Colorado – der Jahrhundertstaat in den Rocky Mountains

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Unendliche Prärie, majestätische Berge, rauschende Flüsse und Wüsten. Dinosaurierfossilien, Indianerkunst, uralte Felsenwohnungen, Schmalspureisenbahnen, perfekte Skipisten und zahlreiche Naturwunder. Das ist Colorado. Der Bundesstaat im westlichen bis zentralen Teil der USA, in dem Abenteuerträume wahr werden.

Inhaltsverzeichnis
Colorado in Zahlen, Daten und Fakten | Geografische Lage und Ausdehnung | Hotels, Apartments und Ferienwohnungen | Warme heiße Sommer und kalte schneereiche Winter | Bevölkerung von Colorado | Die 10 größten Städte von Colorado | Colorado für Touristen | Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten | Wirtschaft und Infrastruktur | Colorado – Politik | Ein Ausflug in die Geschichte des Bundesstaates

Colorado
Aurora | Colorado Springs | Denver | Routen zum Indian Summer | Skigebiete

Colorado ist Teil der Mountain States und der höchstgelegene Bundesstaat der USA mit einer mittleren Höhe von 2.073 Metern. Der Bundesstaat, der von den Rocky Mountains durchzogen wird, wird auch Jahrhundertstaat genannt, weil er genau hundert Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1876 aus dem Colorado-Territorium hervorging.

Seinen Namen verdankt der Bundesstaat mit seinen atemberaubenden Naturschönheiten übrigens dem Colorado River, rötlichen („colorado“) Schlamm mit sich führt.

Colorado in Zahlen, Daten und Fakten

  • Fläche: 269.601 km2
  • Einwohner: 5.607.154 (2017)
  • Mitglied der USA seit: 1. August 1876
  • Zeitzone: UTC-7 MST
  • Höchste Erhebung: Mount Elbert (4401 Meter)
  • Tiefster Punkt: Arikaree River (1021 Meter)
  • Durchschnittliche Höhe: 2073 Meter
  • Hauptstadt: Denver
  • Staatsmotto: Nil sine numine

Landkarte

Geografische Lage und Ausdehnung

Colorado befindet sich im westlichen Teil der USA und ist von insgesamt sieben Staaten umschlossen. Während der Bundesstaat im Norden an Wyoming und im Osten an Nebraska und Kansas grenzt, liegt im Süden die Grenze zu New Mexico. Von Texas trennt Colorado nur der relativ kleine Landstreifen des Oklahoma Panhandles und mit Arizona gibt es schließlich überhaupt keinen richtigen gemeinsamen Grenzverlauf. Nur an der südwestlichsten Ecke von Colorado treffen beide Staaten zusammen.

Colorado ist einer der drei Staaten der USA, der über keine natürliche Staatsgrenze verfügt. Stattdessen wurde seine Ausdehnung nahezu ausschließlich entlang von Längen- und Breitengraden festgelegt. Der Bundesstaat ist in etwa rechteckig und reicht etwa von 37° N bis 41° N und 102° W bis 109° W.

Colorado ist einer der Vier-Ecken-Staaten der USA

Denver ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado.
Denver ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado.

Der Jahrhundertstaat gehört zusammen mit New Mexico, Arizona und Utah zu den „Four Corners“, den Vier-Ecken-Staaten der USA. Diese Konstellation ist einzigartig und mit einem speziellen Monument gekennzeichnet.

Colorado ist im Zentrum und im Westen von den südlichen Rocky Mountains durchzogen. Die wichtigsten Gebirge im Staat sind das San-Juan-Gebirge im Südwesten, die Sawatchkette im Zentrum, die östlichen Ausläufer der Rocky Mountains und die Front und Sangre de Christo Range. Durch diese weiten Gebirgsketten entstanden auch einige Talbecken im Bundesstaat. Die Colorado-Hochebene befindet sich westlich der Rockies.

Außerdem führt die kontinentale Wasserscheide durch den Jahrhundertstaat, in dem mit dem Colorado River, dem Arkansas River und dem Rio Grande drei der wichtigsten Flüsse Nordamerikas mit einer Länge von jeweils über 2.000 Kilometern ihr Quellgebiet haben. Colorado besitzt insgesamt ganze 2.183 natürliche Seen, von denen viele in und um den Rocky-Mountain-Nationalpark liegen. Der größte natürliche See im Jahrhundertstaat ist der Grand Lake.

