„Highway“ ist ein weiter Begriff und bedeutet nicht automatisch Autobahn. „Freeway“ beschreibt eine Straße mit getrennten Richtungsfahrbahnen und vollständig kontrolliertem Zugang über Anschlussstellen. „Interstate“ bezeichnet dagegen die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Fernstraßennetz.
Werbung: Der folgende Mietwagenvergleich ist ein Affiliate-Link. Bei einer Buchung darüber können wir eine Provision erhalten.
Mietwagen für deine USA-Reise
Vergleiche Angebote und prüfe vor der Buchung auch die Mautbedingungen des jeweiligen Vermieters.
- Interstates
- U.S. Highways und U.S. Routes
- State Highways und örtliche Straßen
- Mautstraßen: Zahlung mit dem Mietwagen vorbereiten
- Orientierung
- Sehenswerte Nebenstrecken
- Straßenzustandsberichte
- Straßenzustandsberichte unter der Rufnummer 511
- Reisen auf Highways
Interstates
Interstate Highways sind die autobahnähnlichen Fernstraßen der USA. Auf den üblichen Freeway-Abschnitten sind die Richtungsfahrbahnen getrennt; du erreichst sie über Anschlussstellen statt über gewöhnliche Kreuzungen. Die Abkürzung besteht aus „I“ und der Routennummer, beispielsweise I-75. Die Routenschilder sind rot-blau mit weißer Schrift. Für die Reiseplanung sind Interstates vor allem schnelle Verbindungen zwischen Regionen und Städten.
Nummerierung der Autobahnen
Bei den ein- und zweistelligen Interstate-Hauptrouten stehen ungerade Nummern grundsätzlich für Nord-Süd-Verbindungen und gerade Nummern für Ost-West-Verbindungen. Die Nord-Süd-Nummern steigen im Allgemeinen von Westen nach Osten, die Ost-West-Nummern von Süden nach Norden.
Dreistellige Interstates ergänzen meist eine Hauptroute, deren Nummer in den letzten beiden Ziffern steckt. Eine gerade erste Ziffer kennzeichnet im Nummerierungsschema eine Verbindungs- oder Umfahrungsstrecke; eine ungerade erste Ziffer meist einen Zubringer, der nur an einem Ende an die Hauptroute anschließt. Eine führende 2 und eine führende 4 gehören damit zur gleichen Gruppe. Die FHWA erläutert diese Nummerierungslogik. Für deine konkrete Route zählen die tatsächliche Streckenführung und die Schilder vor Ort.
Ausfahrtnummern verstehen
Die meisten Ausfahrtnummern orientieren sich an den Meilenmarkierungen der jeweiligen Route im Bundesstaat. Der Unterschied zwischen Exit 20 und Exit 30 entspricht dann ungefähr zehn Meilen, also rund 16 Kilometern. Er sagt nicht, dass dazwischen zehn Ausfahrten liegen. Exit 5 bedeutet auch nicht, dass du seit deiner Auffahrt fünf Meilen gefahren bist.
Die Zählung läuft gewöhnlich von Süden nach Norden beziehungsweise von Westen nach Osten. Beim Wechsel des Bundesstaates kann sie neu beginnen. Buchstaben ergänzen eine Nummer, wenn mehrere Ausfahrten demselben Meilenbereich zugeordnet sind.
Ältere fortlaufende Nummerierungen kommen noch vor. Bei Umstellungen können alte und neue Nummern eine Zeit lang nebeneinanderstehen, wie Connecticuts Verkehrsbehörde erklärt. Nutze aktuelle Navigationsdaten und beachte die Beschilderung vor Ort.
Wegweiser an der Ausfahrt lesen

Für die Orientierung an der Ausfahrt helfen neben den Zielangaben auch die üblichen Schilderfarben:
- Grün: Wegweisung, Ausfahrten und Entfernungen.
- Blau: Services wie Tankstellen, Verpflegung, Unterkünfte und Rastplätze.
- Braun: touristische Ziele sowie Freizeit- und Erholungsgebiete.
