Charleston – Die „Holy City“ in South Carolina

Die Arthur Ravenel Jr. Bridge führt über den Cooper River und verbindet Charleston und Mount Pleasant.

Charleston ist eine koloniale Hafenstadt mit noch 800 Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Es war bis zum amerikanischen Bürgerkrieg eine blühende Handelsstadt und besaß den größten Sklavenmarkt der USA. Nach dem Krieg sank die Stadt in die Bedeutungslosigkeit hinab und erholte sich erst wieder im Zweiten Weltkrieg, als die Marine im Hafen Werftanlagen errichtete.

Die lange Zeit der wirtschaftlichen Schwäche ist heute Charlestons Segen: die zunächst aus der Not geborene Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz. Heute zählt Charleston zu den elegantesten Städten der USA, was sich auch im Preisniveau bemerkbar macht. Sorgfältig gepflegte Häuser, Kirchen und Gebäude entlang von Bäumen beschatteter Straßen sind heute ein Zeugnis für Charlestons berühmte Vergangenheit im historischen Stadtkern. Wie Manhattan liegt die historische Innenstadt Charlestons auf einer schmalen Landzunge. Der Ashley River begrenzt sie im Westen, der Cooper River im Osten.

Die Südspitze der Stadt liegt ein paar Meilen von der Küstenlinie entfernt in der gemeinsamen Mündung der beiden Flüsse. Keine Wolkenkratzer über Charleston, keine Skyline, mit der selbst kleinere Städte prahlen. Aber auch keine Industrieanlagen, keine Schornsteine, keine Silos. Über die Dächer von Charleston Downtown – man sieht es von der Ashley Brücke aus besonders deutlich – ragen Dutzende von Kirchtürmen. Sie haben Charleston den Beinamen «The Holy City» («Die Heilige Stadt») eingetragen – eher bitter ironisch als ernsthaft, denn alles andere war Charleston in seiner langen Geschichte, nur nicht heilig.

Charleston ist eine Hafenstadt im US-Bundesstaat South Carolina.

Charleston ist eine Hafenstadt im US-Bundesstaat South Carolina.

Am besten besichtigt man die Stadt zu Fuß oder mit einer Pferdedroschke. Die meisten Gebäude sind allerdings Privatwohnungen und können nicht besichtigt werden. Aber einige öffentlich zugängliche befriedigen des Touristen Neugierde und bieten zusammen leicht ein volles Tagesprogramm. Offizielle Webseite: www.charlestoncvb.com

Im Visitor Center sollte man sich auf jeden Fall zunächst Informationen besorgen, insbesondere den Umschlag „Free Valuable Coupons“ (mit Coupons für Preisnachlässe bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten – ca. 1 $ – wie Charleston Museum, Old Exchange & Provost Dungeon, Magnolia Plantation/Audubon Swamp, Cypress Gardens, Drayton Hall und diverse Restaurants.

Die Historic Charleston Foundation führt im Frühjahr jeden Jahres spezielle Besichtigungsprogramme durch, in deren Rahmen auch sonst nicht öffentlich zugängliche Gebäude und Gärten besucht werden.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in Charleston finden Sie unter www.booking.com.

Landkarte

Parken

Die Parkmöglichkeiten im Zentrum von Charleston sind begrenzt. Die Parkuhren kosten 50 Cents für 20 Minuten bei einer Höchstparkzeit von 2 Stunden. Allerdings sind ausreichend Parkuhren in regelmäßigen Abständen zu finden, lediglich im touristischen Zentrum sind freie Plätze nicht auf Anhieb zu bekommen. Das Fahren in Charleston ist „easy going“ für einen geübten Europäer und allenfalls Kleinstadtvekehr. Im übrigen fahren die Amerikaner auch hier sehr defensiv.

Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Charleston

The Best Friend of Charleston
Ann Street, wenige Meter vom Visitor Center entfernt, 973-7269, geöffnet Dienstag & Donnerstag 17 – 21 Uhr, Samstag & Sonntag 13 – 17 Uhr, kein Eintritt
„The Best Friend of Charleston“ ist die Rekonstruktion des ersten Eisenbahnzuges, der 1830 in den USA im öffentlichen Verkehr eingesetzt wurde.

The Charleston Museum
360 Meeting St. (843) 722-2996, geöffnet Montag bis Samstag 9 – 17 Uhr, Sonntag 13 – 17 Uhr, Eintritt 10 $, Kinder von 3 bis 12 Jahren 5 $, Kombinationsticket zum Aufpreis zur gleichzeitigen Besichtigung der zum Charleston Museum gehörigen House Museums erhältlich (Heyward-Washington House und Joseph Manigault House).
Das Museum liegt genau gegenüber vom Visitor Center und ist das älteste Museum der USA, gegründet 1773. Sammlungsschwerpunkte sind Charleston und die Küstenregion von South Carolina. Informiert wird u.a. über das Leben auf den Reisplantagen im Hinterland der Stadt, auf denen der Reichtum Charlestons in erster Linie beruht. Beachtlich ist die Ausstellung an Silbergegebenständen, die bis in die Kolonialzeit zurückreicht. Für Kinder ist besonders der Discover me – Raum interessant, in dem alles angefasst werden kann; hier gibt es Spiele und Spielzeug aus alter Zeit.

The Citadel Museum
Marion Square, am Ashley River nahe Hampton Park, geöffnet täglich 12 – 17 Uhr, Eintritt frei
auf dem Citadel Campus erläutert die Geschichte von The Military College of South Carolina and Corps of Cadets von 1842 bis heute. Fotografien, Uniformen, Dokumente. Citadel ist eine der berüchtigsten Militärakademien der USA. Bis zu Bill Clintons Kürzungen im Verteidigungsetat war das Militär einer der größten Arbeitgeber in Charleston und als Wirtschaftsfaktor ebenso bedeutend wie der Tourismus.

Charleston City Hall Gallery
80 Broad St., geöffnet Mo – Fr 9 – 17, freier Eintritt, Tel. 843-868-8118
Die Galerie befindet sich im Council Chamber der Charleston City Hall und beinhaltet zahlreiche Porträts, darunter John Trumbulls Porträt von George Washington.

Historic Charleston City Market
Market St. zwischen Meeting und East Bay St., täglich geöffnet
Die alte Markthalle bietet heute im Inneren nur noch Souvenirgeschäfte und ist nicht besonders sehenswert. Allerdings findet man dort noch Korbflechterinnen, die ihre Waren dort herstellen und verkaufen. Die Korbflechterei war eine der wichtigsten Kunstformen der Afro-Amerikaner in dieser Gegend. Einige der Flechterinnen sprechen noch Gullah, eine von afrikanischen Elementen geprägte Sprache, die sich nur noch an der Küste von South Carolina und Georgia, insbesondere auf den kleinen, der Küste vorgelagerten Inseln, erhalten hat.

Gibbes Museum of Art
135 Meeting St., Geöffnet Di – Sa 10 – 17 Uhr, So 13 – 17 Uhr, Erwachsene 9 $, Senioren, Studenten & Militärs 7 $, Kinder von 6 bis 18 Jahren 5 $
Das Museum ist Sitz der Kunstgesellschaft von Carolina und besitzt eine hervorragende Porträt- und Miniatursammlung.

Huguenot Church in Charleston.

Huguenot Church in Charleston.

Karpeles Manuscript Museum
68 Spring St., in der St. James Methodist Church, geöffnet Dienstag – Freitag 12 – 16 Uhr, Eintritt frei
David Karpeles unterhält sieben Museen und behauptet, die weltweit größte private Sammlung von Manuskripten zu besitzen. Etwa alle zwei Monaten wechseln die Ausstellungen.

Postal Museum
Ecke Meeting und Broad Street, im alten Post Office
Berichtet von der regionalen Postgeschichte.

