Boston - Die wohlhabende Stadt an der Ostküste der USA

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Alt neben neu, Tradition neben Moderne, historische Sehenswürdigkeiten neben imposanten Wolkenkratzern. Das Athen Amerikas wie Boston im Bundesstaat Massachusetts auch genannt wird, ist nicht nur eine der ältesten, sondern auch eine der interessantesten Städte der USA und hat so viel mehr als die weltberühmte Universität Harvard und das MIT zu bieten.

Inhaltsverzeichnis
Zahlen, Daten, Fakten zu Boston | Hauptstadt von Massachusetts an der Nordostküste | Wetter und Klima in Boston | Bevölkerung von Boston | In Boston dominieren die Demokraten | Wohlhabende Stadt mit guter medizinischer Versorgung | Von besonderer Bedeutung und bestem Ruf: die Universitäten in Boston | Internationaler Flughafen und guter öffentlicher Nahverkehr | Boston für Touristen | Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten | Hotels, Apartments und Ferienwohnungen | Bostons Kulturangebote | Die schönsten Parks in Boston | Boston für Kinder | Aktivitäten in Boston | Veranstaltungen im Jahresverlauf | Lohnenswerte Tagesausflüge ab Boston | Bostons Geschichte

Wir haben uns die Stadt an der Nordostküste der USA für Sie ein wenig genauer angesehen.

Zahlen, Daten, Fakten zu Boston

  • Bundesstaat: Massachusetts
  • County: Suffolk County
  • Einwohnerzahl: 692.600 (geschätzt, 2019), Metropolregion: 4.875.390 (geschätzt 2018)
  • Fläche: 232,1 Quadratkilometer, davon 125,4 Quadratkilometer Land
  • Bevölkerungsdichte: 5.538/km2
  • Gründungsjahr: 1630
  • Höhenmeter: 43 Meter
  • Zeitzone: Eastern (UTC -5/-4)
  • Postleitzahlen: 02101-02117
  • Vorwahl: +1 617, 857
  • Bürgermeister: Marty Walsh (Demokraten)
  • Spitznamen: Beantown, The Cradle of Liberty, The Hub of the Universe, City on a Hill, Athens of America
  • Offizielle Website: https://www.boston.gov

Landkarte

Hauptstadt von Massachusetts an der Nordostküste

Die Stadt auf dem Hügel ist die Hauptstadt des Bundesstaats Massachusetts und befindet sich im Suffolk County in Neuengland. Sie liegt am Atlantischen Ozean, ist von Wasser umgeben und hat auch im Hinterland viele Seen zu bieten. New York City ist von Boston rund dreieinhalb Stunden entfernt. Montreal liegt in fünf Stunden von Montréal Entfernung. Die City on a Hill befindet sich in der Nähe des 42. Breiten- und 71. Längengrades. Unter den größten Städten der USA befindet sich „The Cradle of Liberty“ auf Platz 23.

Boston belegt Rang 23 unter den größten Städten der USA. Die Stadt ist in folgende Viertel unterteilt: Allston/Brighton, Back Bay, Bay Village, Beacon Hill, Charlestown, Chinatown/Leather District, Dorchester, Downtown/Financial District, East Boston, Fenway/Kenmore, Hyde Park, Jamaica Plain, Mattapan, Mission Hill, North End, Roslindale, Roxbury, South Boston, South End, West End und West Roxbury.

Beacon Hill und Back Bay sind Historic Districts.

Tipp: Sehr schön in Beacon Hill ist die Straße Acorn Street!

Bei der Region um Boston unterscheidet man zwischen der Region Boston-Cambridge-Quincy (Greater Boston) und Metro Boston. Die Bezeichnung Metro Boston ist für den inneren Kern um die Stadt herum reserviert.

Wetter und Klima in Boston

Boston ist die größte Stadt in Neuengland.
Boston ist die größte Stadt in Neuengland.

Das Klima in Boston ist für Hafenstädte auf der Nordhalbkugel typisch. Speziell im Sommer ist es in Boston mit Durchschnittstemperaturen um die 23 Grad Celsius recht warm. Im Winter können die Temperaturen auch ohne Weiteres unter den Gefrierpunkt fallen. Die Luftfeuchtigkeit ist relativ hoch, wodurch es im Sommer recht schwül werden kann. Die meisten Sonnenstunden gibt es mit über neun in den Monaten von Juni bis August, wobei der Juli mit den meisten Sonnenstunden aufwarten kann. Die meisten Regentage gibt es im Dezember, allgemein fallen im Winter deutlich mehr Niederschläge als im Sommer.

Als beste Reisezeit gelten die Monate Mai und Juni oder September und Oktober, wenn es weniger regnet und nicht ganz so heiß ist. Speziell im Herbst können Sie sich dann auch noch am Indian Summer in Neuengland erfreuen, der schon allein eine Reise wert ist.

Bevölkerung von Boston

Etwas über die Hälfte der Bevölkerung der Stadt sind Weiße (52,6 %), Afroamerikaner machen etwa ein Viertel der Bevölkerung von Beantown aus. Menschen mit asiatischer Abstammung sind zu rund zehn Prozent vertreten, während auf amerikanische und alaskische Ureinwohner nur ein verschwindend geringer Anteil (0,3 %) entfällt. Die größte ethnische Gruppe stellen mit 16 Prozent die Menschen mit irischer Abstammung dar, gefolgt von denen mit italienischer Abstammung mit 8 Prozent. Sechs Prozent der Bevölkerung Bostons stammt ursprünglich von den Westindischen Inseln. Fast 20 Prozent sind Hispanics.