Die Rocky Mountains

In den Rocky Mountains gibt es viele atemberaubende Landschaften zu entdecken.
In den Rocky Mountains gibt es viele atemberaubende Landschaften zu entdecken.

Wer über Colorado spricht, muss auch über die Rocky Mountains sprechen, die sich in Kanada und den USA befinden. Die südlichen Rocky Mountains durchziehen den Bundesstaat im Zentrum und im Westen. Unter anderem befindet sich der höchste Berg der Rocky Mountains im Jahrhundertstaat. Die Bergkette ist ein beliebtes Reiseziel für Camper, Wanderer, Naturliebhaber und Bergsteiger.

Die Great Plains

Die Great Plains sind eine riesige Steppenlandschaft, die sich durch das Zentrum der Vereinigten Staaten zieht. Sie beginnen östlich der Rockies und werden innerhalb des Jahrhundertstaats als High Plains bezeichnet. An der Grenze zu Kansas bilden sie mit 1.021 Metern den tiefsten Punkt Colorados.

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Warme heiße Sommer und kalte schneereiche Winter

In Colorado herrscht kontinentales Klima mit warmen, teils heißen Sommern und kalten, schneereichen Wintern. Wer den Bundesstaat besucht, kann sich über 300 Sonnentage pro Jahr freuen. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei etwa 400 bis 500 Millimeter pro Jahr. Extrem sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Besonders im Sommer ist es tagsüber oft sehr heiß und trocken, wird aber nachts empfindlich kalt.

Bevölkerung von Colorado

Colorado Springs ist die zweitgrößte Stadt des US-Bundesstaates Colorado.
Colorado Springs ist die zweitgrößte Stadt des US-Bundesstaates Colorado.

Im Jahr 2017 lag die geschätzte Bevölkerungszahl von Colorado bei 5.607.151 Menschen. Das sind einige mehr als beim Census 2010, als nur 5.029.196 Einwohner gezählt wurden. Das Bevölkerungswachstum liegt in Colorado überdurchschnittlich hoch, besonders in den Bezirken Douglas und El Paso, die südlich von Denver liegen.

Der Großteil der Einwohner sind Weiße (81,3 Prozent), gefolgt von den Schwarzen oder Afroamerikanern mit 4 Prozent, den asiatischen Amerikanern mit 2,8 Prozent und den Indianern mit 1,1 Prozent. 7,2 Prozent der Bevölkerung entfallen unter Sonstige und 20,7 Prozent bezeichnen sich als Hispanics.

Darüber hinaus machen die Menschen mit deutschen Wurzeln in Colorado mit 22 Prozent die größte Gruppe aus. Mexikanische Vorfahren haben 18 Prozent der Bevölkerung, während die Menschen mit irischen und englischen Wurzeln 12 Prozent der Einwohner ausmachen. Offizielle Sprache im Jahrhundertstaat ist Englisch, jedoch wird vor allem im Süden auch viel Spanisch gesprochen.

64 % der im Jahrhundertstaat lebenden Menschen gehören einer christlichen Kirche an. Die meisten davon sind Protestanten. Auf Einwohner mit römisch-katholischer Religionszugehörigkeit entfallen 16 Prozent, die Mormonen sind mit 2 Prozent in Colorado vertreten. Die nicht-christlichen Glaubensrichtungen machen 5 Prozent aus. 29 % der Bewohner Colorados sind laut Angaben des Pew Research Centers nicht religiös.

Die meisten Großstädte befinden sich entlang einer nordsüdlich verlaufenden Linie im Bundesstaat. Im Westen gibt es fast nur Kleinstädte.

Die 10 größten Städte von Colorado

  1. Denver (600.158)
  2. Colorado Springs (416.427)
  3. Aurora (325.078)
  4. Fort Collins (143.986)
  5. Lakewood (142.980)
  6. Thornton (118.772)
  7. Pueblo (106.595)
  8. Arvada (106.433)
  9. Westminster (106.114)
  10. Centennial (100.377)

Zahlen gemäß Volkszählung 2010.

