Arches Nationalpark – Natürliche Steinbögen

Der Arches Nationalpark mit einer Fläche von 310 qkm liegt im Osten Utahs in einem halbwüstenhaften Gebiet.

Der Arches Nationalpark mit einer Fläche von 310 qkm liegt im Osten Utahs in 1.200 bis 1.700 Metern Höhe in einem halbwüstenhaften, vom Colorado River durchflossenen Gebiet. Sein charakteristisches Merkmal ist der Sandstein über einer bis zu mehrere tausend Meter dicken Salzschicht.

Mehrere hundert, zum Teil gewaltige Sandsteinbögen, pilzförmige Felsgebilde, hohe Sandsteinwände, spitze Felsnadeln, -zinnen, -kuppen und -grate haben den Arches Nationalpark berühmt gemacht, diese Ansammlung ist auf der Erde einzigartig. Nicht weniger als 2.000 bogen- oder fensterartige Felsformationen bilden ein Freilichtmuseum versteinerter Regenbogen.

Die Gesteinsformationen sind vor etwa 150 Millionen Jahren entstanden, als sich dicke Sandsteinschichten über einer Schicht aus Gips und Salz (Paradox-Formation) ablagerten. Im Laufe der Zeit versteinerten sie oder wurden durch Wind und Wetter verformt. Die ca. 100 Meter dicke Sandsteinformation des Gebietes (Entrada) besteht aus drei Schichten, von denen die mittlere Schicht am weichsten ist und daher am schnellsten verwittert. Die Felsbögen entstanden, als beim Hebungsprozess der Erde in den Sandsteinschichten tiefe Risse entstanden. Regen und Frost sprengten diese weiter auf, so dass sich erste Nischen und Löcher bildeten. Regen und Wind vergrößerten diese Löcher und schliffen sie rund. Schließlich stürzten die Bögen ein, nur die seitlichen Pfeiler blieben stehen, auf denen teilweise noch Felsbrocken liegen (balancing rocks). Seit 1929 ist das Gebiet National Monument, seit 1971 Nationalpark. Photo-Tour und ein 360-Grand-Panorama zum Arches Nationalpark bei utah.com. Weitere Informationen bietet die offzielle Internetseite des Arches Nationalpark unter www.nps.gov/arch.

Entfernungen

Der Park liegt 5 Meilen nördlich von Moab/Utah an der US 191. Das Island in the Sky Visitor Center des Canyonlands Nationalparks ist 27 Meilen, Salt Lake City 233 Meilen, der North Rim des Grand-Canyon-Nationalparks 404 Meilen und Denver 371 Meilen entfernt.

Landkarte

Lage und Anfahrt

Der Parkeingang befindet sich 5 Meilen nördlich von Moab am Highway 191. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es im Park nicht, die Besichtigungen sind daher mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß vorzunehmen.

Eintrittspreise

Im Arches Nationalpark sind über 2000 Steinbögen mit einer Öffnung von mindestens 90 cm nachgewiesen.

Im Arches Nationalpark sind über 2000 Steinbögen mit einer Öffnung von mindestens 90 cm nachgewiesen.

Der Parkeintritt beträgt 10 $ pro Pkw für 7 Tage, 5 $ für Einzelpersonen. Nationalpark und Golden Eagle Pass sind gültig. Zum ganzjährigen Besuch der Parks in Süd-Utah gibt es auch ein gemeinsames Ticket zum Preis von 25 $ (Arches, Canyonlands, Hovenweep and Natural Bridges). Für das Fiery Furnace Gebiet sind besondere Erlaubnisse (permits) erforderlich, die 6 $ für Erwachsene und 3 $ für Kinder von 6 bis 12 Jahren und Personen über 62 Jahren kosten. Dieses Gebiet ist stark besucht, so dass ein Kauf der permits bereits mehrere Tage vorher im Visitor Center sinnvoll ist. Gruppen von mehr als 10 Personen müssen eine sog. Special Tour buchen.

Öffnungszeiten

Das Parkgelände ist ganzjährig zugänglich. Beste Besuchszeit sind die Monate April bis November. Das Visitor Center ist von 8 bis 16.30 Uhr geöffnet, mit verlängerten Öffnungszeiten vom Frühjahr bis zum Herbst (geschlossen nur am 25. Dezember).

