Carlsbad-Caverns-Nationalpark – Berühmt für seine Tropfsteinhöhlen

So viel sei vorweg gesagt: Wer Platzangst hat, der könnte im Carlsbad-Caverns Nationalpark ein Problem bekommen. Denn dieser Nationalpark ist vor allem für seine unterirdischen Höhlen berühmt.

So viel sei vorweg gesagt: Wer Platzangst hat, der könnte im Carlsbad-Caverns-Nationalpark ein Problem bekommen. Denn dieser Nationalpark ist vor allem für seine unterirdischen Höhlen berühmt.

Die darf der Tourist sogar, wenn er möchte, auf eigene Faust besuchen. Als einzigen Begleiter in die Wunderwelt der Tropfsteinhöhlen gibt es dann einen Audio-Guide. Falls das nur für Hartgesottene verlockend klingt, soll auch die andere Variante nicht unerwähnt bleiben. Natürlich kann man sich die Carlsbad-Caverns auch im Rahmen einer geführten Tour anschauen.

Die abenteuerliche Geschichte der Entdeckung

Im Carlsbad-Caverns-Nationalpark im Bundesstaat New Mexico gibt es 83 einzelne Höhlen, darunter die tiefste Kalksteinhöhle der USA mit einer Tiefe von 487 Metern.

Im Carlsbad-Caverns-Nationalpark im Bundesstaat New Mexico gibt es 83 einzelne Höhlen, darunter die tiefste Kalksteinhöhle der USA mit einer Tiefe von 487 Metern.

Eigentlich waren es Fledermäuse, die zu der Entdeckung der Carlsbad Höhlen geführt haben. Um das Jahr 1900 herum fiel Siedlern im US-Bundesstaat New Mexico immer wieder auf, dass enorme Schwärme von Fledermäusen in der Gegend unterwegs waren. Sie folgten ihnen und stießen nicht nur auf die Höhlen, sondern auch auf riesige Vorkommen an Guano. Damit gaben sich die meisten zufrieden; schließlich konnte man diese Vorkommen abbauen und als Düngemittel verkaufen. Doch ein Cowboy namens Jim White wollte es genauer wissen. Er war der erste, der sich weiter vorwagte und die ersten Höhlen entdeckte. Es brauchte eine lange Zeit, bis man seinen Erzählungen Glauben schenkte. Als das schließlich nach fast zehn Jahren der Fall war, dauerte es nicht mehr allzu lange, bis das Areal mit einer Größe von knapp 200 Quadratmetern zum Nationalpark deklariert wurde. Bis heute hat man knapp 90 Höhlenräume gefunden und erforscht. Ein Ende ist jedoch noch nicht in Sicht.

Bei den Arbeiten stellte sich heraus, dass die Ureinwohner der Region schon vor rund zehn- bis fünfzehntausend Jahren von den Caverns gewusst hatten. Die Indianer hinterließen am natürlichen Eingang zu den Höhlen sogar Wandzeichnungen, die bis heute erhalten sind.

Landkarte

Steter Tropfen höhlt den Stein

Die Anfänge der Entstehung der Carlsbad-Caverns liegen irgendwo in einer grauen Vorzeit vor 250 bis 280 Millionen Jahren. Damals gab es in der Region offenbar ein Binnenmeer, in dem sich nach und nach ein über 600 Kilometer langes Riff bildete. Schwämme, Algen und Muscheln blieben nach und nach dort hängen und wurden später unter weiteren Ablagerungen regelrecht begraben. Irgendwann – viele Millionen Monde später – war das Wasser des Binnenmeeres verdunstet. Als sich die Region jedoch zu heben begann, wurde das Riff wieder freigelegt. Tropfen für Tropfen sickerte über die Jahrmillionen Regenwasser ein, der zunächst Risse und Spalten verursachte und sie später immer mehr vergrößerte. Schließlich entstanden so die Höhlenräume, wie sie sich heute präsentieren.

Ganzjährige Besuchszeit mit kurzer Hauptsaison

Die Höhlen des Parks wurden am 6. Dezember 1995 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt.

Die Höhlen des Parks wurden am 6. Dezember 1995 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt.

Der Carlsbad-Caverns-Nationalpark ist das ganze Jahr über geöffnet und die Wetterverhältnisse werden nur sehr selten einen Besuch verhindern. Die Hauptsaison ist in den Monaten Juni, Juli und August. Dann kommen nicht nur Urlauber aus den USA in den Park, sondern Höhleninteressierte aus der ganzen Welt. Sie können nicht nur die Caverns erkunden und im Park wandern, sondern sich auch über die Entstehung und die Geschichte im angegliederten, sehr gut ausgestatteten Besucherzentrum informieren. Wer länger bleiben möchte, findet in Carlsbad, der nahegelegensten Stadt, gute Übernachtungsmöglichkeiten.

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