Grand Canyon – eines der berühmtesten Naturwunder der Welt

Partner von Marco Polo

Gewaltig, farbenfroh und definitiv eine der mächtigsten und inspirierendsten Landschaften der Erde. Der Grand Canyon gilt zurecht als Naturwunder und bietet unzählige Möglichkeiten, einige unvergessliche Tage im Leben zu verbringen. Doch der Grand-Canyon-Nationalpark hat so viel mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint.

Inhaltsverzeichnis
Wetter und Klima im Grand-Canyon-Nationalpark | Geologie und Geografie des Grand Canyon | Mehr zu Gestein und Gesteinsschichten | Flora: Die einzigartige Pflanzenwelt des Nationalparks | Fauna: Tierarten im Park | Die Geschichte des Grand Canyon National Parks | Der Grand Canyon für Touristen | Besucherzentren, Informationszentren und Einkaufsmöglichkeiten im Park | Öffnungszeiten | Eintrittsgebühren | Das Land der Hualapai – der westliche Teil des Grand Canyon | Grand Canyon-Parashant National Monument | Anreise | Adresse

Wir haben uns das rund 450 Kilometer lange und 1,6 Kilometer tiefe UNESCO-Weltnaturerbe, das Jahr für Jahr rund fünf Millionen Menschen aus nicht nur einem Land der Erde besuchen, für Sie ein wenig genauer angesehen.

Wussten Sie übrigens schon, dass der Grand Canyon an seiner breitesten Stelle ganze 30 Kilometer breit ist?

Wetter und Klima im Grand-Canyon-Nationalpark

Für viele sind die USA fast gleichbedeutend mit einem großen landschaftlichen Monument. Aber der Inbegriff schlechthin für Amerika ist der Grand Canyon.
Für viele sind die USA fast gleichbedeutend mit einem großen landschaftlichen Monument. Aber der Inbegriff schlechthin für Amerika ist der Grand Canyon.

Das Klima im Grand-Canyon-Nationalpark ist für diese Gegend in den Vereinigten Staaten typisch. Jedoch bestehen deutliche Temperaturunterschiede zwischen der Schlucht und den Rändern, zwischen dem Nord- und Südrand und auch zwischen Tag und Nacht.

Von November bis März herrschen regelmäßig eher kalte Temperaturen, teilweise auch unter Null. Im Süden der Schlucht kann im Winter auch Schnee bis zu 1,5 Meter fallen. Kältester Monat ist der Januar, während im Juli in der Schlucht auch schon Temperaturen über 40 Grad Celsius gemessen wurden. Die Durchschnittstemperatur liegt in den Sommermonaten bei über 30 Grad. Dann ist es auch sehr trocken bei vielen Sonnenstunden. Niederschläge fallen am Nordrand deutlich mehr als am Südrand. Auch im Sommer sollte man gerade am Nachmittag mit Niederschlägen rechnen. Als beste Reisezeit gilt das Frühjahr, aber auch im Herbst ist es im Nationalpark sehr schön. Im Sommer ist es dagegen oft sehr heiß und überlaufen.

Grundsätzlich gilt: Umso tiefer in der Schlucht, umso größer die Hitze und umso höher die Temperaturen. Denken Sie bei einem Besuch daran, passende Kleidung einzupacken und planen Sie in den Sommermonaten unbedingt einen Schutz gegen Sonne und Hitze mit ein.

Landkarte

Geologie und Geografie des Grand Canyon

Das Weltnaturerbe befindet sich in den USA auf dem Colorado-Plateau im Nordwesten Arizonas und umfasst eine Fläche von rund 4.930 Quadratkilometern. Die Entstehung des Grand Canyon ist das Ergebnis einer Reihe von geologischen Ereignissen. Die Geschichte beginnt vor fast zwei Milliarden Jahren mit der Bildung des Gesteins der inneren Schlucht. Über diesem alten Gestein liegen zahlreiche Schichten an Sedimentgestein, die ihren Teil der Geschichte des Grand-Canyon-Nationalparks erzählen. Angehoben wurde die gesamte Region schließlich vor etwa 70 bis 30 Millionen Jahren durch Plattentektonik, wodurch das hohe und relativ flache Colorado Plateau entstand. Zuletzt begann der Colorado River vor rund fünf bis sechs Millionen Jahren sich durch verschiedene ältere Gesteinsschichten seinen Weg nach unten zu bahnen und es kam durch Erosion und Nebenflüsse zu einer Verbreiterung des Canyons. Noch heute sind diese Naturgewalten des Wassers am Werk und lassen den Grand Canyon wie bereits seit Millionen von Jahren ganz allmählich immer tiefer und weiter werden.