Klima und Wetter

Von Juni bis September erreichen die Temperaturen 100 Grad Fahrenheit/37 Grad Celsius, in den Wintermonaten Dezember bis Februar fallen sie auf 32 Grad Fahrenheit/0 Grad Celsius und auch erheblich darunter, Schnee ist nicht selten. Innerhalb eines Tages können die Temperaturunterschiede bis zu 50 Grad Fahrenheit/10 Grad Celsius erreichen. Im allgemeinen ist es trocken. Man sollte daher stets Trinkwasser dabei haben. Beste Zeiten für einen Besuch sind April bis Juni und Ende September bis Ende Oktober. Wer in der Hochsommerzeit kommt, sollte die Wanderungen auf die Morgen- oder Abendstunden legen.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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Besichtigung

Der rund 21 Meilen/34 km lange Scenic Drive (Panoramastraße) führt zu den eindrucksvollsten Plätzen des Naturschutzgebietes. Vom Visitor Center am Parkeingang windet sich eine Straße zum Plateau hinauf, wo sich bereits bei den Courthouse Towers ein großartiger Blick eröffnet. Vorbei am Balanced Rock führt der Weg zu den Resten der Wolfe Ranch und zum Delicate Arch. Die schneebedeckten La Sal Mountains bieten einen fotogenen Kontrast. Weiter geht es zum Fiery Furnace und zum Skyline Arch, wo die Straße endet. An jedem der Aussichtspunkte beginnen Wege unterschiedlicher Länge zu den markantesten Formationen.

Zunächst erreicht man das Besucherzentrum (Visitor Center). Das Visitor Center ist ganzjährig (außer am 25. Dezember) von 8 bis 16.30 Uhr geöffnet (verlängerte Öffnungszeiten von Frühjahr bis Herbst). Alle halbe Stunde wird ein Einführungsfilm zum Park im Auditorium gezeigt, außerdem gibt es museale Ausstellungen zu Natur und Geschichte des Parks, einen Shop, Toiletten und Trinkwasser.

Es empfiehlt sich, hier die Broschüren „Road Guide“ und „Hiking Guide“ für die weiteren Besichtigungen zu kaufen. Als Wanderung bietet sich der Desert Nature Trail an. Erster Aussichtspunkt nach dem Visitor Center ist Park Avenue Viewpoint (2,6 Meilen/4,2 km nördlich des Parkeingangs). Die hier stehenden Felsnadeln erinnerten die frühen Besucher an die Skyline von New York. Der Park Avenue Trail führt von hier zum Courthouse Towers Viewpoint (1 Meile/1,6 km einfacher Weg).

Vom Moab Canyon geht es zunächst zum La Sal Mountains View Point, von wo aus man südöstlich in der Ferne die fast 4.000 m hohen Berge der La Sal Mountains sehen kann. Die Berge erhielten ihren Namen von den ersten spanischen Eroberern, die meinten, sie sähen wie große Salzbehälter aus. Die Pflanzengemeinschaft um den Aussichtspunkt ist durch die wüstenhaften Lebensbedingungen geprägt, im sandigen Untergrund überlebt nur, wer mit wenig Feuchtigkeit auskommt (sagebrush, saltbush, blackbrush, yucca, pear cactus).

Mehrere hundert Felsgebilde haben den Arches Nationalpark berühmt gemacht.

Mehrere hundert Felsgebilde haben den Arches Nationalpark berühmt gemacht.

Es folgen die Courthouse Towers, eine Ansammlung ungewöhnlicher Felsformationen, die als Säulen einzeln in der Landschaft stehen (Sheep Rock, Organ). Am markantesten sind die Three Gossips, auf deren Spitzen man mit etwas Fantasie drei Köpfe erkennt, die jeweils in eine andere Richtung schauen. Die Landschaft war Kulisse vieler Filme, u.a. „Thelma und Louise“.

Weiter auf der Parkstraße geht es östlich, rechts am Tower of Bable vorbei. Danach geht es an der Great Wall entlang und vorbei an den Petrified Dunes (zu Stein gewordene Sanddünen, ca. 3.600 Tonnen schwer).