The Aiken Rhett House
48 Elizabeth St., geöffnet Mo – Sa 10 – 17 Uhr, So 14 – 17 Uhr, Erwachsene 10 $, Kinder 5 $, Kinder unter bis 5 Jahre frei, Tel. 843-723-1159
Es ist das einzige der Öffentlichkeit zugängliche Gebäude in Charleston, in dem auch die Ställe und die Wohnräume der Sklaven besichtigt werden können. Das Anwesen wurde 1817 vom Kaufmann John Robinson erbaut und 1833 an William Aiken Jr. Verkauft.

Avery Research Center
125 Bull St., Walk in tours Mo – Sa 10 – 15:30 Uhr, Tel. 843-953-7609
Dauer- und Wechselausstellungen zur Geschichte der Sea Islands und der „Gullah Kultur“. Gullah ist eine von afrikanischen Elementen geprägte Sprache, die sich nur noch an der Küste von South Carolina und Georgia, insbesondere auf den kleinen, der Küste vorgelagerten Inseln, erhalten hat. An dieser Stelle bestand seit 1865 eine der bedeutendsten afro-amerikanischen Privatschulen, das Avery Normal Institute.

Dock Street Theatre
135 Church St., Geöffnet Mo – Fr 12 – 18, Tel. 843-720-3968 oder 843-577-5967
1735 wurde an dieser Stelle das erste Schauspielhaus Amerikas errichtet. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahre 1809 und war ursprünglich ein Hotel für Plantagenbesitzer. 1935 wurde es von der Stadt Charleston restauriert. Die Fassade, der Eingang und der Balkon des Hotels sind erhalten geblieben. Das Innere wurde einem Londoner Theater aus dem Jahre 1730 nachempfunden.

Edmondston-Alston House
21 E. Battery, (843) 722-7171, Geführte Besichtigungen Dienstag bis Samstag 10 – 16. 30 Uhr, Sonntag und Montag 13 bis 16.30 Uhr, Eintritt 10 $, Studenten & Kinder 8 $, Tel. 843-722-7171 oder 843-782-3608
Das Gebäude ließ der schottische Kaufmann Charles Edmonston 1828 mit herrlichem Blick über Hafen und Bay errichten. Bereits 1837 zwangen ihn wirtschaftliche Schwierigkeiten zum Verkauf an den Col. William Alston. Dessen Sohn Charles ließ das Haus im Stil des Greek Revival renovieren. Das Innere ist eine wahre Schatzkiste von Dokumenten, .Mobiliar, Silber und Porzellan; so findet man noch die Bibliothek von Charles Alston fast unversehrt vor. Mehrere Vorbesitzer haben die Sezessionsurkunde South Carolinas mit unterzeichnet; eine Kopie des Dokuments findet sich im ersten Raum. Man bemüht sich, das Haus bewohnt aussehen zu lassen, selbst das Plastikobst auf dem Tisch fehlt nicht. Hinter dem ersten Gebäude befindet sich ein zweites weniger prächtiges, das nicht zugänglich ist. Hier befanden sich die Küche, die Waschküche und die Sklavenquartiere.

Heyward-Washington House
87 Church St., Tel. (843) 722-0354, geöffnet Montag bis Samstag 10 – 17 Uhr, Sonntag 13 – 17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr, Eintritt 10 $, Kinder zwischen 3 und 12 Jahren 5 $, Unter drei Jahren frei, Tel. 843-722-2996
Das Haus ist mit zeitgenössischen Möbeln ausgestattet und spiegelt so die Lebensweise der reichen Charlestonians vor dem Bürgerkrieg wieder. Schön ist auch der rückwärtig gelegene Garten. Seinen Namen leitet das Haus von zwei Personen ab, einer ist ein Besitzer, der andere ein berühmter Gast. Thomas Heyward war Reisplantagenbesitzer und Mitunterzeichner der Unabhängigkeitserklärung. Sein Wohnhaus ließ er 1772 erbauen. George Washington wohne im Jahre 1791 eine Woche lang hier während seines Triumphzuges durch die Südstaaten.