Mehr zu Gestein und Gesteinsschichten

Die Abfolge der Gesteinsschichten in den Klippen des Grand Canyons ist ein Traum für Geologen, stellt sie doch eine der umfassendsten Abfolgen an Gestein in der Erdgeschichte dar. Vorwiegend handelt es sich dabei um Sedimentgesteine. Zu finden sind hier unter anderem Granite und Metamorphite im tiefsten Teil des Tals sowie Schiefer, Kalkstein und Sandstein. Durch die Schichten aus Sandstein und verschiedenen anderen Gesteinen erfreut dieses Wunder der Erdgeschichte mit geologischer Vielfalt und einer Vielfalt an Farben.

Flora: Die einzigartige Pflanzenwelt des Nationalparks

Im Grand-Canyon-Nationalpark wachsen beeindruckende Pflanzen.
Im Grand-Canyon-Nationalpark wachsen beeindruckende Pflanzen.

Im Grand Canyon herrschen Höhen- und damit auch Klimaunterschiede, wodurch sich ein einzigartiges Ökosystem ergibt. So ergeben sich fünf Vegetationszonen, den Fluss und die Uferzone, einen Wüstenstreifen im inneren Canyon, die Plateauzone, den Südrand und Zonen auf der Nordseite. Insgesamt gibt es im Grand Canyon National Park etwa 1.737 bekannte Arten von Gefäßpflanzen, 167 Pilzarten, 64 Moosarten und 195 Flechtenarten und darunter auch einige endemische Pflanzen, die nur innerhalb der Grenzen des Parks bekannt sind. 63 Pflanzen, die hier im Park gefunden wurden, haben vom U.S. Fish and Wildlife Service einen Sonderstatus erhalten.

Fauna: Tierarten im Park

Durch die verschiedenen Vegetationszonen und die Exposition und Neigung der Hänge ergibt sich im Grand Canyon National Park ein einzigartiges Ökosystem mit vielen kleinräumigen Lebensräumen für eine vielfältige Tierwelt.

Es gibt dort:

  • Rund 447 bekannte Vogelarten
  • 91 Säugetierarten
  • Rund 48 Reptilienarten
  • Rund 10 Amphibienarten
  • 17 Fischarten
  • Unzählige Insekten, Spinnen und andere Wirbellose

Tiere beobachten im Park

Der Park eignet sich bestens um Tiere im Park zu beobachten. Entlang des Colorado-Flusses können mit Glück Raubtiere wie Pumas, Rotluchse, Katzenfretts, Graufüchse oder Kojoten beobachtet werden. Es gibt viele Dickhornschafe, Maultierhirsche, Schwarzbären, Wapitis und Halsbandpekaris. Und wenn sie ganz viel Glück haben, können Sie sogar einen Blick auf einen majestätischen Kalifornien-Kondor werfen. Die imposanten Neuweltgeier erreichen eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern.

Wichtig: Um die Tiere im Park und auch sich selbst zu schützen, müssen unbedingt diese Verhaltensregeln eingehalten werden.

Die Geschichte des Grand Canyon National Parks

Der Grand Canyon ist eine ca. 450 Kilometer lange Schlucht.
Der Grand Canyon ist eine ca. 450 Kilometer lange Schlucht.

Der Grand Canyon wurde um 1880 herum als touristisches Ziel entdeckt und nach und nach für den Tourismus erschlossen. Dazu trug in erheblichem Maß die direkte Anbindung an die Eisenbahn bei. Am 17. September 1901 kam der erste Zug über eine Nebenstrecke der Santa Fe Railway am South Rim des Grand Canyons an und schon bald war aus dem ruhigen Gebiet am Südrand der Schlucht das geschäftige Grand Canyon Village geworden. Der Ort wurde im Laufe der nächsten drei Jahrzehnte durch den Bau weiterer Gebäude immer mehr erweitert.

Zum National Monument erklärt wurde das Gebiet schließlich am 11. Januar 1908 durch US-Präsident Theodore Roosevelt. Der Nationalpark selbst wurde am 26. Februar 1919 gegründet. Seit 1979 ist der Grand Canyon darüber hinaus UNESCO-Weltnaturerbe.