Beim fast 40 m hohen Balanced Rock (9,1 Meilen/14,6 km nördlich des Parkeingangs) (“balancierender Stein”, auf seiner Spitze ein mehrere hundert Tonnen schwerer Felsblock; vom Parkplatz aus kurzer Rundweg. Die als Hoodoo bezeichnete Felsformation besteht aus allen drei Gesteinsschichten des Parks: oben Slickrock Sandstein aus der Entrada-Formation, darunter eine Schicht von Dewey Bridge Beds, die auf Navajo Sandstein ruht. Der ganze Koloss wiegt 3.500 Tonnen und ist ca. 17 Meter hoch.); siehe auch Balanced Rock Trail unter Wanderungen;

Hier biegt ein Seitenweg (4 km lang) nach rechts ab zur Windows Section mit ihren Steinbögen (u.a. Cove Arch, Double Arch, Turret Arch), Steinfenstern (u.a. North Window, South Window) und einem schönen Blick auf die La Sal Mountains im Osten. Dies gilt als eines der beeindruckendsten Gebiete des Parks.

Fotos der North und South Windows zieren fast jedes Buch über den Park. Kurze Wanderwege führen zu den Steinfenstern (zum North Window = 0,3 km einfacher Weg, zum South Window = 0,5 km einfacher Weg). Der Double Arch besteht aus einem größeren und einem kleineren Bogen eines Felsens und wird auch als „Spectacles“ (Brille) bezeichnet. Die Basis bildet aus Meeresschlamm entstandener Sandstein, gekrönt von dem viel härteren Slickrock-Sandstein. Bekannt ist der Felsbogen aus der Eröffnungsszene im Film Indiana Jones und the Last Crusade. Siehe auch Double Arch Trail unter Wanderungen.

Der Turret Arch liegt gegenüber den Windows und hat seinen Namen von einem turmähnlichen Aufwuchs. Die größte Höhle hier ist Cove of Caves. Die Erosion ist hier unverändert am Werk und so wird die Höhle eines Tages auch zu einem Felsentor werden. Am Ende des Trails steht die Parade of Elephants. Bergab geht es zurück auf der Parkstraße Richtung Salt Valley. Einen schönen Blick auf Salt Valley und Fiery Furnace gewährt Panorama Point.

Danach mit einer Abzweigung nach rechts (Schotterstraße) zur Wolfe Ranch (12,9 Meilen/20,8 km nördlich des Parkeingangs). Die Wolfe Ranche ist ein Bauernhof – log cabin – eines Bürgerkriegsveteranen, der hier mit seiner Familie von 1898 bis 1910 wirtschaftete, dann aber aufgab. Zu den Resten der Ranch führt ein kurzer Weg. Folgt man dem Trail etwas weiter, erreicht man Petroglyphen der Ute Indianer mit der Zeichnung eines Pferdes und einer Bighorn Sheep Jagd, bekannt als Ute Rock Art (9 Meter vom Wolfe Ranch Trailhead, dann nach links auf einem Trail hinter Salt Wash bridge).

Es folgt der Delicate Arch View Point (13,9 Meilen/22,4 km nördlich des Parkeingangs) (2 km Schotterstraße, kann nach Regenfällen gesperrt sein); siehe auch unter Wanderungen. Der Delicate Arch ist eines der bemerkenswertesten Naturwunder des Parks und der meistfotografierte Natursteinbogen. Sein Alter wird auf 70.000 Jahre geschätzt, seine Überlebenschance auf 10.000 bis 15.000 Jahre. Von der Wolfe Ranch kann man den Delicate Arch auf einem mittelschweren Wanderweg von 3 Meilen Rundweg direkt erreichen, ein kurzes Wegstück führt über eine Hängebrücke. Der Fels ist zeitweise rutschig und es gibt keinen Schatten; vielen gilt der Delicate Arch Trail als der schönste im Park; siehe auch unter Wanderungen. Video zum Delicate Arch von utah.com.

Die Parkstraße führt weiter, vorbei am Salt Valley Overlook (14 Meilen/22,5 km nördlich des Parkeingangs) (ein Spiel von Schatten und Farben der kollabierten Salzformation) zum Fiery Furnace Viewpoint (14,2 Meilen/22,9 km nördlich des Parkeingangs).

Ein schöner Blick auf die farbigen Sandsteinfelsen. Woher der Name stammt, kann man zum Sonnenuntergang hin ahnen, wenn die Felsen im Rotlicht glühen (furnace = Schmelzofen). Fiery Furnace ist ein Irrgarten aus Felswänden mit besten Chancen, sich zu verlaufen, da Markierungen fehlen. Empfohlen wird daher eine Wanderung in Begleitung eines Rangers. Von März bis Oktober finden täglich zweimal derartige Nature Walks statt. Der Zugang ist kostenpflichtig, siehe oben unter Eintritte.

