North Dakota – Auf den Spuren der Indianer

Der Theodore-Roosevelt-Nationalpark ist eines der Aushängeschilder des US-Bundesstaates North Dakota.

North Dakota ist ein weites, leeres Land, das sich viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt hat. Hier lebten einst die Dakota-Indianer vom Großstamm der Sioux, deren Nachfahren bis heute hier zu Hause sind – überwiegend in Reservaten.

Fläche in qkm Einwohner Abkürzung Hauptstadt Ortszeit
183.112 672.591 ND Bismarck MEZ -7

Für alle, die an den Ureinwohnern Amerikas und an ihren Kämpfen mit den Siedlern aus Europa interessiert sind, ist North Dakota ein ideales Reiseziel. Es gibt aber auch noch ein paar andere Gründe, die für einen Trip nach North Dakota sprechen. Das Land kann zwar nicht mit spektakulär hohen Gebirgszügen aufwarten, bietet dafür aber raue Mittelgebirge mit Höhen bis zu 1000 Metern. Dazu kommen interessante Flussläufe, schöne Seen und weite, menschenleere Prärien. Das sind ideale Voraussetzungen für einen naturorientierten Urlaub mit großartigen Möglichkeiten für Sport und Outdoor-Aktivitäten.

Lage und Landschaften

North Dakota liegt im mittleren Norden der Vereinigten Staaten von Amerika und bildet dort einen Teil der Staatsgrenze zu Kanada. Das Land grenzt dort an die Provinzen Saskatchewan und Manitoba. Im Westen heißt der Nachbar Montana, im Süden ist es South Dakota und im Osten ist Minnesota der Nachbar – jenseits des „Red River of the North“ und des „Bois de Sioux River“. Weite Teile von North Dakota sind vergleichsweise flach bis allenfalls sanft hügelig. Doch das Land ist fruchtbar und so gibt es dort viele Farmen, die gute Erträge erwirtschaften. Dennoch ist die Abwanderung junger Leute in andere Bundesstaaten ein Problem, das die Politik bislang noch nicht in den Griff bekommen hat. Für den Touristen bedeutet das lediglich, dass er ein Land vorfindet, das weder zersiedelt noch überlaufen ist. Nur die Bundesstaaten Vermont und Wyoming haben noch weniger Einwohner pro Quadratkilometer als North Dakota.

Landkarte

Der Theodore Roosevelt National Park

In North Dakota lebten einst die Dakota-Indianer vom Großstamm der Sioux.

In North Dakota lebten einst die Dakota-Indianer vom Großstamm der Sioux.

Ein Besuch des Theodore Roosevelt National Parks sollte unbedingt auf dem Programm eines jeden Besuchers stehen. Es lohnt sich zum einen wegen der außergewöhnlichen Landschaft, die es hier zu bestaunen gibt. Auf 285 Quadratkilometern bekommt man Ödland, Prärien und die Feuchtgebiete rund um den Fluss „Little Missouri“ zu sehen. In diesem Naturparadies leben heute wieder amerikanische Bisons, Mustangs, Kojoten und Präriehunde. Der Besuch lohnt sich aber auch wegen der Hinterlassenschaft seines Namensgebers. Theodore Roosevelt war der 26. Präsident der USA und er besaß auf dem Gebiet des heutigen Nationalparks eine Ranch. Die „Elkhorn Ranch“ kann bis heute besucht werden. Im Gedenken an Roosevelt wird nach wie vor eine Herde von Longhorn-Rindern rund um den Besitz gehalten; diese Tiere schätzte der Präsident ganz besonders. Seine Aufenthalte auf der Ranch und die Beobachtungen, die er hier anstellte, machten aus dem Politiker einen überzeugten Naturschützer. Während seiner Präsidentschaft, gründete er unter anderem fünf Nationalparks und den US Forest Service, der heute rund 110 Nationalwälder unterhält.

Die Gedenkstätten der Ureinwohner

Das Erbe der Indianer lebt in North Dakota weiter. Vielleicht liegt es an der vielerorts unveränderten Landschaft, dass sich ihr Geist hier so deutlich erhalten zu haben scheint. Vielleicht liegt es aber auch an den Gedenkstätten, die man hier besuchen kann. Viele davon konzentrieren sich rund um die heutige Hauptstadt Bismarck, sodass es sich anbietet, einen Besuch der Hauptstadt und der Gedenkstätten zu kombinieren. Unter der Bezeichnung „Medicine Rock State Historic Site“ wartet ein uralter sakraler Ort der Indianer heute auf Besucher. Etwa aus dem Jahr 1550 stammen die Ruinen eines Indianerdorfes, das als „Double Ditch Indian Village“ ausgeschildert ist. Sogar bis ins 13. Jahrhundert reicht eine Indianersiedlung bei Bismarck zurück, die unter dem Namen „Menoken Indian Village State History Site“ zu finden ist. Eines der bewegendsten Monumente ist das Grabmal des legendären Häuptlings „Sitting Bull“ nahe Mobridge – an der Biegung eines Flusses. Ob seine sterblichen Überreste dort tatsächlich begraben sind, steht zwar nicht hundertprozentig fest; zumindest aber erinnert die Stätte sehr eindrucksvoll an ihn und an die Leiden seines Volkes.

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Interessante Museen

Das Erbe der Indianer lebt in North Dakota weiter. So finden sich hier viele Gedenkstätten alter Indianerstämme.

Das Erbe der Indianer lebt in North Dakota weiter. So finden sich hier viele Gedenkstätten alter Indianerstämme.

Vertiefen kann man all diese Eindrücke im Museum. In der Stadt Bismarck etwa stellt das „North Dakota Heritage Center“ viele Gegenstände aus dem einstigen indianischen Alltag aus. Das „Tofthagen Library und Museum“ in der Nähe von Grand Forks stellt als Paradestück die Friedenspfeife von Häuptling Sitting Bull aus. Zeitgenössische amerikanische Kunst gibt es dann direkt in Grand Forks im „North Dakota Museum of Art“ zu bestaunen. Eine der berühmtesten Industrien der USA, die Filmbranche, lässt in dem Ort Dickinson grüßen. Das „Mystic Theatre“ dort wurde 1914 errichtet und ist somit eines der ältesten Kinos der gesamten Vereinigten Staaten.

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