Der Grand Canyon für Touristen

Der Grand Canyon Nationalpark ist einmalig und es wäre fast schon ein Frevel, würde man diesen als Tourist bei einem Besuch in der Gegend auslassen. Die bizarre Landschaft und die vielfältige Natur machen die weltberühmte Schlucht zu einem Ort, der für immer in Erinnerung bleiben wird. Und rund sechs Millionen Menschen lassen es sich pro Jahr nicht nehmen, dieses Naturwunder zu besuchen. Allerdings nimmt sich der typische Tourist durchschnittlich nur 15 Minuten Zeit das Naturwunder zu bestaunen. Ein großer Fehler.

Tickets für Touren und Aktivitäten

Tickets für Touren und Aktivitäten am Grand Canyon finden Sie unter www.getyourguide.de.

Lohnende Aussichtspunkte im Grand Canyon National Park

  • Desert View Watchtower: Desert View ist eine kleine Siedlung am South Rim, etwa 41 Kilometer östlich von Grand Canyon Village gelegen. Der Desert View Drive (Arizona Highway 64) verbindet die beiden Orte, wobei Grand Canyon Village im Osten des Aussichtspunkts liegt. Die Aussichtsplattform in Desert View bietet eine der schönsten Aussichten auf den Grand Canyon und den Colorado River. In der Nähe befindet sich auch das Tusayan Museum, das die Geschichte der amerikanischen Indianer der Region beleuchtet.
  • Mather Point: Der Mather Point befindet sich auf 2.170 Metern in Grand Canyon Village gleich neben der Yavapai Observation Station. Viele Urlauber werfen hier zum ersten Mal einen Blick auf dieses Naturwunder.
  • Yavapai Point: Der Yavapai Point befindet sich mit dem Mietwagen rund fünf Minuten vom Grand Canyon Village entfernt und ist vor allem für den atemberaubenden Ausblick bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bekannt.
  • Hopi Point: Der Hopi Point gilt als einer der besten Aussichtspunkte am Grand Canyon und reicht weiter in die Schlucht hinein als andere. Das Panorama lässt sich vor allem bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in all seiner Pracht bewundern, wenn die Sonne die Schlucht in ein kräftiges orange- bis rosafarbenes Licht taucht.
  • Pima Point: Der Pima Point gilt als einer der besten Orte entlang des South Rim, um den Colorado River zu sehen und an ruhigen Tagen auch zu hören. Im Osten ist der Bright Angel Canyon sichtbar. Zudem können Sie von hier aus das Powell Plateau, den Hermit Creek und die Great Scenic Divide im Westen bestaunen.
  • Ooh Aah Point: Der Ooh Aah Point ist ein Aussichtspunkt, der sich rund 180 Meter unterhalb des Südrandes des Grand Canyons befindet. Er ist Teil des South Kaibab Trails, einem Wanderweg, der vom South Rim bis zum Colorado River nach unten führt.
  • Bright Angel Point: Der Bright Angel Point befindet sich am Nordrand der Schlucht. Fahren Sie hier am besten auf der Straße vom „Point Imperial“ bis zum „Cape Royal“. Es ist der südlichste Aussichtspunkt am North Rim, der einen tollen Blick auf den Steinbogen des Angels Window bietet. Eis, Wind, Wasser und andere Witterungseinflüsse höhlten dieses beeindruckende Fotomotiv aus.
  • Point Sublime: Der Point Sublime befindet sich am Südrand im Havasupai-Reservat. Sie können von diesem Aussichtspunkt aus auch die Indianersiedlung Supai zu Fuß, mit dem Maultier oder dem Helikopter erreichen.
  • Navajo Point: Der Navajo Point auf 2.247 Metern ist relativ klein und wird häufig übergangen. Zu Unrecht. Denn auch dieser Punkt bietet eine hervorragende Aussicht über den Colorado und die Grand Canyon Supergroup.
  • Grandview Point: Der Grandview Point gehört – wenn man den begeisterten Stimmen glauben mag – zu den schönsten Aussichtspunkten am South Rim. Hier eröffnen sich schöne Ausblick auf die Horseshoe Mesa und Cape Royal.
  • Grand Canyon Skywalk: Ebenfalls am Südrand befindet sich der Grand Canyon Skywalk. Der Grand Canyon Skywalk ist eine Besucherattraktion im Erlebnispark Grand Canyon West und befindet sich eigentlich außerhalb des Nationalparks im Stammesgebiet des Stammes der Hualapai. Nichtsdestotrotz bietet er eine unglaubliche Gelegenheit einen Blick über einen hufeisenförmigen Balkon durch den Glasboden in den Abgrund und auf den 900 Meter darunter liegenden Grand Canyon zu werfen.

