Montana – Ein erstklassiges Reiseziel für echte Naturliebhaber

Es ist ganz schön leer in diesem US-Bundesstaat, dessen Name „Montana“ schon andeutet, was dort statt Straßen und Gebäuden Platz hat: Natur. Berge, Flüsse, Seen, Tiere und Pflanzen.

Man stelle sich ein Land vor, das noch ganz etwas größer ist als Deutschland und in dem knapp eine Million Menschen leben. Das ist ungefähr die Hälfte der Einwohnerzahl von Hamburg. Es ist also ganz schön leer in diesem US-Bundesstaat, dessen Name „Montana“ schon andeutet, was dort statt Straßen und Gebäuden Platz hat: Natur. Berge, Flüsse, Seen, Tiere und Pflanzen.

Landschaften, die in ihrer Großartigkeit manchmal wirklich atemberaubend sind und die heute als Nationalparks streng geschützt werden. Montana gehört zu den „Mountain States“ der USA, zu jenen Bundesstaaten also, die von den Rocky Mountains durchzogen werden. Jedes Jahr im Sommer verdrei- bis vervierfacht sich die Zahl der Menschen in Montana. Zu mehreren Millionen strömen sie aus aller Welt in den äußersten Norden der USA, um den Glacier-Nationalpark zu erleben. In Montana liegt darüber hinaus auch ein Teil des weltberühmten Yellowstone-Nationalparks. Es wäre allerdings ein Irrtum zu glauben, dass Montana allein vom Tourismus lebt. Das Land ist überaus reich an Bodenschätzen, was auch durch seinen Spitznamen „Treasure State“ (deutsch: Land der Schätze) belegt ist. Ob Erdöl oder Kohle, ob Kupfer, Silber oder Gold, alles ist hier im Überfluss vorhanden.

Der Besuchermagnet ist der Glacier-Nationalpark

Mehr als 1.150 verschiedene Pflanzenarten sorgen für die wunderschöne Flora des Glacier-Nationalparks.

Mehr als 1.150 verschiedene Pflanzenarten sorgen für die wunderschöne Flora des Glacier-Nationalparks.

Die USA haben viele Nationalparks, aber der Glacier-Nationalpark in Montana ist wirklich etwas Besonderes. Rund zweieinhalb Millionen Besucher machen sich jedes Jahr auf den Weg an die Grenze zu Kanada, um seine Landschaften, seine Flora und Fauna kennenzulernen. Auch Wissenschaftler zieht der Park magisch an. Da die über 4000 Quadratkilometer Parkfläche bereits seit 1910 unter Schutz stehen, gelten seine vielen unterschiedlichen Ökosysteme als so gut wie ungestört. Das Leben im Park wird seitdem akribisch dokumentiert. So ist der Glacier auch zum Referenzgebiet für alle geworden, die sich mit dem Klimawandel und der Bedrohung durch die Erderwärmung befassen. Wer einfach „nur“ als Tourist kommt, der wird solche Probleme aber angesichts der überwältigenden Naturschönheit vergessen. Die Rocky Mountains schwingen sich hier zu einer Höhe von fast vier Kilometern auf, die Gipfel sind schnee- und eisbedeckt, es gibt über 700 (!) Seen, dazu zahllose Flüsse und Bäche. Wer im Herbst kommt, der kann hunderte, wenn nicht tausende von Weißkopfseeadlern beobachten, die sich im Südwesten des Parks am Lake McDonald und am McDonald Creek treffen.

Ein weiterer großer Anziehungspunkt für Touristen in Montana ist der Yellowstone-Nationalpark. Er wird von über vier Millionen Menschen im Jahr besucht; sein Gebiet erstreckt sich aber auch auf Wyoming und Idaho.