Colorado für Touristen

Colorado hat für seine Besucher zahlreiche Attraktionen zu bieten, die die Herzen höherschlagen lassen. Wer möchte, kann im Jahrhundertstaat auf den Spuren der gigantischen Dinosaurier wandeln, heiße Quellen besuchen, den Staat mit dem Nostalgiezug erkunden, historische Orte, Geisterstädte, Casinos und Vergnügungsparks erleben, Skifahren und tief in die einzigartige Natur des Bundesstaates eintauchen.

Auf den Spuren der Dinosaurier durch Colorado

Colorado besitzt ein reiches Kulturerbe, das von den Indianern und von der Eroberung des Westens durch die Weißen geprägt wurde. Die ältesten historischen Stätten des Staates gehen allerdings auf eine Zeit zurück, die bereits viele Millionen Jahre zurückliegt. Denn einst streiften die größten Landtiere aller Zeiten durch das Gebiet des heutigen Colorado und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Spuren von Allosaurus, Apatosaurus, Stegosaurus, Diplodocus und vielen weiteren Dinosauriern aus dieser Zeit zu entdecken.

Das Dinosaur National Monument

Das Dinosaur National Monument ist ein Schutzgebiet an den Ausläufern der Uinta Mountains – einem Gebirgszug der Rocky Mountains.
Das Dinosaur National Monument ist ein Schutzgebiet an den Ausläufern der Uinta Mountains – einem Gebirgszug der Rocky Mountains.

Das bekannte Dinosaurier-Monument befindet sich im Nordwesten Colorados in den südöstlichen Ausläufern der Uinta Mountains. Der östliche Teil des National Monuments liegt in Colorado, der weltberühmte Dinosauriersteinbruch mit etwa 1.500 Dinosaurierfossilien in der Felswand der Dinosaur Quarry Exhibit Hall allerdings in Utah. Der Dinosaur National Park mit dem Canyon Visitor Center in Colorado ist perfekt geeignet, um die wunderbare Natur des Staates zu erleben. Urlauber können dort Vögel beobachten, Campen, Schwimmen, Wandern, Kanufahren, Rafting betreiben, Angeln und vieles mehr erleben. Nur wenige Kilometer von Denver entfernt befindet sich das Dinosaur Ridge mit einer der bemerkenswertesten Sammlungen natürlicher Dinosaurierspuren und -fossilien der Welt.

Auf den Spuren der Cowboys und Indianern durch den Wilden Westen

Der Mesa-Verde-Nationalpark liegt im südwestlichen Teil des US-Bundesstaates Colorado.
Der Mesa-Verde-Nationalpark liegt im südwestlichen Teil des US-Bundesstaates Colorado.

Colorado ist ohne Ausnahme ein fantastisches Ziel für all diejenigen, die schon immer einmal den Wilden Westen erleben und mehr über vergangene Zeiten erfahren wollten. Nach wie vor gibt es dort Bergbaustätte und viele verlassene Geisterstädte unter anderem im Gilpin County (Apex, Nevadaville und Russell Gulch).

Für Indianerinteressierte sind der Mesa-Verde-Nationalpark, das Hovenweep National Monument und das Anasazi Heritage Center im Südwesten lohnende Anlaufstellen. Aber auch Galerien, Festivals, Museen und Orte wie das Ute Indian Museum und das Koshare Indian Museum sowie die Panoramastraße „Trail of the Ancients“ lohnen einen Besuch.

Ebenfalls sehr schön sind der Lariat Loop Scenic und Historic Byway, der durch den Denvers Mountain Park führt. Während der Fahrt können Sie das Grab und Museum von Buffalo Bill, das Hiwan Homestead Museum, das Colorado Railroad Museum und den bekannten Mountain Park „Red Rocks“ besichtigen.

Zahlreiche historische Festungen aus der Zeit der Eroberung des Westens, wie Bent’s Old Fort am Santa Fe Trail, die Forts Garland und Uncompahgre und das Museum of Northwest Colorado mit einer der besten Cowboy-Sammlungen des Landes runden die Attraktionen für Wild-West-Interessierte im Jahrhundertstaat ab.

Der Silverton Heritage Pass gewährt darüber hinaus Zugang zu den drei wichtigsten Bergbauattraktionen in Silverton. Enthalten sind unter anderem Touren in der Mayflower Gold Mill und der Old-100-Mine.