Durch die vielen Universitäten Harvard, MIT und Tufts ist die Bevölkerung in Boston mit durchschnittlich 32 Jahren relativ jung und gebildet. Zudem leben dort etwas mehr Frauen als Männer.

Unter den Religionsgemeinschaften machen die Christen im Großraum Boston mit 57 Prozent den größten Anteil aus. Fast 30 Prozent entfallen dabei auf die Katholiken. Menschen mit jüdischem Glauben sind mit rund 10 Prozent im Ort vertreten, 4 Prozent sind Muslime. 33 Prozent der Bevölkerung gehört keiner Religionsgemeinschaft an.

In Boston dominieren die Demokraten

Der Bundesstaat Massachusetts befindet sich fest in demokratischer Hand und auch in Boston selbst dominieren die Demokraten. In den letzten fünf Präsidentschaftswahlen lagen in Boston immer die Demokraten vorn, wobei das Stadtzentrum und die nördlich davon am Meer gelegenen Stadtteile zu siebzig Prozent und die westlichen Stadtteile zu 60 Prozent die Demokraten wählen. In den südlichen Stadtteilen der Stadt am Hügel entfielen auf die demokratische Regierung im Schnitt nur noch um die 57 Prozent.

Wohlhabende Stadt mit guter medizinischer Versorgung

Boston ist die Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts an der Ostküste der USA.
Boston ist die Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts an der Ostküste der USA.

Die Metropolregion von Boston gehört zu den leistungsstärksten Wirtschaftsregionen der Welt, wobei die größten Arbeitgeber der Gesundheitssektor (18,4 Prozent), der Bildungssektor (13,4 Prozent), Wissenschaft und Technik (11,7 Prozent) und der Handel (8,4 Prozent) sind. Bekannte Unternehmen mit Hauptsitz in der Hauptstadt von Massachusetts sind Gilette und Teradyne.

Die Bewohner der Stadt in Neuengland verdienen im Schnitt deutlich mehr als im Landesdurchschnitt und auch die Arbeitslosenquote ist mit 3,1 Prozent relativ niedrig. Nichtsdestotrotz leben 20 Prozent der Bewohner in Armut. Als eine der luxuriösesten Residenzen der Stadt gilt das Heritage on the Garden. Das Heritage Boston befindet sich in direkter Nähe zu Back Bay, Beacon Hill und der Innenstadt.

In der Stadt selbst befinden sich ganze 32 Krankenhäuser mit unterschiedlicher Ausrichtung.

Boston besitzt zudem eines der besten Leitungswässer des Landes. Es gibt nur fünf Städte in den USA, in denen das Wasser nicht gefiltert werden muss um den Standards der Environmental Protection Agency zu entsprechen. Boston ist eine davon. Das Wasser kommt aus zwei Reservoirs im Westen der Stadt.

Von besonderer Bedeutung und bestem Ruf: die Universitäten in Boston

Die universitären Ausbildungsstätten in der Gegend von Boston und Cambridge erhielten im Jahr 2013 1,77 Millionen USD Förderungsgelder, mehr als jede andere Metropole in den USA. Der Großraum Boston beherbergt mehr als 100 Colleges und Universitäten – alleine 250.000 Studenten sind in Boston und Cambridge (Harvard) eingeschrieben. Allerdings besitzt Boston nur eine öffentliche Universität (University of Massachusetts Boston), alle anderen sind privat. Überaus bekannt ist auch das Massachusetts Institute of Technology, kurz MIT, das sich nicht weit von Harvard entfernt befindet.

Internationaler Flughafen und guter öffentlicher Nahverkehr

Boston besitzt mit dem Logan International Airport einen internationalen Flughafen, der wie auch der Hafen zur Massachusetts Port Authority gehört. Der öffentliche Nahverkehr ist durch ein System aus S- und U-Bahnlinien sowie einem Oberleitungsbus, lokalen Omnibuslinien und Umland-Express-Bussen hervorragend ausgebaut. Darüber hinaus verfügt Boston mit der South Station und der North Station über zwei bedeutende Bahnhöfe. Die South Station wird von Amtrak bedient. Die Strecke verbindet den Ort mit Washington D. C. und New York City, so dass auch Ausflüge von Boston aus mit der Bahn möglich sind.

Auch mit dem Auto kommt man in Boston gut von A nach B. So verbindet die Interstate 90 Boston mit dem US-Bundesstaat New York und die Interstate 95 ermöglicht die Fahrt nach Portland in Maine, New York City oder Washington. Über die Interstate 93 ist die Fahrt in den Norden nach New Hampshire möglich. Die Autobahnen, die die Innenstadt durchschneiden, führen durch Tunnel unter der Erde.

Boston für Touristen

Boston ist eine der ältesten Städte der USA.
Boston ist eine der ältesten Städte der USA.

