Sacramento – Hier ist Kalifornien noch im Goldrausch

Kalifornien mag berühmtere Städte haben. Aber die Hauptstadt Sacramento sollte man bei einem Trip nach Kalifornien trotzdem auf keinen Fall auslassen.

Kalifornien mag berühmtere Städte haben. Aber die Hauptstadt Sacramento sollte man bei einem Trip nach Kalifornien trotzdem auf keinen Fall auslassen.

In Sacramento begegnet man auf Schritt und Tritt der Geschichte des interessanten US-Staates Kalifornien, der für viele Europäer immer noch und immer wieder eine Traumdestination ist.Warum das so ist? Weil Sacramento zum Beispiel eng mit der Geschichte des Goldrauschs verbunden ist und in der „Old Town“, also der Altstadt, eine fast einzigartige Wildwestromantik bietet. Sacramento ist zudem ein idealer Ausgangspunkt, um viele Naturschönheiten und Städte Kaliforniens zu besuchen. San Francisco, Los Angeles und San Jose sind nicht weit, und bis zum Yosemite National Park ist es wirklich nur ein Katzensprung. In Sacramento hat man im Sommer zudem fast so etwas wie eine Sonnengarantie. Das Klima dort erinnert an das mediterrane Klima; es kann also durchaus auch mal sehr heiß werden. Regen hat dagegen echten Seltenheitswert.

Das Gold lockt bis heute

Ursprünglich war Sacramento nichts weiter als ein riesiger Rastplatz für Siedler, die auf ihrer Suche nach einer neuen Heimat im Westen in der Hitze des pazifischen Hinterlandes Halt machen. Das Land gehörte damals dem Schweizer Pionier Johannes August Sutter, der es unter dem Namen „Neu-Helvetien“ als Kolonie mit Duldung der Mexikaner bewirtschaftete. Als allerdings im Zuge von Bauarbeiten Gold gefunden wurde, war es mit dem Frieden vorbei. Der Krieg zwischen Amerikaner und Mexikanern, den die Amerikaner für sich entscheiden konnten, hatte Sutter bereits zugesetzt. Unter dem Ansturm der Goldgräber verlor er schließlich ganz die Gewalt über das Gebiet, das nur zwei Jahre später den offiziellen Status einer Stadt erhielt und nochmals vier Jahre danach, 1854, zur Hauptstadt Kaliforniens wurde.

Die Goldgräber zogen irgendwann weiter, ihre Legenden und Geschichten locken aber bis heute immer noch Besucher aus aller Welt an. Was bekommen sie heute zu sehen? Das originale Fort von Sutter zum Beispiel, das aus dem Jahr 1839 stammt und eines der ältesten Gebäude in Sacramento überhaupt ist. Eine wahre Geschichtsstunde ist auch der Bummel durch die Altstadt. Über hundert Gebäude vermitteln dort einen äußerst lebendigen Eindruck von der Zeit, als mit etwas Glück über Nacht Vermögen gemacht wurden und mit viel Pech ebenso schnell nicht nur Lebensträume, sondern ganze Existenzen vernichtet wurden. Wer diese wilde Welt aus Hoffnung, Geldgier, Maßlosigkeit und Verzweiflung besonders stilvoll erobern möchte, der lässt sich mit einer Wildwestkutsche durch die Altstadt fahren.

Landkarte

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

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Ein Muss für Eisenbahnfans

Die Tower Bridge ist eine Brücke über dem Sacramento River, welche West Sacramento mit Sacramento verbindet.

Die Tower Bridge ist eine Brücke über dem Sacramento River, welche West Sacramento mit Sacramento verbindet.

Nicht nur der Goldrausch, auch die Eisenbahn hat in Sacramento ihre Spuren hinterlassen. Erst Lokomotiven und Gleise machten es möglich, den „Wilden Westen“ schnell zu erschließen. Die Strecke „Sacramento Valley Railroad“ spielte dabei eine bedeutende Rolle. Das „California State Railroad Museum“ in Sacramento zeichnet den immensen Kraftakt, den der Bau der Eisenbahn bedeutete, ebenso nach wie die Folgen, die diese technische Entwicklung nach sich zog. Das Haus zählt heute zu den besten Eisenbahnmuseen auf der ganzen Welt. Das Gebäude befindet sich direkt gegenüber dem einstigen Hauptbahnhof von Sacramento.

Impressionen von den Ureinwohnern

Lange vor der Eisenbahn und den europäischen Siedlern lebten Indianer auf dem heutigen Stadtgebiet. Über hundert Stämme sollen es gewesen sein, die hier und in anderen Teilen Kaliforniens im Laufe der Jahrhunderte ihren angestammten Lebensraum hatten. Ihnen allen ist das „State Indian Museum“ gewidmet, das sich auf dem Gelände des Sutter-Forts befindet. In dem Museum wird sowohl die Geschichte als auch die Kultur der nordamerikanischen Ureinwohner sehr eindrucksvoll belegt.

Washington lässt grüßen…

Sacramento hat aber natürlich nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine höchst lebendige Gegenwart. In der quirligen Metropole, die zusammen mit umliegenden Gemeinden auf über zwei Millionen Einwohner kommt, wird gearbeitet, gelebt – und regiert. Das Parlamentsgebäude ist dabei architektonisch dem Capitol in Washington nachempfunden. Wie sein großes Vorbild kann auch das Regierungsgebäude in Sacramento besucht werden. Am meisten Spaß macht das im Rahmen von Führungen. Dann werden nämlich wissenswerte Fakten über die Stadt und Anekdoten über Abgeordnete und Regierungsmitglieder gleich mitgeliefert.

…und das Hinterland auch

Sacramento ist eine vergleichsweise ruhige Stadt, die sich bestens als Ausgangspunkt für Ausflüge in die spektakulären Naturlandschaften Kaliforniens eignet. Nicht mal 20 Meilen von der Stadtgrenze entfernt beginnt bereits der Yosemite National Park, der jedes Jahr Hunderttausende von Besuchern anlockt. Auch in die Sierra Nevada, zum Glacier Point und zum Mono Lake ist es nicht weit. Wer an die Pazifikküste will, muss von Sacramento aus eine Fahrt von rund 120 Meilen einkalkulieren.

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