    Am besten besuchen Sie den Grand Canyon Skywalk am Morgen. Zu den Spitzenzeiten zwischen 11 und 16 Uhr findet man auf dem Skywalk kaum Platz und kann den Ausblick kaum genießen.

    Achtung: Handys und Kameras sind auf dem Skywalk nicht gestattet.

  • Remote Toroweap: Die Aussicht vom Toroweap Overlook, 914 Meter über dem Colorado River, ist atemberaubend. Dieses abgelegene Gebiet, das als Tuweep oder Toroweap bekannt ist, liegt am nordwestlichen Rand des Grand Canyons auf dem Arizona Strip. Der Weg dorthin ist beschwerlich, aber jede Mühe wert. Denn am Ende der Reise angekommen, ergibt sich ein fantastischer Blick über das Gefälle des Naturwunders.

Grand Canyon Village – geschäftiges Zentrum am South Rim

Das 1460-Einwohner Dorf Grand Canyon Village befindet sich am South Rim im Nationalpark und beherbergt nahezu ausschließlich Mitarbeiter des Parks oder solche, die in vom Nationalpark lizensierten Unternehmen arbeiten. Es ist das Zentrum aller Aktivitäten des Nationalparks, wo sich Hotels, Lodges, Restaurants, ein Besucherzentrum, Geschäfte und der Bahnhof befinden.

Der Ort lässt sich in drei Zonen unterteilen: das Besucherzentrum/Mather Point, die Market Plaza und das Historic District.

Das Historic District

Das Historic District ist das Herzstück des Dorfes im Nationalpark und wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vornehmlich von der Santa Fe Railroad errichtet. Mehrere der Gebäude stammen aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, darunter das Lookout Studio (1914) und das von Mary Colter entworfene Hopi House (1905). Perfekt um Souvenirs zu kaufen sind das Verkamp’s Visitor Center und der Grand Canyon Conservancy Store. Kunstliebhaber werden die Kunstausstellungen im Auditorium des Grand Canyon Conservancy Store lieben.

Tipp: Gegenüber dem Zugdepot oberhalb der Xanterra South Rim General Offices beginnt ein Abschnitt des Greenway Trails, der das historische Viertel mit der Market Plaza verbindet. Dieser Weg bietet für Wanderer und Radfahrer eine weitaus angenehmere Verbindung als der Weg über die engen Straßen.

Museen und kulturelle Sehenswürdigkeiten im Park

Das Yavapai Geology Museum offenbart interessante Details der Entstehung des Grand Canyons.
Das Yavapai Geology Museum offenbart interessante Details der Entstehung des Grand Canyons.
  • Yavapai Geology Museum: Das Geologiemuseum liegt in der historischen Yavapai Observation Station und erzählt die Geschichte der Entstehung der Schlucht anhand von wunderschönen Fotografien, topografischen Modellen und interaktiven Exponaten.
  • Tusayan Museum und Ruinen: Vor über 800 Jahren bauten die Pueblo-Indianer am Rande des Grand Canyons eine blühende Gemeinschaft auf. Das Tusayan-Museum und die Ruinen geben Ihnen die Möglichkeit, durch ein Fenster zurück in die Geschichte der Indianer zu blicken. Zu sehen sind zum Beispiel Keramik, Pfeilspitzen und Haushaltsgegenstände.
  • Kolb Studio: Die Gebrüder Kolb errichteten ihr Fotostudio buchstäblich am Rand des Grand Canyons und schufen somit eine Bühne für einige der ikonischsten Bilder des Ortes. Heute können Sie dort Ausstellungen besichtigen.
  • Desert View Watchtower®: Die bekannte Architektion Mary E. J. Colter entwarf am Südrand der Schlucht eine Reihe von bemerkenswerten Gebäuden, darunter auch den Desert View Watchtower®. Das 1932 fertiggestellte Gebäude wurde von alten Pueblo-Wachtürmen inspiriert und bietet ein fantastisches Panorama. Neben dem Hopi House, dem Lookout Studio und Hermits Rest® ist es eines der Gebäude im Park, die als National Historic Landmark gelistet sind.