Die Farben allein sagen dir noch nicht, welchen Fahrstreifen du brauchst. Lies auch Pfeile und Zusatzfelder. Weitere Zeichen und englische Begriffe erklärt der Ratgeber zu Verkehrsschildern in den USA.
Wähle deinen Fahrstreifen nach den örtlichen Rechtsfahr- und Überholregeln, der Beschilderung und deiner Route. Achte früh auf die Pfeile und das gelbe Feld „EXIT ONLY“: Der zugeordnete Fahrstreifen verlässt die Hauptfahrbahn an der Ausfahrt. Willst du weiterfahren, wechsle rechtzeitig und nur bei sicherer Lücke auf einen weiterführenden Fahrstreifen. Ausfahrten können auch links liegen.
Ordne dich für deine Ausfahrt früh ein. Blinke, prüfe Spiegel und tote Winkel und wechsle einen Fahrstreifen nach dem anderen. Solche Schritte erläutert beispielsweise das California DMV im Fahrerhandbuch; die jeweils örtlichen Regeln bleiben maßgeblich.
Verpasst du eine Ausfahrt, fahre bis zur nächsten weiter und plane von dort eine sichere Route. Bremse nicht abrupt, setze nicht zurück und fahre nicht über Sperrflächen oder den Mittelstreifen. Weitere Fahrregeln, HOV-Spuren und regionale Unterschiede behandelt der Ratgeber zu den Verkehrsregeln in den USA.
U.S. Highways und U.S. Routes
U.S. Highways beziehungsweise U.S. Routes sind landesweit nummerierte Straßen, zum Beispiel US 40. Ihre Routenschilder zeigen schwarze Nummern auf einem weißen Schildsymbol. Die Bezeichnung garantiert keinen bestimmten Ausbau: Je nach Abschnitt kann eine U.S. Route als Freeway ausgebaut sein oder durch Ortschaften mit Kreuzungen und Ampeln führen.
State Highways und örtliche Straßen
State Highways beziehungsweise State Routes sind von einem Bundesstaat ausgewiesene Routen. Nummerierung und Gestaltung ihrer Routenschilder unterscheiden sich zwischen den Bundesstaaten. Ein Kreis ist deshalb kein landesweit verlässliches Erkennungszeichen. Auch der Ausbau lässt sich nicht allein aus der Bezeichnung ableiten.
County Roads und kommunale Straßen ergänzen das Netz. In Texas sind Farm-to-Market- und Ranch-to-Market-Roads eigene Straßennetz-Bezeichnungen, keine allgemeine Kennzeichnung für unbefestigte Wege. Prüfe bei abgelegenen Strecken den tatsächlichen Zustand und ob dein Mietwagenvertrag die Fahrt erlaubt.
Mautstraßen: Zahlung mit dem Mietwagen vorbereiten

Auf manchen Straßen, Brücken, Tunneln und gesonderten Express Lanes fällt Maut an. Verlasse dich nicht darauf, sie an einem Kassenhäuschen bar bezahlen zu können: Florida’s Turnpike erklärt beispielsweise die elektronische Erfassung über Transponder oder Kennzeichenkameras. An den dort beschriebenen elektronischen Mautpunkten wird kein Bargeld angenommen.