Mit der Nostalgiebahn durch Colorado

In Colorado verkehren zahlreiche historische Eisenbahnen aus den 70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts auf den Schienenwegen, die heute als Museumsbahnen betrieben werden.

Darunter die:

  • Durrango und Silverton Narrow Gauge Railroad im San-Juan-Gebirge
  • Cumbres und Toltec Scenic Railroad an der coloradianisch-neumexikanischen Grenze
  • Georgetown Loop Railroad in Georgetown

Die schönsten Strecken

  • Schmalspureisenbahnstrecke zwischen Cripple Creek und Victor: Die sieben Kilometer lange Fahrt mit der Schmalspurbahn führt vorbei an ehemaligen Goldgräberorten und durch den historischen Ort Victor.
  • Cumbres & Tolec Zugfahrt: Die 103 Kilometer lange Strecke zwischen Antonito in Colorado und Chama in New Mexico gilt als die längste und höchste Schmalspurzugstrecke Nordamerikas. Durch die offenen Besichtigungswagen lässt sich fantastisch die wunderschöne Landschaft des Jahrhundertstaates genießen.
  • Schmalspureisenbahnstrecke zwischen Durango & Silverton: Diese schöne Bahnfahrt in original restaurierten Personenwagen aus dem Jahr 1880 führt an verlassenen Bergwerken, unberührten Wäldern und am wilden Animas River vorbei und macht unter anderem in der alten Goldgräberstadt Silverton Halt. Früher wurden auf der historischen Strecke Gold und Silber transportiert.
  • Historischer Goldgräbereisenbahnpark Georgetown Loop: Die historische Schmalspurbahn zwischen dem Georgetown und dem Silver Plume Depot ist eine der Hauptattraktionen in Georgetown. Mit der Eisenbahn aus dem Jahr 1884 geht es hier in rund eineinviertel Stunden von einem Ort zum anderen. Wer möchte, kann außerdem noch an einer Minentour teilnehmen.
  • Southern Railroad, Leadville, Colorado: In Leadville wird die Geschichte des Bergbaus und der Eisenbahnen in Colorado lebendig. Und das bei einer atemberaubenden Aussicht auf das Arkansas River Valley.
  • Manitou und Pikes Peak Zahnradbahn: Die Zahnradbahn auf den 4.300 Meter hohen Pikes Peak ist die höchste Zahnradbahn der Welt und bietet eine tolle Aussicht. Derzeit ist der Betrieb eingestellt, jedoch soll die Bahn im Jahr 2021 mit neuer Technik wieder eröffnet werden.
  • Royal Gorge Scenic Railway: Die kleine Standseilbahn mit ihren offenen Wagen bietet eine tolle Aussicht auf die Berge von Sangre de Cristo und die Region um Royal Gorge.
  • Royal Gorge Route Railroad: Mit einer Eisenbahn aus den 50er Jahren geht es durch einen der spektakulärsten Canyons der USA und das bei grandioser Aussicht.

Ranchurlaub in Colorado

In Colorado gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu reiten.
In Colorado gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu reiten.

Und wem das noch nicht reicht, kann im Land der Cowboys und Indianer auch bei einem Ranchurlaub den Geist des alten wilden Westens erleben. Wer möchte, kann auf Touristenranches über Weiden und ins Gelände reiten, Rinder hüten und zusammentreiben, den Umgang mit dem Lasso üben und an Reitwettkämpfen, Nachtritten und Familienrodeos teilnehmen. Die Angebote reichen von reinen Arbeitsfarmen bis hin zu richtigen Luxusressorts.

Viele der Ranches, von denen sich zahlreiche in der großen Ebene im Osten aber auch im Bergland der Rocky Mountains befinden, bieten auch zusätzliche Aktivitäten wie ein spezielles Kinderprogramm, Mountainbike fahren, Wandern, Schwimmen oder sogar Fahrten mit dem Heißluftballon an.

Kulturdenkmäler und kulturelle Sehenswürdigkeiten in Colorado

Colorado besitzt ein reiches kulturelles Erbe und zahlreiche historische Artefakte. Insgesamt befinden sich im Jahrhundertstaat zwei National Historic Sites (Bent’s Old Fort bei La Junta und Sand Creek Massacre), vier National Historic Trails (California Trail, Old Spanish Trail, Pony Express Trail, Santa Fe Trail), 15 National Historic Landmarks sowie ganze 1.551 Bauwerke und Stätte, die im National Register of Historic Places eingetragen sind.