Joseph Manigault House
350 Meeting St., Tel. (843) 723-2926, geöffnet Montag bis Samstag 10 – 17 Uhr, Sonntag 13 – 17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr, Eintritt 10 $, Kinder von 3 bis 12 Jahren 5 $, Unter drei Jahren frei, Tel. 843-722-2996
Das House Museum gehört zum Charleston Museum und ist eines der schönsten Beispiele an neo-klassizistischer Architektur in der Stadt (sog. Adam style). Errichtet wurde es 1803. In seinem Inneren findet man einen der schönsten Treppenaufgänge der Stadt sowie Einrichtungsgegenstände der Erbauungszeit aus Amerika, England und Frankreich.

Nathaniel Russell House
51 Meeting St. Tel. (843) 724-8481, geöffnet Montag bis Samstag 10 – 17 Uhr, Sonntag 14 – 17 Uhr, letzte Führung um 16.40 Uhr, Eintritt 10 $, Kinder zwischen 6-16 5 €, Unter sechs Jahren frei, Tel. 843-724-8481
Die neoklassizistische Villa im Adamsstil eines reichen Kaufmanns („König der Yankees“) wurde 1808 mit schönem Garten errichtet. Die Belüftung des Gebäudes erfolgt nicht über die Piazza, sondern mittels hoher Schiebefenster, die sich zu Balkons mit schmiedeeisernen Gittern hin öffnen. Die Räume sind oval, quadratisch, als Trapez oder rechteckig geschnitten. Die spiralförmige Holztreppe scheint ohne Befestigung an der Wand frei im Raum zu stehen. Auf dem schmiedeeisernen Balkon sind die Initialen von Russel zu lesen. Das Haus wurde von der Historischen Gesellschaft restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Old Exchange & Provost Dungeon
122 East Bay St., geöffnet täglich 9 – 17, Erwachsene 8 $, Kinder von 7 – 12 Jahren & Studenten 4 $, Kinder unter 6 Jahren frei, Tel. 843-727-2165
Das Gebäude gehört zu den historischen Kostbarkeiten der Stadt. Das jetzige Gebäude wurde 1767 – 1771 errichtet und spielte eine wichtige Rolle in der amerikanischen Geschichte. 1773 wurde von den Engländern hoch besteuerter Tee von den örtlichen Behörden konfisziert und später zu Gunsten der patriotischen Sache verkauft. Die Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung South Carolinas wurden hier gewählt, drei von ihnen während der britischen Besetzung von Charles Town 1780 hier gefangen gehalten. Isaac Haynes, ein Patriot aus Charleston, wurde ebenfalls hier eingesperrt und als mahnendes Beispiel für andere Rebellen erhängt. Auch Stede Bonnet, der sog. Gentleman Pirat, war hier 1718 gefangen. Im Kerker kann man einen ursprünglichen Teil der Stadtmauer besichtigen.

Powder Magazine
79 Cumberland St., Tel. 843-805-6730
Der 1712 erbaute Alte Pulverturm ist das älteste öffentliche Gebäude in Charleston. Bei seiner Errichtung befand er sich noch innerhalb der nördlichen Stadtmauer. Die Mauern wurden aus Ziegel und Kalkmörtel, einer Mischung aus Austernschalen und Kalk, gebaut.

Circular Congregational Church
150 Meeting St., Tel. 843-577-6400
Das erste Gebäude dieser Kirche (1681) aus weißen Ziegeln nannte man White Meeting House (Weißes Bethaus). Es gab der Straße den Namen. Die jetzige neo-romanische Struktur des Rundbaus der Indepentendenkirche wurde 1891 errichtet. Zu ihre gehört ein zugänglicher Friedhof mit Gräbern aus dem Jahre 1695.

