Montana - Ein erstklassiges Reiseziel für echte Naturliebhaber

Partner von Marco Polo

Montana ist nicht unbedingt der Bundesstaat, an den man bei einer Reise in die USA als Erstes denkt. Und wenn, dann vor allem wegen seiner einzigartigen Landschaften wie dem Glacier-Nationalpark, in dem sich mit dem Triple Divide Peak ein Wasserscheidepunkt befindet, von dem aus das Wasser in drei Ozeane fließt. Es ist ein Staat, in dem mehr Grizzlybären als sonst in den USA und mehr Kühe als Menschen leben. Denn Einwohner gibt es in Montana nur knapp über eine Million.

Inhaltsverzeichnis
Montana in Zahlen, Daten und Fakten | Geografische Lage und Ausdehnung | Wetter und Klima in Montana | Bevölkerung von Montana | Die 10 größten Städte von Montana | Montana für Touristen | Wirtschaft und Infrastruktur von Montana | Montana und Politik | Ein Ausflug in die Geschichte von Montana

Doch auch das kulturelle Erbe von Montana ist eindrucksvoll und das nicht nur, weil es der einzige Bundesstaat der USA ist, dessen Verfassung das kulturelle Erbe der amerikanischen Ureinwohner respektiert und sich dem Erhalt von deren kultureller Integrität verschrieben hat. Es sind Sehenswürdigkeiten wie Butte’s Berkeley Pit, Polebridge Mercantile und Montanas Dinosaur Trail, die den Bundesstaat zu einem begehrten Reiseziel in den Vereinigten Staaten von Amerika machen. Der Spitzname Montanas, „Treasure State“, ergibt sich durch die vielen Bodenschätze wie Erdöl, Kohle, Kupfer, Silber und Gold, die dort zu finden sind. Der Name Montana selbst leitet sich wohl vom spanischen Wort für Berg „montaña“ ab.

Montana in Zahlen, Daten und Fakten

  • Fläche: 380.838 km²
  • Einwohner: 1.068.778 (2019)
  • Mitglied der USA seit: 8. November 1889
  • Zeitzone: Mountain – UTC−7/−6
  • Höchste Erhebung: Granite Peak (3901 m)
  • Tiefster Punkt: Kootenai River (549 m)
  • Durchschnittliche Höhe: 1035 m
  • Hauptstadt: Helena
  • Staatsmotto: Oro y Plata (Gold und Silber)
  • Offizielle Website: https://mt.gov

Landkarte

Geografische Lage und Ausdehnung

Montana liegt im Nordwesten der USA und ist der viertgrößte Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Im Norden grenzt Montana an Kanada, genauer gesagt an die kanadischen Provinzen British Columbia, Alberta und Saskatchewan. Im Osten grenzt der Treasure State an North Dakota und South Dakota, während im Süden Wyoming und im Süden und Südwesten des Bundesstaates Idaho liegt. Der Bundesstaat ist in 56 Countys gegliedert.

Montana gehört zu den Mountain States und wird im Westen von den Rocky Mountains und im Osten von weiten Ebenen, den Great Plains, geprägt. Auch ein kleiner Teil des Yellowstone-Nationalparks liegt im Bundesstaat. Die wichtigsten Flüsse sind der Missouri River, der Milk River, der Flathead River und der Yellowstone River. Auch der kürzeste Fluss der Welt, der Roe River, fließt durch den Treasure State. Der Flathead Lake ist der größte See des Bundesstaates.

Wetter und Klima in Montana

Der Glacier-Nationalpark ist ein Nationalpark in den Rocky Mountains.
Der Glacier-Nationalpark ist ein Nationalpark in den Rocky Mountains.

Montana gilt mit einer durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur von nur 14 Grad als eine der kältesten Regionen in den USA. Das Klima ist im Treasure State an sich warm und gemäßigt, aber deutlich wechselhafter als in Deutschland. Niederschläge sind während des ganzen Jahres zu verzeichnen. Der Monat mit den meisten Niederschlägen ist der Juni, der mit den wenigsten Niederschlägen der Januar. Wärmster Monat ist der Juli, der kälteste Monat der Januar. Der Sommer bzw. die Zeit von Mai bis September gilt aufgrund der wärmeren Temperaturen als beste Reisezeit. Wintersportler sollten Ihren Montana-Besuch am besten in die Monate von Dezember bis Februar legen.

