Auswandern in die USA – Hindernisse und Hürden

Dank der Doku-Soap eines privaten deutschen Fernsehsenders ist das Thema Auswanderung heute in aller Munde. Tatsächlich aber sind die Deutschen schon in früheren Jahrhunderten in viel größerer Zahl und aus sehr viel ernsteren Gründen in die Welt hinausgezogen, als sie es heute tun.

Dank der Doku-Soap eines privaten deutschen Fernsehsenders ist das Thema Auswanderung heute in aller Munde. Tatsächlich aber sind die Deutschen schon in früheren Jahrhunderten in viel größerer Zahl und aus sehr viel ernsteren Gründen in die Welt hinausgezogen, als sie es heute tun.

Vor allem die „Neue Welt“, also die USA, aber auch Australien und Neuseeland, waren für die großen Auswanderungswellen beliebte und begehrte Ziele. Allerdings, eine Einbahnstraße ist die Auswanderung nicht. Denn die Menschen verlassen Deutschland nicht nur, sie ziehen auch hierher. Das ist auch und sogar ganz besonders bei den US-Amerikanern der Fall. Die Statistiken hier sind nicht immer super aktuell, da es dauert, bis solche Erhebungen veröffentlicht werden können. Aber immerhin, im Jahr 2009 sollen danach etwa 36.000 deutsche Männer und Frauen sich als Auswanderer – oder Migranten, wie man sie heute nennt – in die USA aufgemacht haben. Umgekehrt verließen etwa 30.000 US-Amerikaner ihre Heimat, um sich in Deutschland niederzulassen. Keine schlechte Bilanz für das im Vergleich zu den USA doch recht kleine Deutschland.

Wohlüberlegte Schritte

Was zu den Pionierzeiten ein großes Abenteuer vor einem meist verzweifelten Hintergrund in den europäischen Heimatländern der Auswanderer gewesen ist, das ist heute vor allem ein Abenteuer in Sachen Administration. Denn Reisen in die USA sind das eine; eine Einwanderung in das Land ist aber ein ganz anderes Kaliber. Vergleichsweise einfach mag es für all jene sein, die aus Liebe über den großen Teich gehen. Sie werden in ihrem Partner oder ihrer Partnerin mit Sicherheit eine große Hilfe haben. Es ist ihnen dann nur zu wünschen, dass die Beziehung hält – sonst kann es auch für diese Gruppe im Nachhinein noch schwierig werden.

Auch all jene, die mit einer Jobzusage oder gar einem bereits unterzeichneten Arbeitsvertrag in die USA auswandern, dürfte der Start nicht ganz so schwer fallen. Hier wird der Arbeitgeber bei allen Behördenfragen wertvolle Ratschläge erteilen können.

Aber ob er auch Bescheid weiß, wenn es um die Frage geht, ob der neue Angestellte seinen geliebten Hund so mir nichts, dir nichts einfach aus Deutschland mitbringen kann? Oder ob ihm klar ist, dass der Neuzugang einen Extrabonus benötigt, um sich neue Bettwäsche kaufen zu können? Die alte aus Deutschland wird nämlich nicht auf die Kissen und Decken in Amerika passen.

Allein diese beiden kleinen Beispiele zeigen, wie viele Fallen der Alltag in einem fremden Land parat hält. Bevor der Neubürger aber überhaupt dazu kommt, sein Bett zu beziehen, sollte er sich um eine SSC kümmern. SSC ist die Abkürzung für Social Security Card und ohne diese Karte sollte man an ein Leben in den USA nicht einmal denken. Die Voraussetzungen für diese Karte sowie die entsprechenden Telefonnummern in den USA finden sich im Internet sowie in den meisten Ratgebern, die zum Thema Einwanderung in die USA geschrieben worden sind.

Von Hindernissen und Hürden

Im Jahre 2009 wanderten etwa 36.000 Deutsche in die USA aus.

Im Jahre 2009 wanderten etwa 36.000 Deutsche in die USA aus.

Die Lektüre eines guten Ratgebers sollte ohnehin bei der Vorbereitung der Auswanderung Pflicht sein. Denn das Aufspüren von Jobangeboten, die anschließende Bewerbung und schließlich die Anstellung allein garantieren noch kein besseres Leben. Was, wenn der neue Job jemanden ausgerechnet in ein Gebiet verschlägt, in dem regelmäßig Tornados wüten? Oder in eine Kleinstadt, die von Wüste umgeben ist? Die USA sind ein riesiger Kontinent und nicht jedem Auswanderungswilligen wird es an jeder Ecke gefallen. Sonnenanbeter etwa sollten definitiv das Wort „Alaska“ aus ihrem Vokabular streichen. Und auch, wer Angst vor wilden Tieren hat, dürfte dort nicht wirklich gut aufgehoben sein.

Möglich, dass jetzt beim Lesen der Gedanke auftaucht, diese Beispiele seien an den Haaren herbeigezogen, weil kein Auswanderungskandidat so naiv sein kann. Weit gefehlt, tatsächlich gebärden sich viele Leute sogar noch deutlich unbekümmerter. Etwa, wenn es um das Thema „Startkapital“ geht. Dafür gibt es zwar keine verbindlichen Ratschläge, da die benötigten Summen natürlich etwas mit dem persönlichen Lebensstil und auch mit der Region, in die ausgewandert wird, zu tun haben. Aber mindestens fünf bis sechs der gewohnten Monatsgehälter sollte jemand auf der hohen Kante haben, bevor er sich in die USA aufmacht. Kann das Geld in Deutschland auf dem Konto bleiben? Sollte es besser in den USA auf einer Bank liegen? (Siehe: Bankkonto in den USA eröffnen – Schritt für Schritt) Funktioniert Internetbanking hier wie dort gleich? Fragen über Fragen, die es nicht erst am neuen Wohnort zu klären gilt. Wenn die Auswanderung gelingen soll, muss sie sehr gut geplant werden.

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