Jack Daniel’s Destillerie in Lynchburg

Lynchburg, Tennessee, hat 5.200 Einwohner, ist aber weltbekannt durch die Jack Daniel’s Destillerie, eine Reihe großer Backsteinbauten, versteckt hinter alten Bäumen.

Alte Männer mit vom Wetter gegerbten Gesichtern sitzen in der Sonne, spielen Karten und warten. Warten, dass in den großen Fässern im Lagerhaus hinter ihnen der Whiskey reif für die Flaschen wird. Ein Werbebild und fast die Wahrheit. Lynchburg, Tennessee, hat 5.200 Einwohner, ist aber weltbekannt durch die Jack Daniel’s Destillerie, eine Reihe großer Backsteinbauten, versteckt hinter alten Bäumen.

Das verschlafene Städtchen ist vor allem ein Marketingobjekt, das haben die Werbestrategen von Brown-Forman, seit 1956 Eigentümer der Destillerie, erkannt. Das von der Brown-Familie kontrollierte Unternehmen, das zu den zehn größten Herstellern von alkoholischen Getränken in der Welt gehört, hat seinen Sitz allerdings im Städtchen Louisville in Kentucky. Gut eine Viertelmillion Besucher pilgern alljährlich nach Lynchburg. Die rund 400 Mitarbeiter produzieren den Whiskey noch nach dem gleichen Verfahren, das der Gründer Jack Daniel vor fast 140 Jahren anwandte. Mais, Roggen und Gerste werden mit dem Quellwasser zu einem gelblichen Brei, der Maische, verrührt, die vergährt und destilliert wird. Der kristallklare Alkohol wird durch Holzkohle gefiltert. Seine Farbe erhält der Stoff dann in Eichenfässern, in denen er vier Jahre lang ruht. Die Fässer aus der firmeneigenen Böttcherei Blue Grass Cooperage in Louisville werden nur ein einziges Mal verwendet, danach werden sie nach Schottland verkauft (Werbeslogan: In den schottischen Whiskys ist immer auch in bisschen Jack Daniel’s drin).

Nostalgie ist nur Fassade

1866 wurde die Firma Jack Daniel's als erste Destillerie in das Handelsregister der USA aufgenommen.

1866 wurde die Firma Jack Daniel’s als erste Destillerie in das Handelsregister der USA aufgenommen.

Allerdings ist dieses nostalgische Bild auch nur Fassade. Hinter den Backsteinmauern befinden sich gigantische Stahlbehälter, durch Rohrleitungen fließt das alkoholische Nass von Station zu Station bis in die Fässer. Computer steuern die Gesamtanlage. 50 große Lagerhäuser verstecken sich in den Hügeln rund um Lynchburg. Immerhin wurden 6 Millionen Kisten zu neun Litern im Geschäftsjahr 1999/2000 verkauft. Die Souvenirläden in Lynchburg rund um den kleinen Marktplatz bieten Massen von Souvenirs, die das Label Jack Daniel’s ziert. Nur Whiskey gibt es hier nicht. Lynchburg liegt als einzige Stadt im Moore County und dies ist ein “trockener“ Bezirk, Alkohol darf hier weder verkauft noch getrunken werden. Nur der Souvenirshop von Jack Daniel’s selbst darf aufgrund einer Sondergenehmigung eine Flasche anbieten. Getrunken werden darf sie aber erst außerhalb des Countys.Informationen auf deutsch bietet die offizielle Internetseite der Destillerie. Hier erhalten Sie auch Informationen zu einem Destillerie-Besuch vor Ort mit entsprechenden Wegbeschreibungen sowie online die Möglichkeit zu einer Destillery Tour (diese virtuelle Tour allerdings in englischer Sprache).

Übrigens: Der verstorbene Unterhalter Dean Martin hat sein Buch „The Power of Positive Drinking“ dem Jack Daniel´s Whiskey gewidmet, der fast so etwas wie das Nationalgetränk der Südstaaten ist.

Landkarte

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