Landkarte

Der Goldrausch hat eine Geisterstadt hinterlassen

Mit den ersten Europäern, die Mitte des 18. Jahrhunderts in Montana ankamen, änderte sich das Leben dort schnell. Zunächst waren die Händler nur an Tierfellen und Pelzen interessiert, doch schon bald kam es auch aus anderen Gründen zu Konflikten mit den indianischen Ureinwohnern. Als schließlich etwa hundert Jahre später am Grasshopper Creek Gold gefunden wurde, gab es kein Halten mehr. Das Land wurde von Abenteurern und Goldgräbern überschwemmt, die unter anderem den Ort „Nevada City“ gründeten. Er liegt ganz in der Nähe des kleinen Ortes Virginia City. Während dort aber nach wie vor gearbeitet und gelebt wird, ist Nevada City nur noch von einer Handvoll Menschen besiedelt, die sich überwiegend um das Freilichtmuseum kümmern, zu dem die Stadt geworden ist. Etwa hundert Gebäude aus der Zeit des Goldrauschs können hier besichtigt werden, darunter die Schule und der Saloon. Um noch einmal die Größenverhältnisse klarzustellen: Selbst in Virginia City leben nicht mehr als 150 Leute.

Montana urban

Little Bighorn Battlefield National Monument ist eine Gedenkstätte im Süden des US-Bundesstaates Montana. Sie erinnert an die Schlacht am Little Bighorn.

Little Bighorn Battlefield National Monument ist eine Gedenkstätte im Süden des US-Bundesstaates Montana. Sie erinnert an die Schlacht am Little Bighorn.

Montana ist zwar überwiegend wegen seiner großartigen Natur und seiner schönen Landschaften bekannt, aber es gibt in diesem Bundesstaat natürlich auch Städte. Die Einwohnerzahlen spiegeln freilich wider, wie wenig Menschen hier tatsächlich leben. So ist Billings mit gut 100.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes und die einzige mit einem internationalen Flughafen. Nicht wenige Reisende wählen den Weg über Billings, um zum Yellowstone Nationalpark zu gelangen. In der Stadt selbst sollten sie das „Yellowstone Art Museum“ (401 N 27th St) besuchen. Es ist das größte Museum für zeitgenössische Kunst in Montana. Von Billings aus ist es zudem nicht weit bis zum Indianerreservat der „Crow“ sowie zum Mahnmal an die Schlacht am „Little Big Horn“. Diese Schlacht dürfte die berühmteste Indianerschlacht überhaupt im Wilden Westen gewesen sein. Auf keinen Fall sollte man zudem den „Pictograph Cave State Park“ versäumen, der nur wenige Kilometer südöstlich der Stadt liegt. Dort können über 4500 Jahre alte Höhlen besichtigt werden, in denen sogar einige Malereien erhalten geblieben sind.

Billings mag die größte Stadt von Montana sein, die wichtigste, und damit die Hauptstadt, ist Helena. Hier konzentriert sich sowohl die administrative als auch die finanzielle Macht des Bundesstaates. Die Stadt ist noch jung, sie wurde erst 1864 gegründet. Die meisten Besucher sind Geschäftsreisende oder Leute aus Montana, die hier Verwaltungsangelegenheiten zu regeln haben. Touristen erwartet eine gepflegte, gemütliche Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Wer Lust auf Sightseeing hat, der sollte sich das Kapitol ansehen, wo eine Nachbildung der New Yorker Freiheitsstatue steht.

Montana in aller Kürze

  • Viertgrößter Bundesstaat der USA und gleichzeitig einer der bevölkerungsärmsten
  • Heimat des Glacier Nationalparks und von Teilen des Yellowstone Nationalparks
  • Die Geisterstadt Nevada City ist unbedingt sehenswert
  • Billings ist die größte Stadt des Landes mit internationalem Flughafen
  • Das „Yellowstone Art Museum“ befindet sich in Billings
  • Unweit der Stadt können 4500 Jahre alte Höhlen besichtigt werden
  • Indianer vom Stamme der Crow leben hier in einem nahen Reservat
  • Mahnmal an die Indianerschlacht am „Little Big Horn“
  • In Helena steht eine Nachbildung der New Yorker Freiheitsstatue

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