Arkansas – Urlaub in der Natur

Trotz seines subtropischen Klimas ist Arkansas für sein extremes Wetter bekannt. Der Staat verzeichnet im Jahr bis zu 60 Gewitterstürme.

Zugegeben, mit hohen Bergen oder riesigen Nationalparks kann Arkansas nicht aufwarten. Trotzdem oder gerade deshalb ist dieses Land, das zu den südlichsten Staaten der USA zählt, unbedingt eine Reise wert. Denn die weiten Landschaften sind nicht nur von atemberaubender Schönheit, sondern sie lassen sich auch vergleichsweise gut erobern.

Fläche in qkm Einwohner Abkürzung Hauptstadt Ortszeit
137.732 2.915.918 AR Little Rock MEZ -7

In Arkansas muss man nicht gleich ein Kletterkünstler sein, um einen Berg besteigen zu können und kein Extremsportler, um die Wälder sicher zu durchforsten. Das subtropische Klima tut ein Übriges, um Arkansas als Reiseziel für einen Familienurlaub zu empfehlen. Allenfalls den Juli und den August sollte man meiden. Dann wird es mit deutlich über 30 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit für die eine oder andere Aktivität vielleicht doch etwas zu heiß. Ansonsten bietet sich das ganze Jahr als Reisezeit an. Selbst in den Wintermonaten wird es nur selten kälter als 10 Grad. Langweilig wird das Wetter trotzdem nicht. In Arkansas kommt es nämlich regelmäßig und zu jeder Jahreszeit zu heftigen Gewitterstürmen.

Ein „leeres“ Land mit vielen Nachbarn

Die Grenze zwischen Arkansas und Tennessee sowie zwischen Arkansas und Mississippi wird im Osten durch den Flusslauf des Mississippi Rivers definiert. Die Nachbarn im Westen leben in Texas und in Oklahoma. Im Norden grenzt Arkansas an Missouri, im Süden schließlich an Louisiana. Der Staat ist relativ dünn besiedelt, die knapp drei Millionen Menschen, die hier leben, haben viel Platz. Auf einen Quadratkilometer Land kommen derzeit 21 Einwohner. Es liegt also auf der Hand, dass Arkansas keine Megametropolen zu bieten hat. Die Städte sind eher beschaulich. Das gilt selbst für die Hauptstadt Little Rock, für die ein Besuch eingeplant werden sollte. Im „William J. Clinton Presidential Centre“ dreht sich dort alles um den größten Sohn der jüngeren Geschichte Arkansas’s. Bill Clinton wurde mit 46 Jahren zum 42. Präsidenten der USA gewählt und war damit das jüngste Staatsoberhaupt, das je für die USA seinen Dienst antrat. Das ist allerdings schon ein wenig her – Bill Clinton wurde 1946 geboren. Sein Geburtsort ist Hope in Arkansas.

Kostbare Steine und spannende Höhlen

Bill Clinton, geboren in Hope in Arkansas, wurde mit 46 Jahren zum 42. Präsidenten der USA gewählt.

Bill Clinton, geboren in Hope in Arkansas, wurde mit 46 Jahren zum 42. Präsidenten der USA gewählt.

Das Presidential Centre ist mit Sicherheit einen Abstecher wert, die heißen Quellen von Arkansas aber sind ein Muss. Ausgangspunkt für dieses einmalige Erlebnis ist das Städtchen, das seinen Namen von genau diesen Quellen bekommen hat: Hot Springs. Von dort ist es nur einen Katzensprung in den gleichnamigen Nationalpark. Allein in diesem Park gibt es knapp fünfzig heiße Quellen. Wer sich darin wohlig aalen möchte, der kann das herzlich gern tun. Etwas altmodisch anmutende Badehäuschen, wie man sie aus früheren Seebädern kennt, laden zum Umkleiden ein. Allzu freizügig sollte man sich übrigens in Arkansas selbst in abgelegener Natur nicht zeigen. Es könnte doch immer mal jemand vorbeikommen – und in Arkansas ist man sehr prüde! Die Prüderie und die Religiosität nehmen dort bei einigen radikalen Gruppen wirklich ungewohnte Ausmaße an – Vorsicht also! Vor allem homosexuelle Paare (aber auch heterosexuelle) sollten sich in der Öffentlichkeit mit Liebesbezeugungen zurückhalten.

Neben dem Nationalpark Hot Springs gehören unbedingt auch Höhlenbesuche zu einem Aufenthalt in Arkansas. Die berühmtesten Höhlen sind die Blanchard Springs Caverns, deren Tropfsteinhöhle in den USA ihresgleichen sucht. Sogar vollkommen einzigartig ist ein glitzernder Bodenschatz, der sich in Arkansas verbirgt. Hier gibt es nämlich das einzige Diamantvorkommen der USA. Klar, dass Besucher auch selbst danach buddeln dürfen. Gegen eine Gebühr geht es hinaus in die Mine und los mit dem Schürfen. Das macht vor allem Kindern viel Spaß. Die Erwachsenen dürfte es eher freuen, wenn man tatsächlich fündig wird. Es gilt die klare Regel, dass jeder die Edelsteine, die er hier findet, auch tatsächlich behalten darf. Ein Ausflug zur Mine lohnt sich aber in jedem Fall, auch wenn man nichts finden sollte. Im Besucherzentrum gibt es jede Menge Infos zur Mine und ganz nebenbei kann man dort natürlich auch übernachten, ein Picknick machen oder im Restaurant essen und natürlich Souvenirs einkaufen. Wer mit dem Wohnwagen unterwegs ist, findet hier einen Stellplatz mit allem Drum und Dran.

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Frische Luft und viel Bewegung

Die berühmtesten Höhlen sind die Blanchard Springs Caverns, deren Tropfsteinhöhle in den USA ihresgleichen sucht.

Die berühmtesten Höhlen sind die Blanchard Springs Caverns, deren Tropfsteinhöhle in den USA ihresgleichen sucht.

Sport und Outdoor-Aktivitäten werden in Arkansas groß geschrieben; sowohl bei den Einwohnern als auch bei den Besuchern. Reiten, Wassersport, Golfen, Wandern – alles ist hier möglich! Arkansas ist von interessanten Flüssen durchzogen und hat schöne Seen zu bieten. Naturerlebnisse für alle, die es etwas gemächlicher mögen oder brauchen, gibt es vom Flusskreuzfahrtschiff aus oder auch bei Autotouren durch pittoreske Landschaften. Kulturelle Zwischenstopps bieten sich bei zahlreichen Museen, Festivals und Gedenkstätten an. Ein Beispiel stellvertretend für viele ist das Hemingway-Pfeiffer Museum in dem kleinen Örtchen Piggott. Dort, im Elternhaus seiner zweiten Frau Pauline, hat Ernest Hemingway viele Kurzgeschichten und große Teile seines Romans „A Farewell to Arms“ (deutscher Titel: „In einem andern Land“, Amazon-Link) geschrieben.

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