Boston wird an der Ostküste hinter New York City weniger häufig als Reiseziel in Erwägung gezogen. Zu Unrecht. Denn die Stadt ist eine der ältesten Hafenstädte der USA und hat viele tolle historische Gebäude, Restaurants und Grünflächen zu bieten. Und noch dazu ist ein Besuch in der Stadt deutlich günstiger. Das haben auch viele Menschen erkannt, 2005 wurde die Stadt von 17,6 Millionen Menschen aus aller Welt besucht und der Tourismus spielt auch wirtschaftlich für den Ort eine wesentliche Rolle. Die Kriminalität ging seit den 90ern stark zurück, so dass man Boston durchaus mittlerweile auch als recht sicher bezeichnen kann.

Nachfolgende Sehenswürdigkeiten sollten Sie sich bei einem Besuch in Beantown auf keinen Fall entgehen lassen.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Boston finden Sie auf www.getyourguide.de.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten in Boston

  • Freedom Trail: Ganz oben auf der Liste der kulturellen Attraktionen in Boston steht der Freedom Trail. Ein Spaziergang zu Fuß über diesen zentralen Trail mit einer Länge von etwa vier Kilometern führt vom Boston Common zum State House bis zum Bunker Hill Monument. Der Freedom Trail ist mit einer roten Linie auf dem Boden markiert.
     

    Die architektonisch und historisch interessanten Stationen des Freedom Trails im Überblick:

    • Boston Common
    • Masschusetts State House
    • Park Street Church
    • Granary Burying Ground
    • King’s Chapel
    • King’s Chapel Burying Ground
    • Statue von Benjamin Franklin + Standort der Boston Latin School
    • Old Corner Bookstore
    • Old South Meeting House
    • Old State House
    • Schauplatz des Massakers von Boston
    • Faneuil Hall und Quincy Market
    • Wohnhaus von Paul Revere
    • Old North Church
    • Copp’s Hill Burying Ground
    • USS Constitution
    • Bunker Hill Monument

    Sie möchten eine Karte, um sich die Route vorab anzusehen? Eine Karte vom Freedom Trail können Sie hier kostenlos herunterladen.

  • Faneuil Hall und Quincy Market: In der Faneuil Hall, die zum Freedom Trail gehört, finden sich im Erdgeschoss Marktstände. Im vierten Obergeschoss erwartet Sie das „Ancient and Honorable Artillery Museum“, in dem Waffen, Uniformen und Bilder bedeutender Schlachten ausgestellt sind. Der Quincy Market befindet sich neben der Faneuil Hall und erweitert diese. Im Inneren des historischen Gebäudes befindet sich ebenfalls ein Lebensmittelmarkt. Zudem können Sie im Quincy Market auch Restaurants und Bars besuchen.
  • Harvard: Nur wenige können von sich behaupten, in Harvard gewesen zu sein. Wenn Sie zumindest einmal Campus-Luft schnuppern möchten, können Sie die Universität besichtigen und im Besucherzentrum einen Spaziergang über den Campus buchen.
  • Boston Public Library: Die Boston Public Library befindet sich am Copley Square. Den Platz umgeben Gebäude aus unterschiedlichen Epochen, was eine surreale Szenerie zur Folge hat. Die Boston Public Library selbst ist die größte, städtische, öffentliche Bibliothek der Vereinigten Staaten und eine der größten Bibliotheken der Erde.
  • Charlestown Navy Yard: Der Charlestown Navy Yard ist der Ort, an dem das älteste Schiff der amerikanischen Navy, die USS Constitution, vor Anker liegt. Der Hafen selbst gehört zum Boston National Historical Park, in dem sich auch das ebenfalls sehenswerte Bunker Hill Monument befindet.
  • Old South Meeting House: Das Old South Meeting House war der Schauplatz der Debatte, die letztlich die Boston Tea Party zur Folge hatte. Heute beherbergt die ehemalige Kirche ein Museum und ist Teil des Freedom Trails.

Sehenswerte Museen in Boston

Das Museum of Fine Arts ist ein Kunstmuseum in Boston.
Das Museum of Fine Arts ist ein Kunstmuseum in Boston.

Museen gibt es in Boston wirklich genug. Die Folgenden sollten nicht fehlen, wenn Sie sich für die Geschichte der Stadt und der Vereinigten Staaten von Amerika im Allgemeinen interessieren. Aber auch Kunstliebhaber kommen hier definitiv auf ihre Kosten.

