Sierra Nevada – Schneeparadies in Kalifornien

Die Rocky Mountains mögen - eventuell -  berühmter sein. Der Grand Canyon ist möglicherweise etwas dramatischer. Doch die Sierra Nevada ist sowohl das längste als auch das höchste Gebirge auf dem kontinentalen Territorium der Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Rocky Mountains mögen – eventuell – berühmter sein. Der Grand Canyon ist möglicherweise etwas dramatischer. Doch die Sierra Nevada ist sowohl das längste als auch das höchste Gebirge auf dem kontinentalen Territorium der Vereinigten Staaten von Amerika.

Und wo befindet sich nun dieses „verschneite Gebirge“, wie der Name übersetzt aus dem Spanischen lautet? Ausgerechnet in Kalifornien, einem Bundesstaat, der oft nur mit Sonne, Meer und Spaß assoziiert wird. Naturfreaks und Wintersportfans können über diese Betrachtungsweise aber wohl ohnehin nur leise den Kopf schütteln. Schließlich liegt der weltberühmte Yosemite-Nationalpark in der Sierra Nevada und die Skigebiete im schneesicheren Squaw Valley haben ebenfalls einen hervorragenden internationalen Ruf.

Von der grauen Vorzeit bis heute

Die Geschichte der Entdeckung der Sierra Nevada durch Europäer ist noch jung, ihre Entstehungsgeschichte dagegen uralt. So gibt es einen Tagebucheintrag des spanischen Franziskanermönches Pedro Font, in der er 1776 von einem majestätischen, mit Schnee bedeckten Gebirgszug berichtet. Der gute Mann war damals Teil einer Expedition und saß nicht weit von einer Bucht, an der später einmal San Francisco liegen sollte.

Rund 130 Millionen Jahre vorher hätte Pedro diesen Anblick nicht genießen können. Damals lag seine „Sierra Nevada“ noch tief unter Wasser und sollte ihre Auf- und Entfaltung gerade erst beginnen. Etwa 80 Millionen Jahre ist es her, dass sich während dieses Prozesses Meeressedimente in den Tälern ablagerten. Sie enthielten Gold und lösten somit Mitte des 19. Jahrhunderts den berühmten kalifornischen Goldrausch aus. Ihre letzte große geologische Veränderung erlebte die Sierra Nevada vor etwa 10.000 Jahren. Damals neigte sich die bislang letzte Eiszeit ihrem Ende zu, die Gletscher begannen zu schmelzen. Das Ergebnis? Die großen Seen der Sierra Nevada, etwa der Lake Tahoe, in dem Besucher sich bis heute kristallklar spiegeln können.

Landkarte

Alle Wetter, hier lässt sich’s gut wandern!

Mit ihrer atemberaubenden Landschaft bietet die Sierra Nevada viele Möglichkeiten zum Wandern.

Mit ihrer atemberaubenden Landschaft bietet die Sierra Nevada viele Möglichkeiten zum Wandern.

Die Gipfel der Sierra Nevada sind zwar verschneit, zu ihren Füßen ist es aber oft sehr heiß. Von unten nach oben durchläuft dieses Gebirge diverse Klimazonen und ist somit auch ganzjährig ein Ziel für Urlauber, Wochenendausflügler und Wanderer. Im Sommer ist es der Yosemite-Nationalpark, der die meisten Besucher anlockt. Nicht wenige machen sich von hier auf den Fernwanderweg „John Muir Trail“ auf. Dieser landschaftlich extrem reizvolle Wanderweg führt vom Yosemite-Nationalpark bis zum höchsten Gipfer der Sierra Nevada, dem 4421 Meter hohen „Mount Whitney“. Der John Muir Trail entspricht in weiten Teilen dem Pacific Crest, wurde aber in seiner Gesamtheit nach dem verstorbenen Naturforscher und später auch Naturschützer John Muir benannt. Muir gilt bis heute als geistiger Vater der US-amerikanischen Naturparks. Der gebürtige Schotte starb am Heiligen Abend 1914 in Los Angeles.

Damit Ihre Wanderutensilien komplett sind, haben wir uns hingesetzt und auch für die Wanderer unter Ihnen eine praktische Checkliste für Tagestouren in den USA erstellt: Checkliste für den Wander-Urlaub in den USA.

Wer den nach ihm benannten Trail auf der gesamten Länge von etwa 350 Kilometern erwandern will, sollte mindestens zwei Wochen Zeit einplanen und das Projekt gut vorbereiten. Für bestimmte Teilabschnitte sind Genehmigungen nötig. Auch spezielle Ausrüstungsgegenstände, wie etwa Bärenkanister für die Verpflegung, sind zwingend nötig. Die beste Wanderzeit auf diesem Trail ist vom Frühsommer bis in den Spätherbst hinein.

Ski heil in Squaw Valley

Die Sierra Nevada hat aber auch in Sachen Wintersport einiges zu bieten. Das Skigebiet Squaw Valley ist das größte der USA und hat 1960 die Olympischen Winterspiele für die Welt ausgerichtet. Bis zu 600.000 Wintersportfans kommen jedes Jahr zum Skifahren dorthin. Übermäßig voll ist das Gebiet aber trotzdem nicht, auf über 270 Pisten verlaufen sich die Sportfreunde im besten Sinne des Wortes. Die USA bieten viele Möglichkeiten für fantastische Skiurlaube. Doch vor Ihrer Reise sollten Sie checken, ob Sie auch alles dabei haben: Checkliste für den Skiurlaub in den USA.

Nachtrag – der Korrektheit zuliebe

Die „Sierra Nevada“ ist das größte und längste Gebirge Kontinentalamerikas. In Alaska, das ja ebenfalls ein Bundesstaat der USA ist, gibt es noch einige höhere Gipfel.

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