Oakland – Stadt der US-amerikanischen Arbeiterklasse

Die 1852 gegründete Stadt Oakland ist stark von industriellen Traditionen geprägt und stellt die Kultur der US-amerikanischen Arbeiterklasse dar.

Die 1852 gegründete Stadt Oakland ist stark von industriellen Traditionen geprägt und stellt die Kultur der US-amerikanischen Arbeiterklasse dar.

Wer kennt nicht den Song „Sitting on the dock of the bay“ von Otis Redding? Falls es jemanden geben sollte, dann bitte schnell auf youtube gehen und mal reinhören. Mit „the bay“ ist nämlich die San Francisco Bay gemeint, die heute von mehreren bedeutenden Städten eingerahmt ist. Zusammen formieren Oakland, San Jose, Berkeley und natürlich San Francisco selbst eine Metropolregion, die in Kalifornien eine riesige Wirtschaftskraft darstellt. Oakland kann man das bis heute ansehen.

Die Stadt, die erst im Jahre 1852 gegründet wurde, ist bis auf den heutigen Tag stark von industriellen Traditionen geprägt. Das zeigt sich einerseits an den Bauten, es wird aber auch an der Bevölkerung deutlich. Sie setzt sich aus vielen ethnischen Minderheiten zusammen, deren Vorfahren einst nur aus einem Grund hierher gezogen sind: Sie suchten Arbeit und davon hatte Oakland reichlich zu bieten. Wer also ohnehin an der San Francisco Bay ist, der sollte sich nach Oakland aufmachen und in den Alltag und die Kultur der US-amerikanischen Arbeiterklasse eintauchen.

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

Natürlich lebt Oakland nicht allein von der Vergangenheit. In der Gegenwart hat sich die Stadt vor allem einen Namen für ihr interessantes Nachtleben erworben. Das findet überwiegend am Jack London Square statt, an dem es jede Menge Bars, Kinos, Restaurants und Musikklubs gibt. Jede Stilrichtung hat hier ihr Zuhause, und immer darf auch gern getanzt werden. Kein Wunder, dass gleich eine ganze Reihe berühmter amerikanischer Musiker aus Oakland stammen. Hier ist auch tagsüber schon etwas los, doch ihren wahren Flair entfaltet die Gegend erst nach Einbruch der Dunkelheit. Sollte man sich als Tourist allein unter die Leute mischen? Im Prinzip ist das durchaus möglich, doch eine der Schattenseiten von Oakland ist leider die hohe Kriminalitätsrate. Die meisten Gewaltverbrechen gehen zwar auf Streitigkeiten zwischen Einwohnern zurück, doch Vorsicht sollte immer geboten sein. In der Gruppe ist man deshalb eindeutig sicherer und auch der Alkoholkonsum sollte unter Kontrolle bleiben.

Große städtische Kultureinrichtungen kann man aber völlig unbesorgt besuchen. Eines der Highlights ist das „Paramount Theatre“ (2025 Broadway). Ob Symphoniekonzerte oder Ballett, Filmklassiker oder Stand-up-Comedy – jede Kunstform hat hier ihre Berechtigung und findet im Paramount ihre große Bühne. Die Vorstellungen sind sehr beliebt und oft ausverkauft. Es lohnt sich, Tickets schon vor Reiseantritt zu buchen. Einst war das Paramount ausschließlich ein Kinopalast, der 3000 Besucher fasste. Aus den guten, alten Luxuszeiten ist noch der Sanitärtrakt erhalten. Die Toiletten selbst wurden zwar inzwischen modernisiert, die Wanddekoration aber glänzt noch in ihrer ursprünglichen, üppigen Schönheit. Bitte auf keinen Fall verpassen!

Landkarte

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Oakland finden Sie auf www.getyourguide.de.

Achtung, hier wird gearbeitet

Mit über 390.000 Einwohnern ist Oakland nach San Josè und San Francisco die drittgrößte Stadt der Metropolregion San Francisco Bay Area, die insgesamt rund sieben Millionen Einwohnern zählt.

Mit über 390.000 Einwohnern ist Oakland nach San Josè und San Francisco die drittgrößte Stadt der Metropolregion San Francisco Bay Area, die insgesamt rund sieben Millionen Einwohnern zählt.

Das Stadtbild ist von zum Teil wunderschönen Art Déco-Gebäuden geprägt, die hier in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts vor allem von großen Unternehmen gebaut wurden und die vom wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt künden. Wie schwer hier heute noch gearbeitet wird, darüber verschafft man sich im riesigen Hafen und am internationalen Flughafen von Oakland einen guten Eindruck. Der Airport wickelt fast alle Frachtflüge für die Großregion San Francisco ab; der Hafen gehört zu den 20 größten Umschlagsanlagen der Welt. Auch die Raumfahrt hat ihren Platz in Oakland und unterstreicht nachhaltig, dass diese Stadt nach wie vor für wirtschaftlichen Erfolg und immense Anstrengungen steht. Das Chabot Zentrum für Raumfahrt und Wissenschaft (1000 Skyline Blvd) ist 80.000 Quadratmeter groß und liegt in einem zirka fünf Hektar großen Park. Hier kann man nicht nur Marsroboter erleben, sondern durch ein riesiges Teleskop auch Tausende von Sternen beobachten. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte die lieben Kleinen zu diesem Ausflug mitnehmen. Sie haben hier mindestens ebenso viel zum Staunen wie die Großen.

Schöne Villa mit trauriger Geschichte

Ein echter Geheimtipp ist das Dunsmuir-Anwesen 2960 Peralta Oaks). Allein dafür lohnt es sich, von San Francisco nach Oakland herüberzukommen. Alexander Dunsmuir ließ das prächtige Anwesen mit dem traurigen Hintergrund 1899 bauen und wollte es seiner Frau Josephine zur Hochzeit schenken. Auf der Hochzeitsreise wurde er allerdings in New York sehr krank und starb. So geriet das Anwesen in fremde Hände und wurde schließlich 1960 von der Stadt Oakland gebaut. Die Villa umfasst auf drei Stockwerken 15.000 Quadratmeter, in denen heute Lesungen, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Das Haus selbst, er Park und die Auffahrt sind aber auch für sich genommen eine echte Sehenswürdigkeit. Der Park etwa wurde von John McLaren angelegt, der auch für den Golden Gate Park in San Francisco verantwortlich zeichnet.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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