  • Museum of Fine Arts Boston: Die 450.000 Exponate im Museum of Fine Arts Boston ziehen Jahr für Jahr rund eine Million Besucher an. Unter anderem sind dort Werke von Jackson Pollock und Frida Kahlo ausgestellt. Zudem ist es an jedem ersten Freitag im Monat von 18 bis 21:30 Uhr möglich, im MFA für 25 US-Dollar die Exponate zu bestaunen und sich dabei an Cocktails, Tapas und Musik zu erfreuen. Ein Erlebnis für fast alle Sinne.
  • Mapparium: Das Mapparium in der Mary Baker Eddy Library ist absolut sehenswert und ein wenig anders als andere Museen. Hier überqueren Sie im Inneren eines Globus eine Brücke und sehen sich die Erde von innen an. Die Länder werden so gezeigt, wie sie sich 1935 darstellten. Ein besonderes Highlight ist darüber hinaus die Akustik. Steht man im Zentrum des Globus, ist die eigene Stimme im Surround-Sound zu hören. Die Proportionen sind anders als vermutet und rücken manch eines Wahrnehmung von relativer Größe zurecht. Geöffnet ist das Mapparium von Dienstag bis Sonntag zwischen 10:00 und 16:00. Touren werden alle 20 Minuten angeboten.
  • Boston Tea Party Ships & Museum: Das Museum zur weltberühmten Boston Tea Party ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Jeden zweiten und vierten Freitag im Monat findet zudem die „Tavern Night“ statt, während der man sich an authentischer Musik, Gesang und Tanz erfreuen kann. Das Museum selbst bringt Besucher zurück ins Jahr 1773. Sie laufen hier durch restaurierte Schiffe, bestaunen holografische Exponate und können auch einige Kisten Tee über Bord werfen. Sehr sehenswert ist auch die preisgekrönte Dokumentation „Let it begin here“.
  • Paul Revere House: Das Paul Revere House, das um das Jahr 1680 erbaut wurde, ist das älteste Gebäude der Stadt. Hier lebte der Mann, dem der Satz „Die Briten kommen“ in den Mund gelegt wird. Das Haus kann besichtigt werden. Es wird eine selbstgeführte Tour angeboten, die über die geschichtlichen Gegebenheiten unterrichtet.
  • Museum of Bad Art: Nicht die schönen Künste, sondern eher das Gegenteil ist das Thema dieses Museums, das sich im Keller des Sommerville Theater befindet. Die Kollektion aus Werken schlechter Kunst umfasst 700 Werke von unterschiedlichen Künstlern, von denen immer etwa zwanzig zeitgleich ausgestellt werden. Der Eintritt ins Museum of Bad Art ist frei. Der Zugang ist immer dann möglich, wenn auch das Kino geöffnet ist.
  • MIT Museum: Technikfans kommen im MIT-Museum auf ihre Kosten. Über eine Million Exponate sind hier am Massachusetts Institute of Technology versammelt und die Kollektion wird stetig erweitert. Die interaktiven Ausstellungen im Museum sind ein echtes Highlight. Geöffnet ist das Technikmuseum des Massachusetts Institute of Technology von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr. Von September bis Juni ist am letzten Sonntag des Monats jeweils der Eintritt frei.
  • John F. Kennedy Presidential Museum & Library: Das markante Gebäude beherbergt zahlreiche Exponate und Informationen zur Präsidentschaft von John F. Kennedy. Sie können hier u. a. mehr über die Kennedy-Nixon-Debatte, das Raumfahrtprogramm, die Kubakrise, die Wahlkampagne und die Familienmitglieder des Präsidenten erfahren.
  • Institute of Contemporary Art, Boston: Das Institute of Contemporary Art (ICA) ist ein Kunstmuseum im South Boston Seaport District, das sich der zeitgenössischen Kunst widmet.
  • Isabella Stewart Gardner Museum: Das Isabella Stewart Gardner Museum ist das Museum der US-amerikanischen Kunstsammlerin und Mäzenin mit gleichem Namen. Das private Museum beherbergt heute über 2.500 Exponate aus Europa, Asien und Amerika.
  • Museum of Science (MoS): Das MoS befindet sich im Science Park am Charles River und hat neben 700 interaktiven Exponaten auch tägliche Live-Präsentationen, ein Planetarium, einen Indoor-Zoo und ein IMAX-Kino zu bieten. Das Imax-Kino ist in seiner Form in Neuengland einzigartig. Denn es ist das einzige das eine Leinwand in Form einer Kuppel zu bieten hat.

Boston für Naturliebhaber

In Boston werden Whale-Watching-Touren angeboten.
In Boston werden Whale-Watching-Touren angeboten.
  • Franklin Park Zoo: Der Franklin Park Zoo wurde 1912 eröffnet und erstreckt sich über 290.000 Quadratmeter, in denen über 220 verschiedene Tierarten untergebracht sind. Der Tierpark ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Sehr bekannt sind zum Beispiel der Tropical Forest, in dem unter anderem Gorillas leben. Es gibt einen Bereich für Tiere aus Australien, verschiedene für afrikanische Tiere und die Bird’s World mit unzähligen Vogelarten. Butterfly Landing, das Schmetterlingszelt mit über 1.000 Tieren, wurde 1997 eröffnet.
  • Arnold Arboretum: Der botanische Garten befindet sich im Arborway und lohnt insbesondere im Frühjahr und Sommer einen Besuch, wenn viele Pflanzen in voller Blüte stehen.
  • Harvard Museum of Natural History: Das naturhistorische Museum ist schon an sich ein faszinierender Ort und nicht nur aber auch wegen seiner „Glass Flowers“ unbedingt einen Besuch wert. Die 4.300 Pflanzenmodelle aus Glas wurden zwischen 1887 und 1936 von Leopold und Rudolf Blaschka angefertigt und sind einzigartig schön. Das Besondere an diesen Pflanzen aus Glas ist die Tatsache, dass im 19. Jahrhundert für Modelle nur Pappmaschee und Wachs zur Verfügung standen. Der Begründer des Museums, George Lincoln Goodale, wünschte sich jedoch lebensnahe Exponate. So kamen Vater und Sohn Blaschka, die aus einer langen Dynastie von Glasbläsern stammten, auf die Idee, 847 Spezies mit bemerkenswert akkuraten Strukturen aus Glas zu erstellen. 2016 wurde die gesamte Kollektion gesäubert und die Schaukästen neu überarbeitet.
  • Mount Auburn Cemetry: Der Mount Auburn Cemetry ist nicht nur ein botanischer Garten, sondern auch ein Friedhof. Hier können Sie ungestört und in aller Ruhe zu Fuß durch die Landschaft flanieren und wunderschöne Pflanzen auf sich wirken lassen.
  • Wale beobachten: Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, einmal live Wale zu beobachten, die man bisher wahrscheinlich nur aus Filmen kannte. Whale-Watching-Touren werden von den Boston Harbor Cruises angeboten. Die Fahrt mit dem Katamaran zur Stellwagen Bank Marine Sanctuary dauert etwa drei bis vier Stunden und wird mit einem unvergesslichen Blick auf Buckelwale, Finnwale, Zwergwale, Grindwale und Glattwale belohnt. Und wer Glück hat, sieht sogar Delfine.
  • New England Aquarium: Das New England Aquarium gehört definitiv zu den wichtigsten Attraktionen der Stadt. Das Aquarium besteht seit 1969 und beherbergt über 20.000 Tiere. Neben einem großen Ozeanbecken können dort auch Fische aus dem Amazonas, Pinguine, Seelöwen und weitere Tiere bestaunt werden.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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Bostons Kulturangebote

