Arizona – Der Grand Canyon State

Das Monument Valley, auch wenn es an der Grenze zu Utah liegt, ist eines der bekanntesten Wahrzeichens Arizonas.

Arizona ist der sechstgrößte Bundesstaat der USA und der drittgrößte unter den Staaten im Südwesten. Es führt den Beinamen „Grand Canyon State“, der schon auf die beeindruckende Landschaft dieses Staates hinweist. Hier gibt es weite Wüstenebenen, karge Plateaus und Berge, Flüsse und wilde Gewässer mit Stromschnellen. 65 % der Staatsfläche sind Steppen verschiedener Vegetationsgrade.

Fläche in qkm Einwohner Abkürzung Hauptstadt Ortszeit Offizielle Webseite
295.254 6.392.017 AZ Phoenix MEZ -8 az.gov

Bis ins 20. Jahrhundert hinein lebte hier der Wilde Westen, erst 1912 wurde Arizona der 48. Staat der Union. Das Colorado Plateau, durchschnitten vom Colorado River, nimmt den Norden des Staates ein, im Süden liegt die Basin and Range Province und im Südwesten die Gilawüste. Höchste Erhebung ist der San Francisco Peak nördlich von Flagstaff (3.851 m). Der Colorado River bildet einen großen Teil der Westgrenze des Staates.

Im Grand Canyon Nationalpark liegt der größte Teil des Grand Canyon, einer steilen, etwa 450 Kilometer langen Schlucht.

Im Grand Canyon Nationalpark liegt der größte Teil des Grand Canyon, einer steilen, etwa 450 Kilometer langen Schlucht.

Der Name Arizona wird von dem Wort Arizonac abgeleitet (Ort der kleinen Quelle; andere Deutung: Ableitung aus dem Spanischen „drido“ = trockene Zone). Etwa 80 % der Einwohner sind Weiße. Im Staat finden sich 14 Stämme in 20 Indianerreservationen; bedeutendste Indianerstämme sind die Navajo, Apache und Hopi. Zu den ersten indianischen Siedlern gehörten die Anasazi und Hohokam.

Der Gouverneur des Staates wird für 4 Jahre gewählt und kann beliebig oft wiedergewählt werden. Das Parlament besteht aus dem Senat (30 Mitglieder) und dem Repräsentantenhaus (60 Mitglieder), die jeweils für eine zweijährige Amtszeit gewählt werden. In den Senat bzw. das Repräsentantenhaus der USA werden zwei bzw. sechs Abgeordnete entsandt. Der Staat gliedert sich in 14 Counties. Eine der Hauptverkehrsadern von Ost nach West ist der Interstate 40, der im Wesentlichen dem Verlauf der historischen Route 66 folgt.

In Arizona gilt die Mountain Standard Time , eine Umstellung auf Sommerzeit gibt es nicht! Ausnahme: Im Indianerreservat der Navajo gilt die Sommerzeit (daylight saving time – DST). Und um es noch etwas einfacher zu machen: im Indinanerreservat der Hopi, das inmitten des Reservats der Navajo liegt, gilt wiederum Mountain Standard Time – ohne Umstellung auf Sommerzeit (DST).

Die größten Städte sind Phoenix (über 1.400.000 EW) und Tucson (über 330.000 EW, sprich: tuußen).

Sehenswürdigkeiten

Grand Canyon N.P.: Im Grand-Canyon-Nationalpark liegt der größte Teil des Grand Canyon, einer steilen, etwa 450 Kilometer langen Schlucht. Circa fünf Millionen Menschen besuchen den Grand Canyon alljährlich.

Moon Travel Planner zum Grand Canyon

Grand Canyon Explorer

Canyon Rides

El Tovar Hotel: Die luxuriöseste Übernachung im Grand Canyon Nationalpark bietet das El Tovar Hotel, das vom Staatskonzern Xanterra betrieben wird.

