Rocky-Mountain-Nationalpark - Zauber der Wildnis

Der im US-Bundesstaat Colorado gelegene Rocky-Mountain-Nationalpark ist bekannt für seine herausragenden Ausblicke auf die Rocky Mountains. Doch auch Tier- und Pflanzenwelt sind sehr imposant.

Inhaltsverzeichnis
Der Vater des Rocky-Mountain-Nationalparks | Eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt | Hotels, Apartments und Ferienwohnungen | Weitere Informationen

Mit über drei Millionen Besuchern pro Jahr ist der Rocky-Mountain-Nationalpark einer der größten seiner Zunft. Nicht nur das. Er war auch einer der ersten Nationalparks der Welt. Von den 210.000 Quadratkilometern Natur, welche die Nationalparks der USA zusammen anbieten, gehören 1.076 zum Rocky-Mountain-Nationalpark.

Der Vater des Rocky-Mountain-Nationalparks

Der „Longs Peak” ist mit 4.345 Metern Höhe einer der 54 „Fourteeners” der Rocky Mountains.
Der „Longs Peak” ist mit 4.345 Metern Höhe einer der 54 „Fourteeners” der Rocky Mountains.

Der höchste Nationalpark der Vereinigten Staaten von Amerika hat mehrere beeindruckende Aushängeschilder. Eines davon ist der „Longs Peak”, ein atemberaubender Berg mit 4.345 Metern Höhe. Er ist einer der 54 „Fourteeners” der Rocky Mountains, also ein Berg, der die 14.000 Fuß geknackt hat. Im Falle des „Longs Peak” sind es exakt 14.255 Fuß, was 4.345 Metern entspricht. Der imposante Riese schmückte sogar den State Quarter seines Bundesstaates Colorado. Von 2009 bis Ende 2008 wurden alle US-Bundesstaaten auf der 25-Cent-Münze mit einem individuellen Design geehrt. Das erlebte der 1922 verstorbene Naturforscher Enos Mills leider nicht mehr. Keiner kannte den „Longs Peak” so gut wie Mills (*1870). Er gilt als Vater des Rocky-Mountain-Nationalparks. Als der Park am 5. September 1915 offiziell eröffnet wurde, hatte sich Enos Mills jahrelang dafür eingesetzt.

Eigentlich wollte sich der Naturschützer, lange bevor er einer war, nur mithilfe der klaren Bergluft der Rocky Mountains von seiner Tuberkulose erholen. Mit 14 Jahren war Mills daran erkrankt. Doch als er im Alter von 19 Jahren dem bekannten Naturschützer John Muir begegnete, ließ ihn die Idee der Gründung eines Nationalparks nicht mehr los.

Auf dem Gebiet des Rocky-Mountain-Nationalparks fanden sich kaum Gold oder weitere Bodenschätze. Allerdings gab es diesbezüglich einen Vorstoß, als im Jahre 1887 zwei Goldgräber einen 13 Pfund schweren Goldklumpen fanden. In den Jahren darauf begann die Jagd auf weiteres Gold in den Bächen und Flüssen des Swan- und Blue River. Unverrichteter Dinge verließen die Goldgräber die Region, doch das zur Goldgewinnung genutzte Arsen, Natriumcyanid und Quecksilber wird sich noch einige Zeit lang im Boden wiederfinden. Als klar war, dass sich die Suche nach weiterem Gold nicht lohnen würde, ging die Entwicklung in Richtung Landwirtschaft. Doch auch die Landwirtschaft fand auf über 3.000 Höhenmetern keine Verwendung für das Areal. Somit überzeugte Enos Mills die Bürger der Region davon, das Gebiet für den Tourismus zu nutzen. Von 1909 an tourte Mills durch die USA um finanzielle Unterstützer zu finden. 1915 fand er diese und der Park wurde eröffnet.

Landkarte

Eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt

Nicht nur die Pflanzen-, sondern auch die Tierwelt des Rocky-Mountain-Nationalparks ist beeindruckend. Auch Murmeltiere finden sich hier.
Nicht nur die Pflanzen-, sondern auch die Tierwelt des Rocky-Mountain-Nationalparks ist beeindruckend. Auch Murmeltiere finden sich hier.

In all den Jahren hat Enos Mills viel erlebt. Mit 14 Jahren war er das erste Mal auf dem Gipfel des „Longs Peak”, danach machte er diese Tour noch circa 40 weitere Male. Doch dazu gesellen sich noch 300 weitere Aufstiege, die Mills als Tourguide durchführte.

Heutzutage setzen professionelle Bergführer die Tradition fort und kennen die etlichen Wanderwege des Rocky-Mountain-Nationalparks in- und auswendig. Einer davon führt 600 Meter hinauf zum „Fern Lake”. Auf dem Weg dorthin begegnen einem riesige Gesteinsbrocken, die einst ins Tal herabstürzten, rauschende Bäche, viele Pflanzen und Schönheiten wie weißer und blauer Akelei, Gänseblümchen, Vergissmeinnicht und Lilien. Denn auch dafür ist der Nationalpark bekannt. Die Tier- und Pflanzenwelt ist ein weiteres Aushängeschild der gigantischen Region. Damit Ihre Wanderutensilien komplett sind, haben wir eine Checkliste für den Wander-Urlaub in den USA ersellt.

Am Wasserfall angekommen sind Elstern, Kolibris, Zaunkönige, Elstern sowie Eich- und Streifenhörnchen zu sehen. Vor wilden Tieren muss man keine übermäßige Angst haben. Bären und Wölfe wurden in der Pionierzeit ausgerottet, nur Pumas werden hin und wieder noch gesichtet.

Das 560 Kilometer lange Wanderwegnetz des Rocky-Mountain-Nationalparks ist nicht das einzige Gut des Gebiets. Auch Aktivurlauber kommen auf ihre Kosten. Mit dem Grand Lake hat der Colorado River im Südwesten des Parks ein Wasserparadies entstehen lassen. Egal ob Wasserfälle oder Rafting-Möglichkeiten: Wasserfreunde finden hier alles, was sie sich wünschen. Doch auch Kletterer sieht man in den Rocky Mountains immer wieder. Unser Partner getyourguide.de bietet eine fünfstündige Klettertour in den Rocky Mountains, während der sie die majestätische Aussicht auf das umliegende Gebirge bestaunen können.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in der Nähe des Rocky-Mountain-Nationalparks finden Sie auf www.booking.com.

Weitere Informationen

  • Weitere Informationen: www.nps.gov/romo
  • Einreise: Deutsche benötigen eine ESTA-Genehmigung
  • Beste Reisezeit: Juni bis Oktober, wobei die wärmsten Monate Juli und August sind (über 20 Grad). Ab Mitte Oktober sind schwere Schneefälle möglich
  • Anreise: United Airlines fliegt über Newark oder Chicago nach Denver, Lufthansa via München oder Frankfurt. Von dort aus sind es circa 90 Minuten mit dem Mietwagen nach Estes Park (Hauptzugang zum Park)
  • Hotels: Eine Nacht im 3-Sterne-Hotel bekommt man ab circa 100 Euro, in einem 4-Sterne-Hotel ab etwa 150 Euro (Hotel-Informationen)