Wer über Bostons kulturelles Angebot spricht, denkt gewiss zunächst an die Symphony Hall und das Boston Symphony Orchestra. Beide sind weltberühmt und bieten regelmäßig Konzerte an. Doch die Stadt hat auch darüber hinaus ein umwerfendes Kulturangebot zu bieten. So gibt es im Stadtteil Waltham etwa die „Third Saturdays“. An jedem dritten Samstag im Monat wird hier ab 15 Uhr ein anderes kulturelles Event abgehalten. Regelmäßige Veranstaltungen gibt es darüber hinaus auch im „The Wilbur“ in der Nähe des Boston Common, wo unregelmäßig Konzerte nationaler und internationaler Bands stattfinden. Regelmäßige Kunstausstellungen und Vorträge werden im Mount Auburn Cemetry abgehalten und auch im „The Beehive“ südlich des Boston Common können Sie häufig kulturelle Ereignisse besuchen.

Die schönsten Parks in Boston

Boston verfügt über viele wunderschöne Parks.
Boston verfügt über viele wunderschöne Parks.

Boston ist eine recht grüne Stadt, in der man selbst in der Innenstadt immer wieder grüne Flecken findet. Daneben gibt es einige schöne Parks, in denen es sich wunderbar entspannen lässt, wenn man nach einer Tour durch Museen und an Sehenswürdigkeiten vorbei eine Pause einlegen möchte. Zu erwähnen sind hier zum Beispiel folgende Parks.

  • Moakley Park: Der Moakley Park am Hafen ist leicht zu erreichen und ganz dem Sport gewidmet. Er ist ein hervorragender Ort, um sich auch im Urlaub fit zu halten.
  • Boston Common: Der Boston Common war einst Viehweide, Feldlager und Hinrichtungsstätte. Seit 1830 ist er ein Park, in dem formelle und informelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Demonstrationen stattfinden. Aber natürlich können Sie dort auch hervorragend picknicken, zu Fuß durch den Park spazieren oder im Winter auf dem „Frog Pond“ im östlichen Teil des Parks Schlittschuhlaufen.
  • Rose Kennedy Fitzgerald Greenway: Die langgezogene Anlage befindet sich in der Nähe der Interstate 93 zwischen Waterfront und Downtown. Dort gibt es ein Karussell, einen Biergarten und breite Wege, die zum Spazierengehen einladen. Die verschiedenen Wasserbecken im Park werden im Sommer ausgiebig zur Erfrischung genutzt.
  • Charles River Esplanade: Die Charles River Esplanade führt entlang des Flusses „Charles“. Viele Jahrzehnte lang wurde der Fluss als Abwasserkanal gebraucht, hat heute jedoch wieder eine Wasserqualität, die Fischvorkommen erlaubt und zum Baden einlädt. Die Esplanade lässt sich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Sie können dort Fahrräder oder ein Boot leihen, die Kinder können auf dem Spielplatz spielen und mit etwas Glück findet, wenn Sie gerade dort sind, auch ein Konzert in der „Muschel“ statt.
  • Back Bay Fens: Der „Back Bay Fens” ist seit 1879 ein Park und geht in den „Riverway“ und „Olmsted Park“ entlang des Muddy River über. Es gibt dort einen Rosengarten, in dem Hochzeiten abgehalten werden und auch das Westland Gate mit den Löwenköpfen, das Entenhaus und die japanische Tempelglocke aus dem Jahr 1675 sind absolut sehenswert.

Und wem das noch nicht genug ist, der sollte unbedingt auch dem Mayor Danehy Park im Westen, dem Boston National Historical Park im Norden, dem Marine Park im Osten, dem Squantum Point Park und dem Franklin Park und dem Arnold Arboreteum im Süden einen Besuch abstatten.

Boston für Kinder

Boston hat auch für Kinder viel zu bieten. Besonders schön für einen Ausflug mit der Familie sind folgende Attraktionen.