Bevölkerung von Montana

Montana ist einer der bevölkerungsärmsten Bundesstaaten der USA. Denn hier leben nur ein wenig mehr als eine Million Einwohner, obwohl es sich beim Treasure State um den viertgrößten Bundesstaat der Vereinigten Staaten handelt. Es ist ein Paradies für Ruheständler und Naturliebhaber, die sich immer mehr in Montana ansiedeln. Jüngere Menschen und alteingesessene Farmerfamilien verlassen den Treasure State allerdings zunehmend.

Weiße machen mit 89 Prozent den größten Bevölkerungsanteil unter den Einwohnern aus, gefolgt von amerikanischen Ureinwohnern. Der Anteil an Schwarzen unter den Einwohnern ist vergleichsweise gering. Lateinamerikaner sind mit etwa vier Prozent vertreten. Es leben etwas mehr Männer als Frauen in Montana.

Mitgliederstärkste Religionsgemeinschaft in Montana ist die katholische Kirche, gefolgt von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika und der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).

Die indianische Bevölkerung Montanas

In Montana leben insgesamt dreizehn Indianerstämme. Es handelt sich dabei um die Kootenai, Blackfoot, Assiniboine, die Nördlichen Cheyenne, die Salish und Anishinabe, die Cree, die Pend d’Oreille, die Gros Ventre, die Chippewa, die Sioux, die Crow und die Little Shell. Etwa zwei Drittel der amerikanischen Ureinwohner leben in einem Indianerreservat des Bundesstaats. Eine Ausnahme bildet der Stamm der Little Shell. Insgesamt gibt es im Bundesstaat sieben Indianerreservate.

In Montana gibt es folgende Indianerreservate:

  • Blackfeet Indian Reservation (Blackfeet)
  • Crow Reservation (Absarokee)
  • Flathead-Indianerreservat (Salish, Pend d‘Oreille und Kutenai)
  • Fort Belknap Reservation (Gros Ventre, Assiniboine)
  • Fort Peck Indian Reservation (Dakota, Assiniboine)
  • Northern Cheyenne Indian Reservation (Cheyenne)
  • Rocky Boy’s Reservation (Cree, Chippewa)

Die 10 größten Städte von Montana

  1. Billings (109.431)
  2. Missoula (72.125)
  3. Great Falls (58.990)
  4. Bozeman (45.121)
  5. Butte-Silver Bow (34.814)
  6. Helena (31.212)
  7. Kalispell (22.621)
  8. Havre (9.762)
  9. Anaconda-Deer Lodge County (9.100)
  10. Miles City (8.576)

Montana für Touristen

Das Little Bighorn Battlefield National Monument erinnert an die Schlacht am Little Bighorn im Jahre 1876.
Das Little Bighorn Battlefield National Monument erinnert an die Schlacht am Little Bighorn im Jahre 1876.

Die größte Attraktion im Bundesstaat im Nordwesten der USA ist auf jeden Fall der Glacier-Nationalpark. Rund 80 Prozent der Besucher buchen nur seinetwegen einen Urlaub in diesem nur wenige Einwohner zählenden Bundesstaat, weshalb der Park für den Tourismus von großer Bedeutung ist.

Doch der Glacier-Nationalpark ist bei Weitem nicht die einzige Sehenswürdigkeit im Treasure State. Wie wäre es beispielsweise mit einem Besuch im Little Bighorn Battlefield National Museum, der Geisterstadt Nevada City, Berkely Pit oder mit einem Besuch bei Polebridge Mercantile? Montana hat jede Menge Sehenswürdigkeiten für Kultur- und Naturliebhaber zu bieten. Und auch die Städte sind nicht zu verachten.

Kulturdenkmäler und kulturelle Sehenswürdigkeiten in Montana

Die Bighorn Canyon National Recreation Area ist ein 487 km² großes Erholungsgebiet.
Die Bighorn Canyon National Recreation Area ist ein 487 km² großes Erholungsgebiet.