Grand Canyon Skywalk

Canyon de Chelly National Monument

Monument Valley

Glen Canyon National Recreation Area: Der durch den Glen Canyon Dam aufgestaute Lake Powell bietet eine Küstenlinie von 300 km. Das hier zu findende Rainbow Bridge N.M. ist mit einer Spannweite von 84 m und einer Höhe von 88 m die größte Naturbrücke der USA.

Petrified Forest Nationalpark: Versteinerte Baumstämme im wohl größten „Steinwald“ der Erde sowie die Painted Desert mit ihrem Farbenspiel. Die in Stücke gebrochenen Stämme sind Überreste von Koniferen, die vor etwa 200 Millionen Jahren in einem Dschungel-Stromgebiet standen. Umgestürzte Stämme verkanteten sich und wurden durch Schlamm, Asche und Sand von Vulkanen bedeckt. Der völlige Luftabschluss sowie der sich aufbauende Druck verbunden mit dem Siliziumgehalt des Grundwassers ließen das Holz gelöste Mineralien aufsaugen. Es verwandelte sich in reinen Quarz oder – vermischt mit anderen Mineralien – in Edelsteine wie Achat, Amethyst, Jaspis oder Onyx.

Sedona und Red Rock Country: Atemberaubend ist die Landschaft um Sedona, Oak Creek Canyon und den Red Rock States Park, eine Ansammlung von Tafelbergen, Felsspitzen und –wänden. Im Slide Rock State Park kann man auf natürlichem Wege (mittels Autoreifen o.ä.) von Pool zu Pool rutschen.

Arizona-Sonora Desert Museum: Eine gut gemachte Ausstellung der Wüstenbewohner Arizonas, mehr Zoo als Museum.

Heard Museum: Spezialisiert auf Kunst und Kultur der Ureinwohner Südwestamerikas, von prähistorischen Zeiten bis in die Gegenwart. Insbesondere werden traditionelle Kachinapuppen, indianische Korbflechterei, Schmuckherstellung und Töpferei gezeigt.

Desert Botanical Garden: Der Garten ist das ganze Jahr über täglich geöffnet (in der Regel 7 bzw. 8 Uhr bis 20 Uhr) außer am 4. Juli, Thanksgiving Day und 25. Dezember. Für „The Desert Discovery Trail“ ist ein Audio-Guide – auch auf deutsch – erhältlich. Der Garten ist nicht nur eine Pflanzensammlung sondern ein schöner Landschaftspark mit Saguara Kakteen, Brücken, kindgerechten Angeboten und zahlreichen – meist kostenpflichtigen – Führungen. So werden im Sommer (Mai bis August) Abendführungen angeboten, bei denen im Schein der Taschenlampe Nachtblüher, Insekten, Eulen, Schlangen und weitere Flora und Fauna der Wüste von Sonora entdeckt werden können.

Montezuma Castle National Monument: Gut erhaltene Ruinen von Höhlenwohnungen (cliff dwellings) aus dem 12. und 13. Jahrhundert in steil abfallender Felswand. Das Visitor Center erläutert die geschichtlichen Hintergründe zur Kultur der Sinagua-Indianer.

Das Organ Pipe Cactus National Monument ist ein als National Monument ausgezeichnetes Schutzgebiet im südlichen Teil Arizonas.

Das Organ Pipe Cactus National Monument ist ein als National Monument ausgezeichnetes Schutzgebiet im südlichen Teil Arizonas.

Organ Pipe Cactus National Monument: Eine vielfältige Kakteen- und Berglandschaft in der Sonorawüste an der mexikanischen Grenze. Hier gibt es einen reichen Bestand an Orgelpfeifen, aber auch an anderen Kaktee. Der 33 km lange Ajo Mountain Drive, eine geschotterte Autorundstrecke, führt unterhalb der höchsten Bergkette des Parks an zahlreichen Kakteenbeständen vorbei. Der Puerto Blanco Drive führt durch den westlichen Parkteil und ist 85 km lang. Beim Visitor Center gibt es einen 200 m langen Nature Trail, der Desert View Nature Trail ist 2 km lang und beginnt an der Ranger Station. Weiterhin finden sich in zahlreichen Seitenstraßen Relikte von früher hier betriebenen Ranches (verlassene und verfallene Gebäude, Minen und Windmühlen).