  • Boston Children’s Museum: Es ist unzweifelhaft das beste Museum für Kinder in der Stadt und wurde 1913 von einigen Lehrern gegründet. Heute ist das Boston Children’s Museum eines der größten Museen für Kinder weltweit. Ein animierter Dinosaurier in Lebensgröße, die „Arthur and Friends“-Ausstellung, Exponate zu den Themen Gesundheit, Schreiben, Kunst und mehr machen einen Nachmittag mit Kindern kurzweilig. Das Museum ist von Montag bis Sonntag zwischen 10:00 und 17:00 geöffnet. Freitags ist sogar bis 21 Uhr geöffnet.
  • Martin’s Park & Playground: Der Martin’s Park & Playground befindet sich direkt am Museum und bietet viel Platz zum Toben. Der Park ist sehr schön, mit vielen Bäumen und Büschen und sogar einem Kasperle-Theater für Kinder.
  • Fort auf Castle Island: Picknicken gefällt Groß und Klein. Ein hervorragender Ort für ein Picknick ist das alte Fort auf Castle Island. Dort gibt es Grillstationen und viel Platz, um zu toben. Auch ein kleiner Strand ist vorhanden. Wer möchte, kann zudem noch „Fort Warren“ mit der Boston Harbor Ferry besuchen und dort alles über den schaurigen Geist der „Lady in Black“ erfahren, der dort sein Unwesen treiben soll.
  • Harvard Museum of Natural History: Das Harvard Museum of Natural History zeigt 12.000 Exemplare aus der Forschungsabteilung der Universität. Unter anderem können Kinder und Erwachsene hier Fossilien von Dinosauriern, Meteoriten, Edelsteine und viele ausgestopfte Tiere bestaunen.
  • Legoland Discovery Center: Das Legoland Discovery Center ist perfekt für kleine Legofans. Es befindet sich im Assembly-Row-Shopping-Komplex in Sommerville. Kinder können dort mit Legosteinen bauen, ein Miniatur-Boston aus Lego erkunden und im 4D-Kino und an der Indoor-Kletterwand Spaß haben.

Aktivitäten in Boston

Boston bietet attraktive Shopping-Möglichkeiten.
Boston bietet attraktive Shopping-Möglichkeiten.
  • Einkaufen: Zum American Way of Life gehört Shopping irgendwie dazu. Und wie in allen amerikanischen Städten gibt es auch in Boston diverse Läden, in denen man dem Shoppingvergnügen frönen und sich nach eigenem Stil und Trend einkleiden kann. Austoben können Sie sich hier zum Beispiel in der Mall Cambridgeside in East Cambridge, in der Sie viele unterschiedliche Läden und Restaurants finden. Aber auch die Straße Newbury Street im Viertel Back Bay, Copley Place, Downtown Crossing und die Charles Street in Beacon Hill beherbergen viele Läden und sind schöne Gegenden, um einzukaufen.
  • Genießen: Speisen mit Stil. Boston ist nicht unbedingt günstig. Nichtsdestotrotz gibt es einige Tipps für gutes Essen unter 20 US-Dollar wie den „Dumpling Palace“ oder „Tasty Burger“. Mit leckerem Frühstück wartet das „In a Pickle“ auf (besonders wenn man Omelette liebt). Bezahlbare koreanische Küche hat das „Coreanos“ in Allston zu bieten. Und wenn Sie einmal eine richtige Bostoner Spezialität probieren möchten, dann kosten Sie unbedingt einmal das „Boston Cream Pie“ im Omni Parker House in der Innenstadt. Am Inman Square lädt das „Oleana“ zum Schlemmen ein und auch der Foodtruck „Mei Mei“ am Audubon Circle ist immer einen Abstecher wert.
  • Nachtleben: Wer gerne die Nacht zum Tag macht, sollte in Boston auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Das „The Grand“ bietet über 1.000 Quadratmeter Fläche zum Tanzen und eine 20 Meter hohe LED-Wand, die die Tanzfläche umrundet. Und manchmal sind hier sogar international bekannte DJs am Pult, wie zum Beispiel Shaquille O’Neal. Life Acts auf einer großen Bühne hat das „Royale“ im Theater District zu bieten. Das Etablissement besticht durch ein elegantes, marmornes Foyer, kuschelige Sitzecken und eine allgemein tolle Atmosphäre, um die Nacht zum Tag zu machen. Latin, House und Hip Hop stehen im „Icon“ im Theater District auf dem Plan und wer eine riesige Musikbandbreite sucht, sollte unbedingt einmal dem „Phoenix Landing“ am Central Square einen Besuch abstatten.
  • Sport treiben: Boston ist nicht nur kulturell auf Draht, sondern bietet auch alles, um die physiologischen Bedürfnisse zu befriedigen. Im Winter kann man auf dem Frog Pond im Boston Common und auf anderen natürlichen oder künstlichen Eisflächen Schlittschuhlaufen. Es gibt Cycle City Tours, wo man begleitet von einem Guide die Stadt per Fahrrad erforscht. Auf dem Charles River kann man Kayakfahren. Goldplätze gibt es gleich zwei im Franklin Park, die von Donald Ross entworfen wurden.
     

    Und wer nicht aktiv Sport treiben möchte, hat auch passiv jede Menge Möglichkeiten. Es gibt eigene Teams in jeder Mannschaftssportart und man findet bestimmt ein Spiel zum Anschauen der Boston Bruins, Boston Red Sox oder Boston Celtics, je nachdem ob man Eishockey, Baseball oder Basketball favorisiert. Die Heimspielstätte der Boston Red Sox, der Fenway Park, ist auch historisch interessant. Denn das Stadion wurde zwischen 1911 und 1912 erbaut und ist im National Register of Historic Places gelistet. Wer also sowohl an Architektur, Geschichte und Baseball interessiert ist, sollte dem Stadion Fenway Park unbedingt einen Besuch abstatten und als Zuschauer einem Spiel beiwohnen. Spiele der Boston Bruins können Sie als Zuschauer in der TD Garden – Arena erleben.

