel Mansion (65 Jumel Terrace),
  • Striver’s Row (138 th und 139th Street, eine der schönsten Enklaven in der der Stadt),
  • Audubon Terrace, der Block zwischen der 155. und 156. Straße westlich des Broadway,
  • Boricua College und
  • Aunt Len’s Doll and Toy Museum (6 Hamilton Terrace, Sammlung von über 500 Puppen).

Eng aneinander gebaute Reihenhäuser

Harlem ist eines der Hauptzentren afroamerikanischer Kultur in den USA.

Harlem ist eines der Hauptzentren afroamerikanischer Kultur in den USA.

Harlem hat unter allen Stadtteilen die größte Anzahl sog. Brownstone Hauser, drei- oder vierstöckige, eng aneinander gebaute Reihenhäuser, die heute zu großen Teilen entkernt und saniert werden. Nicht versäumen sollte man einen Gospel-Gottesdienst am Sonntag (vormittags beginnend), zu dem Besucher stets willkommen sind. Etwa in der Abyssinian Baptist, Salem United Methodist oder der Metropolitan Baptist Church. Neben Black Harlem (Gebiet um die Lenox Ave. und die 125th Street) unterscheidet man Spanish Harlem und Italian Harlem. Spanish Harlem, der Stadtteil der Puertorikaner, beginnt oberhalb der 110 Straße am nordöstlichen Rand des Central Park auf der East River Seite. Der Stadtteil wird auch El Barrio oder The Neighbourhood genannt. Größte Straße ist die 116. Straße.

Das Museo del Barrio ist der lateinamerikanischen und puertorikanischen Kunst gewidmet und hat eine ständige Ausstellung präkolumbianischer Kunst. Die Columbia University, eine der traditionsreichsten Bildungsstätten im Osten der USA, grenzt an Harlem (114. – 121. Straße). Die Universität wurde im 18. Jahrhundert gegründet und gehört zu den Elite-Instituten der USA, den sog. Ivy League Colleges. Der Campus ist weitläufig mit hübschen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, wie die Low Library und die Butler Library. Auf der anderen Seite des Broadway liegt das ebenfalss sehenswerte Barnard College.

Am Rande des Morningsinde Parks steht die riesige, unvollendete Kathedrale St. John the Divine. (Ecke Amsterdam Ave./112. Street) Es ist die anglikanische Kirche New Yorks und zeichnet sich durch ihre Größe aus. Seit dem Baubeginn 1892 hat die Kirche zahlreiche Stilwechsel durchlebt, geprägt ist sie von neo-gotischen Einflüssen. Im Stoncecutting Yard kann man Steinmetzen und Bildhauern bei der Arbeit zusehen.

Gemüse- und Obstmarkt ist Besuchermagnet

Im italienisch geprägten Italian Harlem (um die East 115th Street) ist der farbenfrohe Gemüse- und Obstmarkt „La Marquetta“ zwischen 111th und 116th Street ein Besuchermagnet. Harlem war bereits in früheren Jahren eine gesuchte Wohnadresse. Als die 1658 von Peter Stuyvesant gegründete Siedlung „Nieuw Harlem“ mit Süd-Manhattan durch eine Eisenbahn verbunden wurde, wurde der Stadtteil zu einer vornehmen Wohngegend. Zahlreiche Brownstone-Häuser (siehe oben) zeugen von dieser Zeit. Und als 1901 die Subway gebaut wurde, gab es einen wahren Bauboom, die bisher vorwiegend weiße Bevölkerung wich zunehmend sich ansiedelnden Schwarzen. In den 1920er und 1930er Jahren wurde das Gebiet zum Zentrum des Jazz mit dem Cotton Club, dem Apollo und Lafayette Theater. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte eine zunehmende Verarmung ein.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Harlem finden Sie unter www.getyourguide.de.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in Harlem finden Sie unter www.booking.com.

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