Saguaro Nationalpark

Taliesin West: Der amerikanische Architekt Frank Lloyd Wright entwarf Gebäude, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen sollten („meine Gebäude sind mit dem Erdboden verheiratet“). Ein Beispiel dafür ist sein früheres Heim und Studio in Scottsdale.

Tombstone: Tombstone ist heute noch eine Westernstadt, wie man sie aus dem Kino kennt (zumindest in der Touristen-Welt), mit Saloons, Westernfassaden und Kutschen sowie kostümierten Laiendarstellern aus dem Wilden Westen. Auf dem Friedhof Boothill finden sich die Kreuze Erschossener und (versehentlich) Gehängter. In Tombstone fand das berühmteste Revolverduell der Westerngeschichte statt: am 26.10.1891 erschossen die Revolverhelden Wyatt Earp und Doc Holiday zusammen mit den Earp-Brüdern Virgin und Morgan im O.K. Corral vier Angehörige und Freunde der Clanton-Familie. Den O.K. Corral kann man besichtigen, das Revolverduell wird audiovisuell und teilweise auch mit leibhaftigen Darstellern nachgespielt.

Four Corners Monument: In der sog. „Four Corners Region“ treffen die Staaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona aufeinander. Es ist eine Landschaft mit Canyons, Flachland, roten Sandsteinformationen und von Wacholdersträuchen überzogenen Hügeln. Am Four Corner Monument ist es möglich, gleichzeitig in allen vier Staaten zu stehen bzw. alle vier Staaten gleichzeitig mit Händern und/oder Füßen zu berühren.

Fernwanderweg Arizona Trail: Vom Kaibab National Forest im Norden von Arizona bis zur mexikanischen Grenze im Süden führt der neue Arizona Trail den Wanderer über 1.288 Kilometer durch den Bundesstaat. Neben Flagstaff und dem Roosevelt Lake wird auch der Saguaro Nationalpark berührt.

Abseits der üblichen Touristenrouten gibt es außerdem die Apache Trail Historic Route, das Golfen in Arizona und das Tonto National Monument.

Für Autofahrer hat die Seite arizonascenicroads.com viele Tourempfehlungen durch den Grand Canyon Staat Arizona zusammengestellt (in englischer Sprache). Die Website richtet sich hauptsächlich an Individualisten, die das ursprüngliche Arizona abseits der touristischen Zentren kennenlernen wollen. Sie stellt weniger stark befahrene – dennoch attraktive Strecken – in den Vordergrund. Geordnet nach den fünf Regionen Arizonas werden unterschiedliche Panoramastraßen aufgelistet und die einzelnen Stationen vorgestellt. Auf einer animierten Landkarte lassen sich Details, wie sehenswerte Städte, historische Orte oder Hotels und Restaurants entlang der so genannten Senic Roads einblenden. Eine Fotogalerie zu jeder Strecke und Hintergrundinformationen runden das Angebot ab. Für Unentschlossene steht ein Routenplaner zur Verfügung. Hier können sich Interessierte mit wenigen Klicks individuell zusammengestellte Tourenempfehlungen berechnen lassen. Der Routenplaner geht dabei auf persönliche Vorlieben genauso ein, wie auf den Ausgangspunkt und die Reisezeit. Die Datenbank umfasst Strecken für kurze Ausflüge bis hin zu mehrtägigen Routen. Das längste erhaltene Teilstück der historischen Route 66 ist rund 250 km lang. Selbstverständlich beschreibt die Website auch Straßen entlang der Hauptattraktion Arizonas, dem Grand Canyon. Die Tour ist etwa 50 km lang und bietet grandiose Ausblicke.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Arizona finden Sie auf www.getyourguide.de.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in Arizona finden Sie auf www.booking.com.