Charleston ist eine Hafenstadt im US-Bundesstaat South Carolina. Sie war lange Zeit Metropole der Südstaaten und bis 1788 Hauptstadt von South Carolina.

Charleston ist eine Hafenstadt im US-Bundesstaat South Carolina. Sie war lange Zeit Metropole der Südstaaten und bis 1788 Hauptstadt von South Carolina.

Emanuel African Methodist Episcopal Church
110 Calhoun St., Tel. 843-722-2561
Die Kirche wurde 1791 von Sklaven und freien Schwarzen gegründet. Von hier nahm einer der wenigen Sklavenaufstände in der Geschichte der USA seinen Anfang. Denmark Vesey, ein in Charleston als Schreiner tätiger freigekaufter Sklave, war als Prediger in der Kirchengemeinde tätig. 1822 überzeugte er eine Gruppe von Sklaven, sich zusammen zu schließen und einen gewaltsamen Aufstand zu organisieren. Der Plan schlug fehl und alle an der Verschwörung Beteiligten wurden hingerichtet. Dennoch blieb psychologisch die Angst vor einer Rebellion weit verbreitet. Zum einen war South Carolina einer der wenigen Staaten mit weißer Minderheit, zum anderen hat es in Charleston schon im 18. Jahrhundert einen blutigen Sklavenaufstand gegeben. Im Zusammenhang mit der Stono-Rebellion waren seinerzeit sieben Plantagen niedergebrannt und zwanzig Weiße umgebracht worden. Aus der – größtenteils unbegründeten – Angst vor Sklavenaufständen, erklären sich die ungewöhnlich strengen Sklavengesetze des Staates South Carolina.

The First Baptist Church of Charleston
48 Meeting St. Tel. 843-722-3896
Robert Mills, ein Bürger von Charleston und der erste amerikanische Architekt, hat diese Kirche 1822 entworfen. Das erste Gebäude wurde bereits 1699 hier errichtet und gilt als älteste Baptistenkirche des Südens.

First (Scots) Presbyterian Church
57 Meeting St., Tel. 843-722-8882
1731 trennten sich 12 schottische Familien von der Indepentendenkirche und gründeteten die Scots Kirk. Der heutige Bau wurde 1814 fertiggestellt, die Kirchenglocke stammt aus dem Jahre 1863.

The French Protestant (Huguenot) Church
136 Church St., Tel. 843-722-4385
Die französische Hugenottenkirche wurde von Flüchtlingen aus Frankreich 1681 begründet, 1687 entstand ein erster Kirchenbau. Der jetzige neo-gotische Bau entstand 1845. Ein Kleinod ist die sog. Henry Erben Pfeifenorgel aus dem Jahre 1845, die noch immer in Gebrauch ist.

St. Michael’s Church
Meeting St. Ecke Broad St., Tel. 843-723-0603
Das älteste erhaltene Kirchengebäude der Stadt aus den Jahren 1752 – 1761. Der Kirchturm diente lange Zeit als Wach- und Alarmturm und wurde im Bürgerkrieg schwarz angestrichen, um den Feinden die Orientierung zu erschweren. Von dem Kirchenstuhl Nr. 43 haben George Washington und Robert E. Lee Gottesdiensten beigewohnt. Besonders stolz ist man auf die Glocken der Kirche, die aus verschiedenen Gründen fünfmal über den Atlantik transportiert wurden (zwischen England und USA).

St Philips Church
146 Church St., Tel. 843-722-7734
Der heutige Bau stammt aus dem Jahre 1835. Ein Licht im Kirchturm war über viele Jahre der Wegweiser zum Hafen von Charleston. Im amerikanischen Bürgerkrieg wurden die Glocken an die Konföderierten gestiftet, um daraus Kanonen zu gießen. Der Friedhof ist in einen östlichen und einen westlichen Teil unterteilt. Der westliche Teil gegenüber der Kirche wurde 1768 zur Bestattung von „Fremden und anderen durchreisenden Weißen“ bestimmt. John C. Calhoun, Staatsmann und Vizepräsident, Edward Rutledge, ein Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung, und DuBose Heyward, der Autor von Porgy, sind auf der westlichen Seite begraben.