Für die Vorbereitung solltest du fünf Dinge auseinanderhalten:
| Bereich | Was du prüfen solltest |
|---|---|
| Mautbetrag | Der Preis für die konkrete Fahrt; maßgeblich sind Strecke, Fahrzeugklasse und der anwendbare Tarif. |
| Erfassung | Ein Transponder oder ein Kennzeichenfoto ordnet die Fahrt dem Fahrzeug zu. Das allein legt deinen Zahlungsweg noch nicht fest. |
| Zahlungsmethode | Je nach Betreiber etwa ein aufgeladenes Konto oder eine hinterlegte Kreditkarte. Eine Online-Nachzahlung ist nicht überall für Mietwagen vorgesehen. |
| Mietwagenprogramm | Welche Strecken der Service abdeckt, wodurch er aktiviert wird und wie der Vermieter die Fahrten abrechnet. |
| Zusatzgebühren | Ob neben der Maut Service- oder Verwaltungsgebühren entstehen, für welche Tage sie gelten und ob es eine Obergrenze gibt. |
Kennzeichenerfassung bedeutet weder kostenlose Nutzung noch automatisch eine eigene Online-Zahlungsmöglichkeit. Zwei Betreiberbeispiele zeigen die Unterschiede:
- Florida: Florida’s Turnpike beschreibt die Mietwagenoptionen, darunter Vermieterprogramme und einen eigenen SunPass-Portable-Transponder mit korrekt hinterlegtem Kennzeichen und Mietzeitraum. Eine gewöhnliche TOLL-BY-PLATE-Rechnung geht dagegen an den Fahrzeughalter und ist keine allgemeine Selbstzahllösung für Mietwagenkunden.
- Orange County, Kalifornien: The Toll Roads erläutert die Vorabregistrierung eines Mietwagens für die SR 73, 133, 241 und 261 zur direkten Kreditkartenabrechnung. Diese Möglichkeit gilt nicht automatisch für andere kalifornische Mautstrecken oder Express Lanes.
Auch Vermieterprogramme haben regionale Grenzen: Enterprise nennt für Südkalifornien zusätzliche Servicegebühren und ausdrücklich ausgeschlossene Express Lanes. Daraus lässt sich keine Regel für alle Vermieter oder Bundesstaaten ableiten.
Kläre vor der ersten Mautfahrt mit Vermieter und Betreiber, welcher Zahlungsweg zu deiner Route und deinem Vertrag passt. Prüfe Registrierung, Transponder-Kompatibilität und Zahlungsfristen; vermeide ungeklärte parallele Abrechnungswege. Begrenze einen eigenen Mietwageneintrag auf den tatsächlichen Mietzeitraum, nimm einen eigenen Transponder bei der Rückgabe mit und bewahre Zahlungsbelege auf. Wenn du eine Mautfahrt nicht zuordnen kannst, kläre sie zeitnah mit Betreiber und Vermieter.
Orientierung
Wegweiser kombinieren Straßennummern, Himmelsrichtungen und Zielorte. Merke dir vor der Fahrt beispielsweise „I-20 West“ und die benötigte Ausfahrt; ausgeschilderte größere Orte helfen zusätzlich. North, South, East und West bezeichnen die ausgeschilderte Hauptrichtung der Route. Die Straße muss deshalb nicht an jeder Kurve genau in diese Himmelsrichtung verlaufen.
Ausfahrten werden durch Vorwegweiser angekündigt, an größeren Anschlussstellen häufig mehrfach. Verlasse dich trotzdem nicht auf eine feste Zahl von Schildern oder einen bestimmten Abstand. JCT steht für Junction und kündigt die Verknüpfung mit einer anderen Straße an. Zielorte und Vorwegweiser sind im Wegweisungsstandard der FHWA vorgesehen.
Für Ziele in Städten verwende die vollständige Adresse mit Hausnummer, Straßennamen und vorhandenen Richtungszusätzen wie NW oder SE. Solche Richtungsangaben sind Bestandteil amerikanischer Adressen. Leite die Lage eines Gebäudes nicht allein aus seiner Hausnummer oder der Bezeichnung Street beziehungsweise Avenue ab.