Wandern im Park

Wanderungen im Canyon erfreuen sich enormer Beliebtheit.
Wanderungen im Canyon erfreuen sich enormer Beliebtheit.

In Grand-Canyon-Nationalpark gibt es zahlreiche Wanderwege. Besonders bekannt sind der Bright Angel Trail, der North Kaibab Trail und der South Kaibab Trail. Jedoch gelten speziell die Wege in die Schlucht als anspruchsvoll. In der Schlucht wird es gerade im Sommer sehr heiß und es gibt auf manchen Wanderwegen kaum Schatten oder Trinkwasser auf dem Weg. Eine Wanderung in die Schlucht sollte daher umsichtig geplant werden.

Wer zu den weniger ambitionierten Wanderern gehört, sollte sich daher eher an die Wanderwege halten, die zu den verschiedenen Aussichtspunkten am Rand der Schlucht führen.

Achtung: Beginnen Sie Ihre Wanderung am besten frühmorgens und denken Sie an ausreichend Wasser, Verpflegung und einen angemessenen Sonnenschutz (Kopfbedeckung usw.). Für mehrtägige Wanderungen ist eine Genehmigung des Backcountry Information Center vonnöten.

Einige beliebte Tagestouren im Grand-Canyon-Nationalpark

  • Bright Angel Trail bis Indian Garden: Der Bright Angel Trail ist der bekannteste Wanderweg im Nationalpark und bietet im Gegensatz zu anderen einige Annehmlichkeiten wie Toiletten, Rasthäuser und Trinkwasserstationen. Der Weg führt an sich komplett bis zum Colorado River, eine Tageswanderung bis zum Indian Garden ist aber für den durchschnittlichen Wanderer meist ausreichend.
  • South Kaibab Trail bis Ooh Aah Point: Der South Kaibab Trail führt ebenfalls bis an den Grund der Schlucht, ist aber nicht nur deutlich steiler als der Bright Angel Trail, sondern bietet auch keine Trinkwasserstationen oder ähnliches. Dafür hat er spektakuläre Aussichten auf den Grand Canyon zu bieten. Wenn Sie sich für eine Tour bis zum Ooh Aah Point entscheiden, sind Sie hier etwa zwei Stunden unterwegs. Das ist gut zu schaffen, Sie sollten hierbei jedoch auch unbedingt an Trinkwasser und Sonnenschutz denken!
  • Rim Trail: Es muss nicht immer in die Tiefe gehen. Bei einer Wanderung entlang des Rim Trails können Sie entlang der Abbruchkante de Canyons wandern und einen Aussichtspunkt nach dem anderen abklappern. Insgesamt ist der Weg 21 Kilometer lang und gut in vier bis fünf Stunden zu schaffen.
  • North Kaibab bis Roaring Springs: Auch vom Nordrand des Canyons aus lässt es sich hervorragend in die Tiefe wandern. Der einzige gewartete Wanderweg auf dieser Seite der Schlucht ist der North Kaibab Trail. Er gilt allerdings als einer der schwierigsten Wanderwege im Nationalpark, auf dem sie alle Klimazonen durchlaufen müssen. Anspruchsvoll aber als Tagestour machbar ist eine Tour vom Start des Weges bis zum Wasserfall Roaring Springs. Die 15 Kilometer hin und zurück sind in etwa sieben Stunden zu schaffen. Achtung: Der North Rim ist nur zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober geöffnet.
  • Hermit Trail: Weniger frequentiert, aber ebenso anstrengend ist die Strecke über den Hermit oder Grandview Trail ins Tal. Nach einer Fahrt mit dem Shuttlebus zu Hermits Rest® werfen Sie am besten schon einmal einen Blick über die steilen Klippen auf die Schönheit dieses Naturwunders der Erde. Auch das historische Gebäude selbst ist sehenswert. Um zum Trailhead in der Nähe zu gelangen laufen Sie dann etwa 400 Meter bevor Sie sich auf die steile Strecke ins Tal machen. Eine Tagestour auf dem Hermit Trail ist sehr ambitioniert, besser ist es beim Ausflug zum Beispiel in Santa Maria Spring einen Stopp einzulegen und die Reise durch das wilde Gelände in diesem Nationalpark der USA am nächsten Tag fortzusetzen.

