Great-Sand-Dunes-Nationalpark – Viele Berge aus Sand

Der Name ist Programm: Im US-Nationalpark „Great Sand Dunes“ erleben die Besucher die größten Dünen der Vereinigten Staaten. Ihr Schutz ist das oberste Anliegen des Parks, der im Bundesstaat Colorado liegt.

Der Name ist Programm: Im US-Nationalpark „Great Sand Dunes“ erleben die Besucher die größten Dünen der Vereinigten Staaten. Ihr Schutz ist das oberste Anliegen des Parks, der im Bundesstaat Colorado liegt.

Dennoch, der Name ist auch eine glatte Untertreibung. Denn den grandiosen Hintergrund zu der an sich schon beeindruckenden Dünenlandschaft bilden hohe, schneebedeckte Berge. Auf dem Gelände des Nationalparks gibt es zudem klare Bergseen, Kiefernwälder, Sümpfe und eine Tundra. Insgesamt also mehr als genug Gründe, die Great Sand Dunes zu besuchen. Sie befinden sich rund 230 Kilometer südlich von Denver, das über einen internationalen Flughafen verfügt. Von dort aus ist man in wenigen Stunden in jenem etwa 60 Kilometer breiten Becken des Nationalparkgeländes. Es liegt im San Luis Valley, zwischen dem San-Juan-Gebirge und der Sangre de Cristo Range.

Spaß und Spiel in Dünen, Bergen und Bächen

Colorado kann sich über einen Mangel an großartiger Berglandschaft wahrlich nicht beklagen. Das wissen nicht nur Wintersportfans. Aber in den Great Sand Dunes setzt die Natur wirklich nochmal einen drauf. Wer mag, kann hier an einem Tag baden gehen, von Sanddünen herunterrutschen, wandern und schließlich auch unter alpinen Bedingungen klettern gehen. Die Liste der Freizeitaktivitäten ist also beeindruckend lang. Das Herzstück, das auch den Status als Nationalpark sichert, aber sind und bleiben die Dünen. Diese wirklich riesigen Sandberge sind die größten der Vereinigten Staaten. Sie bedecken rund 80 Quadratkilometer an Fläche und sind bis zu 230 Meter hoch.

Landkarte

Die Dünen verändern sich kontinuierlich

Die Sanddünen des Great-Sand-Dunes-Nationalparks sind rund 12.000 Jahre alt.

Die Sanddünen des Great-Sand-Dunes-Nationalparks sind rund 12.000 Jahre alt.

Wenn es um Dünen geht, dann bleiben Messwerte wie Höhe und Breite naturgemäß immer etwas vage. Die Form der Dünen verändert sich kontinuierlich. Von einem Tag auf den andern wird man eine andere Dünenlandschaft erleben; auch, wenn das für das Auge nicht immer sichtbar ist. Es wird angenommen, dass die Great Sand Dunes vor etwa 12.000 Jahren entstanden sind. Es war ein langsamer Prozess, der die Sandablagerungen sowohl des Rio Grande als auch seiner Nebenflüsse durch ständige westliche Winde aufwirbelte und durch das Tal wehte. Auf der Ostseite lagerten sich die Sandkörner dann wieder ab und türmten sich nach und nach auf. Dieser Vorgang findet bis auf den heutigen Tag statt und ist die Ursache dafür, dass sich die Dünen nach wie vor verändern.

Allerdings, diese Veränderung betrifft vor allem die trockenen Sandkappen auf den höchsten Punkten der Dünen. Knapp darunter bleibt der Sand statisch. Warum? Das San Luis Tal ist reich an Bächen und kleinen Wasserläufen. Der Sand saugt die Feuchtigkeit auf und wird dadurch so schwer, dass der Wind ihn nicht mehr wegwehen kann.

Das Spiel der ewigen Veränderung findet aber nicht nur oben auf den Dünen statt. Es kann auch am Fuß der Sandberge beobachtet werden, vor allem im Medano Creek. Dieser Bach, der in der Nähe des Besucherzentrums liegt und in dem auch nach Herzenslust gebadet werden darf, kann einfach kein stabiles Bett entwickeln. Kontinuierlich rieselt hier neuer, frischer Sand ein, der das verhindert. Stattdessen bilden sich Unterwasserdünen in Miniaturformat. Sie entstehen und brechen zusammen, entstehen neu und brechen wieder in sich zusammen – unablässig. Durch dieses Naturphänomen kann es in dem eigentlich ganz ruhigen Creek manchmal sogar Wellen geben. Das freut dann vor allem die Kinder, die darin baden. Apropos Kinder und Jugendliche. Sie haben ganz sicher auch ihren Spaß am „Sandboarding“ und „Sand Sledding“. Für beides benötigt man eine Art Skateboard, auf dem man wahlweise stehend oder sitzend von den Dünen hinuntersaust. Die Boards sind im Besucherzentrum erhältlich.

Wir bleiben über Nacht!

Sand und kleine Steine wurden huer über Jahrtausende zu Dünen aufgehäuft. Dieser Vorgang dauert an und ändert täglich die Form der Dünen.

Sand und kleine Steine wurden huer über Jahrtausende zu Dünen aufgehäuft. Dieser Vorgang dauert an und ändert täglich die Form der Dünen.

Nicht nur tagsüber kann man in den Great Sand Dunes viel erleben. Auch die Nächte habe es in sich, denn im Nationalpark leben viele nachtaktive Tiere. Bei klarem Wetter ist der Nachthimmel zudem geradezu magisch. Das Sternengefunkel und die sanft rollenden Dünen ergeben ein Gefühl, als befinde sich der Besucher in der tiefsten Wüste.

Es lohnt sich also aus mehr als einem Grund, im Nationalpark zu übernachten. Man kann sich dafür in Lodges einmieten oder einen Campingplatz buchen. Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in der Nähe des Great-Sand-Dunes-Nationalparks finden Sie unter www.booking.com. Auch bei der Verpflegung richtet sich jeder Gast nach seinen eigenen Möglichkeiten ein. Für Selbstversorger gibt es Picknick-Plätze und Geschäfte, die alles Lebensnotwendige anbieten. Im Park direkt gibt es zwar nur ein einziges Restaurant („Oasis“), aber in unmittelbarer Nachbarschaft haben Gäste eine gute Auswahl an Restaurants.

Übrigens, wenn hier keine Angaben zu Öffnungszeiten und Saisons stehen, dann hat das einen einfachen Grund: Die Great Sand Dunes sind 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet.

Great-Sand-Dunes-Nationalpark

  • In Colorado gelegen, 230 Kilometer südlich von Denver
  • Die Dünen sind bis zu 230 Meter hoch und bedecken eine Fläche von 80 Quadratkilometern
  • Das Alter der Dünen wird auf 12000 Jahre geschätzt
  • Westliche Winde verändern bis heute jeden Tag die Form der Dünen
  • Übernachtungsmöglichkeiten in Lodges und auf Campingplätzen
  • Der Parks ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet

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