State Information Centers

Welcome Center mit umfangreichem touristischem Informationsangebot gibt es in Flagstaff, Kearny, Painted Cliffs, Phoenix, Scottsdale, Sedona/Oak Creek, Tempe und Verde Valley.

Verkehr

Das Mindestalter zum Fahren eines Autos beträgt 18 Jahre, in Begleitung der Eltern 16 Jahre. Auf den Vordersitzen des Autos muss ein Sicherheitsgurt angelegt werden. Für Kinder unter 6 Jahren ist ein Kindersitz erforderlich. Motorradfahrer und –beifahrer müssen einen Helm tragen, wenn sie unter 18 Jahre alt sind. Radarkontrollen sind zulässig.

Steuern

Die Verkaufssteuer (sales tax ) beträgt im Staat Arizona 5 % (Stand 2001), lokal können hierauf weitere Zuschäge erhoben werden.

Freizeitaktivitäten

Wassersport: Lake Powell in der Glen Canyon NRA, Lake Mead NRA, Lake Havasu, Colorado River (Rafting ab Page, Lees Ferry, Grand Canyon NP), Slide Rocks bei Sedona (“waterslide”).

Angeln: Black River im Gebiet der White Mountains

Ski: Arizona Snowball im Coconino National Forest nördlich von Flagstaff, Sunrise Park in den White Mountains, Mount Lemmon nördlich von Tucson, Williams Ski Area in Williams, North Rim Nordic Center nahe des North Rim des Grand Canyon

Golf: über 220 Golfplätze im ganzen Land, eine detaillierte Liste erhält man bei Golf Arizona

Wandern/Reiten: in den Nationalparks

Allradfahrzeuge: Monument Valley in der Navajo Indian Reservation (nur mit Guide), Oak Creek Canyon bei Sedona

Klima und Wetter

Die südlichen Wüstenregionen Arizonas sind im Sommer heiß und trocken, die Temperaturen erreichen bis zu 40 Grad Celsius.

Die südlichen Wüstenregionen Arizonas sind im Sommer heiß und trocken, die Temperaturen erreichen bis zu 40 Grad Celsius.

Klimatisch und geographisch ist das Land dreigeteilt. Der Süden wird von Ausläufern der mexikanischen Sonorawüste beherrscht und ist die Heimat der übermannshohen Kakteen. In den Flusstälern der nach Norden hin höher gelegenen Übergangszone herrscht ein subtropisches Klima vor, gute Voraussetzung für eine ertragreiche Landwirtschaft. Hier befinden sich die Städte Phoenix und Tucson. Im Norden dominiert die Mesa, das Coloradoplateau, wo man die bedeutendsten Touristenattraktionen findet, wie etwa den Grand Canyon. Neben ausgedehnten Waldzonen gibt es das Grasland mit riesigen Rinderherden. Während im Norden kalte Winter vorherrschen, sind die Winter weiter südlich relativ mild.

Die südlichen Wüstenregionen sind im Sommer heiß und trocken, die Temperaturen erreichen bis zu 40 Grad Celsius. Juli und August sind die heißesten Monate mit starken Gewittern. Frühling und Herbst sind trocken und mild mit etwas Regen. In der Basin und Range Region in der Mitte des Staates ist die Sonne ebenfalls sehr intensiv. Die Wintermonate sind mild bei einer Durchschnittstemperatur von 18 Grad Celsius im Januar, zum Teil aber auch mit Frost. Der nordöstliche Teil – das Colorado Plateau – hat ein halbtrockenes Klima mit erheblich niedrigeren Temperaturen und größeren Niederschlägen.

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