    Achtung: Die Route wird kaum gewartet und es ist nicht immer leicht, die Route zu erkennen.

Wer die Touren nicht zu Fuß bestreiten möchte, kann auch an einem geführten Wanderritt teilnehmen und auf dem Rücken von einem Maultier (Muli) über die Wanderwege reiten.

Weitere Aktivitäten im Nationalpark

Helikopterrundflüge sind am Grand Canyon an der Tagesordnung.
Helikopterrundflüge sind am Grand Canyon an der Tagesordnung.
  • Helikopterflüge: Rundflüge mit dem Hubschrauber über den Grand Canyon sind sehr beliebt und gar nicht einmal so teuer. Es gibt diverse Anbieter für Hubschraubertouren, die entweder am Grand Canyon Airport oder in Las Vegas starten. Teilweise werden diese Flüge mit dem Helikopter in Kombination mit anderen Aktivitäten wie Jeep-Touren oder einer Landung in der Schlucht angeboten. Auch Rundflüge mit dem Flugzeug können gebucht werden. Die Eindrücke, die sich bei einem Rundflug aus der Luft sammeln lassen, sind unvergesslich!
  • Bootfahren auf dem Colorado River: Der Colorado River, der sich durch die beeindruckende Schlucht zieht, bietet Raum für diverse Aktivitäten. Wie wäre es zum Beispiel mit einer geführten Floßtour über den Fluss oder einer Fahrt mit einem Kajak?
  • Rafting: Die Stromschnellen des Colorado River ziehen Jahr für Jahr mehr als 20.000 Sportler aus Stadt und Land an, die hier dem Rafting frönen möchten. Die meisten beginnen den Ritt über die Stromschnellen im Bezirk Lees Ferry und fahren bis in die Stadt Diamond Creek oder zum Mead-Wasserbecken. Als komplizierteste Schwelle gilt Lava Rapids.
  • An Park-Ranger-Programmen teilnehmen: Wie in anderen Nationalparks in den Vereinigten Staaten werden auch in diesem verschiedene Ranger-Programme angeboten. Sie können hier während Ihrer Reise zum Beispiel durch Ihren Führer mehr über die geologischen Formationen des Parks oder die dort lebende Tierwelt erfahren.

Übernachtungsmöglichkeiten im Park

Es gibt im Nationalpark und in Tusayan vor den Toren des Nationalparks diverse Übernachtungsmöglichkeiten. Die einzige feste Einrichtung zum Übernachten am Grund der Schlucht ist die Phantom Ranch.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in der Nähe des Grand Canyons finden Sie unter www.booking.com.



Booking.com

Phantom Ranch

Die Phantom Ranch ist eine Lodge, die sich am Fuß des Grand Canyon an der Ostseite des Bright Angel Creek befindet. Die Unterkunft wurde 1922 eröffnet und ist auch heute noch ein beliebtes Reiseziel. Es ist sehr schwierig, für die Phantom Ranch eine Reservierung zu ergattern. Denn die Plätze werden 15 Monate im Voraus über ein monatliches Lotteriesystem angeboten und sind in der Regel sofort vergeben.

Aktuell stehen dort neun reguläre Hütten für eine bis vier Personen und zwei große Hütten für acht bis zehn Personen zur Verfügung sowie vier Schlafsäle für Wanderer. Alles in allem können in der Ranch etwa 90 Gäste untergebracht werden. Die Phantom Ranch ist nur über Wanderwege und den Colorado River zugänglich. Zudem gibt es einen Hubschrauberlandeplatz.

Weitere bemerkenswerte Unterkünfte im Park

Restaurants gibt es sowohl am North Rim als auch am South Rim.

Campen und Zelten im Nationalpark

Egal ob mit dem Zelt oder mit dem Wohnmobil: Im und am Grand Canyon wird gerne gecampt.
Egal ob mit dem Zelt oder mit dem Wohnmobil: Im und am Grand Canyon wird gerne gecampt.

Das Camping ist im Grand Canyon sehr beliebt. Im Grand Canyon National Park selbst gibt es mit dem großen Mather Campground und dem kleinen Desert View Campground zwei Campingplätze. Im Grand Canyon Village befindet sich außerdem der Trailer Village RV Park, der auch für große Wohnmobile geeignet ist.