Ebenfalls sehr sehenswert ist das Holzkarussel im Kit Carson County mit seinen 46 handgeschnitzten Holztierfiguren. Es ist das einzige seiner Art, bei dem auf Tieren und Kulissen noch die ursprüngliche Farbe vorhanden ist.

Eine national bedeutsame Sammlung dekorativer Kunst des 20. Jahrhunderts ist im Kirkland Museum of Fine and Decorative Art zu finden. Für Kunstinteressierte lohnt darüber hinaus ein Besuch in Steamboat Springs und im Denver Art Museum, in dem eine bedeutende Ausstellung indianischer Handwerkskunst zu finden ist. Einzigartig ist auch das Red Rocks Amphitheater in der Nähe von Denver, in dem schon viele Größen der Musikbranche wie die Beatles, U2 oder Bruno Mars auftraten.

Nationalparks und Naturdenkmäler in Colorado

Die Sanddünen des Great-Sand-Dunes-Nationalparks sind rund 12.000 Jahre alt.
Die Sanddünen des Great-Sand-Dunes-Nationalparks sind rund 12.000 Jahre alt.

In Colorado leben mehr als 960 Tierarten und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um zu wandern, zu klettern, zu campen, zu reiten oder Mountainbike zu fahren. In den Flüssen des Staates können Wildwassersportarten wie Kajak, Paddeln oder Raften ausgeübt werden.

Tausende Kilometer gut erhaltener Wanderwege ziehen sich durch die Berge, Wälder und Ebenen des Jahrhundertstaats und besonders die wunderschönen Nationalparks sind ein absolutes Muss für Naturliebhaber, die Colorado besuchen.

Liste der Nationalparks in Colorado

Es gibt in Colorado insgesamt vier Nationalparks:

Liste der Nationaldenkmäler in Colorado

Im Jahrhundertstaat befinden sich acht Nationaldenkmäler:

  • Browns Canyon National Monument
  • Canyons of the Ancients National Monument
  • Chimney Rock National Monument
  • Colorado National Monument
  • Dinosaur National Monument
  • Florissant Fossil Beds National Monument
  • Hovenweep National Monument
  • Yucca House National Monument

Liste der Nationalwälder in Colorado

11 Nationalwälder laden im Bundesstaat zum Erkunden ein:

  • Arapaho National Forest
  • Grand Mesa National Forest
  • Gunnison National Forest
  • Pike National Forest
  • Rio Grande National Forest
  • Roosevelt National Forest
  • Routt National Forest
  • San Isabel National Forest
  • San Juan National Forest
  • Uncompahgre National Forest
  • White River National Forest

Der NPS weist darüber hinaus für Colorado insgesamt fünfzehn National Natural Landmarks und mit der Curecanti National Recreation Area eine National Recreation Area aus.

Skifahren in Colorado

Aspen beherbergt eines der bekanntesten Skigebiete der USA.
Aspen beherbergt eines der bekanntesten Skigebiete der USA.

Die Rocky Mountains sind das mit Abstand bekannteste Paradies für Wintersportliebhaber in den USA und bieten mit 15.783 Hektar die größte Fläche an Skipisten in Nordamerika. Der Pulverschnee dort ist ebenso legendär, wie der rekordverdächtige Schneefall und die vielen wunderbaren Bergorte, die zu einem unvergesslichen Winterurlaub im Bundesstaat einladen.

Liste der Skigebiete in Colorado

Im Jahrhundertstaat gibt es zahlreiche bekannte Skigebiete, die bei Touristen wie Einheimischen gleichermaßen beliebt sind:

  • Arapahoe Basin
  • Aspen Highlands
  • Aspen Mountain
  • Beaver Creek Resort
  • Breckenridge Ski Resort
  • Buttermilk
  • Copper Mountain
  • Crested Butte
  • Durango Mountain Resort
  • Eldora
  • Howelsen
  • Keystone
  • Loveland Ski Area
  • Monarch
  • Powderhorn
  • Silverton
  • Ski Cooper
  • Snowmass
  • Solvista
  • Steamboat
  • Sunlight
  • Telluride
  • Vail
  • Winter Park

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Colorado finden Sie auf www.getyourguide.de.