  • Den Hafen erkunden: Der Hafen von Boston können Sie auf unterschiedlichen Wegen erkunden. Eine Möglichkeit ist ein Spaziergang, ein anderer ist die Teilnahme an einer Hafenrundfahrt. Einen tollen Blick auf den berühmten Hafen bietet das Gebäude 470 Atlantik Ave. Dort startet auch die Fort Point Channel Tour. Eine weitere Route führt in die Innenstadt. Der Beginn der Downtown-Tour liegt im Christopher Columbus Park, einem Teil vom Stadtteil North End.

Veranstaltungen im Jahresverlauf

In Boston finden das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen statt. Sehr schön sind zum Beispiel die folgenden.

  • Boston Flower & Garden Show: Jedes Jahr im März findet in Boston die „Boston Flower & Garden Show“ statt. Hier können auch Anfänger alles über das Anlegen eines botanischen Gartens erlernen. Viele Vorträge und Demonstrationen erlauben detaillierte Einblicke in das Gärtnern jenseits von Gemüsen und Kräutern.
  • Boston Marathon: Der Boston Marathon ist bekannt als das älteste sportliche Ereignis dieser Art. Er fand im Jahre 1897 zum ersten Mal statt. Damals hatte der Lauf 15 Teilnehmer – heute sind es jedes Jahr ca 30.000.
  • St. Patrick’s Day: Da die größte ethnische Gruppe in Boston die Iren sind, wird hier auch der St. Patrick’s Day gepflegt. Den 17.März jeden Jahres erlebt Boston ganz in Grün, wenn die Menschen die Einführung des Christentums in Irland feiern.
  • Harborfest: Das „Harborfest“ findet an den 6 Tagen, die auf den 4. Juli jedes Jahres folgen, statt. Gefeiert wird die koloniale Vergangenheit mit Bootsfahrt, Live-Musik, zum Thema passenden Ausstellungen und vielem mehr.
  • Boston Wine Festival: Das „Boston Wine Festival“ ist eines der größten seiner Art in den USA. Es beginnt in der letzten Januarwoche und dauert 3,5 Monate. Die Weingüter der Gegend stellen ihre Weine vor und Gerichte auf den Speisekarten werden in dieser Zeit nicht wiederholt angeboten.
  • Boston Green Fest: Ein „grünes“ Festival verspricht das Boston Green Fest, das ein buntes Programm für Groß und Klein bietet.

Lohnenswerte Tagesausflüge ab Boston

Bei einer Rundreise an der Ostküste der USA darf New York City nicht fehlen.
Bei einer Rundreise an der Ostküste der USA darf New York City nicht fehlen.

Boston liegt im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika und bietet viele Möglichkeiten, Ausflüge zu beliebten Zielen in der Region und der weiteren Umgebung zu unternehmen. Einige davon haben wir hier für Sie zusammengefasst:

  • New York City: Big Apple ist von Boston aus etwa vier Stunden Fahrt entfernt und innerhalb eines Tages kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Weiteres besichtigen. Am Morgen kann man beispielsweise die Freiheitsstatue und das Empire State Building besuchen und den Nachmittag im Central Park verbringen bevor man nach Anbruch der Dunkelheit dem Times Square einen Besuch abstattet.
  • Newport auf Rhode Island: Newport auf Rhode Island in New England ist ebenfalls einen Tagesausflug wert. In nur etwas mehr als einer Autostunde Entfernung gibt es hier stattliche Herrenhäuser zu sehen, besonders entlang der Bellevue Avenue. Viele dieser Häuser sind heute Museen und geben einen faszinierenden Einblick in die Geschichte. Unbedingt sehenswert sind „The Breakers“ und „Marble House“. Portsmouth, ebenfalls auf Rhode Island gelegen, kann bei dieser Gelegenheit gleich mit besucht werden.
  • Plymouth: Plymouth ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Gegründet wurde die Stadt am atlantischen Ozean in der Bucht von Cape Cod von den Pilgervätern im Jahre 1620. William Bradford soll hier mit der Mayflower gelandet sein. Hier gibt es einige Festivals und Events über das Jahr verteilt. Das Freilichtmuseum „Plimoth Plantation“ ist ein spannender Ausflug vor allem mit Kindern. Jeder Einwohner des Dorfes aus dem 17. Jahrhundert spielt seine Rolle perfekt und so fühlt man sich auf einer Zeitreise in die Vergangenheit und erlebt den Alltag der Pilgrims. Plymouth liegt eine Stunde Fahrt südlich von Boston.
  • North Falmouth: North Falmouth auf der Halbinsel Cape Cod ist nur eine gute Autostunde von Boston entfernt und bietet einen schönen Mountain Bike Trail von ca. zwei Stunden. Räder kann man am Zugang mieten und dann auf der ehemaligen Strecke der Old Colony Railroad bis nach Wood’s Hole radeln, wo die Fähre nach Martha’s Vineyard ablegt.
  • Martha’s Vineyard: Martha’s Vineyard ist von Falmouth aus in einer halbstündigen Fahrt mit der Fähre erreichbar. Die Insel ist das Sommerziel vieler Einheimischer, daher herrscht hier zu dieser Jahreszeit ein lebhaftes Treiben. Oak Bluffs lockt mit „Lebkuchenhäusern“ und anderen attraktiven Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Die Lebkuchenhäuschen tragen ihren Namen, weil sie aussehen wie die gleichnamigen Zuckerwerke: bunt und mit Ornamenten verziert.
  • Salem: Salem im Norden von Boston war im 16. Jahrhundert Schauplatz der Hexenverbrennungen. Noch heute pilgern Touristen in die Stadt, um auf den Spuren der damaligen Ereignisse zu wandeln. Salem liegt nur etwa 30 Minuten Fahrt von Boston entfernt. Außer der mystischen Atmosphäre gibt es hier in Marblehead viel zur Geschichte der amerikanischen Marine zu entdecken, denn dieser Ort ist die Geburtsstätte der „American Navy“.
  • Broadmoor Wildlife Sancturary Park: In Natick 40 Fahrminuten westlich von Boston gelegen befindet sich der „Broadmoor Wildlife Sanctuary Park“. Der Park hat 9 Meilen Wanderwege durch Felder, Wälder und Moore zu bieten. Vogelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten und können die einheimischen Vögel in freier Wildbahn beobachten. Im Winter können Sie hier zudem einen Kurs im Schneeschuhmachen besuchen.

