Louisville – Stadt der konstruktiven Gegensätze

In Kentuckys größter City können Sportsfreunde ebenso viel sehen und erleben wie anspruchsvolle Kulturfreaks. Louisville steht allerdings nicht unbedingt auf der A-Liste der touristischen Destinationen in den USA.

In Kentuckys größter City können Sportsfreunde ebenso viel sehen und erleben wie anspruchsvolle Kulturfreaks. Louisville steht allerdings nicht unbedingt auf der A-Liste der touristischen Destinationen in den USA.

Louisville steht nicht unbedingt auf der A-Liste der touristischen Destinationen in den USA. Die Stadt gehört zwar als Nummer 27 zu den Top 30 der größten US-Städte, doch sie hat keine der weltberühmten Sehenswürdigkeiten, die jeder mit den vereinigten Staaten von Amerika verbindet. Die Freiheitsstatue gehört nun mal zu New York und die Golden Gate Brücke kann auch nicht so ohne weiteres von San Francisco an die Grenze zwischen Kentucky und Indiana verlegt werden. Dort genau nämlich liegt Louisville, eine Stadt, die dennoch unbedingt eine Reise wert ist. Nicht nur, aber auch, weil sie Heimat eines der größten lebenden US-Idole überhaupt ist. Hier erblickte Cassius Clay das Licht der Welt. Jene Boxlegende also, die sich später in Muhamad Ali umbenannte und bis heute rund um den Globus verehrt wird – und das übrigens nicht nur fürs Boxen.

Cassius Clay at home

Bis heute ist Muhammad Ali eines der weltweit bekanntesten Gesichter und er ist natürlich der unangefochten größte Sohn der Stadt. Wer Louisville besucht, sollte deshalb auf jeden Fall das „Muhammad Ali Center“ (144 N. Sixth Street) aufsuchen. Dort werden die Anfänge von Cassius Clay, wie Ali mit Geburtsnamen hieß, wieder lebendig. Videos, Filme, Fotos und persönliche Erinnerungsstücke zeichnen aber nicht nur sein Leben nach, sondern porträtieren die ganze Ära der Nachkriegszeit über den Vietnamkrieg bis hinein in die Gegenwart. Man muss also nicht unbedingt vom Boxen begeistert sein, um in diesem Center ein paar unterhaltsame und lehrreiche Stunden verbringen zu können.

Landkarte

Stadt der reizvollen Gegensätze

In Louisville vereint sich das Moderne mit dem Traditionellen, die natürlichen Lebensräume sind auf Augenhöhe mit den urbanen, Kunst und Kultur müssen nicht mit Shopping und Gastronomie wetteifern. Es macht den Reiz und auch die Einmaligkeit dieser Stadt aus, dass alles scheinbar gleichberechtigt nebeneinander existieren darf. In Downtown Louisville dominieren die Wolkenkratzer der beeindruckenden Skyline. Gar nicht weit entfernt davon fasziniert „Old Louisville“. In diesem historischen Stadtteil stehen ausschließlich viktorianische Häuser und Gebäude. Das Viertel ist das größte seiner Art in den USA und das drittgrößte weltweit. Old Louisville nicht zu besuchen, wäre eine echte touristische Sünde! Ganz nebenbei würde der Besucher damit auch einige der besten Läden, Restaurants und Bars der Stadt verpassen. Ebenfalls unbedingt ein Must: ein Bummel entlang der West Main Street in Downtown Louisville. Wenn sich das ein wenig wie „Big Apple“ anfühlt, dann ist das gut beobachtet. In dieser Straße gibt es nämlich gleich nach SoHo in New York die größte Ansammlung an schmiedeeisernen Fassaden.

Cheers, darauf einen Bourbon!

Louisville gehört als Nummer 27 zu den Top 30 der größten US-Städte und entzückt nachts durch eine wunderschöne Skyline.

Louisville gehört als Nummer 27 zu den Top 30 der größten US-Städte und entzückt nachts durch eine wunderschöne Skyline.

Fakten zur regionalen Wirtschaft sind für Touristen nicht unbedingt immer interessant. In Louisville dürften sie es sein. In dieser Stadt wird nämlich Whiskey gebrannt, weltberühmter Whiskey sogar. Kenner wissen, dass echter Scotch nur einen Rivalen hat – echten Bourbon aus Kentucky. Kein Wunder also, dass Louisville sogar Führungen durch die Geschichte und die Produktionsstätten dieser Spezialität anbietet. Whiskeyfreunde werden dabei weltberühmte Destillerien kennenlernen, aber auch ganz kleine, feine Brennereien, die ihre Schätze nur an handverlesene Kunden verkaufen. Whiskeyfans sollten sich diese Tour auf keinen Fall entgehen lassen. Die stilechteste Kombination wäre es natürlich, einen Kentucky-Bourbon auf einen satten Gewinn beim Pferderennen zu trinken. Dazu müsste man am ersten Samstag im Mai in Louisville sein. Seit 1875 findet an diesem Tag auf der Rennbahn „Churchill Downs“ das inzwischen prestigeträchtigste Rennen in den USA statt. Auch für europäische Pferdenarren ein unvergessliches Erlebnis!

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Ein Blick zurück in die Vergangenheit

Der Grundstein für das Vermögen vieler Familien in Kentucky und in Louisville wurde auf den Plantagen gelegt. Plantagen, auf denen hauptsächlich Sklaven aus Afrika die harte Arbeit verrichten mussten. Wie Herren und Sklaven einst gelebt, gewohnt und gearbeitet haben, das lässt sich eindrucksvoll auf „Locust Grove“ (561 Blankenbaker Lane) nachvollziehen. Das Anwesen dokumentiert die Anfänge des Bundesstaates Kentucky, die Gründung von Louisville sowie das Leben der Familie Clark Croghan, der die Plantage ursprünglich gehörte. Das mag sich zunächst trocken anhören, ist aber ein echtes Erlebnis. Die Wohnräume der Besitzer stehen im starken Kontrast zu den Unterkünften der Sklaven, die auf der Führung ebenfalls gezeigt werden. Die historischen Stätten sind übrigens von vielen Hektar saftiger Natur umgeben, sodass man auch dafür genug Zeit einkalkulieren sollte.

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