Acadia Nationalpark - Raue Felsen direkt an der Küste

Der Acadia Nationalpark ist der einzige Nationalpark an der Ostküste und gehört zu den zehn meistbesuchten Einrichtungen seiner Art.

Inhaltsverzeichnis
Landschaft und Meer soweit das Auge reicht | Diese Landschaft liebten alle – von den Indianern bis zu den Großindustriellen | Essen, Schlafen, Abenteuer erleben | Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Amerika hat großartige Nationalparks zu bieten. Das weiß jeder, der schon einmal mit einem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten geliebäugelt hat. Die Namen der vermeintlich Besten fallen dann schnell. Yellowstone, Yosemite, Death Valley, Everglades. Danach ist meistens Schweigen. Zumindest in Europa sind die meisten anderen Nationalparks eher unbekannt. Das gilt auch für den Acadia National Park. Er ist der einzige Nationalpark an der Ostküste und liegt im Bundesstaat Maine. Dass es sich lohnt, diesen grandiosen Park an der Atlantikküste zu besuchen, das beweist nicht zuletzt seine Beliebtheit in den USA selbst. Dort gehört der Acadia National Park nämlich zu den zehn meistbesuchten Einrichtungen seiner Art. Jahr für Jahr kommen knapp zweieinhalb Millionen Menschen hierher, um sich zu erholen, um Outdoor-Aktivitäten zu unternehmen und um die außergewöhnliche Landschaft zu genießen.

Landschaft und Meer soweit das Auge reicht

Der Acadia Nationalpark ist bekannt für seine raue Landschaft mit Bergen und Seen.
Der Acadia Nationalpark ist bekannt für seine raue Landschaft mit Bergen und Seen.

Der Acadia National Park umfasst knapp 200 Quadratkilometer Land, jeder Quadratzentimeter davon zählt zum Küstengebiet von Maine. Denn der Park erstreckt sich hauptsächlich über eine Insel im Atlantik, die „Mount Desert Island“. Bescheidene kleinere Teile des Parks liegen zudem auf der „Isle au Haut“ und der „Schoodic Peninsula“, das aber nur der Vollständigkeit halber und für alle jene Spezialisten, die das Hauptgebiet bereits kennen. Wer den Park dagegen zum allerersten Mal besucht, dem sei die „Park Loop Road“ ans Herz gelegt. Diese Straße im Osten der Insel verbindet alle Hauptsehenswürdigkeiten des Parks. Das ist ideal, wenn man nicht allzu viel Zeit für dieses Naturparadies übrig und vielleicht Termine in einer der Metropolen Nordenglands hat. Entlang des südlichen Teils der Straße findet der Reisende dann endlich das, was diesen Park so berühmt macht: Über Kilometer hinweg erstreckt sich eine dramatisch zerklüftete Steilküste, an der sich die Wellen des Atlantiks unentwegt brechen. Hier herrscht ein immerwährendes Tosen und Toben des Wassers und die Gischt spritzt meterweit in die Höhe.

Landeinwärts geht es nicht weniger dramatisch, aber doch deutlich ruhiger zu. Gletscher der Eiszeit sind dafür verantwortlich, wie hier die Landschaft heute aussieht, mit dem „Jordan Pond“ als einem der Hauptanziehungspunkte. Hoch hinauf will dagegen der „Cadillac Mountain“. Er ist zwar nur gut 500 Meter hoch, in Neuengland reicht das aber, um bereits mit einem baumfreien Gipfel aufwarten zu können. Das erlaubt nicht nur einen einmalig schönen Block über die Parklandschaft hinweg. Wer mag, kann hier auch morgens als allererster die Sonne erblicken, wenn sie über dem Staatsgebiet der USA aufgeht.

Landkarte

Diese Landschaft liebten alle – von den Indianern bis zu den Großindustriellen

Wissenschaftler haben belegt, dass schon vor rund 5000 Jahren Menschen auf der „Mount Desert Island“ gelebt haben. Erst viel später siedelten sich Indianer vom Stamme der Abenaki hier. In der Literatur werden sie teilweise auch als Abnaki bezeichnet. Total eindeutig dagegen ist die Schreibweise jenes Mannes, der 1604 als erster Europäer Fuß auf die Insel setzte. Der französische Entdecker Samuel de Champlain war es denn auch, der der Insel ihren Namen gab. Es sollte aber auch danach noch gut 150 Jahre dauern, bis schließlich die ersten Siedler kamen. Sie stammten, wie fast alle anderen in Neuengland auch, aus England. Die Besiedelung begann im Jahre 1761.

Das Leben dieser Pioniere ist sicher nicht leicht gewesen. Ganz sicher war es schwer im Vergleich zu jenen „Touristen“, die etwa ab der Mitte des 19. Jahrhunderts diese wunderschöne Insel für sich entdeckten und bald auch beanspruchten. Es war das ganz große Geld, das sich hier am Wochenende und in den heißen Sommern erholen wollte. Milliardäre wie Rockefeller und Ford kamen aus den unweit gelegenen Metropolen der Ostküste, um sich hier ein ungestörtes Paradies aufzubauen. Es wurde in großem Stil Land gekauft, man baute die feinsten Villen, exklusive Geschäfte und Restaurants folgten. Bis heute sind Grundstücke in dieser Gegend unglaublich teuer.

Die Superreichen, das muss man ihnen jedoch lassen, schufen nicht nur ihre eigene Luxuswelt, sie sorgten letztlich auch dafür, dass Land für einen Nationalpark reserviert wurde. Sowohl John D, Rockefeller als auch Charles William Eliot, der damalige Präsident der Harvard-Universität, kauften zusammen mit Gleichgesinnten ein riesiges Areal auf, das sie für die Nachwelt erhalten und schützen wollten. Es ist ihnen gelungen.

Essen, Schlafen, Abenteuer erleben

Der Acadia Nationalpark gehört zu den zehn meistbesuchten Parks in den USA.
Der Acadia Nationalpark gehört zu den zehn meistbesuchten Parks in den USA.

Im Acadia National Park sollte man kein Luxushotel erwarten, aber bestens schlafen kann man dort trotzdem. Jedenfalls dann, wenn man mit Zelt oder im Campervan unterwegs ist. Zünftige Lodges und kleinere Hotels gibt es in unmittelbarer Nähe des Parks. Wer sich nicht selbst versorgen möchte, der geht im Jordan Pond House essen. Geboten wird gute Küche mit einem noch besseren Ausblick.

Outdoor-Aktivitäten sind im Acadia National Park rund ums Jahr möglich. Wandern, biken, klettern, schwimmen, fischen sind nur einige Beispiele, wie man sich es sich hier in frischer Luft gutgehen lassen kann.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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