Indiana - Das Land der Indianer

Wie kein anderer Bundesstaat der USA zollt der 19. Unionsstaat den Ureinwohnern des Kontinents schon in seinem Namen Respekt: „Indiana“ bedeutet „Land der Indianer“ – auch, wenn heute weniger als ein halbes Prozent der Bevölkerung noch von den stolzen Stämmen der Shawnee-, Potawatomi oder Wea abstammt.

Inhaltsverzeichnis
Lage und Landschaften | Legendär: Motorsport und Formel 1 in Indianapolis | Outdooraktivitäten und Naturschönheiten | Amish People: eine Welt für sich | Indiana für Kleine | Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Indiana
Indianapolis

Heute ist dieses einstige Indianerterritorium von weiten Feldern und modernen Städten geprägt. Indiana im Mittleren Osten der USA gehört zur Kornkammer der Vereinigten Staaten, entsprechend intensiv werden seine Flächen genutzt. Spektakuläre Nationalparks oder einsame Weiten wird der Reisende deshalb vergeblich suchen. Dafür erwarten ihn jede Menge Kultur und Sportmöglichkeiten, viele historische Stätten, tolle Seen, interessante Städte und jede Menge spannende Attraktionen für Kinder.

Lage und Landschaften

Indiana hat zwei natürliche Grenzen. Im Norden definiert der Michigansee zum Teil die Grenze zu Michigan, ein weiterer Teil der Grenze verläuft auf dem Land. Im Süden ist der Ohio River die natürliche gemeinsame Grenze von Indiana und Kentucky. Im Osten liegt Ohio als Nachbarstaat, im Westen ist es Illinois. Indiana ist ein flaches Land, dessen höchste Erhebung („Hoosier Hill“) mit 383 Metern touristisch gesehen nicht wirklich der Rede wert ist. Sehr viel bemerkenswerter sind dagegen die Seen des Landes. Wirklich prägend aber sind neben einigen Städten die riesengroßen, scheinbar ewig währenden Felder, an denen der Reisende vorbeifährt und die ausgedehnten Farmanlagen, wie sie in Europa kaum vorkommen. Hier wird Schweine- und Rinderzucht betrieben, von hier erhalten die USA große Teile ihres Weizens. Auch Sojabohnen und Mais werden in Indiana angebaut, darüber hinaus erlaubt das Klima sogar das Wachsen von Tabakpflanzen. Auch Milch und Molkereiprodukte, Geflügel und Eier finden von Indiana aus in großem Stil ihren Weg in die Supermärkte der ganzen Vereinigten Staaten.

Landkarte

Legendär: Motorsport und Formel 1 in Indianapolis

Der Indianapolis Motor Speedway ist eine Rennstrecke in Speedway. Speedway ist eine Stadt, die komplett von Indianapolis eingekreist ist. 1911 fand auf der heutigen Formel-1-Strecke das erste Rennen statt.
Der Indianapolis Motor Speedway ist eine Rennstrecke in Speedway. Speedway ist eine Stadt, die komplett von Indianapolis eingekreist ist. 1911 fand auf der heutigen Formel-1-Strecke das erste Rennen statt.

Der Name spricht für sich: „Speedway“ heißt die Stadt, in der die erste allein für Autorennen gedachte Strecke der USA gebaut worden ist. Das erste Rennen darauf fand 1911 statt. Heute ist die Strecke in Speedway stark erweitert und Austragungsort für das sowohl berühmte als auch berüchtigte „Indianapolis 500“-Rennen, das in Fachkreisen auch gern zu „Indy 500“ abgekürzt wird. Die gleiche Strecke beherbergte auch von 1950 bis 1960 und dann wieder vom Jahr 2000 bis 2007 den US-Grand Prix der Formel 1. Warum es damals immer der „Große Preis von Indianapolis“ hieß, wenn die Strecke doch in Speedway liegt? Einst waren beide Städte Nachbarn, heute schließt das große Indianapolis das kleine Speedway mitsamt Rennstrecke vollkommen ein.

Outdooraktivitäten und Naturschönheiten

An den wunderbaren Seen des Landes können Urlauber vollkommen abschalten und sich bestens erholen. Hier darf geschwommen und (zum Teil) gefischt werden, hier segelt und rudert man. Spaziergänge am Strand sind ebenso möglich wie lange Wanderungen (Checkliste für den Wander-Urlaub in den USA)durch die Dünen oder tiefe Wälder. Besonders empfehlenswert ist der Lake Michigan, der zu den größten des Landes gehört.

In seiner unmittelbaren Nähe befindet sich das “Indiana Dunes National Lakeshore“, bei dem es sich um ein landschaftlich ausgesprochen vielfältiges Erholungsgebiet handelt. Wer es bei seinen Outdooraktivitäten gern etwas rauer und wilder mag, der orientiert sich an den großen Flüssen des Landes. Am Ohio River, einem Nebenfluss des Mississippi, lässt es sich gut kajaken und raften.

Amish People: eine Welt für sich

Einst lebten sie in Süddeutschland und in der Schweiz, heute siedelt die Glaubensgemeinschaft der Amish hauptsächlich in Indiana. Dort sprechen sie nach wie vor Deutsch, fahren mit der Kutsche statt mit dem Auto und sind auch sonst der technischen Entwicklung gegenüber so skeptisch, dass ihr Alltag das Leben eines längst vergangenen Jahrhunderts nachzeichnet. Wer dieses spannende Phänomen kennenlernen möchte, sollte sich das erste Wochenende im August vormerken. Dann findet traditionell im Städtchen Nappanee im Norden Indianas das Amish Acres Arts & Crafts Festival statt. Es gewährt faszinierende Einblicke in die Lebensweise, aber auch in die großartige Handwerkskunst der Amish People. Das hat kein anderer US-Bundesstaat zu bieten!

Indiana für Kleine

Der 1964 eröffnete Zoo in Indianapolis fasst 26 Hektar.
Der 1964 eröffnete Zoo in Indianapolis fasst 26 Hektar.

Wer mit der Familie in die USA möchte und kleine Kinder dabei hat, der ist in Indiana gut aufgehoben. Hier gibt es viele Attraktionen, die den Miniurlaubern bestimmt Spaß machen. Der „Indianapolis Zoo“ zum Beispiel ist riesig – und dort darf man einem bestimmten Becken sogar Haie streicheln. Falls jemand in der Familie für James Dean schwärmt, sollte unbedingt Fairmount angesteuert werden. In dieser Kleinstadt wurde der Filmheld geboren: in einem Museum sind viele seiner Besitztümer zu bewundern.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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