Grand-Canyon-Nationalpark – Motor der Naturschutzbewegung

Der Grand Canyon mit seiner rund 450 Kilometer langen Schlucht in Arizona ist heute in weiten Teilen ein Nationalpark, der vom National Park Service der USA verwaltet wird.

Er ist für viele Menschen das touristische Traumziel schlechthin: der Grand Canyon. Das Gebirge mit seiner rund 450 Kilometer langen Schlucht in Arizona ist heute in weiten Teilen ein Nationalpark, der vom National Park Service der USA verwaltet wird.

Seine Existenz hat der Nationalpark dem US-Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt zu verdanken. Er hielt sich gern in der wilden Landschaft des Grand Canyons auf und sorgte dafür, dass der Canyon zunächst als „National Monument“ anerkannt wurde. In einem zweiten Schritt wurde dem Grand Canyon dann am 26. Februar 1919 der Rang eines Nationalparks zuerkannt. In den USA verbindet man dieses Datum bis auf den heutigen Tag mit dem eigentlichen Beginn der Naturschutzbewegung.

Nach und nach wurde der Grand-Canyon-Nationalpark immer wieder erweitert. Heute umfasst er ein Gebiet von knapp 5000 Quadratmetern und beherbergt somit fasst die gesamte weltberühmte Schlucht. Nicht nur die Amerikaner sind vom Canyon fasziniert. Die UNESCO folgte in ihre Fußstapfen und nahm die Schlucht 1979 in ihre Liste des Weltnaturerbes auf.

Für manche ist der Grand Canyon Heimat

Touristen aus aller Welt hatten den Grand Canyon freilich schon viel früher für sich entdeckt. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts war der Wunsch, den Canyon zu besuchen, so groß, dass man eine Eisenbahnlinie baute. Die Grand Canyon Railway verbindet über gut 100 Kilometer die Stadt Williams mit dem Grand Canyon Village am Südrand (South Rim) der Schlucht. Die Strecke wurde 1901 eingeweiht, davor konnte die Reise nur mit der Postkutsche unternommen werden.

Für Besucher war die Eisenbahn eine riesige Erleichterung, aber ob die Ureinwohner ebenso dachten, ist fraglich. Im Grand Canyon lebten und leben berühmte Indianerstämme wie die Navajos und die Hopi. Heute gewährt man ihnen lediglich ein Reservat, und selbst das ist immer wieder bedroht. Vor allem die Hopi müssen regelmäßig um ihre Heimat fürchten. Ihr Gebiet birgt wertvolle Bodenschätze, die bei vielen Unternehmen Begehrlichkeiten wecken. Bislang konnte eine weitere Ausbeutung des Grand Canyon jedoch verhindert werden.

Landkarte

Tickets für den Grand-Canyon-Nationalpark

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Nur der Südrand ist das ganze Jahr über geöffnet

Der Aussichtspunkt „Desert View“ ist eines der Highlights des Grand Canyons.

Der Aussichtspunkt „Desert View“ ist eines der Highlights des Grand Canyons.

Der National Park Service in den USA ist extrem gut organisiert. Da der Grand-Canyon-Nationalpark Jahr für Jahr rund fünf Millionen Besucher aus aller Herren Länder anzieht, kann man sich vorstellen, dass die Infrastruktur rund um die Schlucht des Colorado hervorragend ist. Und dennoch: Ein Besuch des Grand Canyon will immer sehr gut vorbereitet sein! Das gilt vor allem dann, wenn man sich für den wilderen, ursprünglicheren und weniger gut erschlossenen Nordrand (North Rim) entscheidet. Dieser Teil des Parks ist vom Spätherbst bis in den Frühling hinein geschlossen. Doch auch, wenn er von Mai bis Oktober geöffnet ist, sind eine gute Ausrüstung und vorgebuchte Übernachtungsmöglichkeiten sehr wichtig. Näheres dazu kann man auf der offiziellen Website des Nationalparks erfahren. Dort werden während der Öffnungsmonate stets auch aktuelle Wetterwarnungen und Ähnliches veröffentlicht.

Den South Rim per Auto, zu Fuß oder auf einem Esel entdecken

Der weitaus größte Teil der fünf Millionen Besucher erlebt den Grand Canyon vom South Rim aus. Selbst Touristen, die nicht gut zu Fuß sind oder gar mit Handicaps zu kämpfen haben, können hier einen Eindruck von der Grandiosität der mindestens 40 Millionen Jahre alten Schlucht bekommen. Die Parkverwaltung bietet vom Besucherparkplatz aus gratis einen Shuttle Bus an, der zu besonders schöne Aussichtspunkte anfährt. Darüber hinaus gibt es zwei Routen, die man mit dem eigenen Auto befahren kann. Vom Grand Canyon Village aus geht es auf der „Hermit Road“ gut elf Kilometer Richtung Westen. Der „Desert View Drive“ führt 41 Kilometer Richtung Osten. Beide Routen führen zu atemberaubenden Aussichtsplätzen.

Mit dem Auto kann man den Grand Canyon optisch erleben. Wer freilich etwas mehr will, der muss sich vom Fahrzeug verabschieden. Die tieferen Areale der Schluchten sind nur zu Fuß oder auf dem Rücken von Mauleseln zu erreichen. Die Tiere können vor Ort gemietet werden. Auf diesen Touren ist es extrem wichtig, stets genug Trinkwasser bei sich zu haben. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte einen gut gefüllten Tank haben.

Spuren der Ureinwohner

Das Tusayan-Museum zeigt über 800 Jahre alte Erinnerungen an die Pueblo-Indianer.

Das Tusayan-Museum zeigt über 800 Jahre alte Erinnerungen an die Pueblo-Indianer.

Die Schlucht, die die Naturgewalt des Colorado Rivers in das Bergmassiv über Jahrmillionen in das Bergmassiv gegraben hat, ist die Hauptattraktion des Grand-Canyon-Nationalparks. Daneben kann man dort aber auch wilde Tiere beobachten und seltene Pflanzen finden.

Natürlich haben auch die Ureinwohner kulturelle Spuren hinterlassen. Im Tusayan-Museum etwa bietet einen Eindruck davon, wie Pueblo-Indianer vor rund 800 Jahren gelebt haben. Der Eintritt ins Museum, das rund fünf Kilometer westlich vom Aussichtspunkt „Desert View“ liegt, ist frei.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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Alle Highlights auf einen Blick. Was man nicht verpassen sollte:

  • Visitor Center im Grand Canyon Village
  • Desert View Aussichtsplattform
  • Tusayan Museum
  • Grand Canyon South Rim
  • Grandview Point
  • Yavapai Observation Station

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