Wirtschaft und Infrastruktur

Colorado ist einer der wirtschaftlich erfolgreichsten Bundesstaaten der USA mit einer eindrucksvollen Dichte an Firmen, die in der wissenschaftlichen Forschung und der Hightech-Branche tätig sind. Der Jahrhundertstaat ist reich an Bodenschätzen, einige der größten Erdöl- und Erdgasfelder liegen dort, es ist reich an Schiefergas und zudem ist der Staat der größte Molybdänerzeuger der Erde. In den Bergen wird vor allem Schaf- und Rinderzucht betrieben. Darüber hinaus spielen der Anbau von Mais, Weizen, Kartoffel, Luzerne, Obst, Wein und Zuckerrüben eine Rolle. Die größten Hochschulen sind unter anderem die drei Standorte des University of Colorado Systems.

Der Jahrhundertstaat verfügt über eine gute Infrastruktur. Das Straßennetz mit einer Länge von rund 140.000 Kilometern ist auf einer Strecke von fast 15.000 Kilometern für den Fernverkehr ausgebaut. Das gilt insbesondere für die Interstate Highways, die die wichtigen Zentren Colorados miteinander verbinden. Dabei ist der Autobahnring um den Großraum Denver der wichtigste Verkehrsknotenpunkt. Von dort aus starten Interstate Highways in fünf Himmelsrichtungen.

Das Schienennetz Colorados ist 4.800 Kilometer lang und wird täglich von zwei Fernverkehrszugpaaren der Amtrak bedient. Fahrten mit dem California Zephyr und dem Southwest Chief sind besonders zu empfehlen.

Der Denver International Airport ist der flächenmäßig größte Flughafen der USA und Luftfahrt-Drehkreuz der United Airlines. Von Colorado Springs aus wird außerdem eine Anbindung zu den Drehkreuzen in Richtung Los Angeles, Dallas und Minneapolis angeboten. Weitere bedeutende Regionalflughäfen sind Gran Junction, Gunnison, Durango und Aspen.

Colorado – Politik

Colorado galt einst als Einzugsgebiet der Republikaner, wurde jedoch mit der Urbanisierung der Landeshauptstadt Denver im Laufe der Zeit immer mehr zum Swing State. Am konservativsten und Hauptquelle republikanischer Stärke im Jahrhundertstaat ist Colorado Springs, während um Denver vor allem die Demokraten dominieren. Im Repräsentantenhaus ist Colorado derzeit mit drei Republikanern und einer Mehrheit von vier Demokraten vertreten. Im Senat wird Colorado in der aktuellen Amtszeit durch einen Seniorsenator der Demokraten und einen Juniorsenator der Republikaner vertreten. Derzeitiger Gouverneur ist der Demokrat Jared Polis. Sein Vorgänger, John Hickenlooper, wird bei der Präsidentschaftswahl 2020 für die Demokraten kandidieren.

Colorado ist neben Washington ein Bundesstaat der USA, in dem eine Legalisierung von Cannabis als Genussmittel stattfand und Anbau, Verkauf und Besitz von Marihuana in kleinen Mengen erlaubt sind.

Ein Ausflug in die Geschichte des Bundesstaates

Der Red Rocks Park ist ein Gebirgspark Denvers an den Ausläufern der Rocky Mountains.
Der Red Rocks Park ist ein Gebirgspark Denvers an den Ausläufern der Rocky Mountains.

Die erste bekannte Besiedelung des heutigen Colorados reicht in die Zeit um 400 nach Christus zurück. Damals siedelten westliche Ausläufer der indianischen Fremont-Kultur bis in den Osten Colorados. Angehörige der Anasazi-Kultur lebten zudem bereits 1.000 Jahre vor Ankunft der ersten Europäer im heutigen Mesa-Verde-Nationalpark und errichteten dort eindrucksvolle Bauwerke, wie den Cliff Palace.