Bostons Geschichte

Boston ist eine der kulturell reichsten Städte der USA.
Boston city view from the roof top Boston ist eine der kulturell reichsten Städte der USA.of Hotel, Boston, USA, United stages of America

Boston wurde im Jahr 1630 von John Winthrop gegründet. Der Name geht auf eine Stadt in England zurück, die für viele Puritaner wie Winthrop Heimat bedeutete. Die Gründung fand auf einer 317 Hektar großen Halbinsel statt, die die Indianer „Shawmut“ nannten und die zwischen dem Charles River und Boston Harbour lag. Von den Engländern wurde Boston zunächst Trimountaine („Drei Berge“) genannt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erweiterte man die Stadt um mehr als 1000 Hektar durch Aufschütten der flachen Gewässer. Das Material hierfür stammte von den drei Hügeln der Halbinsel und aus den Überresten des verheerenden Brandes von 1872.

Es war ein Neuanfang auf fremdem Territorium und bis heute ist Neuengland der europäischste Teil der Vereinigten Staaten. Im Laufe der Zeit gewann Boston als der wichtigste Seehafen von Neuengland an Bedeutung. Die herrschaftlichen Häuser in ihrer charakteristischen Architektur aus dem 17. und 18. Jahrhundert in den Straßen von Boston zeugen von dieser Zeit.

Bekanntestes geschichtliches Ereignis rund um die Stadt im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika ist aber wohl die Boston Tea Party. Die Boston Tea Party fand am 16.12.1773 statt, ausgelöst durch eine geplante Erhöhung der Steuer auf Tee, die das britische Parlament beschlossen hatte. Diese war wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und den Unabhängigkeitskrieg zwischen England und den USA auslöste. Im Zuge des Unabhängigkeitskriegs wurde Boston zwischen Juni 1775 und März 1776 belagert. Der Unabhängigkeitskrieg wiederum endete 1783 mit der Anerkennung ihrer Niederlage durch die Briten im Frieden von Paris (3.9.1783). 1789 wurde George Washington der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Nach der Revolution wurde Boston zu einer reichen Stadt. Der Handel mit Fisch, Salz, Rum und Tabak blühte. Ab circa 1820 änderte sich das Profil der Einwanderer. Waren es bisher meist Protestanten aus England, die hier eine neue Heimat suchten, so kamen nun vermehrt katholische irische Einwanderer und Italiener nach Boston.

Zu einer Umorientierung kam es zu Anfang des 20. Jahrhunderts. In den 1920er und 1930er Jahren wanderten viele Industriebetriebe ab, weil die Lohnkosten im Vergleich zur restlichen USA zu teuer geworden waren. Die Stadt Boston musste sich daher strukturell umorientieren. Diese Zeit wurde als „Urban Renewal“ bekannt und beinhaltete mehrere Stadtentwicklungsprogramme.

1940 begann der Bau der Interstate 93 mitten durch die Kernstadt. Man hoffte, damit die Verkehrsprobleme zu lösen, teilte dadurch jedoch die Innenstadt. Die nun geteilte Innenstadt versuchte man durch das Projekt „Big Dig“ wieder zu einen. Dieses größte Straßenbau- und Revitalisierungsprojekt der USA begann in den 1980ern und wurde erst im Jahre 2007 fertig gestellt. Die meistgenutzte Autobahn der Stadt wurde dabei in einen Tunnel verlegt.

1970 setzte erstmals wieder ein Wirtschaftswachstum ein, welches vom medizinischen Sektor ausging. Dies führte längerfristig zu einem Anstieg der Grundstückspreise und der Mieten, so dass viele Bewohner von Boston es sich nicht mehr leisten konnten, in ihrer Stadt zu wohnen. Die Bevölkerungszahlen gingen drastisch zurück und waren im Jahre 1982 auf einem Tiefpunkt angekommen. Langsam stieg die Zahl der Bostoner wieder und ist heute fast wieder auf dem Wert von 1950 angelangt.