Dazu kommen Campingplätze in der Schlucht, von denen der Bright Angel Campground und der Indian Garden Campground mit Sicherheit die bekanntesten sind. Um auf diesen Campingplätzen in der Schlucht zu übernachten, bedarf es einer vorherigen Genehmigung. Eine Reservierung ist in jedem Fall vor der Anreise zu empfehlen. In der Hauptsaison sind im Nationalpark in der Regel so ziemlich alle Unterkünfte sehr gut besucht.

Weitere Campingplätze außerhalb des Parks sind das Grand Canyon Camper Village in Tusayan, der Ten-X Campground im Kaibab National Forest oder wenn es etwas Originelles sein soll, der Campingplatz „Bedrock City“, der optisch an die „Flintstones“ also die Familie Feuerstein angelehnt ist.

Mit dem Hund in den Nationalpark

Sich mit einem Hund innerhalb des Grand-Canyon-Nationalparks zu bewegen, stellt kein Problem dar.
Sich mit einem Hund innerhalb des Grand-Canyon-Nationalparks zu bewegen, stellt kein Problem dar.

Der Grand Canyon National Park gilt als relativ hundefreundlich. Die Vierbeiner sind angeleint (Länge der Leine: max. 1,80 Meter) an den Wegen oberhalb des Rims, auf dem Mather Campground, dem Desert View Campground, im Trailer Village und allen erschlossenen Gebieten erlaubt. Haustierfreundliche Zimmer werden von der Yavapai Lodge angeboten.

Nicht erlaubt sind Haustiere auf den Wanderwegen im Canyon (unterhalb des Rims) und in Park-Shuttle-Bussen. Die Tiere können aber vorübergehend im South Rim Kennel untergebracht werden.

Auf der Nordseite sind angeleinte Haustiere nur auf dem Bridle Trail erlaubt und auch in Tuweep dürfen sie ihren Menschen nur auf befestigten Straßen und auf dem Campingplatz begleiten. Eine Unterbringungsmöglichkeit gibt es dort nicht.

Besucherzentren, Informationszentren und Einkaufsmöglichkeiten im Park

  • Grand Canyon Visitor Center: Wer den Nationalpark durch den südlichen Eingang besucht, wird hier am South Rim seinen ersten Stopp einlegen. Sie können hier Ihr Auto an einem der Parkplätze abstellen und dann einen kurzen Spaziergang unternehmen oder in einen Shuttle-Bus zum Mather Point steigen.

    Das Besucherzentrum am South Rim bietet viele Informationen über den Park, Exponate, die bestaunt und einen Film, der angesehen werden kann. Wer möchte, kann hier auch Fahrräder mieten. Zudem gibt es mit dem Grand Canyon Visitor Center Park Store eine Einkaufsmöglichkeit.

  • Verkamp’s Visitor Center: Im Verkamp’s Visitor Center gibt es die Möglichkeit, schöne Andenken zu kaufen, Parkranger zu befragen und Ausstellungen über die Geschichte von Grand Canyon Village zu besuchen. Das Hopi House, das El Tover Hotel und das Yavapai Geology Museum sind nicht weit entfernt.
  • Backcountry Information Center: Das Backcountry Information Center befindet sich im Historic District im Dorf. Hier können Sie “Backcountry Permits” erhalten oder den Expressbus zum South Kaibab Trailhead nehmen.
  • North Rim Visitor Center: Im Besucherzentrum am Nordrand haben Sie die Möglichkeit, mit einem Parkranger zu sprechen und Ihren Besuch zu planen. Sie erhalten hier Broschüren, Bücher und Karten und können mehr über den Park erfahren. Der Bright Angel Point ist nicht weit entfernt.

Öffnungszeiten

  • South Rim: Der Südrand des Parks ist ganzjährig geöffnet. Dort befinden sich auch Grand Canyon Village und Desert View.
  • North Rim: Der Nordrand ist nur in der warmen Jahreszeit von 15. Mai bis 15. Oktober geöffnet.

Eintrittsgebühren

  • Ein Fahrzeug: (bis zu 15 Personen) 35 US-Dollar.
  • Ein Motorrad: (privat, nicht kommerziell) 30 US-Dollar
  • Einzelperson: (Fußgänger, mit dem Fahrrad, Shuttle-Bus) 20 US-Dollar/Person
  • Jahreskarte: 70 US-Dollar
  • America the Beautiful – Annual Pass: 80 US-Dollar

Personen im Alter von unter 16 Jahren haben kostenlosen Zugang zum Park. Die Gebühr berechtigt für sieben Tage zum Eintritt am South Rim und – in der Saison – am North Rim.