Wann der erste Europäer einen Fuß in das Gebiet des heutigen Colorado setzte und mit dessen Erkundung begann, ist nicht genau bekannt. Man vermutet, dass es die Spanier zu Anfang des 17. Jahrhunderts waren. Der südöstliche Teil des Jahrhundertstaates wurde 1706 von Juan de Uribarri für das spanische Königreich beansprucht. Auch die westlichen Teile Colorados blieben Territorium der Spanier (Neuspanien), auch wenn die US-Amerikaner 1803 Teile von Colorado im Rahmen des Louisiana Purchase von Frankreich erwarben und ab 1806 im Rahmen der Pike-Expedition bis in die östlichen Ausläufer der Rocky Mountains vordrangen.

Eine dauerhafte Besiedlung in größerem Maße fand aber erst um 1830 statt, als Bent’s Fort am Santa Fe Trail errichtet wurde. Das Fort stellte einen wichtigen Handelsplatz zwischen den Weißen und den amerikanischen Ureinwohner dar. San Luis war 1851 die erste dauerhafte Siedlung im heutigen Bundesstaat.

Der Goldrausch sorgte für Spannungen zwischen Indianern und Weißen

Um 1860 wurde die Region um Black Hawk, Central City, Nevadaville und Idaho Springs zu einem Zentrum des Goldrauschs.
Um 1860 wurde die Region um Black Hawk, Central City, Nevadaville und Idaho Springs zu einem Zentrum des Goldrauschs.

Die Beziehung zwischen den Indianern und den Weißen war in den High Plains zunächst freundlich. Dies änderte sich jedoch in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als in Kalifornien Gold gefunden wurde und immer mehr Siedler auf der Suche nach Reichtum durch die Great Plains und die Rocky Mountains strömten. Die Spannungen verstärkten sich, als 1858 auch am Zusammenfluss von South Platte und Cherry Creek auf dem Gebiet des heutigen Denver Gold gefunden wurde.

Die Siedler gründeten am Fluss und in den umliegenden Bergen größere Siedlungen und die Region um Black Hawk, Central City, Nevadaville und Idaho wurde 1860 zum Zentrum des Goldrausches. Denver City wurde bereits 1858 gegründet und 1865 schließlich in Denver umbenannt. Die Gründung des ersten Colorado-Territoriums ereignete sich 1861. Nachdem 1870 das Schienennetz für die Eisenbahngesellschaft ausgebaut wurde, wurde Colorado 1876 schließlich zum 38. Bundesstaat der USA. Der Silberboom erreichte Colorado im Jahr 1879.

Die Eingliederung in die Union sorgte für Streitigkeiten mit den Cheyenne und Arapaho, denen im Vertrag von Fort Laramie 1851 ursprünglich das Gebiet zugesprochen worden war. Sie setzten sich dagegen zur Wehr und überfielen Postkutschen und ermordeten auch einzelne Siedler. Zur Vergeltung drang die Colorado-Kavallerie am 29. November 1864 in ein unbefestigtes Indianerdorf ein und ermordete dort 133 Männer, Frauen und Kinder. Das Gemetzel ging als Sand-Creek-Massaker in die Geschichte ein und hatte fünf weitere Jahre kriegerischer Auseinandersetzungen zur Folge, die mit der Niederlage und Umsiedelung der Indianer in Reservate endeten. Dann kam die Wirtschaftskrise. Sie beeinträchtigte Colorado stark, viele Städte wurden zu Geisterstädten, andere wie die populären Wintersportorte Aspen, Breckenridge und Vail fanden neue Einnahmequellen im Tourismus. Der Rocky-Mountain-Nationalpark als große Touristenattraktion Colorados wurde 1915 eröffnet.

Amokläufe in Colorado

Colorado landete in den letzten zwanzig Jahren immer wieder aufgrund von Amokläufen in den internationalen Schlagzeilen. Traurige Berühmtheit erlangte Colorado am 20. April 1999, als während des Amoklaufs in der Columbine High School in der Nähe von Littleton fünfzehn Menschen starben und weitere 24 verletzt wurden. Im Jahr 2004 zerstörte ein Einwohner des Städtchens Granby mit einem selbstgepanzerten und bewaffneten Bulldozer dreizehn Häuser und verursachte einen Schaden von mehr als sieben Millionen Dollar. Ein weiterer Amoklauf ereignete sich am 12. Juli 2012 in der Stadt Aurora während einer Kinoaufführung des Films „The Dark Knight Rises“. Beim Amoklauf von Aurora wurden zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt.