Joshua-Tree-Nationalpark – Die Farbe Grün kommt hier eher selten vor

Eines der besten Beispiele für das genaue Gegenteil von grün und schattig ist der Joshua-Tree-Nationalpark in Kalifornien.

Ein Nationalpark begeistert mit schattigen Bäumen und dichtem Grün? Meistens ja, aber beileibe nicht immer. Eines der besten Beispiele für das genaue Gegenteil von grün und schattig ist der Joshua-Tree-Nationalpark in Kalifornien.

Er liegt im südlichen Teil des US-Bundesstaats und trennt quasi die Mojave-Wüste von der Colorado-Wüste. Das spärliche Grün, das hier ab und an am namensgebenden „Joshua-Tree“ durchschimmert, ist eigentlich immer matt und staubig. Auch die Infrastruktur des Parks ist nicht unbedingt die beste. Kaum Übernachtungsmöglichkeiten, wenige gute Straßen und noch weniger Wanderwege. Und doch, Jahr für Jahr kommen über eine Million Menschen aus aller Herren Länder nach Kalifornien, um den Joshua-Tree-Nationalpark zu besuchen. Sie wollen dort nicht nur eine der interessantesten geologischen Formationen in den kalifornischen Wüsten kennenlernen, sie wollen vor allem eines: klettern. Das Gebiet wurde übrigens erst im Oktober 1994 in den Rang eines Nationalparks erhoben.

Wegweiser in eine bessere Zukunft

Joshua-Tree wurde 1936 zum National Monument und 1994 zum Nationalpark erklärt.

Joshua-Tree wurde 1936 zum National Monument und 1994 zum Nationalpark erklärt.

Im Joshua-Tree-Nationalpark bewegen sich die Besucher durch zwei unterschiedliche Ökosysteme, die durch die jeweiligen Höhenlagen bedingt sind. Im unteren, östlichen Teil des Parks dominieren die Lebensbedingungen der Colorado-Wüste. Hier trifft man auf Buschland, es wachsen Kakteen und vereinzelt Fächerpalmen. In den höheren Gegenden, ab etwa 900 Meter aufwärts, übernimmt dann sozusagen die Mojave-Wüste. Sie ist etwas kühler und feuchter und zudem die Heimat der Josua-Palmlilien, deren englische Bezeichnung „Joshua Tree“ ist. Dieser Name stammt von den Mormonen, die das Gebiet während der Pionierzeiten durchquerten. Für sie war der Baum das Sinnbild für den Propheten Josua (eng. Joshua), der die Israeliten mit seinen weit ausgebreiteten Zweigen – respektive Armen – willkommen hieß und ihnen zeigte, auf welchem Weg sie ins Gelobte Land kommen würden.

Landkarte

Aus der Not eine Tugend gemacht

Für Kletterfreaks aus aller Welt ist der Joshua-Tree-Nationalpark heute so etwas wie das Gelobte Land. Die ersten Fans dieses Outdoor-Sports kamen, weil ihre angestammten Gebiete im Yosemite-Nationalpark und in der Sierra Nevada im Winter zu verschneit und zum Teil viel zu schlecht zu erreichen waren. Doch nach und nach lernte die internationale Kletterergemeinde den Joshua-Tree-Nationalpark um seiner selbst zu schätzen. Die ungewöhnlichen Felsformationen, die in aller Regel nicht höher als 70 Meter sind, bieten buchstäblich tausende von Klettermöglichkeiten. Sie sind auch im Winter gut zu erreichen und eignen sich in ihren vielfältigen Schwierigkeitsgraden für das ganze Spektrum vom Anfänger bis hin zum Kletterprofi. Wichtig zu wissen ist, dass so gut wie alle Routen von den Nutzern selbst abgesichert werden müssen.

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Bitte vorsichtig fahren!

Der Joshua-Tree-Nationalpark ist mit dem Auto befahrbar, es gibt allerdings nicht viele Straßen.

Der Joshua-Tree-Nationalpark ist mit dem Auto befahrbar, es gibt allerdings nicht viele Straßen.

Um den Park zu genießen, muss man aber natürlich nicht unbedingt ein Kletterer sein. Es reicht, wenn man ein sicherer Autofahrer ist. Die beste Straße dürfte die „Basin Road“ sein, die vom südlichen Ende des Parks bis etwa in seine Mitte hineinführt. Wer von Norden kommt, der nimmt den Park Boulevard, um zu einigen der schönsten Sehenswürdigkeiten im Park zu gelangen. Dazu zählt unter anderem das „Lost Horse Valley“; ein Tal, in dem sich die Tier- und Pflanzenwelt von „J-Tree“, wie der Park abgekürzt gern genannt wird, zu konzentrieren scheint. Wer sich mit dem Auto auf unbefestigte Wege traut, dem sei der Aussichtspunkt „Keys View“ ans Herz gelegt, der wirklich grandiose Ausblicke auf die ungewöhnlichen Felsformationen bietet. Weitere unbedingte Highlights, die man nicht verpassen sollte, sind die Felsformationen von Jumbo Rocks, Wonderland of Rocks sowie im Indian Cove.

Die beste Reisezeit ist der Winter

Auf der Suche nach einem Reiseziel für den Winterurlaub? Dann könnte der Joshua-Tree-Nationalpark eine Idee sein. Viele erfahrene Gäste reisen immer wieder gern zum Jahreswechsel an und genießen die milden Temperaturen. Im Hochsommer ist dagegen von einem Besuch abzuraten. Dann hätte man den Park zwar mehr oder weniger für sich allein. Aber spätestens ab neun Uhr früh wird es so heiß, dass sich ein Mittel- oder gar Nordeuropäer kaum noch wohlfühlen würde.

Joshua-Tree-Nationalpark in aller Kürze

  • Der Park liegt im südlichen Kalifornien in der Nähe von Palm Springs
  • Die beste Reisezeit ist das Winterhalbjahr
  • Interessante geologische Formationen aus Felsen
  • Zwei Ökosysteme durch unterschiedliche Höhenlagen
  • Paradies für Kletterer

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