An folgenden Tagen ist der Eintritt in den Nationalpark kostenlos:

  • 20. Januar: Geburtstag von Martin Luther King Jr.
  • April (variiert): Erster Tag der National Park Week
  • 25. August: Geburtstag des National Park Service
  • September (variiert): National Public Lands Day
  • 11. November: Veterans Day

Die genauen Daten des jeweiligen Jahres sind hier nachzulesen.

Das Land der Hualapai – der westliche Teil des Grand Canyon

Der Grand Canyon Skywalk wurde im Jahr 2007 eröffnet.
Der Grand Canyon Skywalk wurde im Jahr 2007 eröffnet.

Der Westen des Grand Canyons gehört nicht zum Nationalpark, sondern dem Indianerstamm der Hualapai. Der Grand Canyon West gilt als „kleiner Bruder“ des Nationalparks und besticht nicht nur durch den Grand Canyon Skywalk, sondern auch durch andere Vorteile. So erlaubt der Indianerstamm der Hualapai in seinem Teil der Landschaft, dass Helikopter auf dem Grund der Schlucht landen dürfen.

Der Besuch im Reservat beginnt am Passagierterminal, neben dem Sie bei einem Ausflug in diese Sehenswürdigkeit der USA das Besucherzentrum samt Souvenirladen finden. Wer möchte, kann hier in den Shuttlebus umsteigen oder mit dem Helikopter zu einem Rundflug starten.

Highlight im Stammesgebiet ist aber die gläserne Aussichtsplattform auf der Sie bei Ihrem Ausflug durch den gläsernen Boden und am Geländer einen Blick in den Abgrund werfen können. Der Skywalk eröffnet gegen eine Gebühr einen ganz eigenen Blick auf die Schönheit des UNESCO-Weltnaturerbes.

Auch auf dem Gebiet des Stammes wird eine Eintrittsgebühr fällig. Es werden verschiedene Pakete angeboten.

Und wer noch ein paar Kilometer weiter fährt und noch mehr Action will, hat ein paar Kilometer weiter auch noch die Möglichkeit, einen Seitenarm der berühmten Schlucht in 300 Metern Höhe mit der Zipline zu überqueren.

Grand Canyon-Parashant National Monument

Wer den Grand Canyon nicht nur im gleichnamigen Nationalpark erleben möchte, hat auch die Möglichkeit, das angrenzende Grand Canyon-Parashant National Monument zu besuchen. Das nur wenig überlaufene Naturschutzgebiet befindet sich in Arizona und wurde im Jahr 2000 durch Präsident Bill Clinton ausgewiesen. Das Wüstenplateau befindet sich nördlich des Grand Canyon und bietet fantastische Ausblicke und Möglichkeiten, das ein oder andere schöne Foto zu schießen.

Anreise

  • South Rim: Fahren Sie, wenn Sie aus südlicher Richtung oder aus Richtung Las Vegas kommen von der I-40 in Williams in Arizona ab und nehmen Sie dann die AZ 64 nach Norden. Oder fahren Sie von der US 180 in Flagstaff in Arizona ab und folgen Sie der Straße dann bis zur Kreuzung mit der AZ 64. Biegen Sie dort nach Norden ab und folgen Sie der Straße bis zum südlichen Parkeingang. Um zum östlichen Parkeingang zu kommen, nehmen Sie aus nördlicher Richtung die US 89 oder AZ 160 zur AZ 64 in Cameron in Arizona (Az). Fahren Sie dann auf der AZ 64 nach Westen zum östlichen Parkeingang. Im Grand-Canyon-Nationalpark selbst kann man hervorragend auf das eigene Fahrzeug verzichten und einen der angebotenen Busse nutzen, um den Park zu erkunden und von einem Punkt zum anderen zu kommen. So können Sie auch die Hermit’s Rest Road erleben. Die Panoramastraße kann nur von Shuttlebussen und kommerziellen Reisebussen befahren werden.
  • North Rim: Fahren Sie mit dem Auto über die US 89A bis nach Jacob Lake in Arizona und biegen Sie dann nach Süden auf die AZ 67 ab, die zum nördlichen Parkeingang führt.

Adresse

  • Grand Canyon National Park
  • P.O. Box 129
  • Grand Canyon, AZ 86023