Sehenswerte Nebenstrecken

Wie auch in Europa, gibt es landschaftlich schöne und touristisch interessante Reiserouten oft etwas abseits der Hauptstraßenzüge auf sehenswerten Nebenstrecken, den sog. "Scenic Byways" (sprich: ßiiinick beiwäs). Diese Straßen mit ihren touristischen Möglichkeiten schon bei der Reiseplanung zu finden, ist nicht schwer, dank einer besonderen Internetseite, auf der alles Wissenswerte zu diesem Themenkomplex zusammengetragen wurde. Die Seite fhwa.dot.gov/byways/ verzeichnet alle sehenswerten Nebenstrecken und klassifiziert diese wie folgt:
- All-American Roads: Die schönsten Nebenstrecken innerhalb der USA, sollen bereits als solche einen Besuch wert sein
- National Scenic Byways: Regional bedeutsame Nebenstrecken
- Byways by State: Sschöne Nebenstrecken, die innerhalb der Staaten als solche bezeichnet worden sind, aber noch nicht als den beiden vorhergehenden Kategorien zugehörig eingestuft wurden
Die Nebenstrecken müssen dabei nicht nur auf dem freien Land liegen, sie können auch innerhalb städtischen Gebietes zu finden sein. So wird auch der Las Vegas Strip zu den Scenic Byways gerechnet. Der amerikanische Begriff der sehenswerten Nebenstrecke ist also sehr weit gefasst und umschließt alles Sehenswerte, nicht nur Landschaft und Kultur. Die Homepage beschreibt jede einzelne Nebenstrecke, hat eine kurze Straßenkarte und nennt die Highlights, teilweise mit weiterführenden Links zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Wer des Englischen halbwegs mächtig ist, findet hier einen Quell an Informationen. Außerdem kann man sich online kostenlos eine Karte ansehen, in der die Scenic Byways verzeichnet sind.
Straßenzustandsberichte

Über Verkehrsbehinderungen und – besonders im Winter wichtig – den Zustand und die Sperrung von Straßen und Pässen berichten regelmäßig die örtlichen Fernseh- und Rundfunksender; vgl. in diesem Zusammenhang auch unter den Sichtworten Rundfunk bzw. Fernsehen. Eine gute Informationsquelle bieten auch verschiedene Webseiten im Internet, insbesondere wenn es um die Reisevorbereitung und Informationen zu im vorhinein bekannten Beeinträchtigungen wegen Straßenreparaturen oder erwartbaren winterlichen Nutzungsbeschränkungen geht. Eine Übersicht für die gesamten USA bietet die Webseite National Traffic and Road Closure Information des U.S. Department of Transportation. Noch informativer sind die Webseiten der Departments of Transportation (DOT) der einzelnen US-Staaten. Eine Übersicht der Internetadressen für die einzelnen Behörden der Staaten bietet die Seite State Transportation Web Sites. Speziell für Kalifornien bietet auch die Webseite quickmap.dot.ca.gov.
Straßenzustandsberichte unter der Rufnummer 511
Im Juli 2000 wurde die Telefonnummer 511 als nationale Rufnummer für Reiseinformationen bestimmt. Seither stellen mehr und mehr Bundesstaaten ihre Verkehrsinformationen auf diesen Zentralruf um. Wählt man am Telefon 5-1-1 oder klickt die dazugehörige Internetseite an, erhält man aktuelle Straßenzustandsberichte, die nach verschiedenen Gesichtspunkten (unterschiedlich von Bundesstaat zu Bundesstaat) abgefragt werden können, z.B. für den Bereich Phoenix, Arizona, folgende Auswahlen:
- press 1 roads Informationen zu einzelnen Highways
- 2 transit Informationen zu Ballungszentren
- 3 airports Informationen zu Zu- und Abfahrten an Flughäfen
- 4 Grand Canyon Informationen zu diesem Bereich
- 5 quick reports Informationen zu einzelnen Regionen
Die Anrufe aus dem Festnetz oder per Handy sind entweder kostenfrei (z.B. für Utah: 511 in Utah, 866-511-UTAH außerhalb Utahs) oder zum Ortstarif (z.B. für Arizona). Welche Bundesstaaten auf den Zentralruf 5-1-1 umgestellt haben, zeigt die Internetseite 511-Deployment.
Reisen auf Highways
Interessante Linsk zum Reisen auf Highways sind folgende Seiten: American Bus Association, Coach USA, Federal Highway Administration (FHWA), Federal Motor Carrier Safety Administration (FMCSA), Federal Transit Administration (FTA), Greyhound, International Motorcoach Group, Inc., National Highway Trafic Safety Administration (NHTSA), The United States Department of Homeland Security, Trailways und United Motorcoach Association.