Montana kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken, in der sich vieles um den Goldrausch und den Konflikt zwischen Siedlern und Indianern dreht. Zeugen dieser bewegten Zeiten, die bereits seit Jahrzehnten der Vergangenheit angehören, sind Geisterstädte wie Nevada City. Noch weiter zurück liegen die Zeiten der Dinosaurier, auf deren Spuren es sich entlang des Dinosaur Trails wandern lässt. Montanas Dinosaurierpfad verbindet insgesamt vierzehn Museen, State Parks und einige andere Attraktionen im Zentrum und Osten des Bundesstaates in denen Sie mehr über die Riesenechsen erfahren können, die einst unsere Erde bevölkerten.

Sehr beliebt sind außerdem folgende kulturelle Sehenswürdigkeiten:

  • Little Bighorn Battlefield National Monument: Der Name Little Bighorn ist wohl den meisten bekannt. Dieser Bereich erinnert an die Schlacht der 7. Kavallerie der US-Armee unter George Armstrong Custer und der Indianer der Lakota, der Dakota-Sioux, Arapaho und Cheyenne unter ihren Führern Sitting Bull, Crazy Horse und Gall. Es war der letzte bewaffnete Versuch der Indianer, ihre Lebensweise zu bewahren. Und es gelang ihnen, zumindest diese Schlacht für sich zu entscheiden. Der Schauplatz dieser geschichtsträchtigen Schlacht kann heute als National Monument besichtigt werden.
  • Big Hole National Battlefield: Am 9. August 1877 als der Morgen gerade anbrach, erschütterten Gewehrschüsse die kalte Luft in einem Schlaflager der Nez Perce. Als sich der Rauch am 10. August lichtete, waren fast 90 Nez Perce und 31 Soldaten und Freiwillige tot. Die Gedenkstätte wurde zu Ehren aller dort befindlichen Personen angelegt.
  • Grant-Kohrs Ranch National Historic Site und Museum: Sie möchten in die Geschichte des Wilden Westens eintauchen? Dann sollten Sie unbedingt einmal die Grant-Kohrs Ranch National Historic Site und das angeschlossene Museum besuchen. Hier finden Sie eine reiche Palette an Artefakten aus den alten Zeiten, die von Nähnadeln über Wagen bis hin zu Lederriemen reichen. Über 35.000 Artefakte aus einem der legendären Rinderimperien des Westens sind hier ausgestellt und machen die Welt erlebbar, in der die Menschen zwischen 1860 und 1960 auf der Ranch lebten und arbeiteten.
  • Pompeys Pillar National Monument: Das Pompeys Pillar National Monument ist eine Felsformation im südlichen Zentrum von Montana. Pompeys Pillar war Teil des ursprünglichen Louisiana Purchase im Jahr 1803 und repräsentiert das Erbe des frühen Westens und seiner Entwicklung. Hier gibt es Zeugnisse der amerikanischen Ureinwohner, der frühen Entdecker, Pelztierjäger, der US-Kavallerie, der Entwicklung der Eisenbahn und der frühen Siedler von denen viele Spuren ihrer Geschichte in diesem Sandstein hinterließen. Einer der bekanntesten Besucher der Sandsteinsäule dürfte wohl Captain William Clark mit seiner Führerin Sacagawea und einer elf Mann starken Truppe im Rahmen der Lewis- und Clark-Expedition gewesen sein. Kein geringerer als Clark ritzte am 25. Juli 1806 seine Unterschrift und sein Datum in den Felsen und hielt dies in seinem Tagebuch fest. Die historische Unterschrift ist bis heute erhalten geblieben und kann besichtigt werde.
  • Upper Missouri River Breaks National Monument: Das Upper Missouri River Break National Monument enthält eine spektakuläre Reihe an biologischen, historischen und geologischen Objekten von Interesse. Das Monument erstreckt sich von Fort Benton bis zum Charles M. Russell National Wildlife Refuge und umfasst unter anderem Abschnitte des Lewis and Clark National Historic Trails und des Nez Perce National Historic Trails.