Unendliche Weiten in der wüstenähnlichen Region locken jährlich viele Besucher in den Arches Nationalpark.

Unendliche Weiten in der wüstenähnlichen Region locken jährlich viele Besucher in den Arches Nationalpark.

Es folgt der Sand Dune Arch (16,2 Meilen/26,1 km nördlich des Parkeingangs). Ein kurzer Weg führt zum Felsbogen, wo es Sand und Schatten gibt, ein idealer Trip auch für Kinder. Der Felsbogen steht versteckt zwischen Felswänden, unter dem Bogen mit einer Spannweite von 10 Metern eine natürlich entstandene Sandkiste. Der Trail führt weiter über eine Wiese mit Wacholderbüschen zum Broken Arch mit einer Spannweite von knapp 20 Metern und einer Höhe von 13 Metern. Dieser ist tatsächlich nicht gebrochen, es sieht nur aus der Ferne so aus. Auf dieser Wanderung kann man mit Glück Maultierhirsche und Füchse beobachten.

Für den Besuch des Sand Dune Arch braucht man etwa 30 Minuten, für den Broken Arch ca. 1 Stunde; siehe auch Sand Dune Arch Trail und Broken Arch Trail unter Wanderungen. Der nächste Stopp an der Parkstraße ist Skyline Arch. Der Fels erhielt seinen Namen, weil man durch das Felsentor den Himmel wunderschön sehen kann.

Die Straße endet am Parkplatz von Devils Garden Trailhead (17,7 Meilen/28,5 km nördlich des Parkeingangs). Das Gebiet Devils Garden zeichnet sich durch eine Sammlung besonders eindrucksvoller, parallel laufender Steinrücken aus. Der Devils Garden Trail ist insgesamt 8 km lang, mittelschwer, erfordert etwa 3 Stunden, ist durch Steinhaufen (cairns) markiert und führt zu 9 sehenswerten Felsbögen (kein Schatten):

  • Vom Trailhead zum Landscape Arch: 0,8 Meilen/1,3 km einfacher Weg
  • Landscape Arch zum Double O Arch: 1,3 Meilen/2,1 km einfacher Weg
  • Double O Arch zum Trailhead via Primitive Loop Trail: 3 Meilen/4,8 km einfacher Weg

Darunter der Landscape Arch, der mit seinem Bogen die längste Spanne aller Felsbögen dieser Erde aufweist (96 Meter); er kann auch auf einem 3,2 Kilometer langen Rundweg erreicht werden. Erst nach dem Landscape Arch wird der Trail schwieriger, entschädigt aber mit weiteren Sehenswürdigkeiten. So sieht man den Wall Arch, einen kleineren Steinbogen mit einer Spannweite von 20 Metern, den merkwürdigen Double O Arch mit zwei Öffnungen und einem langen dunklen Steinpfeiler, den Dark Angel, der seinen Namen den dunklen Mangan- und Eisenoxiden an seiner Oberfläche verdankt. Private Arch wurde erst im letzten Jahrzehnt entdeckt, unter seinem Felsbogen ist es kühl und schattig. Auf dem Weg zwischen Navajo und Partition Arch sieht man den dunklen Black Arch.

Der Navajo Arch kann durchschritten werden und bietet Sandboden. Partition Arch leuchtet besonders schön am frühen Morgen, wenn er sich von der Beifußwiese optisch absetzt (sagebrushed grassland). Der Pine Tree Arch ist von Wacholder umgeben. Der Tunnel Arch wird über einen kurzen Seitentrail erreicht.

Tipp: Beste Fotozeit ist der frühe Morgen. Wer einen ganzen Tag im Park verbringt, sollte daher zunächst hierher fahren und danach den restlichen Park besichtigen.

Den nordöstlichen Bereich des Parks bilden die Klondike Bluffs. Sie können mittels der 17 Meilen langen Klondike Bluffs to Willow Flats Road von Pkws mit Vierradantrieb durchfahren werden. Wegen des weichen Sandes an steilen Strecken in diesem Gebiet sollte man es nur in Nord-Süd-Richtung durchfahren und stets auf den markierten Wegen bleiben. Eine reizvolle Wanderung führt vom Parkplatz bei den Klondike Bluffs in die Felslandschaft des Tower Arch am Nordwestrand des Nationalparks.

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