Old Slave Mart Museum
6 Chalmer Street
In diesem Gebäude wurde in der Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg mit Sklaven gehandelt. Charleston war lange der größte und wichtigste us-amerikanische Sklavenmarkt. Über ein Drittel aller in die USA importierten Sklaven wurden in Charleston verkauft. Die aus Afrika verschleppten Menschen gingen dabei zunächst auf Sullivan`s Island an Land, einer Insel, die neben Fort Sumter liegt und daher auch den Beinamen afro-amerkanisches Ellis Island trägt.

South Carolina Aquarium
100 Aquarium Wharf, Einlass: März bis August 9 bis 17 Uhr, September bis Februar 9 bis 16 Uhr, Tel. 843-577-FISH
Die meistbesuchte Attraktion in Charleston bietet tausende von Meeresbewohnern zur Ansicht: von Flussottern bis zu Haien und Schildkröten.

Charleston Waterfront Park
an der Concord Street in unmittelbarer Nähe der East Bay, mit alten Kanonen zur Erinnerung an den amerikanischen Bürgerkrieg.

Battery & White Point Gardens
The Battery ist eine Gartenanlage mit schönem Blick auf den Hafen und das Fort Sumter, die Flaniermeile. Außerdem befindet sich dort ein Park mit alten Eichebeständen: das Denkmal für die Gefallenen des Bürgerkriegs; Prachtvillen aus der Vorkriegszeit mit Säulenveranden und Giebeltürmchen, die den Ausblick aufs Meer ermöglichten. Dort, wo die Bucht von Charleston sich zum Meer hin verengt, liegt auf einer kleinen Insel Fort Sumter. Zuerst die Battery entlang, der historischen Stadtbefestigung. die sich als Quai um die Spitze der Halbinsel zieht. Sie ist der Treffpunkt der Flaneure, der Jogger, der Rollschuh- und Rollbrettfahrer. der Angler, der Liebespaare. Am Wochende versammeln sich hier die jungen Schwarzen aus dem Mittelstand. Schwarz ist in Charleston ein Drittel der Bevölkerung. An der Battery zeigt die Stadt ihr heiterstes, ihr Feierabendgesicht. Stadtvillen mit säulengestützten zweigeschossigen Veranden säumen White Point Gardens. Das Quartier zwischen Battery und Broad Street ist die vornehmste Wohngegend der Stadt. Sorgfaltig restaurierte Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, gepflegte Gärten, verwinkelte Gassen, Palmenalleen – man fühlt sich in die koloniale Zeit des Südens zurückversetzt, die Nähe der Karibik ist hier spürbar, die bei Charlestons Gründung Pate stand.

Rainbow Row
79 – 107 East Bay St.
Die aus dem 18. Jahrhundert stammenden vierzehn Wohnhäuser in einer Reihe sind nicht tatsächlich in den Farben des Regenbogens gestrichen, sondern in dezenten Pastellfarben gehalten. Ursprünglich befanden sich Läden im Erdgeschoss und Wohnungen im Obergeschoss. Damals lagen die Gebäude direkt am Wasser, so dass die Kaufleute schnellen Zugang zu den naheliegenden Schiffen hatten.

Charleston verfügt über viele schön anzusehende Kirchen. Auch die Charleston Church gehört dazu.

Charleston verfügt über viele schön anzusehende Kirchen. Auch die Charleston Church gehört dazu.