Booking.com

Nationalparks und Naturdenkmäler in Montana

  • Glacier-Nationalpark: Der Glacier National Park ist durch seine majestätischen Gipfel, die Gletscher, die unberührten Wäldern, die alpinen Wiesen und die unberührten Seen mit Sicherheit die Hauptattraktion des Bundesstaates Montana und sollte bei einem Besuch auf keinen Fall fehlen. Der Nationalpark ist insbesondere während der Sommermonate ein Paradies für Wanderer, die die unberührte Wildnis und die Einsamkeit lieben. 6 Amphibienarten, 276 Vogelarten, diverse Fische und Insekten, 71 Säugetierarten und 3 Reptilienarten warten darauf, entdeckt zu werden. Und wer nicht nur Gletscher und Tiere bestaunen möchte, kann auch die alten Zeiten durch historische Chalets, Lodges und die berühmte Going-to-the-Sun Road wiedererleben.
  • Yellowstone-Nationalpark: Der Yellowstone National Park ist der älteste Nationalpark der Welt und besonders für seine zischenden Geysire, und die blubbernden, schmatzenden Schlammtöpfe bekannt. Der Nationalpark liegt zu 96 Prozent im Bundesstaat Wyoming. Ein kleiner Teil des Nationalparks (3 Prozent) befindet sich aber in Montana, so dass sich der einzigartige Park samt seiner Geysire auch vom Treasure State aus erkunden lässt.

    Unter den Tieren sind vor allem die Bisons zu nennen. Von diesen stolzen Tieren leben rund 5.000 rund um das Gebiet des Yellowstone-Nationalparks. Eine vergleichsweise geringe Zahl, wenn man bedenkt, dass es einst über 60 Millionen waren, die über die Ebenen zogen.

    Doch die Bisons drängen aus dem Nationalpark und gefährden die Rinder der Farmer, weshalb Jahr für Jahr mehrere hundert Bisons geschlachtet werden. Um dieses Problem zu umgehen und so viele Tiere wie möglich vor dem Schlachthaus zu retten, werden nun seit einigen Jahren Tiere ins Reservat Fort Peck im Nordosten Montanas umgesiedelt. Mittlerweile ist die Zahl der Tiere im Reservat auf 375 Exemplare angewachsen. Geplant ist, dass die Bisons später durch die Indianerstämme der Assiniboine und Sioux dort nach Stammestradition gejagt werden können.

  • Bighorn Canyon National Recreation Area: Die ausgedehnte, wilde Landschaft der Bighorn Canyon National Recreation Area bietet Besuchern unvergleichliche Möglichkeiten, in die Natur einzutauchen und die Wunder dieses außergewöhnlichen Ortes zu erleben. Hier können Sie eine erstaunliche Vielfalt an Ökosystemen, Wildtieren und mehr als 10.000 Jahre menschlicher Geschichte entdecken.
  • Lewis & Clark National Historic Trail: Der Lewis and Clark National Historic Trail ist fast 8.000 Kilometer lang und erstreckt sich von Pittsburgh, Pennsylvania, bis zur Mündung des Columbia River in der Nähe des heutigen Astoria im Bundesstaat Oregon. Der Weg folgt den historischen Hin- und Rückwegen der Lewis- and Clark-Expedition sowie dem Vorbereitungsabschnitt von Pittsburgh, Pennsylvania, nach Wood River in Illinois.

Lohnenswerte Aktivitäten in Montana

Der Bundesstaat im Nordwesten der Vereinigten Staaten von Amerika ist ein Paradies für Naturliebhaber und Menschen, die gerne mehr über die Geschichte der Indianer und den Wilden Westen erfahren möchten und gerne in der ein oder anderen Geisterstadt Nostalgie tanken möchten.

