New Orleans – Die Europäerin unter Amerikas Städten

Die circa 345.000 Einwohner zählende Stadt New Orleans liegt im Süden des Bundesstaates Louisiana und ist von allen US-Städten die, welche am europäischsten wirkt.

Die circa 345.000 Einwohner zählende Stadt New Orleans liegt im Süden des Bundesstaates Louisiana und ist von allen US-Städten die, welche am europäischsten wirkt.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben viele Städte, die das Attribut „einzigartig“ verdient haben. New York zum Beispiel, oder San Francisco. Ganz sicher ist aber auch New Orleans eine der unverwechselbaren Metropolen des Landes.

Die Stadt im Süden des Bundesstaates Louisiana liegt im Delta des Mississippi direkt am Golf von Mexiko und ist von allen US-Städten die, die am europäischsten wirkt. Würde man in New Orleans nicht englisch sprechen, nun, dann könnte man sich ebenso gut in Frankreich befinden. Fast jedenfalls. Daran hat übrigens auch Hurrikan Katrina im Jahr 2005 nichts geändert. Die starken Verwüstungen durch diese Naturkatastrophe hatten nie die historisch bedeutsamen Viertel in der Innenstadt betroffen, sondern „nur“ in den etwas weiter stadtauswärts liegenden Wohngebieten gewütet. Auch dort ist inzwischen aber vieles besser geworden.

Selbst Napoleon hat hier Geschichte geschrieben

New Orleans ist bekannt für seine historische Altstadt, die auch French Quarter genannt wird. In dieser befinden sich zahlreiche Gebäude im spanischen und französischen Kolonialstil befinden.

New Orleans ist bekannt für seine historische Altstadt, die auch French Quarter genannt wird. In dieser befinden sich zahlreiche Gebäude im spanischen und französischen Kolonialstil befinden.

Es war der französische Adelige Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville, der New Orleans im Jahr 1718 gründete und dem damals noch kleinen Flecken zu Ehren des Herzogs von Orléans den Namen Nouvelle Orléans gab. Der Ort wuchs rasant und wurde bereits wenige Jahre später zur Hauptstadt von Louisiana ernannt. Die politische Lage gestaltete sich weniger gradlinig. 1762 wurde die Kolonie im Rahmen eines Geheimabkommens an Spanien verschachert, was ein Jahr später im Pariser Frieden offiziell bestätigt wurde. Es dauerte allerdings selbst danach noch ein paar Jahre, bis auch tatsächlich ein spanischer Gouverneur eingesetzt wurde. Napoleon sorgte dafür, dass die Stadt nach diversen Bränden und noch mehr politischen Winkelzügen im, Jahr 1800 wieder zurück an Frankreich ging, doch auch das währte nicht lange. Schon drei Jahre später verkaufte der kleine Korse die gesamte Kolonie am Mississippi an die Vereinigten Staaten von Amerika. 15 Millionen Dollar soll er dafür bekommen haben. Am 20. Dezember 1803 gehörte New Orleans dann offiziell zu dem jungen Staatenbund auf dem nordamerikanischen Kontinent. Ihre architektonische Prägung durch die Europäer mit dem „French Quarter“ hat die Stadt damals bereits gehabt und bis heute nicht verloren.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in New Orleans finden Sie unter www.getyourguide.de.

Spannender Kulturmix auf allen Ebenen

Doch die Europäer blieben in New Orleans nicht unter sich. Heute ist die Stadt eine großartige Mischung aus diversen Kulturen und Menschen unterschiedlichster Herkunftsländer und Kontinente. Das spürt der Reisende an allen Ecken und Enden – und ganz besonders dann, wenn er Hunger hat. In den Kochtöpfen New Orleans brodeln neben Einflüssen aus Afrika und der Karibik auch europäische Traditionen und amerikanische Zutaten mit. Herausgekommen ist eine Küche, die überall auf der Welt geschätzt und als „kreolische“ Küche bezeichnet wird. Es gibt sie auf jedem Niveau; man kann sie auf Märkten völlig unkompliziert genießen, man kann sie aber auch auf Sterneniveau kennenlernen. Das bestimmen allein der Geldbeutel und die persönlichen Präferenzen.

Mindestens ebenso vielfältig wie die Restaurants präsentiert sich auch die Musikszene. Rhythm’n‘ Blues, Jazz, Klassik, Country, Rock; es gibt im Nachtleben von New Orleans musikalisch nichts, was es nicht gibt. Wirklich typisch für die Stadt ist aber der Jazz, der hier angeblich erfunden wurde. Wer das Glück hat, einmal zum größten Festival der Stadt, dem „Mardi Gras“ in New Orleans zu sein, wird das ohne mit der Wimper zu zucken auch glauben.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in New Orleans finden Sie unter www.booking.com.

Was man nicht verpassen sollte

Im Stadtteil Garden District kann man viele herrschaftliche Villen aus dem 19. Jahrhundert bewundern.

Im Stadtteil Garden District kann man viele herrschaftliche Villen aus dem 19. Jahrhundert bewundern.

Das „French Quarter“ als Altstadt von New Orleans ist sowieso ein Muss für jeden Besucher, diesem Viertel kann man sich nicht entziehen. Tagsüber wird hier geshoppt und gegessen; nachts wird Musik gemacht, getanzt, sich ohne Hemmungen amüsiert. Es gibt Stimmen, die das nächtliche French Quarter als „zügellos“ bezeichnen; doch dazu mag jeder sich seine eigene Meinung bilden.

Der „Garden District“, ein weiteres historisches Viertel, hat dagegen einen makellosen Ruf. Hier ließen sich im 19. Jahrhundert begüterte Engländer nieder, die in der Neuen Welt Geschäfte machen wollten. Die gepflegten Villen sehen bis heute aus, als stünden sie im klassischen Arkadien. Nur die tropischen Gewächse in den Vorgärten – zum Beispiel Bananenstauden, prächtige Bougainvillea, Oleander und Jasmin – sind ein Hinweis darauf, dass man sich im heißen Süden der USA befindet. Hier präsentiert sich New Orleans von seiner gediegenen Seite und lädt zu wunderschönen Spaziergängen ein.

Für einen entspannten Tagesausflug bietet sich der Audubon Zoological Garden (6500 Magazine St.) an. Majestätische wilde Tiere wie etwa bengalische Tiger, Warane, weiße Alligatoren und Orang Utans leben hier in einem einmalig konzipierten Landschaftszoo. Der originalgetreue Nachbau eines Sumpfdorfes ist eine der zusätzlichen Attraktionen dieses Zoos.

Wie kommt man in New Orleans am besten von A nach B? Zum Beispiel mit der Straßenbahn, die das Gesamtbild der Stadt entscheidend mitprägt. Typisch für New Orleans sind zudem die „Cities of the Dead“, die Friedhöfe. Sie gehören tatsächlich zu den Touristenattraktionen, da Tote in New Orleans in Mausoleen beigesetzt werden. Erdbestattungen sind in New Orleans aus Angst vor Seuchen nicht erlaubt. Die Stadt liegt sehr tief und der Boden ist extrem feucht.

USATipps auf Facebook