Cabbage Row
89-91 Church St.
Bei der Church Street 89 – 91 zweigt die kleine Privatgasse Cabbage Row ab. Sie war für den Schriftsteller DuBose Heyward das Vorbild für die Catfish Row seines Romans „Porgy“, der nach der Musik von George Gershwin als Oper „Porgy and Bess“ 1935 weltberühmt wurde. Das Libretto zu der Oper hat Heyward zusammen mit Ira Gershwin verfasst. Wegen der Rassenthematik durfte das Stück in Charleston selbst erst in den siebziger Jahren des 20. Jahrhundert aufgeführt werden. Noch in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts war die Gegend südlich der Broad Street ein arger Slum. An der Ecke King/Broad Street pflegte zu jener Zeit ein schwarzer Bettler zu sitzen, der sich seiner verkrüppelten Beine wegen von einer Ziege im Karren durch die Stadt ziehen ließ. Goat Sammy. Ziegen-Sammy hieß in Wirklichkeit Sammy Small. Im März 1924 wurde er verhaftet, weil er – angeblich aus Eifersucht – auf eine Frau namens Maggie Barnes geschossen hatte. Ein Lagerhausangestellter namens DuBose Heyward, Abkömmling einer ehemals reichen Reispflanzerfamilie, las davon in der Zeitung. Heyward kannte die Lebensbedingungen der Schwarzen in Charleston aus eigener Anschauung. Er lebte in der Church Street, unweit Cabbage Row , in einer von Schwarzen bewohnten, heruntergekommenen Mietskaserne. «Aus dem Nachdenke über Smalls wirkliche, tiefberührende Tragödien, schrieb Heyward später, „entsprang Porgy, ein Geschöpf meiner Erfindungskraft“. Er gab seinen Job auf, um den Roman «Porgy and Bess» zu schreiben, einen Bestseller, der in der Bearbeitung George Gershwins als Oper einen Siegeszug um die Welt antrat. Goat Sammy verschwand aus Charleston, ohne zu wissen, daß er die Vorlage für einen Welthit geliefert hatte. Jahre später stöberte ein Journalist sein Grab auf James Island auf. Smalls Frau, die nicht Bess, sondern Norrnie hieß, berichtete gemäß der Charlestoner Zeitung «News and Courier», Sammy habe auf Maggie Barnes nicht aus Eifersucht geschossen, sondern weil sie seine Uhr gestohlen hätte. So wenigstens hat Sammy ihr die Sache dargestellt.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Charleston finden Sie unter www.getyourguide.de.

Das schwarze Charleston

Nördlich der Calhoun Street, die die Halbinsel drei Kilometer von ihrer Südspitze entfernt von West nach Ost schneidet, ändert sich das Bild des heiteren, herausgeputzten Charleston. Hier zeigt sich das schwarze Charleston. […] weiterlesen.

Die Wirtschaft Charlestons

Mit der Baumwolle breitete sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Plantagenwirtschaft in Charlestons Hinterland und nach Westen aus. Arbeitskraft war Mangelware, der Sklavenhandel ein großes Geschäft. Charleston wurde zum größten Sklavenmarkt der Vereinigten Staaten. Hier finden Sie einen Text zur Wirtschaft Charlestons. […] weiterlesen.

Sehenswürdigkeiten nördlich von Charleston

Das Flair des “guten, alten Südens“ trifft man, wenn die Brücke über den Ashley River überquert wird. Als erstes kann man Charles Towne Landing besuchen. Bei einer Fahrt auf dem Highway 61 sollten Sie Drayton Hall, Magnolia Plantation & Gardens und Middleton Place einen Besuch abstatten. Sehenswert ist auch Cypress Gardens.

Sehenswürdigkeiten nordöstlich von Charleston

Im Nordosten Charleston sind vor allem der Patriots Point und die Boone Hall Plantation interessant für Touristen.

Sehenswürdigkeiten südlich von Charleston

Im Süden Charlestons ist das Fort Sumter National Monument eine interessante Attraktion.

USATipps auf Facebook

Hotels für Ihre USA-Reise

Booking.com

USA-Reisen von Experten

Mietwagen für Ihre USA-Reise

Tickets für Ihre USA-Reise