  • Wandern und Campen: Die einzigartigen Landschaften mit ihren vielen Flüssen, der Glacier-Nationalpark mit seinen Gletschern und Bergen, Yellowstone und kulturelle Stätten wie der Ort, an dem die berühmte Schlacht am Little Bighorn stattfand, das alles und mehr macht Montana zu einem begehrten Ziel für Menschen, die die Natur lieben. Sie können hier besonders während der Sommermonate wunderbar durch die schönen Landschaften wandern, die Gletscher bestaunen oder in einem der Nationalparks oder an anderen zugelassenen Orten campen. Auch Fischen, Jagen und Klettern sind sehr beliebt.
  • Städte besichtigen: Die größte Stadt in Montana ist zweifellos Billings. Sehr sehenswert sind hier etwa das Moss Mansion Museum, das Yellowstone Art Museum und der Zoo von Montana. Für Familien mit Kindern lohnt der Besuch im The Reef Indoor Water Park. Wer sich für Lewis und Clark interessierte sollte zudem unbedingt die Stadt Missoula anfahren. Die Stadt ist unter anderem der Schauplatz des Films „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ von Robert Redford. Rund 60 Kilometer von der Stadt entfernt befindet sich auch die am besten erhaltene Geisterstadt Montanas, die Garnet Ghost Town.

    Die Hauptstadt Helena selbst befindet sich zwischen dem Yellowstone-Nationalpark und dem Glacier-Nationalpark. Ursprünglich als Minenstadt in der Goldrausch-Zeit gegründet eröffnet sich von der Hauptstadt aus sich wunderschöner Ausblick auf die schönsten Regionen der Rocky Mountains. Nicht umsonst ist Montana als „Big Sky Country“ also „Land des weiten Himmels“ bekannt.

    Daneben gibt es im Bundesstaat aber auch sehr viele malerische Kleinstädte, die Sie sich im Rahmen Ihrer Reise nicht entgehen lassen sollten. Sehr schöne Kleinstädte sind zum Beispiel Whitefish, Big Timber und Choteau.

  • Seen besuchen: Neben dem großen Flathead Lake nennt Montana auch viele schöne, kleinere Seen sein Eigen. Absolut malerisch sind der Lake McDonald im Flathead County, der Saint Mary Lake im Glacier County und der Avalanche Lake im Glacier-Nationalpark.
  • Wintersport treiben: Montana gilt im Winter als Paradies für Skifahrer. Es gibt insgesamt 16 Skigebiete im Bundesstaat, von denen Bridger Bowl bei Bozeman und das Red Lodge Mountain Resort bei Red Lodge wohl die bekanntesten sind.
  • Eine Rundreise unternehmen: Montana ist auch ein hervorragender Ausgangspunkt, um eine Rundreise durch den Bundesstaat und die angrenzenden Staaten jenseits der Grenze zu unternehmen. Neben Idaho im Südwesten lohnen auch die anderen Staaten des „Great American West“, South Dakota und Wyoming, auf jeden Fall einen Besuch. Es gibt hier sehr viele schöne Strecken, die Sie mit dem Mietwagen, Camper oder Motorrad befahren können und viele Schätze, die Sie unterwegs entdecken können.
  • An heißen Quellen entspannen: Über die Fläche des Bundesstaats Montana verteilt befinden sich zahlreiche natürliche heiße Quellen, in deren Nähe oftmals Spas und Resorts errichtet wurden. Eine dieser Ressourcen befindet sich zum Beispiel in Bozeman in der Nähe des Yellowstone-Nationalparks.

Wirtschaft und Infrastruktur von Montana

Der Glacier-Nationalpark liegt an der Grenze zu Kanada.
Der Glacier-Nationalpark liegt an der Grenze zu Kanada.

Montana ist reich an Bodenschätzen. Hier kommen unter anderem Kupfer, Gold, Edelsteine und Silber vor. Jedoch sind diese Bodenschätze bereits ausgeschöpft, was wohl nicht zuletzt dem Goldrausch zu verdanken ist. Ein Zeugnis dieser Zeit ist die Kupfermine von Butte. Noch heute von Bedeutung sind Erdöl, Erdgas und Kohle. Wichtigster Erwerbszweig der Bürger ist jedoch die Landwirtschaft. Besonders im Süden wird Rinder und Viehzucht betrieben. Im Nordosten gibt es weniger Viehzüchter, hier herrscht der Ackerbau vor. So werden in Montana zum Beispiel Weizen, Mais und Gerste angebaut, wobei die Gerste auch in den zahlreichen Kleinbrauereien des Bundesstaates zum Einsatz kommt. Wein wird im Bundesstaat ebenfalls angebaut. Der Tourismus-Sektor wächst seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, was wohl nicht zuletzt dem beliebten Glacier-Nationalpark mit seinen Gletschern zu verdanken ist. Tendenziell gilt der Mountain State eher als Niedriglohnregion.

