Minneapolis – Die ganze Stadt ist ein Theater

Zusammen mit ihrer Schwesterstadt St. Paul stellt Minneapolis den kulturellen Schwerpunkt schlechthin im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten dar.

Zusammen mit ihrer Schwesterstadt St. Paul stellt Minneapolis den kulturellen Schwerpunkt schlechthin im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten dar.

Wenn es um die USA und Kultur geht, dann denkt jeder unwillkürlich zuerst an New York. Broadway, Met, weltbekannte Sammlungen. Fein, die Assoziation ist also berechtigt, sie sollte aber nicht alles sein. Denn auch andere Mütter haben schöne Töchter und in anderen Städten der USA lebt man natürlich auch nicht völlig kulturlos und vertrottelt vor sich hin. Das beste Beispiel dafür ist Minneapolis. Zusammen mit St. Paul stellt Minneapolis den kulturellen Schwerpunkt im Mittleren Westen der USA dar. Beide Städte werden übrigens oft in einem Atemzug genannt und dann als „Twin Cities“ bezeichnet.

Um es wirklich ganz deutlich zu formulieren: Hier findet sich – nach New York City – die höchste Pro-Kopf-Dichte, die die USA an Theatern zu bieten haben. Das sollte freilich nicht der einzige Grund sein, um diese Region und diese Stadt zu besuchen. Minneapolis und der Bundesstaat Minnesota, in dem die Stadt liegt, haben nämlich noch einiges mehr zu bieten.

Wie man am besten hinkommt

Die „Twin Cities“ verfügen zwar über einen internationalen Flughafen, direkte Verbindungen nach Europa sind aber dennoch selten bis nicht vorhanden. Das ist insofern etwas verwunderlich, als viele Einwohner von Vorfahren aus Deutschland und den skandinavischen Ländern abstammen und noch familiäre Verbindungen dorthin pflegen. Trotzdem, einmal muss umgestiegen werden. Am schnellsten und bequemsten geht das in Washington und Chicago. Auch von Denver, Houston und Phoenix gibt es gute Anbindungen an den Minneapolis – St. Paul International Airport.

Landkarte

Wie alles angefangen hat

„Fort Snelling“ ist eine ehemalige militärische Festung an der Mündung des Minnesota River in den Mississippi River. Der ehemalige Militärposten war die Basis der Gründung von Minneapolis und ist inzwischen ein Museumsdorf.

„Fort Snelling“ ist eine ehemalige militärische Festung an der Mündung des Minnesota River in den Mississippi River. Der ehemalige Militärposten war die Basis der Gründung von Minneapolis und ist inzwischen ein Museumsdorf.

Vor weniger als 350 Jahren gab es weit und breit keine Spur von Minneapolis. Auf dem heutigen Stadtgebiet siedelten stattdessen Indianer vom Stamme der Dakota, nach denen später zwei US-Bundesstaaten benannt wurden. Etwa gegen 1680 war es mit der Ruhe vorbei. Pelzhändler aus Frankreich waren in das Gebiet eingedrungen und zusammen mit nachfolgenden Siedlern aus Europa beanspruchten sie mehr und mehr Land für sich. Im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts entstand am Zusammenfluss des Mississippi River und des Minnesota River „Fort Snelling“, ein Vorläufer von Minneapolis, das rund 50 Jahre später den Status einer Stadt zuerkannt bekam.

Minneapolis wuchs rasant und investierte dank seiner Lage am Wasser in Getreidemühlen und Sägewerke. Die Stadt war immer erfolgreich, sie war immer reich und sie konnte sich entsprechend viel leisten. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entschloss man sich deshalb, das gesamte Stadtzentrum zu erneuern. Diesem Entschluss fielen leider viele historische Bauten zum Opfer, die kurzerhand abgerissen wurden. Bis heute hat sich die Stadtmitte aber deshalb eine ausgesprochen moderne Atmosphäre bewahrt, die immer wieder auch mit kühnen architektonischen Highlights beeindruckt.

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Jetzt aber endlich ab ins Theater!

Seit 2006 befindet sich das eigentlich im Jahre 1963 gegründete „Guthrie Theater“ am Mississippi River. Der neue Bau kostete 125 Millionen US-Dollar.

Seit 2006 befindet sich das eigentlich im Jahre 1963 gegründete „Guthrie Theater“ am Mississippi River. Der neue Bau kostete 125 Millionen US-Dollar.

Es gibt kein Genre, das auf den Bühnen von Minneapolis nicht aufgeführt werden würde. Musical und Variete-Shows sind hier ebenso zuhause wie Sprechtheater und Oper. Selbstverständlich kommen auch Freunde des Balletts und der klassischen Musik ganzjährig auf ihre Kosten. Von kleinen Zimmertheatern bis hin zu ganz großen Staatsbühne reicht das Spektrum an Aufführungsorten. Eines der traditionsreichsten Häuser ist dabei das Guthrie-Theater, das im Jahr 2006 in ein neues Gebäude zog. Der bekannte französische Architekt Jean Nouvel zeichnete für die Baupläne verantwortlich. Weitere bekannte Häuser sind das State Theatre, das Orpheum Theatre und das Pantages Theatre. In der Orchestra Hall ist das Minnesota Orchestra beheimatet, das zu den besten Symphonieorchestern Amerika zählt.

Auch die bildenden Künste haben ihren Platz in Minnesota und was für einen! Das Minneapolis Institute of Arts wurde 1915 im Süden der Stadt erbaut und nennt über 80.000 Exponate sein eigen. Als eines der besten zeitgenössischen Museen gilt das Walker Art Center. Der Besuch beider Häuser sollte angenehme „Pflicht“ sein, wenn man sich in Minneapolis aufhält.

Zum guten Schluss geht es auch mal raus aus der Stadt

Kultur ist großartig, aber Natur ist auch nicht zu verachten. Vor allem im Urlaub möchte der Mensch ab und an mal durchatmen. Die teilweise wirklich grandiose und in weiten Teilen auch noch unberührte Natur Minnesotas bietet dazu mehr als eine Gelegenheit. Unterschiedliche Landschaftsformen, Ruhe und jede Menge Möglichkeiten für Outdooraktivitäten bieten zum Beispiel der Voyageurs-Nationalpark, der Frontenac State Park, das Big Stone National Wildlife Refuge und der Alexander Ramsey Park. Selbst das ist jedoch nur eine kleine Auswahl von dem, was die Natur in diesem Bundesstaat, der im Norden an Kanada grenzt, für Besucher bereithält. Auch alle, die eigentlich den ganzen Urlaub über in Minneapolis bleiben wollten, sollten sich den einen oder anderen Ausflug zu diesen Naturschönheiten auf keinen Fall versagen.

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