Die Infrastruktur von Montana ist zufriedenstellend aufgebaut. Die wichtigsten Straßenverbindungen sind die Interstate 90 und 94 sowie die U.S. Routes 2 und 12. Ein internationaler Flughafen befindet sich mit dem Billings Logan International Airport in Billings. Ein weiterer befindet sich mit dem Bozeman Yellowstone International Airport in Bozeman.

Montana und Politik

Montana ist kein Swing State. Bei den Präsidentschaftswahlen tendieren die Bewohner des Treasure State meist für die Republikaner. Bei den Kongresswahlen machen dagegen meist die Demokraten das Rennen. Gouverneur von Montana ist seit 2013 der Demokrat Stephen Clark Bullock.

Ein Ausflug in die Geschichte von Montana

Die Gegend des heutigen Montana war Funden zufolge bereits seit über 10.000 Jahren besiedelt. Als älteste Fundstätten gelten Indian Creek, Mill Iron und Myers-Hindman. Die heute in Montana ansässigen Stämme wanderten relativ spät ein. Zu diesen Stämmen gehörten die Crow in Süden, die Cheyenne im Südosten, die Blackfeet, Assiniboine und die Gros Ventres im Zentrum und im Norden und die Kootenai und Salish im Westen. Die Pend d’Oreille siedelten um den Flathead-See, während die Kalispel in den westlichen Bergen lebten.

Die ersten Europäer im heutigen Montana waren die beiden Händler Louis-Joseph und François de la Vérendrye im Jahr 1743. Nachdem das Land im Rahmen des Louisiana Purchase 1803 an die USA übergegangen war, wurde das Gebiet von den Forschern der Lewis- und Clark-Expedition von 1804 bis 1806 erkundet. Ihnen folgten die Pelzhändler, die Alkohol, Krankheiten und ein neues Wirtschaftssystem zu den Indianern brachten. Der Pelzhandel fand jedoch durch den Rückgang der Biber und den Verlust der Beliebtheit des Biberhutes Mitte des 19. Jahrhunderts größtenteils ein Ende.

Die erste dauerhafte Siedlung war die Mission der Heiligen Maria im Bitterroot Valley. Mit den Missionaren kamen die Landwirtschaft und ein Sägewerk in den Treasure State. Mehr oder weniger friedliche Zeiten.

Doch dann kam der Goldrausch in den 1860er Jahren, der in Virginia City, Bannack und Diamond City 1865 seinen Anfang nahm und 1866 bis 1869 seinen Höhepunkt erreichte. Mit dem Goldrausch kam es zu einem raschen Zustrom von immer mehr Weißen und die Konflikte zwischen den Indianern und den Weißen nahmen zu, da die Indianer den Zugang zu ihren traditionellen Jagdgründen verloren. Es kam zu geschichtsträchtigen Schlachten. Die Sioux und die Cheyenne siegten 1876 in der Schlacht am Little Bighorn und Häuptling Joseph und die Nez Perce gewannen im Jahr 1877 eine Schlacht im Big-Hole-Becken. Doch am Ende konnten die Indianer der US-Armee nicht standhalten.

In den Tälern des Westens entstanden indes Rinderfarmen. Die Eisenbahn folgte in den 1880er Jahren, bis Montana schließlich 1889 zu einem Bundesstaat der USA erklärt wurde. Rinder- und Schaffarmen nutzten weiterhin die reichlich vorhandenen Weideflächen des Staates, bis eine lange anhaltende Dürre nach dem Ersten Weltkrieg zahlreiche Farmer in den Ruin trieb. Die Nachkriegszeit prägte ein langsamer Übergang zu einer dienstleistungsorientierten Wirtschaft und weg von der Landwirtschaft und der Gewinnung von Bodenschätzen.